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lebenslust ...
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...   Erstellt am 21.12.2005 - 06:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die skandalösen Methoden im Öko-Test-Forum, Teil 2

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Dominik - starb nicht an Krebs « Kein Thema | Nächstes Thema »

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Autor Thema: Dominik - starb nicht an Krebs (Gelesen 56 mal)

happe2000
Neu im Forum

Beiträge: 88
Dominik - starb nicht an Krebs
« am: 20.12.2005 um 17:49:41 »

Dezember 2005:

Wir erhielten jetzt über die Eltern von Dominik eine Kopie der Zusammenfassung des abschließenden Gutachtens (www.dr-rath-foundation.org/dominik/todesursache.htm)von Urban. Das Datum: 6. Januar 2005 also fast ein
Jahr alt!
Man fasst es nicht. Dort steht jetzt in einer 180 Grad Kehrtwendung von Urbans vorläufigem Gutachtens vom 17.11.2004: „Unmittelbare Todesursache ist ein Versagen der Herzkreislauf Funktion.“ Unterschrift: derselbe Reinhard Urban! Und Urbans Brief war nicht etwa an die Eltern gerichtet, sondern ganz offiziell „An die Staatsanwaltschaft Koblenz, Karmeliterstrasse 14, 56068 Koblenz.“
Die Bedeutung dieses Briefes war der Staatsanwaltschaft Koblenz offenbar sofort klar. Deshalb erhielt er den Vermerk: „z. Hd. Frau Staatsanwältin Jedynak – bitte möglichst umgehend vorlegen.“ Der Satz: „Die unmittelbare Todesursache ist ein Versagen der Herz- der Kreislauffunktion“ ist in diesem Schreiben vom 6. Januar 2005 sogar durch Unterstreichen hervorgehoben.
Doch während dieses wichtige Schreiben der Staatsanwaltschaft Koblenz offenbar umgehend vorgelegt wurde, musste die Öffentlichkeit bis heute auf dieses Dokument warten.

www.dr-rath-foundation.org/dominik

gespeichert
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Godesberg
Archive
Mitglied

Beiträge: 1278
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #1 am: 20.12.2005 um 18:07:11 »

Wollen Sie uns verarschen? Oder haben Sie in Ihrer übergroßen Freude über diesen einen Satz vergessen weiterzulesen?



"Alle diese Faktoren beasieren auf einem ausgedehnten metastasierendem Tumorleiden, so dass letztlich eine mittelbare Kausalität zwischen dem Tumorleiden und dem Tod ohne vernünftige Zweifel vorliegt."


Keine Ahnung, wer ausser Ihnen so bescheuert ist und auf sowas reinfällt. Ich finde es auf jeden Fall bezeichnend dass Rath offenbar immer noch versucht aus dem Tod des Kindes Kapital zu schlagen. Diesmal mit Spitzfindigkeiten.

Sorry, Voigt. Sie bleiben ein I_iot.

gespeichert
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Eduard_Knellecken
Neu im Forum

Beiträge: 15
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #2 am: 20.12.2005 um 21:37:43 »

Es ist nun mal offiziell festgestellt und erwiesen, dass Dominik nicht an Krebs starb. Es wird der völlige Funktionsverlust des linken Lungenflügels bestätigt, von einer riesigen Metastase wie im vorläufigen Gutachten ist aber keine Rede mehr. Komisch, nicht? Eine riesige Metastase ist nämlich sehr einfach festzustellen. Es gibt aber eben die Untersuchungen unabhängiger Labors, die beweisen, dass es sich bei dem Gebilde in der linken Lunge um ein nicht-malignes Fibrinkondensat handelte. Ich bin überzeugt davon, dass auch diese Laborergebnisse der Staatsanwaltschaft zur Verfügung stehen. Es wird eng für die behandelnden Ärzte, die wohl für die Bildung des Fibrinkondensats durch eine falsch durchgeführte Lungenpunktion verantwortlich sind, während Dr. Rath gut dasteht.

