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| Cannabispetition erfolgreich gestartet (Erstellt am 04.01.2011 - 05:25) |
| Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbandes vom 21.10.2010 DHV-Sprecher Georg Wurth im BikeTaxi: Schluss mit Krimi. Cannabis normal. Eine der erfolgreichsten Petitionen, die zur Zeit beim Deutschen Bundestag in der Mitzeichnungsphase sind, fordert das Ende der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten. Innerhalb einer Woche nach der Veröffentlichung haben über 4.000 Menschen die Petition unterschrieben. Auch eine facebook-Kampagne zur Petition, die der Deutsche Hanfverband (DHV) kurzfristig ins Leben gerufen hat, fand innerhalb weniger Tage über 1.000 Teilnehmer. Der Hanfverband verweist insbesondere auf eine repräsentative EMNID-Umfrage, die er im Sommer 2010 zusammen mit Partnern durchführen ließ. Demnach ist eine Mehrheit der Deutschen für eine Liberalisierung des Cannabisrechts. Der DHV sieht in der massiven Beteiligung an der Petition eine Parallele zu Stuttgart 21 oder zu den Protesten gegen die Atompolitik. In allen Fällen geht es im Wesentlichen darum, dass die Politik am Volk vorbei regiert und damit viele Menschen gegen sich aufbringt und mobilisiert. Der Sprecher des DHV, Georg Wurth, der die Petition eingereicht hat, meint dazu: 'Eine Mehrheit der Bevölkerung hält die massive Verfolgung von Cannabiskonsumenten mit über 100.000 Strafverfahren, Fingerabdrücken und Hausdurchsuchungen bei kleinen Cannabismengen und anderen Repressalien für übertrieben. Die Politik hält dennoch völlig unbeeindruckt an der harten Linie fest und hat die Verfolgung von Cannabiskonsumenten in den letzten Jahren sogar verschärft. Dieses Demokratiedefizit ist ein wichtiger Grund dafür, dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen.' Die Petition 'Cannabiskonsumenten entkriminalisieren' ist Teil einer Kampagne des Deutschen Hanfverbandes mit dem Motto 'Schluss mit Krimi. Cannabis normal.' Der Verband verteilt Aufkleber mit diesem Slogan und hat in Berlin 2 BikeTaxis damit bestückt, die nun Touristen durch das Regierungsviertel fahren. Außerdem bietet der Verband einen 'Protestmailer' gegen die bayrische Cannabispolitik auf seiner Internet-Seite an und veröffentlicht kurze Interviews mit Opfern der Cannabisprohibition auf youtube, um konkrete Schicksale zu zeigen, die sich hinter der hohen Zahl an Strafverfahren gegen Cannabiskonsumenten verbergen. Petition 'Cannabiskonsumenten entkriminalisieren' auf der Seite des Deutschen Bundestages ansehen und mitzeichnen hanfverband.de/Petition Sonderseite zur Petition: http://cannabispetition.de/ Der DHV auf facebook: http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Deutscher-Hanfverband-DHV/131470655621 Der facebook-cause zur Petition http://www.causes.com/causes/556087 Georg Wurth erklärt im youtube-Video die Petition http://www.youtube.com/user/DeutscherHanfverband#p/a/u/1/aGlLOtxvP64 Laut EMNID-Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen für ein liberaleres Cannabisrecht Pressemitteilung des DHV vom 30.07.10 http://hanfverband.de/index.php/component/content/article/1311-laut-emnid-umfrage-ist-die-mehrheit-der-deutschen-fuer-ein-liberaleres-cannabisrecht DHV-Thema: Schluss mit Krimi. Cannabis normal. http://hanfverband.de/index.php/themen/drogenpolitik-a-legalisierung/1330-schluss-mit-krimi-cannabis-normal Wer hat sie schon gesehen? Hanf-Rikschas fahren ab heute in Berlin. Pressemitteilung des DHV vom 05.11.2010 http://hanfverband.de/index.php/component/content/article/1358-wer-hat-sie-schon-gesehen-hanf-rikschas-fahren-ab-heute-in-berlin Neue Bilder von den Hanf-Rikschas in Berlin Mittwoch, den 24. November 2010 http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/blog/1369-neue-bilder-von-den-hanf-rikschas-in-berlin DHV-Thema: Videos von Repressionsfällen http://hanfverband.de/index.php/themen/drogenpolitik-a-legalisierung/1348-videos-von-repressionsfaellen |
| Was weiß das LKA NRW über gestrecktes Gras? (Erstellt am 24.09.2010 - 12:51) |
| Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen scheint seit Monaten konkrete Kenntnisse über Streckmittel in Marihuana zu verschweigen. Das ist eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben von Millionen deutschen Cannabiskonsumenten. Derweil haben Hanffreunde über 1.000 Funde von gestrecktem Marihuana beim Deutschen Hanfverband (DHV) gemeldet. Die Probleme, die Streckmittel in Marihuana verursachen, sind seit der Bleiepidemie in Leipzig Ende 2007 nicht abgeebbt. Im Gegenteil: Nach Informationen des DHV hat der Prozentsatz gestreckter Ware seitdem noch einmal dramatisch zugenommen. Konsumentenaussagen zufolge sind bereits ganze Städte mit dem gefährlichen Stoff überschwemmt. Gleichzeitig berichten fast alle, die dieses Gras geraucht haben, von erheblichen gesundheitlichen Problemen. Manche tragen sogar schwere und dauerhafte Krankheiten davon, die für den Konsum von Cannabis an sich nicht typisch sind. Kunststoff und Zucker sind zwei häufig vermutete Streckmittel. Was genau die Ware zum Teil ungenießbar, aber auf jeden Fall gefährlich macht, weiß niemand so genau. Klar ist nur, dass es sich nicht um reine Hanfblüten handelt. Das 'Ekelgras' funkt und fackelt ab wie eine Wunderkerze, riecht nach Plastik und die Asche hinterlässt ölige Rückstände. Der DHV fordert schon seit langem, dass staatliche Institutionen systematisch untersuchen, welche Streckmittel auf dem Markt sind und welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit der Konsumenten haben. Aber die Bundesregierung will davon nichts wissen. Man solle halt kein Cannabis rauchen, ist die lapidare Antwort. Bisher wurde nur ein kleines Fenster zur Aufklärung der Gefahr geöffnet: es ist zwar möglich, bei der Apotheke der Rheinischen Kliniken Viersen 'unbekanntes Pflanzenmaterial' auf ganz bestimmte, vermutete Verunreinigungen testen zu lassen. Das ist jedoch wenig hilfreich, wenn es keinen konkreten Verdacht gibt, mit welchen Stoffen die Probe genau verunreinigt wurde. Darüber hinaus ist die Fachapotheke technisch gar nicht dazu in der Lage, alle Verunreinigungen herauszufiltern. Und hier kommt das LKA NRW ins Spiel, ebenso wie die Betroffene Julia Roth, die nach dem Konsum von gestrecktem Marihuana schwer erkrankt war und wissen wollte, mit was sie sich vergiftet hatte. Da sich die Studentin nicht anders zu helfen wusste, hat sie ihre Erfahrungen mittlerweile auf einer eigens eingerichteten Webseite veröffentlicht: Ich schickte einen Teil des vergifteten Marihuanas an die Apotheke in Viersen, welche in der Lage ist, unbekannte Substanzen analytisch zu untersuchen. Von dort wurde das vergiftete Marihuana an das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen weitegegeben, welches zu diesem Zeitpunkt (Oktober 09) bereits eine Untersuchung zu diesem Giftstoff durchführte, da laut Dr. Hellmut Mahler, der mit dieser Untersuchung beauftragt worden war, einige Menschen, welche dieses Marihuana ebenfalls konsumiert hatten, stationär behandelt werden mussten. (...) Ursprünglich sollte eine Pressemitteilung an die Bevölkerung herausgegeben werden, da es sich laut LKA NRW bzw. der Apotheke in Viersen um einen „gesundheitsschädlichen chemischen Stoff“ handelt, welcher durch eine komplexe Untersuchung im Marihuana identifiziert werden konnte. (...) Da nach ein paar Wochen immer noch keine Pressemitteilung herausgegeben worden war, rief ich erneut die Viersener Apotheke an, welche mir mitteilte, dass keine neuen Informationen vorlägen. (...) Inkognito rief ich von einem öffentlichen Apparat das LKA NRW an, um mit Dr. Mahler zu sprechen, der eine Veröffentlichung der Informationen in Aussicht gestellt hatte. Dies wurde mir allerdings verweigert und man stellte mich zu Frau Hawelka von der Führungskommission Abteilung 5 durch. Ich teilte ihr die Vorfälle mit und fragte, warum die Informationen, das vergiftete Marihuana betreffend, nicht an die Presse weitergegeben wurden. Daraufhin sagte Frau Hawelka: Was denken Sie eigentlich wer Sie sind; Sie sprechen hier mit dem LKA NRW! Dann hätten Sie das Marihuana eben nicht rauchen sollen! Die ungewöhnlichen Eigenschaften der untersuchten Probe ähneln denen, die mittlerweile hunderte Konsumenten beim Streckmittel-Melder des DHV beschrieben haben. Auch die gesundheitlichen Folgeschäden, die Julia Roth auf ihrer Webseite beschreibt, sind demnach kein Einzelfall. Die derzeitige Bundesdrogenbeauftragte Dyckmans begründet die Untätigkeit der Bundesregierung auch mit dem Argument, man habe keine Hinweise auf Streckmittel in Marihuana außer vom Deutschen Hanfverband. Beim LKA NRW liegen nun offensichtlich entsprechende Hinweise vor. Dazu Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband: Im LKA NRW wird eine Warnung vor gefährlichen Streckmitteln scheinbar von ganz oben verhindert. Man will dort wohl das Thema ebenso unter den Teppich kehren wie im Bundesgesundheitsministerium. So gefährden die Behörden die Gesundheit eines erheblichen Teils der Bevölkerung. Pressemitteilung des DHV vom 23.09.2010 |
