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...   Erstellt am 06.11.2009 - 21:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, jetzt wollt ich mal berichten, wie es meinem Schleimwein so ergangen ist.
Säure hab ich zugekippt. Mein Beitrag dazu unter dem Thema "Die Praxis der Weinherstellung / Säuremessung funktioniert nicht !?!"

Alles dünnflüssiger geworden nach der Säuerung!!!
Heute ( wollte ich schon viel früher machen ) den Mörtelrührer in das Fass ( nur noch Saft, vorher die Maische abgefiltert) und brutal durchgeknetet. Sieht jetzt viel flüssiger aus. Ich glaub, den Wein werd ich retten. Alk gestern bei 13%, heute bei 10% . Vielleicht Fehlmessung gestern, oder wars vorgestern, oder heute!!!
Egal, die Hefe lebt und ich hab grad eben nachgezuckert, aber nur vorsichtig, so etwa 100g.
Mich würd jetzt mal interessieren wie es dem Wein von mucki96 so geht. Melde dich mal!
Gruss Thomas




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...   Erstellt am 06.11.2009 - 23:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Klingt vielversprechend. Durch den Schleimgedöhns wird die Messung vermutlich nicht genauer, also lass dich davon nicht irritieren.





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...   Erstellt am 09.11.2009 - 21:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier mal wieder ein Zwischenbericht zu meinem Zwetschgenwein.
Schleim ist weg
Sieht richtig gut aus in der Probe! Tolle Farbe!
Riecht aromatisch nach Pflaumen. Ein bischen zu sauer, hab wohl zu viel Milchsäure zugesetzt. Messung steht noch aus, weil ich keine Blaulage gekauft habe sondern Jodlösung. Blaulauge ist im Anmarsch. 2 Wochen auf der Maische, eine Woche nach dem Durchschlagen mit dem Mörtelrührer ( wegen Schleim, eine äusserst effektive Methode, scheint mir) als Saftgärung. Bin sehr zufrieden.

drei Fragen dazu:

[Zur Erinnerung: Ansatz nach Rezept der HP allerdings umgerechnet auf die tatsächliche Menge.
Hefe ist abweichend dazu Bordeaux]

1) Alk-Gehalt heute, nach vorsorglichem Filtern durch einen Kaffeefilter, 15%
Wann hört das denn auf zu Blubbern alle 40 s ein Blubb! Schmeckt nur noch ein ganz wenig süss.
Hab mir eben mal ein Glas abgezogen und sehr viel Wärme im Bauch und leichte Glückseligkeitsempfindungen im Kopf erfahren (15%)
Also, wie lange kann die Hefe das durchhalten???

2) Säureempfinden ein wenig zu sauer. Verdünnung mit Wasser, oder andere Tips? Hab die HP dazu befragt! Hab daraus auf Verdünnung geschlossen.

3) Im "Abgang" ist der Wein leicht bitter. Legt sich das noch während der Lagerung?

Freu mich auf die Antworten!
Thomas

P.S. Mucki96 antwortet nicht, obwohl er die gleichen Probleme Hat(te).
Meld dich mal.

[Dieser Beitrag wurde am 09.11.2009 - 21:45 von kiloohm aktualisiert]




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...   Erstellt am 09.11.2009 - 22:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na, das ist ja ein sehr erfreuliches Ergebnis, Glückwunsch!

Versteife dich nicht auf den absoluten Vinometerwert, erstens sind die eh oft ungenau, zweitens weiß man nie wie Schleim und Co. den Messwert beeinflussen könnten.

Säureempfinden sagt nicht viel über den Säuregehalt aus sondern vor allem etwas über das Verhältnis Säure zu Restsüße. Mach erst einmal eine Säurebestimmung bevor du verdünnst. Wenn Verdünnung eine Option ist solltest du erst nach dem Verdünnen nachzuckern, je höher der Akoholgehalt desto weniger gut verträgt sich die Verdünnung mit einem sauberen Erreichen der Alkoholtoleranzgrenze. Wenn Säure und Restsüße passen wird sich hoffentlich auch die bittere Note "einsortieren" und nicht mehr stören.





