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Lisa 
Kellnerin


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Status: Offline
Registriert seit: 05.01.2007
Beiträge: 85
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...   Erstellt am 05.01.2007 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Name:
Lisa Mary Graham, Spitzname Lissy

Alter:
Ich bin 24 Jahre alt, geboren am 10.August 1982 in Mallaig, Westküste, Highlands. Zurzeit wohne ich in Wishaw.

Beruf:
Kellnerin

Familie:
Tochter von Anne und Victor Edwards, zwei jüngere Brüder – David und Steven. Verheiratet mit Tom Graham, getrennt lebend. Eine Tochter – Emily Hope, 6 Jahre, lebt bei meinen Eltern.

Aussehen und Erscheinung:


Wenn ich mich so im Spiegel betrachte, so lächelt mir immer noch das übermütige Mädchen entgegen, dass ich wohl wahr bevor das Leben meinte mich prüfen zu müssen. Das einzige was sich wohl wirklich verändert hat ist der Ausdruck meiner blassblauen Augen, die ein wenig ernster und reifer in die Welt sehen. Meine Nase hingegen hat sich noch nicht dazu entschließen können erwachsen zu werden. Immer noch reckt sich diese mit Sommersprossen verzierte Stupsnase neugierig in die Welt, während der etwas zu kleine Mund ein sanftes, stilles Lächeln hinterherschickt. Kummer bereitet mir meine sehr blasse, ebenfalls mit Sommersprossen übersäte Haut. Sie verträgt die Sonne und das raue Klima nicht so gut, auch wenn sie eigentlich typisch für meine Heimat ist. Ebenso wie mein kupferrotes Haar, dass die schottischen Herkunft mit irischem Einschlag nur allzu deutlich macht. Die wilden, nur schlecht zu bändigenden Locken habe ich wohl von meiner irischen Urgroßmutter geerbt, so zumindest sagt es meine Mutter stets. Ich trage diese Haare nun seit etwa einem halben Jahr kinnlang und stufig, habe mich von den hüftlangen Haaren getrennt. Sie sehen meist etwas wild und unbändig aus, so als würde ich Haarbürsten nicht sonderlich mögen.
Mein Körper ist nicht von schlechten Eltern. Etwas zu androgyn meinte Tom immer. Ihm wären ein, zwei Körbchengrößen mehr lieber gewesen. Doch was schert mich Toms Meinung noch. Ich gefalle mir so wie ich bin und dies ist ja wohl die Hauptsache.
Ich trage meist Jeans und T-Shirt, auf der Arbeit eher eine schlichte Bluse. Im Sommer sieht man mich auch schon mal in luftigen Kleidern. Bei meiner Kleidung bevorzuge ich gedeckte Farben, welche sich mit meinen blauen Augen und dem roten Haar vertragen.


Charakter:
Ich sei ein stiller Mensch und denke zuviel nach sagen die meisten, die mich nur oberflächlich kennen, und sicher haben sie auch Recht, denn es gibt viel über dass ich nachdenken muss.
Früher, also vor meinem sechzehnten Lebensjahr, war dies anders gewesen. Ich war ein Wildfang, kaum zu bändigen und niemals auf den Mund gefallen.
Es ist nicht so als wäre dies alles verloren. Ich fühle sogar wie es zurückkommt – langsam – wie die Schatten sich verflüchtigen mit jedem Tag. So schlüpft mir dann immer öfter doch ein frecher Spruch über die Lippen, oder mein helles, offenes Lachen lässt die Menschen sich nach mir umdrehen. Meist jedoch halte ich mich im Hintergrund, bin unscheinbar und freundlich. Ich suche Ruhe und Frieden, Aufregung hatte ich in den letzten Jahren genug.