| Was weiß das LKA NRW über gestrecktes Gras?! (Erstellt am 24.09.2010 - 12:50) |
| Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen scheint seit Monaten konkrete Kenntnisse über Streckmittel in Marihuana zu verschweigen. Das ist eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben von Millionen deutschen Cannabiskonsumenten. Derweil haben Hanffreunde über 1.000 Funde von gestrecktem Marihuana beim Deutschen Hanfverband (DHV) gemeldet. Die Probleme, die Streckmittel in Marihuana verursachen, sind seit der Bleiepidemie in Leipzig Ende 2007 nicht abgeebbt. Im Gegenteil: Nach Informationen des DHV hat der Prozentsatz gestreckter Ware seitdem noch einmal dramatisch zugenommen. Konsumentenaussagen zufolge sind bereits ganze Städte mit dem gefährlichen Stoff überschwemmt. Gleichzeitig berichten fast alle, die dieses Gras geraucht haben, von erheblichen gesundheitlichen Problemen. Manche tragen sogar schwere und dauerhafte Krankheiten davon, die für den Konsum von Cannabis an sich nicht typisch sind. Kunststoff und Zucker sind zwei häufig vermutete Streckmittel. Was genau die Ware zum Teil ungenießbar, aber auf jeden Fall gefährlich macht, weiß niemand so genau. Klar ist nur, dass es sich nicht um reine Hanfblüten handelt. Das 'Ekelgras' funkt und fackelt ab wie eine Wunderkerze, riecht nach Plastik und die Asche hinterlässt ölige Rückstände. Der DHV fordert schon seit langem, dass staatliche Institutionen systematisch untersuchen, welche Streckmittel auf dem Markt sind und welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit der Konsumenten haben. Aber die Bundesregierung will davon nichts wissen. Man solle halt kein Cannabis rauchen, ist die lapidare Antwort. Bisher wurde nur ein kleines Fenster zur Aufklärung der Gefahr geöffnet: es ist zwar möglich, bei der Apotheke der Rheinischen Kliniken Viersen 'unbekanntes Pflanzenmaterial' auf ganz bestimmte, vermutete Verunreinigungen testen zu lassen. Das ist jedoch wenig hilfreich, wenn es keinen konkreten Verdacht gibt, mit welchen Stoffen die Probe genau verunreinigt wurde. Darüber hinaus ist die Fachapotheke technisch gar nicht dazu in der Lage, alle Verunreinigungen herauszufiltern. Und hier kommt das LKA NRW ins Spiel, ebenso wie die Betroffene Julia Roth, die nach dem Konsum von gestrecktem Marihuana schwer erkrankt war und wissen wollte, mit was sie sich vergiftet hatte. Da sich die Studentin nicht anders zu helfen wusste, hat sie ihre Erfahrungen mittlerweile auf einer eigens eingerichteten Webseite veröffentlicht: Ich schickte einen Teil des vergifteten Marihuanas an die Apotheke in Viersen, welche in der Lage ist, unbekannte Substanzen analytisch zu untersuchen. Von dort wurde das vergiftete Marihuana an das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen weitegegeben, welches zu diesem Zeitpunkt (Oktober 09) bereits eine Untersuchung zu diesem Giftstoff durchführte, da laut Dr. Hellmut Mahler, der mit dieser Untersuchung beauftragt worden war, einige Menschen, welche dieses Marihuana ebenfalls konsumiert hatten, stationär behandelt werden mussten. (...) Ursprünglich sollte eine Pressemitteilung an die Bevölkerung herausgegeben werden, da es sich laut LKA NRW bzw. der Apotheke in Viersen um einen „gesundheitsschädlichen chemischen Stoff“ handelt, welcher durch eine komplexe Untersuchung im Marihuana identifiziert werden konnte. (...) Da nach ein paar Wochen immer noch keine Pressemitteilung herausgegeben worden war, rief ich erneut die Viersener Apotheke an, welche mir mitteilte, dass keine neuen Informationen vorlägen. (...) Inkognito rief ich von einem öffentlichen Apparat das LKA NRW an, um mit Dr. Mahler zu sprechen, der eine Veröffentlichung der Informationen in Aussicht gestellt hatte. Dies wurde mir allerdings verweigert und man stellte mich zu Frau Hawelka von der Führungskommission Abteilung 5 durch. Ich teilte ihr die Vorfälle mit und fragte, warum die Informationen, das vergiftete Marihuana betreffend, nicht an die Presse weitergegeben wurden. Daraufhin sagte Frau Hawelka: Was denken Sie eigentlich wer Sie sind; Sie sprechen hier mit dem LKA NRW! Dann hätten Sie das Marihuana eben nicht rauchen sollen! Die ungewöhnlichen Eigenschaften der untersuchten Probe ähneln