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Molly  ...ißt nichts, was Augen hat!
   

Status: Offline Registriert seit: 24.11.2005 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 01:09 |  |
Das finde ich gut!!
Zu dünne Models dürfen in Spanien nicht auftreten!
Wird ja auch Zeit, dass jemand diese Vorbilder für Magersüchtige aus dem Verkehr zieht, leider bisher nur in Spanien.
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 16:24 |  |
Wo ist denn jetzt eigentlich die Dünnenlobby, die sich ob dieser furchtbaren Diskriminierung aufregt?
Aber Spass beiseite, ich beobachte auch schon seit einiger Zeit, daß über die Ultradürren Promis nur noch negativ berichtet wird, teilweise auch sehr harsch, zB V.Beckham oder NRicci. Und die Regelung, nur noch Models mit BMI>18 zuzulassen ist meiner Meinung nach vernünftig, da viel zu dünn genau so ungesund ist wie viel zu dick. Ich fürchte aber daß so ein 'Verbot' nicht durchzusetzen ist, denn die dünnen Models haben sich ja nicht die Modemacher 'ausgedacht', sondern sind Spiegel einer allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung. Platt gesagt: früher war reich=dick=schön, in einer Überflussgesellschaft muss sich aber niemand mehr mit einer üppigen Wampe seinen Status beweisen.
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Sunny on her way to the sunny side of life...
   

Status: Offline Registriert seit: 16.11.2005 Beiträge: 668 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 17:19 |  |
Ich finde es schon gut, wenn durch so eine Aktion das Thema in den Medien angeschoben wird gerade damit sich gerade die ganz jungen Mädchen nicht mit diesem verhungerten Look identifizieren und in ES rutschen.
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 17:58 |  |
Quod erat demonstrandum, eben gerade lief auf einem Privatsender ein Bericht über die 'neuen dürren Promis' mit sehr unvorteilhaften Bildern von Steckenbeinchen, Lollipopfiguren, knochigen Schultern, herausstehenden Rippenbogen etc. und der Bericht war alles andere als wohlwollend.
Aber eine MS sieht sich ja selber nicht so. Ich habe vor längerer Zeit mal in einem andern ES-Forum dazu gelesen, daß auch adipöse ESler ein solches falsches Selbstbild aufbauen können, nämlich daß sie sich häufig nicht für so dick halten, wie sie wirklich sind. Was sich da ganz oft wiederholt hat war zB bei Spiegelübungen der Gedanke: das bin ich nicht, so sehe ich nicht aus. In der SHG ist mir dasselbe aufgefallen, in gleichem Masse, wie zB die MS stark mit ihrem Spiegelbild beschäftigt sind, stundenlang gucken, wo noch imaginäres Fett sein könnte, wurde dort auch von den anwesenden adipösen ESlern gesagt, daß sie eigentlich immer versuchen zu vermeiden, sich ganzkörper im Spiegel anzusehen. Wir haben dort auch mal eine Übung mit Bildern gemacht, auf denen man seine eigene Körperproportion anhand von Zeichnungen ungefähr wiedergeben sollte und durch die Bank habe sich die MS als dicker aber erstaunlicherweise die BEDler dünner als in Realität dargestellt. Ich auch btw. 
Kennt Ihr sowas auch?
[Dieser Beitrag wurde am 18.09.2006 - 18:05 von Holly aktualisiert]
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Nora  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2006 Beiträge: 414 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 22:34 |  |
Aber ja! Das kenne ich auch; ich wurde jetzt beim Arzt nicht nur vermessen sondern auch fotografiert (zu allem Überfluss habe ich auch noch eine komische Fettkrankheit...morbus irgendwas).
Die Helferin hat dann die Fotos am PC kontrolliert ob sie was geworden sind und ich bin fast tot umgefallen 
So mit Blitzlicht vor einem dunklen Tuch aufgenommen sah das schon schlimm aus 
So habe ich mich definitiv vorher nicht gesehen! Wahrscheinlich habe ich es inzwischen auch schon wieder verdrängt so auszusehen. Ich denke, dass ist eine Art Selbstschutz, weil man es sonst gar nicht aushalten würde sich so zu zeigen 
Signatur Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 19.09.2006 - 17:04 |  |
@Nora