Hier die wahre Geschichte von Dominik, spannender als jeder Krimi:
Wahre Geschichte

Inzwischen geht die Forschung von Dr. Rath weiter, die mehr und mehr die Wirksamkeit seiner Nährstoff-Synergie gegen die verschiedensten Krebsarten beweist:
Forschung

Bezeichnend auch, dass die Öffentlichkeit erst fast ein Jahr später erfährt, dass Dominik nicht an Krebs starb. Mit dieser Information wäre die ganze von der Pharmalobby inszenierte Hetze gegen Dr. Rath nicht möglich gewesen, wie vor kurzem noch die Fernsehsendung über Dominik. Die verantwortliche "Journalistin" Beate Klein hat ganz offen einen Preis der Pharmaindustrie für die Berichterstattung über Dominik erhalten, verliehen auf einer Pharmamesse (Expopharm). Klarer geht´s nicht mehr, was los ist. Wird aber auch nichts nützen, die Biochemie ist auf der Seite von Dr. Rath.
« Zuletzt bearbeitet: 20.12.2005 um 21:48:54 von Eduard_Knellecken »
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JogDial
Archive
Mitglied

Beiträge: 436
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #3 am: 20.12.2005 um 22:14:05 »

am 20.12.2005 um 17:49:41, schrieb happe2000 :[...] „Unmittelbare Todesursache ist ein Versagen der Herzkreislauf Funktion.“

Und welche Ursache hatte dieses Versagen der Herzkreislauf Funktion?

Waren es vielleicht die unnützen Rath-Pillen?

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***unabhängiger Konsument***verkaufe nichts***werbe keine Vertriebspartner***
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Hema
Archive
Mitglied


Beiträge: 2240
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #4 am: 20.12.2005 um 22:35:46 »

@ happe, Knellecken:

Pikant. Nach dieser bizarren Umdeutung stirbt *niemand* an Krebs. Oder an AIDS. Alle Menschen sterben dadurch, dass die Kreislauffunktionen versagen.

Herr Knellecken, wenn Sie fest an Rath glauben, können Sie übrigens beliebig viel Zyankali zu sich nehmen. Sie werden DARAN nicht sterben, sondern nur, wenn Ihre Kreislauffunktionen versagen sollten. Und wer wollte schon so etwas wie albernes Zyankali dafür verantwortlich machen, wenn das eigentliche Problem das Versagen der Kreislauffunktion ist.

Jetzt mal im Ernst: es steht doch da, wenn man lesen kann. Dass es Ihnen nicht peinlich ist, diese offensichtliche illusionäre Verkennung der Umstände auch noch im Internet vorzuführen
« Zuletzt bearbeitet: 20.12.2005 um 22:36:31 von Hema » gespeichert

www.promed-ev.de || www.impfinformationen.de
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Godesberg
Archive
Mitglied


Beiträge: 1278
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #5 am: 20.12.2005 um 22:39:41 »

Herr, Herr Richter, ich bin unschuldig! Der Eduard ist nicht daran gestorben dass ich ihn vom Hochhaus gestoßen habe, sondern an den massiven inneren Blutungen die auftraten nachdem er auf dem Jägerzaun gelandet ist!
« Zuletzt bearbeitet: 20.12.2005 um 22:40:49 von Godesberg » gespeichert
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Hema
Archive
Mitglied

Beiträge: 2240
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #6 am: 20.12.2005 um 23:04:41 »


Ja, so was schwebte mir auch vor.

Eigentlich müssen wir ja jetzt die Geschichte irgendwie umschreiben: Jesus, Störtebecker und John Lennon starben auch an Kreislaufversagen...
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www.promed-ev.de || www.impfinformationen.de
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Kawarimono
Archive
Mitglied

Beiträge: 917
Re: Dominik - starb nicht an Krebs
« Antworten #7 am: 20.12.2005 um 23:34:36 »

am 20.12.2005 um 21:37:43, schrieb Eduard_Knellecken :Es gibt aber eben die Untersuchungen unabhängiger Labors, die beweisen, dass es sich bei dem Gebilde in der linken Lunge um ein nicht-malignes Fibrinkondensat handelte.



Ja. Dieses "unabhängige" Labor behauptet auch, daß sie rechte und die linke Lunge ein Organ wären... haben Sie auch noch das Gutachten von Medizinern zu bieten? Ein Zehntklässler tut es auch. Das ist in etwa das Alter, in welchem man lernt, daß die zwei Lungenflügel eben nicht eine irgendwie geartete Verbindung besitzen.