denen, die mittlerweile hunderte Konsumenten beim Streckmittel-Melder des DHV beschrieben haben. Auch die gesundheitlichen Folgeschäden, die Julia Roth auf ihrer Webseite beschreibt, sind demnach kein Einzelfall. Die derzeitige Bundesdrogenbeauftragte Dyckmans begründet die Untätigkeit der Bundesregierung auch mit dem Argument, man habe keine Hinweise auf Streckmittel in Marihuana außer vom Deutschen Hanfverband. Beim LKA NRW liegen nun offensichtlich entsprechende Hinweise vor. Dazu Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband: Im LKA NRW wird eine Warnung vor gefährlichen Streckmitteln scheinbar von ganz oben verhindert. Man will dort wohl das Thema ebenso unter den Teppich kehren wie im Bundesgesundheitsministerium. So gefährden die Behörden die Gesundheit eines erheblichen Teils der Bevölkerung. Pressemitteilung des DHV vom 23.09.2010 |
| Was weiß das LKA NRW über gestrecktes Gras?! (Erstellt am 24.09.2010 - 12:50) |
| Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen scheint seit Monaten konkrete Kenntnisse über Streckmittel in Marihuana zu verschweigen. Das ist eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben von Millionen deutschen Cannabiskonsumenten. Derweil haben Hanffreunde über 1.000 Funde von gestrecktem Marihuana beim Deutschen Hanfverband (DHV) gemeldet. Die Probleme, die Streckmittel in Marihuana verursachen, sind seit der Bleiepidemie in Leipzig Ende 2007 nicht abgeebbt. Im Gegenteil: Nach Informationen des DHV hat der Prozentsatz gestreckter Ware seitdem noch einmal dramatisch zugenommen. Konsumentenaussagen zufolge sind bereits ganze Städte mit dem gefährlichen Stoff überschwemmt. Gleichzeitig berichten fast alle, die dieses Gras geraucht haben, von erheblichen gesundheitlichen Problemen. Manche tragen sogar schwere und dauerhafte Krankheiten davon, die für den Konsum von Cannabis an sich nicht typisch sind. Kunststoff und Zucker sind zwei häufig vermutete Streckmittel. Was genau die Ware zum Teil ungenießbar, aber auf jeden Fall gefährlich macht, weiß niemand so genau. Klar ist nur, dass es sich nicht um reine Hanfblüten handelt. Das 'Ekelgras' funkt und fackelt ab wie eine Wunderkerze, riecht nach Plastik und die Asche hinterlässt ölige Rückstände. Der DHV fordert schon seit langem, dass staatliche Institutionen systematisch untersuchen, welche Streckmittel auf dem Markt sind und welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit der Konsumenten haben. Aber die Bundesregierung will davon nichts wissen. Man solle halt kein Cannabis rauchen, ist die lapidare Antwort. Bisher wurde nur ein kleines Fenster zur Aufklärung der Gefahr geöffnet: es ist zwar möglich, bei der Apotheke der Rheinischen Kliniken Viersen 'unbekanntes Pflanzenmaterial' auf ganz bestimmte, vermutete Verunreinigungen testen zu lassen. Das ist jedoch wenig hilfreich, wenn es keinen konkreten Verdacht gibt, mit welchen Stoffen die Probe genau verunreinigt wurde. Darüber hinaus ist die Fachapotheke technisch gar nicht dazu in der Lage, alle Verunreinigungen herauszufiltern. Und hier kommt das LKA NRW ins Spiel, ebenso wie die Betroffene Julia Roth, die nach dem Konsum von gestrecktem Marihuana schwer erkrankt war und wissen wollte, mit was sie sich vergiftet hatte. Da sich die Studentin nicht anders zu helfen wusste, hat sie ihre Erfahrungen mittlerweile auf einer eigens eingerichteten Webseite veröffentlicht: Ich schickte einen Teil des vergifteten Marihuanas an die Apotheke in Viersen, welche in der Lage ist, unbekannte Substanzen analytisch zu untersuchen. Von dort wurde das vergiftete Marihuana an das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen weitegegeben, welches zu diesem Zeitpunkt (Oktober 09) bereits eine Untersuchung zu diesem Giftstoff durchführte, da laut Dr. Hellmut Mahler, der mit dieser Untersuchung beauftragt worden war, einige Menschen, welche dieses Marihuana ebenfalls konsumiert hatten, stationär behandelt werden mussten. (...) Ursprünglich sollte eine Pressemitteilung an die Bevölkerung herausgegeben werden, da es sich laut LKA NRW bzw. der Apotheke in Viersen um einen „gesundheitsschädlichen chemischen Stoff“ handelt, welcher durch eine komplexe Untersuchung im Marihuana identifiziert werden konnte. (...) Da nach ein paar Wochen immer noch keine Pressemitteilung herausgegeben worden war, rief ich erneut die Viersener Apotheke an, welche mir mitteilte, dass keine neuen Informationen vorlägen. (...) Inkognito