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...   Erstellt am 20.03.2006 - 13:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hai


Die Modernen Haie und Rochen (Neoselachii) gehören als einzige überlebende Gruppe zu der Unterklasse der Plattenkiemer (Elasmobranchii). Sie werden in elf Ordnungen eingeteilt, zu denen etwa 800 Arten gehören. Die Rochen (Batoidea), die früher als Schwestergruppe der Haie galten, stellt man jetzt als eine von vielen unteren Taxa zu den Neoselachii.

[Dieser Beitrag wurde am 20.03.2006 - 14:01 von Admin aktualisiert]




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Allgemein


Haie und Rochen tragen je fünf offene Kiemenspalten an den Körperseiten. Eine Ausnahme bilden die Grauhaiartigen (Hexanchiformes) und die Sechskiemen-Stachelrochen (Hexatrygonidae) mit je sechs Kiemenspalten. Ihre Haut ist mit Placoidschuppen bedeckt. Ihre nachwachsenden Zähne sind im Aufbau den Placoidschuppen sehr ähnlich. Sie ernähren sich räuberisch mit Ausnahme der teilweise mehr als 12 Meter langen Walhaie, der Riesenhaie, der Riesenmaulhaie und der Teufelsrochen (Mobulinae), die Planktonfresser sind.

Anders als die meisten Fischarten haben Haie ein sehr langsames Wachstum und erreichen teilweise erst mit 30 Jahren die Geschlechtsreife. Verbunden mit der geringen Zahl von Nachkommen führt das dazu, dass sich überfischte Haibestände nur sehr langsam erholen. Durch den Fang zur Herstellung von Haiflossensuppe (vermeintliches Aphrodisiakum) und anderen Haiprodukten wie Steaks, Schillerlocken und Seeaal sind viele Haiarten deshalb in ihrem Bestand bedroht.

Faszinierend ist unter anderem ihr Körperbau: Während die Knochenfische Schuppen tragen und deren Zähne aus dem gleichen Material bestehen wie unsere menschlichen Zähne, haben die Haie Schuppen, die als Zähne beginnen - und die Zähne breiten sich vom Maul über den ganzen Körper aus. Die Zähne verkleinern sich und werden als Hautzähnchen fortgesetzt. Dies erklärt auch, weshalb Schürfwunden entstehen, wenn ein Hai die unbekleidete Haut eines Tauchers rammt. Der Hai profitiert von diesem Körperbau: Dank der laminaren Strömung auf seiner Haut kann er beim Schwimmen massiv Energie einsparen.




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Urhaie


Bereits im Erdzeitalter des Devon vor etwa 400 bis 350 Millionen Jahren tauchten erste haiähnliche Arten auf, wie zum Beispiel der Cladoselache. Bis 1986 entdeckte man weitere Urhaie, die im folgenden Zeitalter des Karbon lebten. Viele von ihnen hatten einen oder mehrere lange Stachel auf ihrem Kopf (Xenacanthiformes). Die Bedeutung dieser Stachel ist noch nicht hinlänglich geklärt; man geht davon aus, dass sie möglicherweise der Verteidigung dienten. Die Neoselachii erschienen im Unteren Jura. Einer der größten Haie war der bis zu 16 Meter lange Megalodon, der vor 15 bis 1 Million Jahren lebte. Da das Skelett von Haien zum größten Teil aus Knorpeln besteht, findet man als Fossilien meist nur noch Zähne, was eine genaue Erforschung der Urhaie immens erschwert, allerdings gibt es auch einige Funde von Urhaien, deren knorpeliges Skelett unter sehr guten Bedingungen komplett erhalten blieb.




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Alle Haie, die dem Menschen gefährlich werden können gehören zu der Überordnung der Echten Haie (Galeomorphii). Die Gefahr von Haiangriffen wird oft übertrieben dargestellt; so ist die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden weitaus höher als die Gefahr einer Haiattacke. In einem Jahr registriert man durchschnittlich 100 Haiangriffe; ungefähr 5 bis 10 davon enden tödlich. Viele dieser Angriffe sind das Ergebnis folgender Faktoren:
- Belästigung durch den Menschen: Es gibt Fälle, in denen Personen, meistens Jugendliche, Eindruck bei ihren Altersgenossen schinden wollen, in dem sie versuchen, die Flosse eines langsamen Ammenhais zu greifen. Für gewöhnlich verschwinden diese Haie, aber es gab auch Fälle, in denen sie sich umdrehten und die betroffene Person angriffen. Grundbewohnende Port Jackson-Haie sind bekannt für Bissverletzungen bei darauftretenden Badegästen.
- Verwechslung: Ein Weißer Hai (Carcharodon carcharias) kann bei einem Angriff den meisten Schaden verursachen. Manchmals kommt es auch vor, dass der Hai einen Surfer / Wellenreiter attackiert, da dessen Brett Geräusche verursacht, die ihn zu einem Probebiss animieren. Das Gerücht, es sei eine
Verwechslung mit einer Robbe, hält sich hartnäckig.

