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NIESUW01 ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 17.10.2009 - 20:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo, meine 34 l Weißwein sind nun ausgegoren, in dem einen Faß messe ich 7,5 %, indem and. 8,5 % Alk. Und dies bei 85 Öchsle im Ausgangsmost. Was kann die Ursache sein ? Hatte vor 2 Tagen mal einen Winzer gefragt: der riet dringend davon ab, den Traubenmost vor der Gärung zu schwefeln, wie ich es gemacht hatte, auch nicht ein bisschen - damit schädige man unnötig die Hefe und es result. weniger Alk.
Stimmt das so oder war/ist mein kleiner Gärungsböckser dran schuld, den ich in beiden Fäßchen bekam, weil ich nicht entschleimt hatte ?
Was meint ihr soll ich nun tun ? Von der Hefe/vom Trub abziehen und nochmal mit etwas Zucker nachgären lassen ? Alk. zusetzen ? Oder ist ein Weißwein auch mit nur 8 % Alk. haltbar - insbes. wenn ich ihn vor der Abfüllung nochmal leicht nachschwefele ?
Freue mich über alle Antworten - bin, da erster Weißweinversuch, doch etwas ratlos...

Ich würde von mir aus so vorgehen: morgen vom Trub abziehen, in Fass spundvoll zum Schönen nochmal 4 Wo. stehen lassen, nachdem ich die dann rund 30 l nochmal mit 3 g Kaliumpyrosulfid nachgeschwefelt habe. Dann nochmal abziehen und auf Flaschen füllen. OK ?

Uwe

[Dieser Beitrag wurde am 17.10.2009 - 20:09 von NIESUW01 aktualisiert]





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Birgit ...
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...   Erstellt am 17.10.2009 - 20:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie schmeckt der Wein denn? Ist noch Restzucker vorhanden?

Gruß Birgit





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NIESUW01 ...
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...   Erstellt am 18.10.2009 - 11:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Birgit schrieb

    Wie schmeckt der Wein denn? Ist noch Restzucker vorhanden?

    Gruß Birgit


Hallo Birgit, der Wein schmeckt gut, man riecht und schmeckt einen winzigen Gährungsböckser (leichte nach Schwefelwasserstoff), der aber immer weniger wird. Restsüße kaum noch messbar, derzeit max. 5 Öchsle. Säure lag im Most bei 7, im Wein mom. nicht nochmal gemessen.

Grüße

Uwe





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Birgit ...
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...   Erstellt am 18.10.2009 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hast Du die Oechsle mit einer Senkspindel gemessen.
Wenn ja, dann hat der Wein noch erheblich Restzucker und Du hast eine Gärstockung. Da Du auch einen Böckser hast, denk mal über eine Belüftung nach!

Gruß Birgit





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 18.10.2009 - 12:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wir hatten einen Weißwein mit massivem Böckser (Entschleimung gespart) der technisch gesehen wunderbar gegoren hat. Ich schätze dass dein Böckser höchstens ein Symptom ist, aber keine Ursache für das Gärproblem. Wegen der Standzeit des Weißweinansatzes vor Zugabe der Hefe schwefeln wir moderart, auch das tut der Gärung keinen Abbruch. Bleiben zwei weitere Fragen offen: Welche Hefe (trocken, flüssig, Gärstarter?) hast du verwendet, wie sieht es mit Nährsalz aus?





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NIESUW01 ...
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...   Erstellt am 18.10.2009 - 14:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fruchtweinkeller schrieb

    Wir hatten einen Weißwein mit massivem Böckser (Entschleimung gespart) der technisch gesehen wunderbar gegoren hat. Ich schätze dass dein Böckser höchstens ein Symptom ist, aber keine Ursache für das Gärproblem. Wegen der Standzeit des Weißweinansatzes vor Zugabe der Hefe schwefeln wir moderart, auch das tut der Gärung keinen Abbruch. Bleiben zwei weitere Fragen offen: Welche Hefe (trocken, flüssig, Gärstarter?) hast du verwendet, wie sieht es mit Nährsalz aus?


Hallo Birgit, hallo FWK,
hatte mit Spindel gemessen, ok, wenn 5 Öchsle noch erheblich Restzucker darstellen - was wäre zu tun ?

Hatte keinen Gärtstarter, da ich da noch kein Most zur Verfüg. hatte. Mit Flüssighefe für je 100 l Most in je 17 l reingegeben, tat sich zunächst nichts. Die Gärung startete erst nach 4 Tagen, nachdem ich dann einen gut gär. Gärstarter hinzugegeben hatte, den ich vorsorgl. am Tag der Mostabpressung angesetzt hatte. Nährsalz war von Anfang an 3,5 g drin und auch Vit. B1 genau nach Anleitung.