rief ich von einem öffentlichen Apparat das LKA NRW an, um mit Dr. Mahler zu sprechen, der eine Veröffentlichung der Informationen in Aussicht gestellt hatte. Dies wurde mir allerdings verweigert und man stellte mich zu Frau Hawelka von der Führungskommission Abteilung 5 durch. Ich teilte ihr die Vorfälle mit und fragte, warum die Informationen, das vergiftete Marihuana betreffend, nicht an die Presse weitergegeben wurden. Daraufhin sagte Frau Hawelka: Was denken Sie eigentlich wer Sie sind; Sie sprechen hier mit dem LKA NRW! Dann hätten Sie das Marihuana eben nicht rauchen sollen! Die ungewöhnlichen Eigenschaften der untersuchten Probe ähneln denen, die mittlerweile hunderte Konsumenten beim Streckmittel-Melder des DHV beschrieben haben. Auch die gesundheitlichen Folgeschäden, die Julia Roth auf ihrer Webseite beschreibt, sind demnach kein Einzelfall. Die derzeitige Bundesdrogenbeauftragte Dyckmans begründet die Untätigkeit der Bundesregierung auch mit dem Argument, man habe keine Hinweise auf Streckmittel in Marihuana außer vom Deutschen Hanfverband. Beim LKA NRW liegen nun offensichtlich entsprechende Hinweise vor. Dazu Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband: Im LKA NRW wird eine Warnung vor gefährlichen Streckmitteln scheinbar von ganz oben verhindert. Man will dort wohl das Thema ebenso unter den Teppich kehren wie im Bundesgesundheitsministerium. So gefährden die Behörden die Gesundheit eines erheblichen Teils der Bevölkerung. Pressemitteilung des DHV vom 23.09.2010 |
| Einzigartiges, 100% biologisches Mittel gegen die Ölkatastrophe! (Erstellt am 30.08.2010 - 07:52) |
Die Ölpest im Golf von Mexiko kann gestoppt werden. Ein natürliches Mittel löst das Öl auf und kann innerhalb von wenigen Wochen von Mikroben zersetzt werden: BIOSATIVA ist ein biologischer, absolut ungiftiger, wasserlöslicher Reiniger. Es besteht aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen, ohne Fettsäurechloride oder anderen umweltbelastenden Zusätzen. Es ist so biologisch, dass man es trinken könnte und es zersetzt und bekämpft jede Art von Öl! Bitte verbreitet diese Information, wo es nur geht! Sendet es an Behörden, Medien, direkt an BP, etc.! Vor allem aber an unsere amerikanischen Freunde! Dieses einfache Mittel kann zwar das Öl-Loch nicht stopfen, aber es kann unzähligen Tieren das Leben retten, und dazu beitragen die ökologischen Schäden einzugrenzen! GENAUE PRODUKTBESCHREIBUNG: http://www.biosativa.at/download/BIOS... VIDEO AUF DEUTSCH: http://www.youtube.com/watch?v=hdx7oK... VIDEO AUF ENGLISCH: http://www.youtube.com/watch?v=KhyZ0L... WEBSEITE DES HERSTELLERS: http://www.biosativa.com/ BIOSATIVA AUF FACEBOOK: http://www.facebook.com/pages/BIOSATI... MEDIENBERICHTE: http://www.oe24.at/umwelt/Biologische... WEITERE INFOS: http://www.milanstation.de/cgi-bin/ya... Kategorie: Nachrichten & Politik Tags: biosativa ölpest ölkatastrophe golf von mexiko bohrinsel bp umweltschutz |
| 100 Jahre Prohibitionsgeschichte - 25. Lange Nacht der Museen (Erstellt am 29.08.2009 - 12:16) |
| Am 29. August 2009 findet die 25. Lange Nacht der Museen in Berlin statt. Mit dabei ist das Hanf Museum! Die Lange Nacht startet um 18 Uhr. Wir werden an diesem Abend die weltweite Prohibitionsgeschichte aufrollen: [Cartoon zum Imperialismus in China - Die Anfänge der Drogenprohibition, Zeitgenössische Karikatur, die die Rivalität der Großmächte in China darstellt: von links nach rechts Großbritannien (Victoria), Deutsches Reich (Wilhelm II.), Russland (Nikolaus II.), Frankreich (Marianne), Japan] Vor einhundert Jahren wurde zum ersten Mal weltweit zur “Internationalen Opiumkonferenz” eingeladen. Sie fand im Januar 1909 in Shanghai statt. Im Kolonialhandel ging es ausschliesslich um Gewinne. Erst als opiumhaltige Pharmazeutika den europäischen Markt überschwemmten, wurde Missbrauch definiert und zum Problem. Die Konferenz zeichnete auf internationaler Ebene den Weg vor, vorrangig ‘kulturfremde’ Rauschmittel zu thematisieren und Lösungen in Reglementierung und Verbot zu suchen. Seit einhundert Jahren hat sich dieser Weg quasi einzementiert und andere Lösungswege stossen vor Mauern. Einen Abriss der einhundertjährigen Prohibitionsgeschichte finden Sie zur 25. Langen Nacht im Hanf Museum. Für das leibliche Wohl bieten wir Cappuchino, Hanfwaffeln, Hanftee und andere Köstlichkeiten mit Hanf. Die musikalische Untermalung bietet die Hemp Society. Das Hanf