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FunkyJam ...
Neuling
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...   Erstellt am 27.10.2006 - 19:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Autorin: Funky Jam
Art: Krimi
Inhalt: Lauri ist Detektiv und muss einen kniffligen Fall lösen und wird von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.
Hauptpersonen: Lauri , Pauli, Eero, Aki, Ville und Jonne und viele andere Spezial Guests

Disclamer: Die Hauptdarsteller gehören nicht mir und ich mach kein Geld mit dieser Story

Info: Die Gedankengänge von Lauri sind absichtlich mit diesen ~ Zeichen eingerahmt, damit man es besser erkennt

Viel Spass


Der Goldene Rabe


Unter einem Stapel alter Magazine, klingelte ein Telefon. Der Ton war so unglaublich schrill und ohrenzerfetzten, dass der Mann, der daneben auf seinem Bürostuhl eingeschlafen war und bis vor kurzem sich an die schmutzige Wand hinter sich gelehnt hatte, so abrupt aufschreckte, dass ein Stuhlbein brach und er schmerzvoll auf dem Boden landete.
„Paska, scheiss Telefon“, brummt er während er sich den Hintern reibt der unangenehm weh tat und sich aufrichtete. Er nahm den kaputten Stuhl in die Hand und schnaubend warf er ihn kurzerhand in eine Ecke,
„scheiss Stuhl“, fauchte er und schenkte dem demolierten Büromöbel einen bösen Blick. Wütend nahm er den Hörer in die Hand. „Privatdetektei Ylönen, selbst am Apparat“, grummelte er hinein. Zorn stieg in ihm auf. Er nahm den Hörer in beide Hände und machte Anstallten ihn zu erwürgen.
Er legte ihn wieder ans Ohr und antwortete: „Ja es ist auch schön wieder von dir zu hören ~wer’s glaub~ woher hast du meine neue Nummer?“, er lauschte der Antwort, „aha von meiner Mutter, wie nett von ihr“, sagte er verbissen. ~Das war ja mal wieder typisch~, er seufzte. Seine Mutter hatte ihn mit Claudia bekannt gemacht, die Frauenärztin war und im gleichen Spital arbeitete wie seine Mutter, sie war Oberkrankenschwester. Offensichtlich hatte sich Claudia bei ihr ausgeweint nachdem er sie verlassen hatte. „aha, nein wirklich. Nein ich komm nicht zu Abendessen ~hat sie es schon verdrängt oder denkt sie ich habe einen Witz gemacht? ~ dachte er nur, „ach weist du Claudia ich hab noch echt nen Berg von Akten auf dem Tisch, ( und dabei sah er auf den einzigen Berg auf seinem Tisch, der aus leeren Pizzaschachteln und zerdrückten Bierdosen bestand, er seufzte erneut), ich hab wirklich keine Zeit, tavataan“ er legte auf bevor sie noch etwas sagen konnte. ~Ich hätte sie ja nicht verlassen, wenn sie nicht während dem Abendessen ständig über ihren Arbeitstag hätte reden müssen~. In der Zeit hatte er mindestens fünf Kilo verloren, die Gespräche gingen auch sehr auf den Magen. Er hatte ihr auch nicht von den Erschossenen, Erwürgten und Wasserleichen erzählt wenn sie gerade ein Schnitzel ass. Ein drückendes Gefühl verbreitete sich in seiner Magengegend. Leider gab es zurzeit überhaupt keine mysteriös Ermordeten in ganz Helsinki und bei solchen Kleinigkeiten wie Einbrüchen gingen die Leute eher mal zur Polizei. ~Na dann~ er atmete tief ein nahm sich eine Zigarette, steckte sie in den Mund und zündete sie an, lies den Oberkiefer knacken und setzte sich wieder hin um weiter zu schlafen. Doch alles was passierte, war dass er schon wieder auf dem Boden landete. Es klopfte.




Chiska ...
Drummer-Queen
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...   Erstellt am 28.10.2006 - 15:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


poste weiter! Ist ja hoch interessant den Ylö-Schlupf mal als Privatdetektiv zu erleben. Kommt da noch irgendwas ganz schlimmes, ekliges? Ich frage mich ja ganz ehrlich wie man sich so was abstraktes immer wieder einallen lassen kann, aberwieso nicht, mich würde eh interessieren, was die alle geworden wären, wenn sie nicht in ener Band spielen würden...also stell ruhig weitere Teile on, ich will was zu lesen haben!

(Edit weil ein Bild nicht funkzte!)