Kawarimono

« Zuletzt bearbeitet: 20.12.2005 um 23:35:17 von Kawarimono » gespeichert

[Dieser Beitrag wurde am 21.12.2005 - 06:41 von lebenslust aktualisiert]





Signatur
Andre Voigt, Freiberger Strasse 10b, 09544 Neuhausen
Tel: 037361 49991 mobil: 0173 378 25 18
Umweltschutz ist die größte Herausforderung an die Menschheit - AEVU-Umweltschutz

DerFalke1601
unregistriert

...   Erstellt am 22.01.2006 - 13:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja genau so geht es im Oeko-Test Forum zu

Ich kann mich erst garnicht einloggen,weil man mir nach zwei Berichten die Schreibfunktion entzogen hat.
Die Wahrheit interessiert da sehr wenig,da sind Pharma-Clacuere am Werk,die,die Funktion haben Unruhe zu stiften und nur pharmafreundliche Themen mit Lob zu kommentieren.Damit kann man sogar Geld verdienen.

Dieses Blatt ist so nach links orientiert,dass sie nicht mehr anders können.Wie fast die gesamte Presse.
Nur gut das es einige gibt,die sich eben nicht kaufen lassen.
Dazu passt sehr gut ein Artikel den ich noch heraussuchen werde.

MfGGünni




DerFalke1601
unregistriert

...   Erstellt am 22.01.2006 - 13:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Medizinthemen stehen bei Lesern hoch im Kurs. Doch nicht alles was Zeitungen oder Fersehmagazine verbreiten, ist als unabhängige Berichterstattung zu werten. Viel zu sehr hat die Pharmaindustrie den Medizinjournalismus im Griff. Der Spardruck in den Redaktionen verstärkt diesen Trend. Von Berichterstattung alleine kann kaum ein freier Medizinjournalist leben. Ein zusätzliches PR-Standbein im Pharma- und Medizinbetrieb ist gang und gäbe. Mancher nimmt es da mit der Trennung beider Bereiche nicht so genau. Einblicke in eine gefährliche Grauzone.

So zu lesen im Journalist 10/2004 eine Ausgabe für Journalisten.

Schlagzeilen die gerne gelesen werden: „Sieg über den Krebs.“ Oder: „Neues Mittel gegen Alzheimer“. Der Boulevard lebt eben nicht nur von Caroline von Monaco, sondern auch von der Hoffnung der Menschen, dass sie Wissenschaft gefürchtete Krankheiten in den Griff bekommt. Auch seriöse Medien mögen Schlagzeilenträchtiges aus der Medizin – zu sehr liegt den Lesern, Hörern, Zuschauern die eigene Gesundheit am Herzen, als dass die Redaktionen auf solche Berichte verzichten können.
Die wenigsten Mediennutzer wissen: „Medizinjournalismus bewegt sich oft in einer Grauzone aus Abhängigkeiten und Begehrlichkeiten.“ Einer breiteren Öffentlichkeit wurde dies bekannt, als der ZDF – Intendant Markus Schächter im November 2003 beim „Mainzer Mediendisput“ sein eigenes Haus „outete“. Er distanzierte sich von „Kooperationen“, die das ZDF bei Gesundheitsthemen mit der Pharmaindustrie eingegangen war. Und kündigte deren Einstellung an.
Ps. Das dürfte allerdings kaum gelungen sein.