Museum ist auf der Langen Nacht Route Nummer Zwei und Vier im Nikolaiviertel zu finden. Hier können sie das Programm der Langen Nacht als PDF beziehen. Die Kombitickets, welche gleichzeitig eine Fahrschein für die Shuttelbusse und öffentlichen Verkehrsmittel sind, kosten im Vorverkauf 12 Euro/8 Euro ermässigt und in der Abendkasse 15 Euro bzw. 10 Euro ermässigt. Der Vorverkauf findet in den teilnehmenden Museen, sowie Online bei Museumsportal-Berlin statt. Weiterhin kann an jeder Fahrscheinverkaufsstelle sowie den Fahrscheinautomaten und allen BERLIN Infoläden das Ticket bezogen werden. Wir wünschen viel Spass bei der Langen Nacht der Museen! Ihr findet das Hanf Museum am Mühlendamm 5, in 10178 Berlin-Mitte Weitere öffentliche Verkehrsmittelverbindungen: Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel" U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9) U-Bhf. Klosterstraße (U2) U-Bhf. Stadtmitte (U6) |
| Cannabis-Konsum soll nicht straffrei werden (Erstellt am 13.05.2009 - 00:28) |
Auch Ständerat spricht sich gegen Hanf-Initiative aus Toolbox Druckansicht Artikel kommentieren Artikel versenden Kiffen soll nach dem Willen des Parlaments nicht straffrei werden. Der Ständerat ist am Dienstag dem Nationalrat gefolgt und hat die Hanf-Initiative knapp mit 18 zu 16 Stimmen zur Ablehnung empfohlen. Die «Initiative für eine vernünftige Hanf-Politik» kommt nun vors Volk. (sda/ap) Die Initiative «für eine vernünftige Hanf-Politik» verlangt, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen der Hanf-Pflanze straffrei wird. Besitz, Erwerb und Anbau sollen für den Eigenbedarf erlaubt sein. Der Bund müsste mit «geeigneten Massnahmen» dem Jugendschutz Rechnung tragen sowie den Anbau und Handel regeln. Knapper Entscheid Anzeige . . Der Ständerat beschloss mit 18 zu 16 Stimmen, die Initiative Volk und Ständen zur Ablehnung zu empfehlen. Er folgte damit der Mehrheit seiner Kommission. Die Initiative sei zu offen formuliert und verletze internationale Vereinbarungen, argumentierte Kommissionspräsident Urs Schwaller (Freiburg, cvp.). Eine isolierte Regelung für eine einzelne Substanz stünde auch im Widerspruch zu einer zeitgemässen Suchtpolitik. Zudem könne der Konsum von psychoaktiven Substanzen die Gesundheit schädigen. Eine Legalisierung würde den Hanf-Konsum verharmlosen. Mehrere Votanten gaben zu bedenken, der Ständerat habe eben erst den Nichtraucherschutz verstärkt. Heuchlerische Politik Die Befürworter der Initiative argumentierten vergeblich, das Verbot bringe nichts. Der Cannabis-Konsum sei vor allem für junge Menschen nicht harmlos, räumte Anita Fetz (Basel-Stadt, sp.) ein. Der THC-Wert werde immer höher. Doch die «Verbots-Politik» habe vollkommen versagt. Sie fördere die Kriminalität, koste Unsummen und gefährde die Gesundheit der Jugendlichen. Davor die Augen zu verschliessen sei heuchlerisch. Von «Scheinheiligkeit» sprach auch Dick Marty (Tessin, fdp.). Bruno Frick (Schwyz, cvp.) stellte fest, die heutige Situation diene bloss dem organisierten Drogenhandel. «Überall riecht es nach Hanf» Die Befürworter erhielten Sukkurs bis in die Reihen der SVP. Das Cannabis-Verbot sei ein Papiertiger erster Güte, befand This Jenny (Glarus, svp.). Es sei nicht durchzusetzen. Eine halbe Million Menschen konsumierten Cannabis: «Überall riecht es nach Hanf.» Innenminister Pascal Couchepin hielt fest, auch der Bundesrat sei der Auffassung, dass das Verbot nichts bringe. Er habe dem Parlament eine Lösung vorgeschlagen, die dieses verworfen habe. Die Initiative unterstütze er nicht. Es sei nun am Parlament, einen neuen Vorschlag zu erarbeiten. Kritik am Nationalrat Viele Rednerinnen und Redner bedauerten, dass der Rat nicht über einen Gegenvorschlag zur Initiative befinden konnte. Scharf kritisiert wurde der Nationalrat, dem gar «eklatante Arbeitsverweigerung» vorgeworfen wurde. «Nach zwölf Jahren Diskussion stehen wir mit leeren Händen da», sagte Bruno Frick. Einige Ratsmitglieder - unter ihnen Felix Gutzwiller (Zürich, fdp.) und Hansruedi Stadler (Uri, cvp.) - kündigten an, sich mangels Gegenvorschlag der Stimme zu enthalten. Gegenvorschlag gescheitert Die vorberatende Kommission des Ständerates hatte dem Volk ursprünglich einen indirekten Gegenvorschlag vorlegen wollen. Dieser sah straffreies Kiffen für über 18-Jährige vor. Weil die nationalrätliche Schwesterkommission davon nichts wissen wollte, kam der Gegenvorschlag jedoch nicht zustande. 