Was ich besonders mag ist Musik und ein gutes Buch. Am liebsten Abenteuergeschichten und Reiseberichte aus fernen Ländern und Zeiten. Alles was mich mein Leben vergessen lässt, denn ich habe ein rege Fantasie und ich liebe es darin zu versinken und in meinem Kopf dann die verrücktesten Abenteuer, oder größten Romanzen zu erleben. Daher wirke ich auch manchmal etwas abwesend, wenn ich mich wieder in einem Tagtraum verloren habe und die Welt um mich herum dann vergesse.
Ich hege auch eine Vorliebe für exotisches Essen. Leider ist die Auswahl an derartigen Speisen in den Restaurants und Geschäften auf dem Land eher spärlich, was dazu führte, dass ich eine recht gute Köchin geworden bin und somit eben selber für Abhilfe sorge.

Was ich überhaupt nicht mag ist Gewalt. Dies sicher, weil ich sie am eigenen Leib zur genüge ertragen durfte, aber auch weil sie einfach barbarisch und dumm ist, aus ihr nichts Positives wachsen kann, sie nur Zerstörung und Leid mit sich bringt.
Zudem sind mir Lug und Trug zuwider. Wenn man schon etwas zu sagen hat, dann sollte es die Wahrheit sein, sonst sollte man besser schweigen. Hier hasse ich am meisten das Getratsche der angeblich redlichen Bürger, die vermutlich viel mehr Dreck am stecken haben wie der einfache Mann es je könnte. Üble Nachrede ist wie ein Messer im Rücken, sie schmerzt ebenso. Nein, sie ist sogar schlimmer. Ein Messerstich kann heilen, doch der Ruf bleibt gerade in den kleinen Dörfern für immer zerstört. Und es stimmt nicht, dass man danach besonders ungeniert leben könnte, ich weiß es besser.