[Dieser Beitrag wurde am 05.11.2006 - 18:08 von Lillim aktualisiert]




FunkyJam ...
Neuling
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...   Erstellt am 29.10.2006 - 10:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke für deinen Kommi
Viel Spass mit dem nächsten Teil



Es trat ein dicker aussehender Mann, in schwarzem Anzug und gelber Krawatte herein und sah sich mit fragendem Blick um. „Hallo? Ist jemand da?“, sagte der und trat näher an den Bürotisch. ~Ja hier unten am Boden~ hätte Lauri am liebsten gesagt. Doch Lauri zog sich hoch und wischte sich den Staub von der Hose während der Neuankömmling ihn überrascht musterte. „Ja, ähm hallo, ich hab nur meinen Stift fallen lassen.“, er bückte sich schnell und sammelte den alten Kugelschreiber auf, der schon drei Wochen auf dem Boden lag. Mit einem Freudigen Grinsen streckte er ihn in die Luft. „Da ist er ja“. Doch der Blick seines Gegenübers schraubte seine Mundwinkel runter. Er streckte dem Mann die Hand entgegen, „Ylönen, wie kann ich ihnen behilflich sein?“, Der Mann sah ihn Berechnend an und schüttelte dann Lauris Hand. Der Kerl hatte einen starken Händedruck, Lauri biss die Zähne zusammen, aber er liess sich nichts anmerken und der Herr setzte sich darauf hin auf den Kundenstuhl. Lauri musste zwangsweise stehen bleiben. „Mein Name ist Paul Rantasalmi, ich bin ein Mitglied des Aztekenclub ~bitte was? ~, ähm wir sammeln alte Artefakte von den Ureinwohnern von Südamerika“, erklärte er auf einen Derbenblick des Detektivs hin, „uns wurde eine unglaublich wichtige und wertvolle Skulptur gestohlen.“, ~Diebstahl! Was Interessanteres hatte er nicht in petto~. „Waren sie schon bei der Polizei, Herr Rantasalmi? Sie wissen schon diese Uniformierten Hampelmänner“ „Ja“, sagte dieser sofort, „die Polizei haben wir benachrichtigt, die Spurensuche hat bereist den ganzen Ausstellungsteil zweimal durchsucht, der Hauptkommissar persönlich hat sich eingeschalten, ~wow, der hat wohl auch nichts zu tun? ~ aber sie haben keine relevanten Anhaltspunkte gefunden, die sind ratlos. Darum bin ich hier um sie um ihre Hilfe zu bitten, ihre Erfolge stehen ja Ausserfrage.“, ein Unterton von Bewunderung war zu hören und Lauris Ohren wurden rot, was bei der schlechten Beleuchtung kaum auffiel. „Nun gut, und was ist ihnen die Auffindung dieser Skulptur wert?“, fragte Lauri. „Wir sind bereit ihnen 10'000 Dollar zu zahlen.“ Doch Lauri wurde misstrauisch. Er kannte den Haken an solchen Unsummen und sagte schnell: „6'000 Dollar reichen und dazu zahlen sie mir die Ermittlungskosten, immer hin liegt der Tatort am anderen Ende der Stadt und ich hab kein Auto.“ Rantasalmi war einverstanden und holte sein Scheckbuch hervor. Lauri stand freudig hinter seinem Pult und sah zu wie der Scheck über den Tisch wanderte.

[Dieser Beitrag wurde am 29.10.2006 - 10:33 von FunkyJam aktualisiert]




Lillim ...
Forum Mami
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...   Erstellt am 29.10.2006 - 12:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So hab erstmal beide Teilchen gelesen. Find ich ja mal interessant ... und ich bin gespannt was noch passieren wird *wart*
Aber Mopsi als Detektiv Das soll nicht böde gemeint sein, wie Chiska find ich solche Storys immer sehr interessant, das is ja mal was anderes, nöh?

FunkyJam schrieb

    „Mein Name ist Pauli Rantasalmi, ich bin ein Mitglied des Aztekenclub, ähm wir sammeln alte Artefakte von den Ureinwohnern von Südamerika“


Nein, wie geil
Pauli im Aztekenclub! Find ich gut!
Naja, immer weiter posten, nöh?

Lillim




Chiska ...
Drummer-Queen
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...   Erstellt am 31.10.2006 - 15:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


öhm... was soll ich dazu noch sagen? außerdas ist extrem geilwie kommt man auf so was? ich meine, ich bin ja auch so eine, die sich die wildesten und verrücktesten Sachen ausdenkt, aber...das ist doch mal das geilste! mach weiter! POSTE!