2004 war eine Liberalisierung des Cannabis-Konsums im Rahmen der Revision des Betäubungsmittelgesetzes gescheitert. Schon damals hatte der Ständerat Hand geboten für die Entkriminalisierung. Der Nationalrat stellte sich aber dagegen und lancierte eine Teilrevision. Nicht die erste Drogen-Initiative Das Stimmvolk hatte schon mehrfach über Drogen-Vorlagen zu befinden. 1997 sprach es sich gegen die repressive Initiative «Jugend ohne Drogen» aus, 1998 lehnte es die «Droleg»-Initiative ab, die nicht nur den Konsum von Cannabis, sondern auch jenen anderer Drogen legalisieren wollte. Scharfe Kritik am Nationalrat Mehrere Ständerätinnen und Ständeräte kritisierten den Nationalrat scharf. Dieser habe verhindert, eine pragmatische Lösung zu finden. Die Frist zur Behandlung der Volksinitiative läuft am kommenden 13. Juli ab. Sie hätte um ein Jahr verlängert werden können, wenn bis dann zumindest ein Rat einen Gegenvorschlag beschlossen hätte. Er hoffe nun, dass das Parlament bald mit einem neuen Vorschlag komme, sagte Bundespräsident Pascal Couchepin. |
| Bleiverseuchtes Marihuana in Bayern aufgetaucht (Erstellt am 20.02.2009 - 16:46) |
Beim Deutschen Hanf Verband sind neue Berichte über Bleivergiftungen in Bayern eingegangen. Im Blut betroffener Cannabiskonsumenten, die unter Vergiftungserscheinungen leiden, wurden hohe Bleiwerte gemessen. Das von ihnen konsumierte Marihuana wies eindeutige Spuren von Blei auf. Damit wird ein neues Kapitel einer dramatischen Entwicklung aufgeschlagen. Ende 2007 war es zu einer Massenbleivergiftung durch Marihuana im Raum Leipzig gekommen. Seit dem 2. Weltkrieg hatte es in Deutschland keine derartige Serie von Bleivergiftungen mit über 100 Betroffenen mehr gegeben. Einige Symptome einer Bleivergiftung: Magen-Darm-Beschwerden, schwere Bauchkrämpfe, langsamer Puls, hoher Blutdruck, Hirnschädigung ('Bleidemenz'), Nervenschädigung, Zittern/Tremor, Muskelschwäche, Bleisaum am Zahnfleischrand, Nierenschädigung. Im Extremfall besteht sogar Todesgefahr. In Leipzig mussten einge Patienten auf die Intensivstation. Da sich das Phänomen bisher auf den Raum Leipzig beschränkt hatte und auch dort seit einem Jahr keine neuen Fälle mehr bekannt geworden sind, ist das Thema in Vergessenheit geraten. Mit den neuen Fällen aus Bayern ist nun klar: es handelt sich weder um ein räumlich, noch zeitlich begrenztes Problem. Die Betroffenen gehen davon aus, dass viele weitere Konsumenten betroffen sind, die noch nicht beim Arzt waren. Eine öffentliche Warnung ist also dringend erforderlich. Georg Wurth, Sprecher des Deutschen Hanf Verbandes betont: 'Nur der Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften kann dafür sorgen, dass 4 Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland vor skrupellosen Geschäftemachern und gefährlichen Streckmitteln geschützt werden. Der legale Anbau einiger Pflanzen wären ein sinnvoller erster Schritt. Bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung ihre Blockadehaltung im Interesse der Gesundheit der Konsumenten endlich aufgibt.' |
| 19.1.2009: Die Hanf-Frage quält Barack Obama (Erstellt am 20.01.2009 - 17:27) |
Der gewählte Präsident der USA, Barack Obama, kann der Hanffrage - im englischen Hemp, als Slangwort: Marijuana oder Marihuana - nicht entkommen. Barack Obama ist bekannt dafür, dass er Grenzen überschreitet um den Puls der Nation zu spüren. Seine Webseite, Change.gov ermöglicht es allen ihre Hoffnungen, Träume, Ängste und Bedürfnisse zu kommunizieren. Das ist Regieren von unten, und so sollte es sein. Ein neues Programm auf der Webseite ermöglicht es Bürgern, ganz spezielle Fragen zu stellen. Diese werden von anderen nach Wichtigkeit gewählt, sodass die Frage in der Liste nach oben wandert. In den kurzen 24 Stunden nachdem der “Offen für Fragen” (Open for Questions) Teil der Webseite Change.gov veröffentlicht wurde haben mehr als 10.000 Personen teilgenommen! Über 7300 Fragen wurden gestellt und darüber 600.000 mal abgestimmt, was das wichtigste wäre. Jetzt rate mal, welche Frage die meisten Stimmen erhalten hat? “Werden Sie die Legalisierung von Marijuana (dt.: Hanf) in Erwägung ziehen, sodass die Regierung regulierend eingreifen kann, es Besteuern und eine Alterskontrolle (also Jugendschutz) dafür einführen kann und somit Millionen von neuen Arbeitsplätze geschaffen werden in einer Milliarden-Dollar-Industrie genau hier in den Vereinigten Staaten?” original: “Will you consider legalizing marijuana so that the government can regulate it, tax it, put age limits on it, and create millions of new jobs and create a billion dollar industry right here in the U.S.?” (change.gov) Ja, es ist wahr! Mit all diesen unglaublichen und schwierigen Dingen die uns in dieser Welt begegnen ist die oben genannte Frage dass wichtigste ist in den Köpfen der (US-Amerikanischen) Personen. Weiter mit diesem Artikel und wie die Antwort der Regierung lautet, auf der Hanfplantage: http://www.hanfplantage.de/president-obama-kann-der-cannabis-frage-nicht-entkommen-19-01-2009 |