Juristisch unangreifbar.
Die Kooperationen waren formal nicht zu beanstanden: Die Pharmaindustrie zahlte nicht direkt an den öffentlich – rechtlichen Sender. Es wurden Formen der Finanzierung gefunden, die sich noch im Rahmen des Rechtlichen hielten.
Zum Beispiel wurde für die Ratgebersendung „Praxis – das Gesundheitsmagazin“.
Das Magazin, das jetzt nach 40 Jahren eingestellt wurde, stellte am 8.Oktober 2003 Maßnahmen gegen Impotenz vor. Ein Ehepaar das ausführlich zu Wort kam, äußerte sich sehr positiv über ein neues Langzeitmittel.
Auch wenn das Medikament nicht genannt wurde: Die Herstellerfirma Lilly Icos bezahlte die Druckkosten der Begleitbroschüre, die das ZDF auf Anfrage verschickte. Für Lilly Icos war entscheidend: Die Zuschauer hatten gelernt, dass es neue Mittel gegen Potenzstörungen gibt, von denen eines ganz besondere Wirkungen zeigt. Es dürfte für Interessierte nicht schwer gewesen sein, beim nächsten Gang zum Doktor herauszufinden, um welches Präparat es sich handelt. Denn auch die Ärzteschaft wurde im gleichen Zeitraum im Blatt „Medical Tribune“ über neue Mittel aufgeklärt. Nur ein Medikament wurde dabei namentlich erwähnt: Das von Lilly Icos. An Zufälle mag da keiner denken, der sich im Pharmageschäft auskennt.
Mehr als 40.000 verschiedene Arzneimittelprodukte sind derzeit in Deutschland zugelassen. Professor Peter Schönhöfer, ehemaliger Direktor des Institutes für Klinische Pharmakologie in Bremen und jetziger Mitherausgeber des „arznei-telegramms“, schätzt, dass allenfalls 1500 Präparate benötigt werden, um das ganze Spektrum der Krankheiten abzudecken. Ein riesiger unübersichtlicher Markt ist entstanden, der aus Sicht der Pharmaindustrie noch dadurch kompliziert wird, dass das Heilmittelwerbegesetz verbietet, für verschreibungspflichtige Medikamente zu werben. Hauptzielgruppe des Pharmamarketings waren deshalb immer schon die Ärzte. Mit Hilfe von Pharmareferenten, eigens anberaumten Kongressen und gesponserten Auslandsaufenthalten köderte man sie für bestimmte Produkte. Die kostenlosen Fach- und Standeszeitschriften, aus denen sich Mediziner informieren können, sind weitgehend von der Industrie finanziert. Die flächendeckende Verteilung erlaubt hohe Anzeigenpreise. So genannte Koppelgeschäfte, wie man sie auch aus der Publikumspresse kennt, sind die Regel. Und bedeutet: Anzeigenschaltung in einem wohlwollenden redaktionellen Umfeld. Ein extremes Beispiel solcher Abhängigkeiten bot das Fachblatt „Frauenarzt“. Es verteidigte die so genannte Hormonersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren auch noch, nachdem eine amerikanische Studie wegen der Erhöhung des Brustkrebsrisikos abgebrochen worden war. Die kontroverse Debatte über die Gefährlichkeit der Hormonersatzbehandlung blendete der „Frauenarzt“ aus.
Der Berufsverband der Frauenärzte, der das Fachblatt herausgibt, habe „seine schriftlichen Publikationen original von der Herstellerfirma Schering bezogen“, meinte der Leiter der Ärztekammer Berlin, Günther Jonitz.

Ohne Anzeigen.
Eine der wenigen Ausnahmen, die eine PR -freie Berichterstattung über Arzneimittel und ihre Wirksamkeit garantiert, ist das „arznei-telegramm“, das ausschließlich von Abonnements getragen wird. Der „Informationsdienst für Ärzte und Apotheker“ ist laut Eigenaussage „neutral, unabhängig und anzeigenfrei“. In dem Editorial der Erstausgabe von 1970 hieß es: „Die Reklameflut, die täglich über die Ärzte niedergeht, ist überall offenkundig, fast sprichwörtlich und erregt Besorgnis bei jenen, die den grundlegenden Widerspruch zwischen Pharmawerbung ….und wissenschaftlicher Information erkannt haben.“

Ps. Und auch da hat die Pharmaindustrie ihre Hände im Spiel, dank des obig genannten Professors brachte man z.B. einen pharmafreundlichen Bericht über die schädlichen Vitamine des Dr.med.M.Rath. In den USA kann man diese hochdosierten Vitamine in jedem Supermarkt kaufen.