FunkyJam ...
Neuling
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...   Erstellt am 02.11.2006 - 19:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hey danke für eure Kommis ihr beiden.
Wie man auf so etwas kommt? Also ich lese einfach zu viele Krimi Romane, und schaue übermässig viele Kriminalistische Filme. Ausserdem, wenn man anfängt FF's zu lesen, fängt man irgendwann an sich ständig ideen einfallen zu lassen.
Ich schreibe ja nicht nur an der FF. Und Ideen hab ich ständig neue.
Also, schluss mit Talk,
Viel Spass beim nächsten Teil.



Ein Taxi hielt vor dem Aztekenclubhaus an. Lauri stieg aus, seinen Mantel hatte er eng um sich geschlungen da ein heftiger, eiskalter Wind blies. Er sah sich das Gebäude an und zog die Augenbrauen hoch. Es war ein kleiner Tempel, hier, mitten in der Stadt. Zwei Säulen standen beidseits der Tür und die Fenster waren aufwendig verziert, alles war aus Stein. Er wunderte sich, dass er noch nie von diesem Club gehört hatte, ob wohl er ja so auffällig war. Lauri bezahlte den Taxifahrer und stieg die Stufen zur Tür hinauf. Wie man sich so für eine alte Kultur begeistern konnte war ihm schleierhaft, er selbst machte sich nichts aus Geschichte, um die Eigenarten seiner Mandanten machte er sich viel mehr Sorgen. Der vom letzten Mal hat Kopfschmerzverursachende Bilder gesammelt und Behauptete, dass Ausserirdische sie gemalt hatten. Ein anderer hatte mit vorlieben tote Viecher von der Strasse gekratzt und sie in grotesken Körperverrenkungen ausgestopft. Es schüttelte ihn und das flaue Gefühl, das er damals bekommen hatte als er die Wohnung dieses Typen betreten hatte, machte sich wieder in seinem Magen breit. In Gedanken an Purzelbaumschlagende Ratten, drückte er auf die Türklingel. Darauf ertönte eine komische Melodie von Glockenklängen, die ihm einen verblüfften Gesichtsausdruck verlieh. ~Was war den das? Das Möncher- Glockenklingen- Duett~, gebannt starte er auf die Tür. Sie ging quietschend auf und Herr Rantasalmi stand vor ihm „Ist ihnen nicht gut?“, fragte er als den seltsamen Ausdruck in Lauris Gesicht bemerkte. „Nein mir geht’s gut, mich hat nur ihre Türklingel überrascht“, er lächelte, doch sobald Rantasalmi ihm den Rücken zugekehrt hatte schüttelte er den Kopf. „Aha sie meinen diese kleine Aztekenmelodie. Unser oberstes Mitglied hat sie an einer Versteigerung erworben. Ein wunder volles Lied, nicht wahr? Sie läutete damals nur zu Festlichen Anlässen“, ~wundervoll? Das konnte er ja nicht wirklich ernst meinen, oder? ~. „Ähm, ich steh mehr auf Rock ’n’ Roll, muss ich zugeben“, sagte Lauri. Darauf hin musste er dem doch recht wütenden Blick von Rantasalmi ausweichen, der wohl nichts übrig hatte für den harten Klang einer E-Gitarre, und trat schnell durch die Tür. Lauri besah sich die Eingangshalle und ein erneutes Staunen überkam ihn. Direkt vor ihm war eine hübsche marmorne Geländertreppe, rechts und links waren weitere indianisch verzierte Türen, die in den Salon und in einen Gang zuführen schienen. Aber die Türen und Treppen waren nicht der Grund für seine weit aufgerissenen Augen, nein.
Auf hunderten kleinen Gestellen und in Vitrinen waren tausende von kleinen glitzernden, wild aussehenden Gegenständen, alle wohl wissend vor Jahrtausenden von Indianerhänden gefertigt. Rantasalmi grinste, da er diesen Blick von Gästen die das erste Mal den Raum betraten nur zu verstehen meinte. Doch lag in Lauris Augen keine Bewunderung mehr, als er sich die kleinen Gegenstände näher ansah. Da lagen Ketten aus ganzen Fingern und aus Knochen und mit gold verzierte Augen starrten ihn an. Er wäre fast in Ohnmacht gefallen, doch er faste sich wieder und fragte, seinen Brechreiz ignorierend: „Könnten sie mir jetzt den Tatort zeigen, bitte?“, ~ich will nur so schnell wie möglich weg~
„Folgen sie mir“, und Herr Rantasalmi geleitete ihn durch die linke Tür in einen Gang.




