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Status: Offline Registriert seit: 06.02.2006 Beiträge: 30 Nachricht senden | Erstellt am 16.01.2007 - 15:18 |  |
Nicht nur das Weltklima verändert sich, auch das soziale Klima in Deutschland wird rauer - und ganz langsam der Umgang mit denen, die man neuerdings "Prekariat" oder "Wettbewerbsverlierer" nennt. Die Bild-Zeitung kürte kürzlich "Deutschlands frechsten Arbeitslosen". Das insistiert ein wenig, dass die anderen auch frech sind. Selbst der Stern konnte sich vor kurzem nicht mehr so recht zurückhalten, und in manchen TV-Formaten wird der Zuschauer längst mit genommen zur Jagd auf die "Sozialschmarotzer". "Florida-Rolf" lässt grüßen: Mitschwimmen, dagegen halten, oder einfach selber sachlich bleiben? Viele Journalisten sind verunsichert. Werden sie ihrer Verantwortung immer gerecht?
| TKrause

Status: Offline Registriert seit: 16.01.2007 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 16.01.2007 - 17:49 |  |
Die Sache ist natürlich für die Betroffenen nicht schön. Aber es gibt auch ein öffentliches Interesse. Natürlich sollte man Generalisierungen vermeiden, aber "Aufreger" bringen immer mehr Quote als die echt traurigen Fälle.
Als "Freier" fürs TV kann ich manchmal nur sagen: Ich habe diese Welt nicht gemacht - und dieses Fernsehen auch nicht! Schuld haben auch die, die immer nur auf dem Hintern davor sitzen und nie etwas sagen. Wozu gibt es z.B. Leserbriefredaktionen etc.?!
Und außerdem: Wer gern die ganzen Talkshows zum Thema "Drückeberger" konsumiert hat und dann arbeitslos wird, braucht sich auch nicht zu wundern, daß er auf einmal selbst in den Hintern getreten wird.
Signatur Nichts ist so alt wie das Fernsehprogramm von morgen! | mar

Status: Offline Registriert seit: 07.02.2006 Beiträge: 10 Nachricht senden | Erstellt am 16.01.2007 - 18:43 |  |
Den Standpunkt von TKrause finde ich ein wenig zynisch.
Tatsächlich hat sich in der Berichterstattung über die Aerbeitslosigkeit ein gewisser Unterton eingeschlichen, aber nicht bei allen Zeitungen; Zeitschriften und Sendern.
Man sollte sich vielleicht mal Gedanken über die Gründe dafür machen, die haben sicher auch mit dem allgemeinen Wandel in unserer Gesellschaft zu tun, und vielleicht auch mit einem veränderten Selbstverständnis mancher Journalisten.
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