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...   Erstellt am 09.11.2009 - 22:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke für die Info!
Hab das verstanden mit der Verdünnung. Oder? Mit jeder Verdünnung sinkt der Alkoholgehalt. Also hat die Hefe wieder "Spielraum", ja?
Wie ist die Erfahrung mit Bordeaux Hefe? (Vierka) Wie hoch liegt die tatsächliche Toleranzgrenze?
Das mit dem "Wärmegefühl" im Magen war schon ernst gemeint. Der Alkoholgehalt liegt "sensorisch gemessen" schon über meinem Hauswein, dem Rivaner mit 11,5%. Also trau ich m.E. schon der Alkoholmessung. Ob es nun ein oder zwei % mehr oder weniger ist, ist eigentlich irrlevant. Er liegt jeweils deutlich oberhalb von 10%. Watt iss denn nu datt zu Ende?

Der leichte Bittergeschmack resultiert doch aus den Gerbstoffen(?) der Zwetschgenschale, werden die im Laufe der Flaschenlagerung reduziert? Oder kann ich mit ein wenig Chemie das vorher regeln?
Gruss aus Lübeck
Thomas

[Dieser Beitrag wurde am 09.11.2009 - 23:17 von kiloohm aktualisiert]




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...   Erstellt am 09.11.2009 - 23:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, die Hefe hat wieder Spielraum, aber je höher der Alkoholgehalt schon war desto problematischer kann die Weitergärung sein, sprich desto höher die Gefahr einer Gärstockung.

Zu Ende ist er bei Bordeaux wahrscheinlich bei "echten" 15%. So verhält sich jedenfalls das was wir als "Bordeaux" gekauft haben.

Jeder Wein hat eine bitter-herbe Note, das schafft geschmackliche Tiefe. Aber auch die muss im Verhältnis zur Säure und zum Zucker stehen. Wenn der Restzucker zu niedrig ist brauchst du dir wegen eines bitteren Geschmacks keine Gedanken zu machen, das ist bei der Gärung nicht unnormal.

edit: ich war so frei den doppelten Beitrag zu löschen.

[Dieser Beitrag wurde am 09.11.2009 - 23:57 von Fruchtweinkeller aktualisiert]





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...   Erstellt am 09.11.2009 - 23:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke schön!
Daraus schliess ich, das es jetzt langsam vorbei ist mit dem Nachzuckern. Ich lass die Hefe jetzt mal die "Eiserne Ration aufessen", Mess die Säure, den Alkohol, zieh ab, filter, stell die Restsüsse ein, evtl die Saüre, warte die Klärung ab, helfe evtl nach, schwefel in homöpatischen Dosen, schick euch eine Flasche davon und bin glücklich . Oder hab ich was vergessen ?

Thomas

P.S.

Heute morgen haben die gestern frisch vom Baum ( bei uns hängen die Bäume noch voll!) geerntneten und gemosteten Äpfel mit dem Bordeauxstarter schön geblubbert.
ES geht Weiter!

Macht einen Sauspass hier!!!

[Dieser Beitrag wurde am 09.11.2009 - 23:51 von kiloohm aktualisiert]




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...   Erstellt am 10.11.2009 - 00:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erst Klären und ggf. Schönen, dann alles einstellen wie gewünscht und erst ganz zum Schluss sterilfiltrieren und sofort abfüllen. Je mehr Arbeitsschritte du nach der EK-Filtration durchführst, desto höher die Wahrscheinlichkeit dass du dir eine Nachgärung einfängst.

[Dieser Beitrag wurde am 10.11.2009 - 00:01 von Fruchtweinkeller aktualisiert]





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Upps, jetzt hat mein Laptop irgendeine selbstständige Aktion gestartet. War gerade beim Schreiben. Wenn das jetzt gepostet wird...... vergessen!

Danke für die Antwort. Aber, da bin ich penetrant, wieviel schafft die Bordeaux-Hefe?
Hier im Norden ist man Pionier, sozusagen Forscher.
Aber in meinem Freundes- und Kollegenkreis wächst das Interesse durch meine täglichen Lageberichte.
Verzeihung, wenn die verborgenen Weinpanscher in Schleswig-Holstein sich jetzt zurückgesetzt fühlen. Ich weiss ja leider nix von euch!!! Sorry!
Es ist kalt draussen und eigentlich Sche..e
Darum ist es gut, dass es dieses Forum gibt

[Dieser Beitrag wurde am 10.11.2009 - 00:17 von kiloohm aktualisiert]




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...   Erstellt am 10.11.2009 - 00:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fruchtweinkeller schrieb
    Zu Ende ist er bei Bordeaux wahrscheinlich bei "echten" 15%. So verhält sich jedenfalls das was wir als "Bordeaux" gekauft haben.






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