Chiska ...
Drummer-Queen
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...   Erstellt am 03.11.2006 - 15:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*lach**kicher*das beste an diesem Teilstück ist definitiv, dass Pauli -man bedenke er ist unser kleines Gitarrenbärli bei Rasmus- nicht auf harte Gitarrenklänge steht!chrchrchr... das ist toll, die Stelle liebe ich! und Lauri ist Detektiv, der soll aufhören so einen auf Weichei zu machen! mein Gott, Ketten aus echten Fingern sind doch nun wirklich nicht der Weltuntergang oder?... oh man, wo soll das noch hinführen? nein,nein,nein... aber toll ist sie alle Mal... komt da noch ne Frau bei? nur so rein Interessenhalber...




Lillim ...
Forum Mami
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...   Erstellt am 03.11.2006 - 17:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*chrchr* toll! Zeig den Tatort!*gespannt bin*

WeitaWeitaWeita!!!!

Lillim




FunkyJam ...
Neuling
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...   Erstellt am 06.11.2006 - 17:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So weiter gehts, sorry dass ihr so lange warten musstet. für die Kommis

@Chiska: Ja Frauen kommen noch.


Doch Lauri wäre doch lieber wieder durch die Eingangstür nach draussen gegangen. Ihm lief ein schauern über den Rücken, schon wieder. Die Lichter des Ganges waren so montiert, dass sie die Masken an den Wänden beleuchteten, welche Grimassen schnitten als ob man ihnen Leid zugefügt hätte. ~Da ist ja ein Dialog über ne Geburt noch angenehmer~ schoss es Lauri durch den Kopf. Die eine Maske an der rechten Wand hatte die Augen weit aufgerissen, doch da waren keine Augen mehr, nur schwarze Löcher. Eine andere streckte eine gespaltene Zunge heraus und sofort richtete Lauri seinen Blick auf den Boden. Während die Masken den beiden unheilvoll hinterher starten, liefen sie den Gang entlang und blieben schliesslich vor einer Tür stehen die mit einigen gelben Sicherheitsbändern der Spurensicherung abgesperrt war. Rantasalmi sah zu Lauri. „Nun ja die Leute der Spurensicherung haben alles abgesperrt, sie sagten wir sollen den Raum auf weiteres nicht mehr betreten. Was….? “ Lauri hatte ihn zur Seite gedrängt, „Darf ich mal“, zückte ein Messer und begann die Bänder zu zerschneiden. Die Polizei war sich Einmischungen seinerseits schon gewöhnt und sie würden ihn auch dieses mal nicht aufhalten. Er stiess die Tür auf. Er erwartete noch mehr der skurrilen Sammelstücke doch war dieser Raum auf den ersten Blick vollkommen leer. Sein zweiter Blick fiel auf ein Bild an der gegenüberliegenden Wand. Rantasalmi lief an das andere Ende des Raums zu und nahm das Bild herunter. Dahinter befand sich ein Tresor. Er öffnete ihn mit Leichtigkeit und darin sah Lauri einen Knopf auf dem stand „Drück mich“, was auch gleich geschah. Lauri zuckte erschrocken als sich auf einmal ein Loch im Boden auftat und eine gläserne Vitrine auftauchte. Sie war leer.
„Wie sie ohne Schwierigkeiten bemerkt haben fehlt hier unweigerlich ein Ausstellungsstück, Der Goldene Rabe.“ „Und wieso ist der Rabe so wert voll?“, fragte Lauri gelangweilt und schlurfte zum gläsernen Kasten. Es war nicht so, dass sich Lauri dafür interessierte es war nur belanglose Informationen die er brauchte um zu entscheiden welcher Vollidiot von Mensch sich diesen überdimensionalen Briefbeschwerer eigen gemacht hat. „Wie es der Name schon sagt ist der Rabe aus purem Gold, er wurde damals als Gott verehrt, er brachte den Azteken Gesundheit und Fruchtbarkeit (~oh wie praktisch~). Sie opferten ihm jeden Vollmond ein Lebewesen. Das war alles Mögliche von Tieren bis zu Menschen die sich schuldig gemacht hatten und zum Tode verurteilt wurden.“ Lauri hörte dem Vortrag nur mit halbem Ohr zu. Er lief um den Kasten wobei er jeden Zentimeter nach Spuren absuchte, ging zum Tresor und untersuchte die Tür. Keine Kratzer, von Fingerabdrücken mal ganz zu schweigen. Wie es sich anhörte kamen nur zwei arten von Menschen in frage die den Raben geklaut haben konnten: Ein Dieb der am reinen materiellen Wert der Ware interessiert war oder auch einer dieser Aztekenspinnern der das Sammelstück für sich selbst haben wollte und ihn sich zu Hause in den eigenen Do-it-your-self Tempel gestellt hat.
Während Rantasalmi über die Expedition erzählte, in der sie unter Gefahren durch den Dschungel stampften um den Raben zu finden und von den alten Ruinen schwärmte, besah sich Lauri auch die Tür zum Raum und die mit Panzerglas versehenen Fenster, und kam zu einem Schluss.