Und ich denke nicht, daß das 'nur' an irgendwelchen aufgepflanzten Schöhnheitsidealen liegt. Und wie kann man irgendjemandem vorwerfen, daß er/sie sich doch auch 'so' schön finden 'muss' und wer das nicht tut, mit dem stimmt irgendwas nicht, der ist nur angepasst etcpp...?!?!
Was mir noch eingefallen ist: eine Teilnehmerin der SHG hat auch gesagt, daß sie dauernd blaue Flecken hätte oder die Leute anrempeln würde, weil sie sich über ihre Ausmasse gar nicht bewusst ist und das immer falsch einschätzt. Ein häufig wiederkehrendes Muster ist auch das Vermeiden, fotografiert zu werden, oder bei Gruppenfotos immer dezent im Hintergrund zu bleiben, sich schnell ein Kleidungsstück umzuwickeln etc.
[Dieser Beitrag wurde am 19.09.2006 - 17:13 von Holly aktualisiert]
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Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 884 Nachricht senden | Erstellt am 20.09.2006 - 00:43 |  |
Nora, das ist natürlich eine harte Erfahrung so drastisch mit der Realität konfrontiert zu werden 
Ich denke mit Deiner Vermutung, dass der Selbstschutz einsetzt, liegst Du richtig.
In meiner übergewichtigen Zeit habe ich definitiv das Ausmass meines Übergewichtes ausgeblendet, um mich damit nicht auseinandersetzen zu müssen.
Das Gefühl, sich mit Freude im Spiegel ansehen zu können ist erst sehr langsam gekommen, auch nachdem ich abgenommen hatte.
@ Holly...das sehe ich auch so. Es hat nichts mit Angepaßtheit zu tun, wenn man einen misshandelten Körper, der auch so aussieht, nicht schön findet.
Weibliche Formen finde ich schön, wenn die Üppigkeit keine krankhaften Formen annimmt. Witzigerweise werden diese weiblichen Formen (à la Marilyn Monroe oder auch den Grazien aus der Dove-Werbung) oft von denen in Anspruch genommen, die weit von Gr. 40-44 entfernt sind sondern eher bei Gr. 56-60 liegen.
Und zwischen weiblichen Formen in einem gesunden Körper und krankhafter Adipositas Grad III liegen dann eben doch Welten 
Um den Bogen zum Ausgangsthema zurückzuschlagen: ich finde es gut, wenn da tatsächlich ein Umdenken auch in der Modewelt stattfindet, denn Magersüchtige sind ebenso wenig ein Vorbild wie hochgradig adipöse Menschen. Und deswegen sollten sie auch nicht die Medien dominieren, um von Kindern und Jugendlichen als Vorbild gesehen zu werden.
Signatur Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich ) |
Nora  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2006 Beiträge: 414 Nachricht senden | Erstellt am 20.09.2006 - 06:28 |  |
Ich meine, schön ist der, der innen und außen im Gleichgewicht ist. Davon bin ich meilenweit entfernt.
Ich glaube auch nicht, dass das was mit angepaßt oder mangelnder Selbstakzeptanz zu tun hat, wenn ich einen zerdellten, dicken Körper nicht schön finde.
Nach der chinesischen Medizin ist ein Körper im Ungleichgewicht, wenn er zuviel Fett mit sich herumschleppen muss, egal wieviel Sport der Dicke macht. Dieses ich bin fett aber fit nervt mich auch. Wer mir erzählen will, dass er mit 120, 130 kg oder noch mehr gesund und fit ist, der kann sich jemand anderen für seine Märchenstunde suchen 
Es war schon richtig, dass ich mich so ungeschönt gesehen habe. So sehe ich nun aus und jetzt muss ich sehen, was ich damit mache.
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(Ulrich F. Heidenreich in dang)
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Ulli Glühwürmchen vom Dienst :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 711 Nachricht senden | Erstellt am 20.09.2006 - 06:37 |  |
Finde ich gut, dass Du das so klar siehst, Nora 
Da können sich die, die hinten abräumen, was sie vorne aufbauen ( ) noch eine Scheibe von abschneiden.
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 20.09.2006 - 16:11 |  |
@Nora, womit wir ja wieder bei den Verdrängungsmechanismen wären.
Ich finde beide Seiten bedenklich, die ihr jeweiliges krankhaftes Unter- oder Übergewicht als eine Art Lebensphilosopie oder individuelle Note oder unabänderlicher Eigenschaft ihres Körpers verkaufen wollen, heftig jede Art der gesundheitlichen Risiken ignorierend.
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