PR-Investitionen.
Nicht nur die Ärzte haben es schwer, in der PR-Maschinerie an seriöse Informationen zu kommen. Auch die Informationsvermittler verheddern sich immer mehr in den Fallstricken, die Lobbyisten ihnen legen. Das Kräftegleichgewicht PR und Journalismus verschiebt sich zu lasten des Journalismus. Im vergangenen Jahr berichtete die Fachzeitschrift „PR-Watch“, dass die pharmazeutische Industrie in den USA inzwischen mehr als doppelt soviel Geld für Marketing und Public Relations ausgibt wie für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente. Und die PR – Agenturen, die im Dienst der Pharmaindustrie wirken, arbeiten immer professioneller. Sie bieten komplette Hörfunkbeiträge an, die unbearbeitet über den Sender gehen können. Es gibt teure Computeranimationen, die Fernsehbeiträge illustrieren, oder Artikel für Zeitschriften. Die Agentur Medical Relations etwa liefert ganze Themenpakete rund um Krankheiten wie Magenkrebs oder Influenza. In einem Hörfunkbeitrag äußerten sich Experten vom Robert-Koch-Institut in Berlin und vom WHO – Referenzzentrum in London sowie ein Professor für innere Medizin aus München. Ein Journalist müsste für einen solchen Beitrag einen hohen Aufwand erbringen.
Medical Relations hält sich nach den Worten ihres Geschäftsführers Dietmar Müller an einen strengen Ehrenkodex. Die Informationen, die in den Beiträgen weitergegeben werden, seien alle nachprüfbar. Trotzdem: Solche Berichte setzen Themen – und zwar im Sinne der Industrie. Im Deutschlandfunk dem Kölner Standbein des bundesweiten Deutschland-Radios beschrieb Müller seinen Auftrag, über den Unterschied zwischen grippalem Infekt und Influenza aufzuklären. Die Agentur gestaltete Fernseh- und Hörfunkbeiträge, schrieb Artikel, stellte Informationen online und ließ sogar ein eigenes Buch über Influenza anfertigen. Dies mag man als ein durchaus sinnvolles Unterfangen betrachten. Es passt aber auch in die Strategie der Pharmaindustrie über den Umweg des Journalismus gesunde Menschen für Krankheiten zu sensibilisieren und Bedürfnisse nach neuen Arzneimitteln zu wecken. Neben PR-Agenturen liefert auch die pharmazeutische Industrie selbst alle nur erdenklichen Hilfestellungen für Journalisten und Redaktionen. Bayer HealthCare Corporate hat beispielsweise ein eigenes Internet-Portal für Medizinjournalisten eingerichtet: „Viva.vita“ liefert Archivmaterial über Krankheitsbilder und Arzneimittel und bietet Gelegenheit, im Chatraum mit Experten zu reden. So hilfreich solche Angebote auch sein können: Problematisch sind sie, wenn Journalisten sie nicht einordnen können oder wollen.

Vom Leser zum Patienten.
Medizinjournalismus galt stets als Gratwanderung zwischen Aufklärung und Animation. Schon 1953 zeigte sich der spätere Hauptgeschäftsführers der Bundesärztekammer, Johann Volrad Deneke besorgt wegen der Medizinberichterstattung in den deutschen Tages- und Wochenzeitungen: „Die Publizistik bricht vielfach störend in die Intimsphäre zwischen Arzt und Patient ein, sie vermag Psychosen zu entzünden, sie züchtet Hypochonder, sie nährt trügerische Hoffnungen, sie weckt die Begehrlichkeit der Kassenpatienten, und sie regt zu allerlei Mitteln und Methoden der Selbstbehandlung an.“

Morbus Mohl.
Vom Morbus Mohl war dann später die Rede, wenn sich am Tag nach der Ausstrahlung des ZDF –„Gesundheitsmagazin Praxis“ die Wartezimmer der Ärzte mit Menschen füllten, die jene am Abend zuvor besprochenen Symptome an sich zu erkennen glaubten.
Dem inzwischen verstorbenen Hans Mohl warfen Fachleute und Medienkritiker allzu große Wissenschaftsgläubigkeit vor. Gleichwohl schaffte er es mit populären Aufklärungskampagnen auf Einschaltquoten von zeitweise mehr als 40 Prozent. Heute führen Medienkrise und Spardruck in den Redaktionen dazu, dass die Qualität der Beiträge und die Unabhängigkeit der Berichterstattung gefährdet sind. Die überwiegend frei arbeitenden Medizinjournalisten erhalten nur selten angemessene Honorare. Auf zusätzliche Einnahmen
durch PR - Aufträge sind deshalb auch Journalisten angewiesen, an deren Professionalität und Seriosität kein Zweifel besteht.
Barbara Ritzert etwa ist Gründerin der Agentur Proscience und bietet sowohl klassischen Journalismus für Medien, als auch Pressearbeit für medizinische Fachgesellschaften an. Für sie ist die Trennung von PR und Journalismus kein Problem. „Für meine journalistischen Beiträge bezahlen die Medien, die diese Beiträge veröffentlichen, und niemand sonst. Außerdem schreibe ich nicht als Journalistin über Fachgesellschaften, für die ich Pressearbeit mache.“
Ritzert, die für Qualitätszeitungen wie die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Die Zeit“ geschrieben hat, hält die Honorare für viel zu niedrig. „ Die Verlage machen es sich bequem“, meint sie. „ Die freien Mitarbeiter subventionieren im Grunde die fachlich hochwertigen, aber schlecht bezahlten Artikel durch PR-Aufträge, etwa durch das schreiben von Pressemitteilungen und Broschüren. Nur so kann man sich ein Luxus leisten, für bestimmte Blätter zu arbeiten.“
Pressemitteilungen zu verfassen, das sei per se nicht problematisch, solange diese als solches zu erkennen seien. „Es wird unsauber, wenn ich Geld nehme um einen Artikel zu platzieren.“ Dass nicht jeder die Trennlinie zwischen Journalismus und PR so klar zieht wie Barbara Ritzert, machte der Fall Maria Lange Ernst klar. Ausgerechnet die Vorsitzende des Verbandes Deutscher Medizinjournalisten (VDM) Freiberuflerin und gleichzeitig Pressesprecherin des Bundesverbandes der Frauenärzte, erklärte gegenüber Mesage: „Wichtig ist nicht, PR und Journalismus zu trennen, sondern mit seiner Aufgabe verantwortungsvoll umzugehen.“ Auf die Frage, ob es vorkomme, dass man von beiden Seiten Geld bekommt, antwortete sie: „Das kann sehr gut sein.“