Hab viel gelernt: Trockenhefe verw., Gärstarter frühzeitig ansetzen, Maische/Most bei sehr gut ausgelesenenen Trauben ohne jegl. Schimmel/faulen Früchten nicht schwefeln, Most nach dem Absetzen des Trubs von diesem so gut wie mögl. Abziehen, lieber bei 20 Grad statt wie ich bei 17 Grad vergären etc...

Was soll ich nun tun ?

Kann ich z.B. mit gekauftem Federweisser oder Traubensaft nochmal einen Gärstarter ansetzen, den Wein nochmal trockenverbessern (wieviel Zucker sollte ich reintun ?) und dann nochmal nachgären lassen, nachdem ich ihn von der toten Hefe/dem Trub abgezogen habe ?

Der Winzer riet mir von Bentonit-Schönung ab, sei unnötig, er meinte: bald abstechen, leicht schwefeln, spundvoll einige Wo. stehen lassen, dabei werde er ganz klar, dann nochmal vom Trub abziehen und auf Flaschen füllen.

Hab aber Angst, dass er nicht haltbar ist, da wenig Alk. und sicherl. noch weniger Säure als im Ausgangsmost...

Liebe Grüße

Uwe

[Dieser Beitrag wurde am 18.10.2009 - 14:22 von NIESUW01 aktualisiert]





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Birgit ...
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...   Erstellt am 18.10.2009 - 14:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Neue Hefe einfach in den Wein geben bringt nichts, da diese an dem vorhandenen hohen Alkoholgehalt zugrunde geht.

Bei vorhandenem Alkohol und keinem/geringem Restzucker zeigt eine Messspindel negative Oechsle an. Da bei Dir aber noch 5°Oechsle angezeigt wird muß der Restzucker noch erheblich sein. Das solltest Du allerdings auch schmecken können. Einfach von der Hefe abziehen und hoffen das die Zeit dein Problem löst, sehe ich nicht als Lösung, Du wirst eine Nachgärung bekommen, der Wein wird sich nicht klären und Du produzierst Flaschenbomben.

Ich würde ohne eine sichtbare Gärung auf keinen Fall weiteren Zucker zusetzen, erst mußt Du die Gärstockung in den Griff bekommen. Von der Hefe abziehen, ohne weitere Maßnahmen, ist allerdings auch eine sehr schlechte Idee, da das auch zu einer langwierigen Nachgärung führen kann.

Auf der HP haben wir im Kapitel Weinfehler einen Link zu dem Thema Gärstockung (mal draufklicken). Schau doch mal, ob dort eine Lösung für dich dabei ist. Eventuell mit einer Reparaturhefe.

Gruß Birgit





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...   Erstellt am 18.10.2009 - 15:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Könnten da vielleicht hauptsächlich Wildhefen am Werk gewesen sein?





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...   Erstellt am 18.10.2009 - 20:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


[Zitat=Birgit]
Neue Hefe einfach in den Wein geben bringt nichts, da diese an dem vorhandenen hohen Alkoholgehalt zugrunde geht.wollte ich so auch nicht machen, s.o.

Bei vorhandenem Alkohol und keinem/geringem Restzucker zeigt eine Messspindel negative Oechsle an. Da bei Dir aber noch 5°Oechsle angezeigt wird muß der Restzucker noch erheblich sein. Das solltest Du allerdings auch schmecken können. [color=purple]tut man auch etwas[/color]Einfach von der Hefe abziehen und hoffen das die Zeit dein Problem löst, sehe ich nicht als Lösung, Du wirst eine Nachgärung bekommen, der Wein wird sich nicht klären und Du produzierst Flaschenbomben.wollte ich so auch nicht machen, s.o.

Ich würde ohne eine sichtbare Gärung auf keinen Fall weiteren Zucker zusetzen, erst mußt Du die Gärstockung in den Griff bekommen. Von der Hefe abziehen, ohne weitere Maßnahmen, ist allerdings auch eine sehr schlechte Idee, da das auch zu einer langwierigen Nachgärung führen kann. hatte ich so auch nicht vor, s.o., wollte nachschwefeln...

Auf der HP haben wir im Kapitel Weinfehler einen Link zu dem Thema Gärstockung (mal draufklicken)hab ich nicht gefunden, auch nicht mit der Suchefunktion.... Schau doch mal, ob dort eine Lösung für dich dabei ist. Eventuell mit einer Reparaturhefe.

Gruß Birgit
[/Zitat]

Was haltet Ihr denn nun von meinen Idden ? Keiner geht drauf ein ?! Grüße Uwe





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...   Erstellt am 18.10.2009 - 21:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Thema Gärstockung findest auf der Seite Weinfehler ( klicken ) und dort sehr weit oben unter dem Link "Gärprobleme oder Was kann ich tun wenn die Gärung stockt" Dort ist ganz unten wie man einen Wein wieder zum Gären bekommt. Diese Anweisung sollte ganz genau beachtet werden.

Gruß Birgit





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