Geschichte:
Ich hatte meinen Blick nicht von ihm nehmen können und er sah tatsächlich sogar auch mich immer öfter an - Tom Graham, Kfz-Mechaniker in der Autowerkstatt meines Vaters. Hätte ich es nur geahnt, ich hätte mich schnell umgedreht und nie wieder einen Blick riskiert.
Er war schon Anfang zwanzig und wohl der heißeste Typ in den kleinen Kaff kurz vor Mallaig. Alle Mädchen flirteten mit ihm und dennoch blickte er mir nach. Ich war gerade erst sechzehn Jahre alt geworden und noch mehr Mädchen, denn Frau, doch ich gefiel ihm sichtlich und es erfüllte mich mit Stolz.
Es kam dann wohl, wie es kommen musste und wir landeten auf der Rückbank seines Autos und danach noch wer weiß wo sonst. Er konnte kaum genug bekommen und ich dumme Pute, unerfahren wie ich war, hab auf ihn vertraut. Nun, manche Fehler rächen sich eben und so dauerte es nicht lange bis ich schwanger wurde. Das war ein rechter Schock, nicht nur für mich. Meine Eltern sind völlig ausgeflippt und Tom…ja Tom unterstellte mir zuerst sogar ich hätte noch mit anderen rum gemacht. Ich war das Gespräch im Dorf, wie ein Lauffeuer machte es die Runde.
Schließlich konnte er sich nicht mehr herausreden und um keinen noch größeren Ärger zu bekommen, weil er eine Minderjährige geschwängert hatte, willigte er ein mich zu heiraten. Ich wurde gar nicht erst gefragt. Ich musste die Schule beenden, obwohl ich eine der Besten meines Jahrganges war, doch bei dieser Schande… Ich konnte doch unmöglich mit einem dicken Bauch zur Schule gehen, so zumindest sahen es Tom und meine Eltern. Wieder wurde ich nicht gefragt.
Wir zogen in die kleine Wohnung über der Werkhalle und fortan hatte ich treusorgende Ehefrau zu sein. Tom hatte wohl beschlossen, dass es gar nicht so schlecht war eine Putze und Köchin zu haben. Er führte sich zunehmend auf wie ein Pascha. Was er sagte hatte ich zu tun und Widerspruch wurde mit Gewalt stumm gemacht. Zuerst, da ich ja seine Frucht trug, war er noch vorsichtig. Doch später schlug er erbarmungslos zu, insbesondere wenn er etwas getrunken hatte. Ich brachte dann schon immer Emiliy zu meinen Eltern hinüber wenn er länger weg blieb, weil ich nicht wollte, dass sie dies miterleben musste.
Meine kleine Emiliy ist wohl das einzig wirklich wundervolle was aus dieser Beziehung hervorgegangen ist. Sie ist ein wunderschönes Mädchen, das sehr nach mir kommt. Klug und aufgeweckt. Ich hatte nicht gedacht, dass ich sie so lieben würde, nach alle dem was durch diese Schwangerschaft geschehen war.
Meine Ehe wurde zur Hölle. Tom hurte ungeniert rum, während ich unsere Wohnung kaum mehr verlassen durfte. Der ganze Ort tuschelte über mich, dieser kleinen Schlampe, die schon mit siebzehn Mutter wurde und es nicht besser verdient hatte. Meine Eltern litten sehr unter darunter, ebenso das Geschäft meines Vaters. Ich sollte ihnen vielleicht böse sein, weil sie sich nie vor mich gestellt haben, mich nie geschützt haben wenn ich grün und blau geschlagen meine Tochter wieder bei ihnen abholte. Doch es sind schlichte Leute, die tief dem Glauben zugetan sind. Für sie war es unabdingbar dass ich bei Tom blieb, meine Mutter hat mich sogar angefleht mich zu bemühen, ihn nicht so zu reizen.
Als ob ich so mich so etwas überhaupt noch getraut hätte. Ich duldete sogar dass er seine Flittchen mit zu uns in die Wohnung brachte, kochte wie mir befohlen wurde für sie.
Ich hätte dies alles sicher schon früher beendet, wäre da nicht meine Tochter gewesen.
Doch dann, eines Nachts, als er wieder vollkommen betrunken nach Hause kam und die Dinge nicht wie gewünscht liefen, was nicht an mir lag sondern an seinem Zustand, ist er vollkommen ausgerastet und hat mich fast totgeschlagen. Ich kann mich nurmehr daran erinnern, wie ich im Krankenhaus wieder aufgewacht bin und ich für lange Zeit nicht mehr in den Spiegel sehen wollte.
Diese Prellungen und Brüche sind längst verheilt, die Narben auf meiner Seele werden länger brauchen, doch ich bin auf einem guten Weg. Tom sitzt zurzeit im Knast, unter anderem auch wegen dem was er mir angetan hatte. Am Tag meiner Entlassung aus dem Krankenhaus packte ich meine Sachen. Emily lebte zu diesem Zeitpunkt schon bei meinen Eltern und es geht ihr dort gut. Ich habe sie seitdem nicht gesehen und ich vermisse sie sehr. Briefe schreibe ich ihr selten, denn ich will nicht dass Tom weiß wo ich bin, noch nicht zumindest. Ich bin mir nicht sicher wie er reagieren wird wenn er dann in einem Jahr entlassen wieder frei kommt. Zu Emily war er stets freundlich und sanft, sie hatte vor ihm nichts zu befürchten und dies würden meine Eltern und Brüder auch nicht dulden.
So machte ich mich auf den Weg, ohne wirkliches Ziel. Einfach nur fort um meine eigenes Leben zu leben, für mich zu entscheiden. Gelandet bin ich nun in Wishaw. Es ist eine kleine, ruhige Stadt mit einfachen und freundlichen Menschen. Ich fühle mich wohl hier bei ihnen. Ich arbeite als Kellnerin in einem Pub, lerne daher viele Menschen kennen. Kaum einer weiß von meiner Vergangenheit. Für sie bin ich nur Lissy, das Mädchen aus den Highlands. Mit den Augen eines klaren Frühlingshimmels und dem Lächeln der Mona Lisa.
Was will ich mehr?





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