Geld von zwei Seiten.
Das Interview schlug hohe Wellen und führte nach heftigen Protesten und großem Druck von Seiten der VDM – Mitglieder zum Rücktritt von Maria Lange-Ernst. Dabei hatte sie lediglich eine durchaus gängige Praxis im Metier beschrieben. Das Geld für die Platzierung von Produkten und Artikeln fließt, bestätigte die freie Medizinjournalistin Anette Bopp bei der Jahrestagung des „Netzwerk Recherche“. „Das geht in viele renommiertere Kreise hinein, als man denkt.“
In PR-Kreisen weiß man von Journalisten, die auf „pay-rolls“ stehen. Namen will niemand nennen, auch um sich selbst nicht das Geschäft zu verderben. Der Arbeitskreis Medizinpublizisten – Club der Wissenschaftsjournalisten hat sich Richtlinien für unabhängigen Medizinjournalismus auferlegt. Über Ähnliches wird im Dachverband VDM noch diskutiert, auch wenn den Mitgliedern klar ist, dass solche Richtlinien an natürliche Grenzen stoßen.

Agenda Setting.
Nicht nur die schwarzen Schafe sind ein Problem. Barbara Ritzert, schon seit 20 Jahren im Medizinjournalismus tätig, hat beobachtet, dass die Branche immer seltener Themen selbst setzt. „Früher waren die Kollegen beispielsweise meist mehrere Tage auf Kongressen, sind zu einer einzelnen Veranstaltung gegangen. Auch die Kollegen von den bunten Blättchen haben sich dann selber herausgesucht, was sie für interessant fanden. Heute ist es so: „Was wir von der Pressestelle nicht auf die Agenda setzen, findet nicht statt. Es gibt nur noch wenige Qualitätsmedien, die da eigenes Profil entwickeln.“ Zeit und Geldmangel sind Gründe, warum Medizinjournalisten oft nur noch Pressekonferenzen besuchen. Manche schreiben gleich die Pressemitteilung ab. Vor allem die Yellow Press und regionale Tageszeitungen leisten sich nicht häufig genug den notwendigen redaktionellen Filter.
Barbara Ritzert: „Da wird der Durchgriff der Anzeigenabteilungen nicht gebremst.“
Berlins Ärztekammerpräsident Jonitz geht zudem davon aus, dass viele Artikel von fachlich nicht kompetenten Mitarbeitern geschrieben werden. Im Deutschlandfunk forderte er, nicht nur Journalisten besser zu schulen, sondern auch die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht.
Da bedeutet aber auch, die Öffentlichkeit von der grassierenden Expertenhörigkeit zu befreien: Der „Guardian“ deckte auf, dass Pharmafirmen in Großbritannien hohe Summen zahlten, damit Medizinwissenschaftler ihren Namen unter Artikel setzten, deren Inhalte sie vorher nicht einmal überprüft hatten.

Ps. Vor diesem Hintergrund wird natürlich einiges klarer und vor allem wissen wir jetzt warum wissenschaftliche Errungenschaften unter dem Teppich landen. Ein ganz klarer Hintergrund ist den eigenen Markt zu sichern. Das Geschäft mit der Krankheit ist in voller Blüte.





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