| Auch in Holland nur halblegal (Erstellt am 19.11.2008 - 11:12) |
| Die Legalisierung von Cannabis, über die das Schweizer Volk am 30.November abstimmt, wäre eine internationale Pioniertat. Sogar in den Niederlanden blieb die Tolerierung des Hanfs auf halbem Weg stecken. Die Niederlande werden ein begehrtes Reiseziel für Drogenexperten und Politiker aus der Schweiz sein, falls das Volk am 30.November der Hanfinitiative zustimmen sollte. Denn die Niederlande kommen mit ihrer bereits dreissig Jahre alten Toleranz für Cannabis der angestrebten Legalisierung am nächsten. Die Touristen, die in den Coffeeshops die Menükarten mit den Gras- und Haschsorten studieren, halten den Cannabiskonsum in Holland für legal – zu Unrecht. Er ist gesetzlich verboten, wird aber nach klaren Regeln in kleinem Umfang toleriert: Wer bis zu 5 Gramm Cannabis oder 5 Hanfpflanzen besitzt, den lässt die Polizei in Ruhe. Ungemütliche Grauzone In der Praxis ist damit die Forderung der Schweizer Volksinitiative nach straffreiem Konsum und Eigenanbau in den Niederlanden erfüllt – und auch kaum umstritten. Mehr Cannabis wird dort laut den neuesten EU-Zahlen deshalb nicht konsumiert. Bei den 15- bis 24-Jährigen etwa liegt der Anteil derjenigen, die mindestens einmal gekifft haben, in den Niederlanden mit 28 Prozent sogar leicht unter dem EU-Durchschnitt von 31 Prozent. Doch bereits die Coffeeshops sind in Holland teilweise umstritten und befinden sich in einer ungemütlichen Grauzone: Inoffizielle, aber klare Kriterien gibt es nur für den Verkauf. So dürfen etwa nur über 18-jährige Kunden bedient werden. Ihre Ware aber müssen die Shops zwangsläufig auf einem Markt beschaffen, der illegal ist. Der kommerzielle Anbau von Cannabis wird auch in den Niederlanden strafrechtlich verfolgt. Paradoxe Situation Für die niederländische Stiftung für Drogenpolitik ist die Drogenpolitik auf halbem Weg stecken geblieben. «Man muss die Legalisierung konsequent zu Ende führen», fordert Raimond Dufour, Anwalt und Stiftungspräsident. «Dies würde die Coffeeshops aus der paradoxen Lage befreien, dass sie an der Vordertüre Cannabis verkaufen können, aber die Ware an der Hintertüre nicht kaufen dürfen.» Nach den Vorstellungen der Stiftung sollte der Anbau für den Bedarf der Shops unter strenger staatlicher Kontrolle erlaubt werden. «So könnte man die Coffeeshops und die Produzenten endlich aus dem Umfeld der Drogenmafia herausholen», sagt Stiftungspräsident Raimond Dufour. Etwas Ähnliches sieht auch die schweizerische Hanfinitiative vor: Der Bund müsste laut Initiativtext den Anbau und Handel mit Cannabis staatlich regeln. Chancenlose Legalisierung Fraglich ist allerdings, ob mit einer solchen Legalisierung der Anreiz für die illegale Produktion verschwinden würde. Immerhin schätzt die niederländische Polizei, dass der illegale Hanfanbau jährlich um die 2 Milliarden Euro einbringt. Zum Vergleich: Der einheimische Gartenbau mit seinen riesigen Tulpenfeldern erwirtschaftet nicht einmal das Dreifache. Die Legalisierung mache dennoch Sinn, betont Raimond Dufour: «Die Polizei könnte bei einer klaren Trennlinie zwischen legaler und illegaler Produktion sehr viel effizienter gegen den kriminellen Sektor vorgehen.» In den Niederlanden hat eine echte Cannabislegalisierung gegenwärtig jedoch nur geringe Chancen. Im Grenzgebiet steigt der Unmut über die ausländischen Cannabistouristen. «Das führt zu vielen Belästigungen, und es gibt Verbindungen zur Illegalität», beklagte etwa der Bürgermeister der Kleinstadt Bergen op Zoom nahe der belgischen Grenze – und schloss alle Coffeeshops. Dasselbe tat die Nachbarstadt Roosendaal. Einen Cannabistourismus möchten allerdings auch die Initianten der Schweizer Hanfinitiative verhindern: Gemäss ihrem Modell sollen nur Erwachsene mit Wohnsitz in der Schweiz Cannabis für den Eigenbedarf kaufen dürfen. (Berner Zeitung) |