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Tanja ...
Alpha-Wölfin
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...   Erstellt am 27.04.2005 - 12:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zuverlässige Helfer auf vier Pfoten

Schüler trainieren Suchhunde in Marienau



ca Marienau. Merlin liegt verletzt im Wald. Der 14-Jährige ist in der Senke kaum auszumachen. Doch die Golden- Retriever-Hündin Lina findet den Jungen mühelos. Das Tier leitet Jule (12) von der SAR-Rettungshundestaffel Marienau mühelos zu Merlin. Das Ganze ist zwar nur eine Übung, doch Hunde und Helfer versuchen, unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Mit einem Funkgerät holt Jule Pauline (12), Meret (16), Olli (16) und Ausbilderin Sonja Schwarze (34) heran. Gemeinsam versorgen sie die vermeintlich gebrochen Beine Merlins, legen ihm wegen seines angegriffenen Kreislaufs eine Sauerstoffmaske an und tragen ihn dann aus dem Wald.
Seit Sommer vergangenen Jahres probt die SAR-Staffel für den Notfall. SAR steht für das englische safe and rescue, also sichern und retten/bergen. Dr. Helmut Schwarze leitet die Gruppe, rund 30 Personen machen mit, mehr als die Hälfte davon sind Schüler, sie arbeiten mit zwei Dutzend Hunden. Schwarze ist als Anästhesist in der Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg tätig, seine Frau Sonja unterrichtet als Lehrerin am Internat in Marienau. Noch sei die Gruppe im Aufbau, nächstes Jahr wolle sie sich einsatzbereit melden, erzählt der 43-Jährige.

Es gibt eine weitere Rettungshundestaffel im Landkreis Lüneburg, sie ist für das Rote Kreuz im Einsatz. Der Leitende Notarzt, Prof. Dr. Christian Frenkel, reagierte irritiert, als er von der SAR-Gruppe in Dahlenburg hörte: "Ich kenne das Projekt nicht. Wir setzen im Kreis auf professionelle Strukturen, und ich gehe davon aus, dass man sich in bestehende Strukturen einpasst."

Trotzdem sieht Schwarze Bedarf für seine Truppe. Denn draußen im Wald könne ein Jäger oder ein Reiter verunglücken, ein Schüler in der Wildnis verschütt gehen. "Der Rettungsdienst braucht eine gewisse Zeit, bis er beispielsweise aus Süttorf hier ist", sagt der Arzt. Die ehrenamtlichen Helfer könnten nach dem Vermissten suchen und ihn auch erstversorgen. Schwarze und seiner Frau war schnell klar: "Wir wollen mit der Schule in Marienau kooperieren. Und die Jungen und Mädchen sind begeistert bei der Sache."

Kim ist die jüngste der angehenden Helferinnen. Acht Jahre als ist das Mädchen mit dem langen Zopf. Sie übt mit Eika, einer Harzer Füchsin. Als sie über eine Leiter trippelt, alles klappt, strahlt Kim. Ihre Mutter Marina Thieme (40) sagt: "Ich bin Krankenschwester und habe öfter mitbekommen, dass sich Senioren verirrt haben, oder Kinder verschwunden waren." Um in solchen Fälle zu helfen, mache sie mit ihrer Tochter bei der Gruppe mit. Natürlich will niemand die Kleine im Ernstfall einsetzen, aber sie bildet die Hunde genauso aus wie die Großen.

Die Helfer nutzen die feine Nase ihrer vierbeinigen Freunde. Bis zu 15 000 Quadratmeter könne ein Hund binnen einer halben Stunde nach einem Opfer absuchen, berichtet Dr. Schwarze. "Es kann sein, dass ein Vermisster auf einem Baum sitzt, deshalb muss der Hund lernen, auch nach oben zu schauen." Die Witterung der Person fällt quasi nach unten, und gibt dem Hund so eine Orientierung.

Die Hunde zeigen ihren Fund auf zweierlei Weise an: Als Verbeller bleiben sie bei dem Opfer und schlagen Alarm. Schwarze nennt Nachteile: Gerade Kinder kann das lange und laute Bellen verängstigen. Zudem könne der Wind den Schall wegtragen, sodass Suchtrupps es nicht hören. Rückverweiser suchen den Vermissten und führen die Helfer nach dem Entdecken zu ihm.

Auch wenn die Schüler für den Ernstfall trainieren, wirkt ihre Arbeit mit den Tieren eher spielerisch. Sie tollen mit den Vierbeinern herum, belohnen sie mit Hundekuchen und Katzenfutter. Meret erzählt: "Ich hatte früher Angst vor Hunden. Heute macht es mir Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Und die Leute sind alle nett, es ist wie eine zweite Familie für mich."

Quelle





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Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs



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