Obwohl viele Menschen bei solchen Haiangriffen fast automatisch an einen weißen Hai denken, so ist doch in Wirklichkeit auch der Bullenhai (Charcharinus leucas)für viele Attacken verantwortlich. Unter anderem liegt das daran, dass diese Haie oftmals die Flüsse heraufschwimmen und dort wochenlang verweilen (Amazonas, Nicaraguasee, Sambesi).

Zusätzlich zu dem Großen Weißen Hai (Carcharadon carcharias) und dem Bullenhai (Carcharhinus leucas), haben bereits Weißspitzen-Hochseehaie (Carcharhinus longimanus) und Tigerhaie (Galeocerdo cuvieri) Menschen nachweislich getötet. Die meisten Angriffe geschehen im Pazifik.

Weitere zehn Arten haben den Menschen bereits gebissen, jedoch ohne tödlichen Ausgang. Zu diesen Arten zählen unter anderem der Makohai (Isurus spec.), der Seidenhai (Carcharhinus falciformis), der Zitronenhai (Negaprion brevirostris) oder auch der Hammerhai (Carcharhinus falciformis). Nicht diesen Arten zuzurechnen ist, mit Ausnahme der australischen Gattung, der Ammenhai, da dieser niemals von sich aus Menschen angreifen würde.

Es wird häufig behauptet, dass Haie kein Menschenfleisch mögen. Diese Behauptung rührt daher, dass Haie oftmals nur einmal zubeißen, dann aber wieder verschwinden. Dieses Verhalten kann aber auch anders erklärt werden. Wenn ein Hai einen Seelöwen oder eine Robbe angreift, stellen die Augen die verletzlichsten Körperteile eines Hais dar, die ein angegriffenes Tier noch erreichen kann. Um sich vor Verletzungen zu schützen, die von den scharfen Krallen des sich wehrenden Tiers entstehen können, verschwindet der Hai kurzzeitig. Er wartet, bis sein Opfer genügend Blut verloren hat, um es dann in dem geschwächten Zustand erneut anzugreifen. Gebissene Menschen werden otfmals gerade in dieser Wartezeit gerettet: Nach dem ersten Haiangriff holen andere Wassersportler oder Fischer den Gebissenen aus dem Wasser. Der Hai kann also nicht wieder angreifen. Selbst unter Annahme dieser Theorie geht man jedoch davon aus, dass Menschen auf gar keinen Fall eine bevorzugte Beute für Haie darstellen.

Eine weitere Theorie beruht auf der Tatsache, dass bei diesen so genannten Probebissen oft nur eine kleine Fleischwunde entsteht. Immer mehr kristallisiert sich in der Haiforschung heraus, dass Haie intelligente Tiere sind, die ein komplexes Sozialverhalten zeigen. Besonders deutlich wird dies beim Grauen Riffhai (Charcharhinus amblyrhynchos), dessen mit gesenkten Brustflossen schwimmendes Warnverhalten bei Nichtbeachten oft schon zu Unfällen mit Menschen geführt hat. Es wäre denkbar, dass auch andere Haie ein solches Warnverhalten zeigen und dass große Konkurrenten (Haie, Kleinwale, Menschen, etc.) mit Bissen attackiert werden, um sie zu vertreiben. Dies würde die Tatsache erklären, dass einige Haiangriffe oft nur kleine Fleischwunden zur Folge haben.

[Dieser Beitrag wurde am 20.03.2006 - 14:05 von Admin aktualisiert]




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Gefährdung von Haien durch Menschen


Wie bereits im vorigen Kapitel erwähnt, kommen bis zu 10 Menschen jährlich durch Haiattacken ums Leben. Dem gegenüber stehen 200 Millionen getötete Haie weltweit, die aus den verschiedensten Gründen abgeschlachtet werden (siehe nächstes Kapitel). Die wirtschaftliche Nutzung des Haies hat letztendlich dazu geführt, daß über 70 Arten bereits vom Aussterben bedroht, oder dessen Existenz bereits als nicht mehr überlebensfähig bezeichnet werden kann. Mit der Ausrottung von Haien ist auch das ökologische Gleichgewicht des ozeanischen Lebens gefährdet.




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Jagd auf den Hai


Die Jagd auf den Räuber war und ist nach wie vor ein beliebter Sport. Begehrt ist das präparierte Haigebiss oder der ganze Kopf als Trophäe.