„…..Und dann war da diese grosse Schlucht und diese wacklige Holzbrücke war der einzige Weg. Wir wären beinahe abgestürzt, wissen Sie diese Brücken waren schon über tausend…“

„Nun jedenfalls“, unterbrach ihn Lauri, „es sieht so aus als wurde weder die Tür, noch der Tresor und die Vitrine mit Gewalt geöffnet, also müssen wir davon ausgehen, dass der Täter die jeweiligen Schlüssel besass.“ Er drehte sich zu Rantasalmi, der nicht sehr beeindruckt aussah und sagte: „Ja, das hat sich die Polizei auch schon gedacht. Aber die einzigen die einen Schlüssel besitzen bin ich, als Schatzmeister, und der Präsident und glauben sie mir der ist vollkommen vertrauenswürdig, die Polizei jedenfalls ist davon überzeugt, dass es kein Mitglied des Clubs war“, beendete er mit einem Blick der wohl auch Lauri von dieser Tatsache überzeugen sollte. Doch Lauri liess sich nicht beirren, noch nie hatte er sich von seiner Spur abbringen lassen. „Das werden wir noch sehen, ich möchte sobald als möglich mit dem werten Herrn sprechen“, sagte er eindrücklich. Rantasalmi sah beleidigt aus, dann faste er sich wieder und sagte: „Nun der Präsident wird erst morgen Abend zurück sein, aber bis dahin wollen Sie doch sicher noch weitere Verdächtige vernehmen, oder?“.
„Nein, eigentlich hab ich sonst keinen weiteren Verdächtigen, ausser...“
„Ja?“
„Sie“
„Was ich?“
„Natürlich. Was dachten Sie denn? Immerhin haben auch Sie einen der Schlüssel“
„Ja aber ich habe sie angestellt?“
„Das könnte auch nur eine Finte sein um von ihnen abzulenken. Ich bin schon sehr lange Detektiv ich kenne alle Tricks der Verbrecher“, beendete Lauri die Diskussion. „Sie sind eindeutig sehr dreist, ich hätte wohl die Warnung des Hauptkommissar Heinonen ernster nehmen sollen“, sagte Rantasalmi finster. „Tja, den Fehler machen viele. Was hat den mein Lieblings Beamter so über mich erzählt“ fragte er mit süsslicher Stimme und lehnte sich gegen die Tür und lauschte, doch Lauri wusste genau was jetzt kommt. „Er erzählte mir, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen und ihre Fälle lösen sie ohne Rücksicht auf jegliche Verluste.“ Lauri seufzte. Was konnte er auch dafür, dass ihm dauernd die Polizei im Weg stand und er mal aus Versehen einen Angeschossen hatte. Und einmal hatte er ein altes Kirchenfenster einschlagen müssen weil sich dahinter ein Geheimgang verbarg. Woher hätte er auch wissen sollen, dass es die Jungfrau Maria abgebildet hatte, wo er doch nie zur Kirche ging. Dafür hatte im der Pfarrer einen Platz in der Hölle versprochen. „Na ja, dort ist es jedenfalls warm“, hatte er dann nur noch geantwortet.
„Soll ich den Goldenen Raben nun finden oder nicht?“, sagte er gelangweilt. Rantasalmi gab sich geschlagen, er hatte ja auch keine andere Wahl. „Sie sind zwar nicht der angenehmste Zeitgenosse aber leider unsere letzte Hoffnung. Ich werde ihnen für morgen einen Termin beim Präsident verschaffen.“ „Gut dann bestellen Sie mir jetzt ein Taxi“, sagte Lauri grinsend und sie liefen zurück.




Chiska ...
Drummer-Queen
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...   Erstellt am 06.11.2006 - 19:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



PERFEKT! genau so muss es sein! Pauli der Gesprächige, Gemütliche und Lauri der Brummelige, der nie zuhört... so stell ich mir das gerne vor... na da bin ich doch schon arg gespannt wie der Ylö den bösen Verbrecher schnappen will!poste mal schnell weiter! und auf die Frau freu ich mich auch schon! ... Frauen können echte Biester sein, besonders in solchen Storys!




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