Der Hai als Speisefisch

Das Fleisch des Hais findet oft Verwendung in verschiedenen Küchen der Welt. Rohes Haifleisch riecht nach Hund, gebratenes hingegen mehr nach Ammoniak. Besonders häufig benutzt man den Hai in der asiatischen Küche. Dort wird gerne die Haifischflosse verarbeitet: Zu Haifischflossensuppe oder in China zu einem normalen Leckerbissen. Aber auch in anderen Ländern gilt der Hai als Nahrungsmittel: Die Inuit in Grönland trocknen das Fleisch des Grönlandhais oder fermentieren es zur regionalen Delikatesse "tipnuk". In Island gilt Hai als Aphrodisiakum: Das Fleisch lässt man eingegraben mehrere Monate fermentieren (d.h. verfaulen), und zerkleinert die Masse in mundgerechte Größen.

Spezielle und hinsichtlich der Küche wertvolle Haie werden unter anderen Namen verkauft. Die Industrie vermarket den Fisch vorsichtig, dennoch wird er oftmals unbewusst konsumiert. Die untenstehende Tabelle zeigt einige Beispiele dieser Namensgebung.

Tarnname...........Bedeutung
Grauhai/Greyfish...Besonders diskrete Namensgebung
Hammerhai..........Japanische Spezialität
Rocksalmon.........Katzenhai aus Irland
Saumonette.........Katzenhai aus Frankreich
Seeaal.............Dornhai in Gelee
Schillerlocke......geräucherter Dornhai
Schwertfisch Steak.in den USA, Hammerhai in Japan

[Dieser Beitrag wurde am 20.03.2006 - 14:11 von Admin aktualisiert]




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...   Erstellt am 20.03.2006 - 14:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Forschungatier Hai


Haie wurden von verschiedenen Forschern auf verschiedene Weise dargestellt. Bemerkenswert ist der Wandel von Jacques-Yves Cousteaus Darstellungen bis hin zur heutigen Literatur. Cousteau hat, vermutlich wegen der besseren Finanzierung seiner Forschungsreisen durch den Verkauf von (reißerischen) Sachbüchern, Haie allgemein als sehr gefährliche Tiere beschrieben. Schon die Beobachtung von Haien von einem schwimmenden Stahlkäfig aus wurde als eine Heldentat gepriesen; und die zu beobachtenden Haie wurden sehr oft auch gefüttert, was ihren feeding frenzy - deutsch etwa "Fressrausch" - auslöst. Die Haie wurden also nicht in ihrem natürlichen Verhalten beschrieben. Notorisch für diese Darstellungen ist "Haie" von 1971, Droemer-Knaur Verlag.

Den Wandel erfuhr das Hai-Image durch den österreichischen Taucher Hans Hass, der zusammen mit dem bekannten Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt wie Cousteau auf eine Expedition ging. Nur: Sie verzichteten auf die Stahlkäfige und konnten das natürliche Verhalten der Haie beobachten. Hass sagte von seinen Beobachtungen, dass er als Forscher auf ein genauso neugieriges Wesen gestossen sei, nämlich den Hai. Während Cousteau das Umkreisen eines Menschen durch den Hai noch als eine veritable Einschüchterung und als ein vorgefasster Entscheid zum Angriff beschrieb, erklärte Hass, dass dies Haie ganz einfach tun - weil sie den neuartigen "Gast" im Wasser besser begutachten können, da Haie ihre Augen bekanntlich auf der Körperseite tragen. Cousteau hatte offenbar sogar schon Angst vor anderthalb Meter langen Haien. Hass, nur mit Haistock "bewaffnet" - hatte Begegnungen mit bis zu fünf Meter langen Exemplaren. (Der Hai: Legende eines Mörders bzw. Wie Haie wirklich sind, 1977/1986.)

Seither hat die Haiforschung weitere Fortschritte gemacht. Der Hai wird immer stärker als faszinierendes Tier beschrieben, das dank seiner Ausstattungen wie zum Beispiel seiner speziellen Haut Jahrmillionen ohne große Veränderungen überdauerte. Bemerkenswert war etwa die rogue shark theory, auf Deutsch etwa die Verbrecher-Hai-Theorie. 1962 behauptete der australische Chirurg Victor Coppleson nämlich, dass nur verhaltensgestörte Haie Menschen angreifen, da Menschen offensichtlich nicht zu ihrer normalen Nahrung gehören (ansonsten wäre ja jeder Badestrand leergefressen). Unterstützt wurde diese These durch die Feststellung, dass fatale Haiangriffe oft kurz nacheinander im gleichen Gebiet stattfinden - was nahelegt, dass ein einzelner "verrückter" Hai dafür verantwortlich ist.

Heute wird vor allem nach den bionischen Eigenschaften der Haie geforscht. Themen sind etwa die verbesserte Bauweise von Flugzeugen und Schiffen. Dazu wird versucht, über das Fortpflanzungsverhalten der Haie mehr zu erfahren - bei fast allen größeren Arten wurde zum Beispiel noch nie eine Paarung beobachtet - um damit den Schutz der gefährdeten Haiarten zu verbessern.






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