| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  |
ganzrum 

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 44 Nachricht senden | Erstellt am 08.10.2007 - 18:01 |  |
Hallo liebe Mitglieder,
bestimmt gibt es auf meine Anfragen viele nützliche Tipps.
1. Worauf ist beim Kauf in USA besonders zu achten?
2. Wie finde ich zuverlässig einen Sachverständigen?
3. Kennt jemand die besonderen Schwachstellen der Endeavour, Morgan oder Pearson?
4. Wann brauche ich das CE Prüfzeichen und kann ich es irgendwie umgehen?
Werde mittelfristig eine Yacht kaufen, der momentane Wechselkurs macht die USA natürlich höchst interessant.
Vielen Dank für eure Antworten
Signatur ciao ganzrum
Prioritäten setzen heißt auswählen was liegen bleibt |
Pilot 

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 08.10.2007 - 19:51 |  |
Ein gutes Angebot an Yachten kann man auf www.boats.com einsehen.
Ein konzentriertes Angebot ist in Florida, besonders in Ft. Lauderdale vorhanden. erleichtert das Besichtigen der Yachten.
Das gute für den Käufer ist, dass er keine Brokerfee bezahlen muss, sondern der Verkäufer!
Salestax kann man vermeiden, wenn man (geht nur über einen broker)ein Affidavit (Art Sonder-cruising permit) beantragt. Dann muss innerhalb von 90 Tagen nach Kauf das Boot die USA verlassen haben.
Sachverständige gibt es jede Menge. Die Kosten trägt der Käufer. In Ft. Lauderdale kenne ich einen sehr guten , welcher mich vor einem Fehlkauf bewahrt hat.
Schwachstellen könnte ich nur bei MORGAN beschreiben. Hier kann nur die MORGAN 41 CLASSIC (neueres, letztgebautes Modell) empfohlen werden. Hatten dieses Schiff für 13 Jahre, waren sehr zufrieden. Wiederverkaufswert war sehr gut.
Wie meinst Du das mit CE Prüfzeichen?
[Dieser Beitrag wurde am 08.10.2007 - 19:52 von Pilot aktualisiert]
Signatur Segeln ist wie Fliegen, nur nicht so schnell!
http://www.sailblogs.com/member/cat-relax/ |
mclaus 

Status: Offline Registriert seit: 10.04.2007 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 08.10.2007 - 23:02 |  |
Eigentlich ist es wie in Deutschland, die Yachten sind nur anders ausgeruestet, dh mehr Elektrik wie Klimaanlage (aber keine Heizung), Wassermacher, Kuehlschrank und Tiefkuehlschrank, Mikrowelle, Dusche - alles sehr schoen aber auch arbeitsintensiv, wenn man es selber in Schuss haleten will.
Sachverstaendige, wie Pilot schon sagt, gibt es viele, alle organisiert und sehr zuverlaessig. Ich habe vor 2 Jahren eine Moody 41 gekauft und der Sachverstaendige war excellent. Kosten ca $ 25,00 per Fuss plus Hauling an Land ca $ 250.00. Musst Du alles bezahlen.
Sales Tax ist 7%, wenn man das Boot nicht ausfuehrt. Die deutschen Yachten, die in meiner Naehe ankern (Miami), besorgen sich das Cruising Permit alle selber. Wenn es ablaeuft gehen sie fuer 10 Tage in die Bahamas und beantragen neu. Ich lebe in Miami und fahre unter US Flagge, koennte das aber geneauer in Erfahrung bringen, wenn Du willst.
Zu den Yachten kann ich wenig sagen, haben eigentlich alle einen guten Ruf.
Signatur fair winds and following seas
Michael
SY "Sail La Vie"
TO-Stuetzpunkt Miami, Florida |
Pilot 

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 08.10.2007 - 23:11 |  |
mclaus schrieb
Sales Tax ist 7%, wenn man das Boot nicht ausfuehrt. Die deutschen Yachten, die in meiner Naehe ankern (Miami), besorgen sich das Cruising Permit alle selber.
|
7% saletax ist correct. Wenn ich diese vermeiden will, MUSS ich das Boot ausführen oder kann ein OFF-Shore closing machen. (mit Lawyer, etc)
Zum Ausführen der Yacht brauchst Du aber das "affidavit". Das bekommt man nur über einen Broker oder Bootshändler. Ich rede hier nicht vom "normalen" cruising permit! Klar, dass kann sich jeder selbst besorgen.
Habe das Verfahren gerade hinter mir und muss demnächst das Schiff ausführen.
Signatur Segeln ist wie Fliegen, nur nicht so schnell!
http://www.sailblogs.com/member/cat-relax/ |
ganzrum 

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 44 Nachricht senden | Erstellt am 10.10.2007 - 18:08 |  |
vielen Dank!
habe irgendwo im Hinterkopf, dass Schiffe ab einem bestimmten Baujahr? wenn sie nach D (EU?) eingeführt werden, eine Baumusterprüfung (CE?) haben müssen.Falls ich mein Schiff unter D Flagge segeln will, muss ich es doch zwangsläufig "einführen" oder?
Wie lange dauert denn etwa die Kaufabwicklung bis ich als Eigentümer von USA z.B nach Karibik segeln kann?
Und wie komme ich dann zu meiner D Flagge?
Viele Fragezeichen, vielen Dank für euere Mühe
Signatur ciao ganzrum
Prioritäten setzen heißt auswählen was liegen bleibt |
Pilot 

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 10.10.2007 - 22:47 |  |
Wenn Du dein Schiff in die EU einführen willst, hat dies steuerliche Aspekte.
Kaufst Du das Schiff in den USA, führst es aus (Bahamas z.B), schickst der US IRS den Nachweis der Ausfuhr (Official Entry papers für Bahamas,z.B.)
Vorher meldest Du das Schiff (z.B.)beim Schiffsregister Hamburg an. Damit hast Du die Berechtigung, die Deutsche Flagge zu führen.
Dann kannst Du später wieder in die USA einreisen, cruising permit beantragen (Gültigkeit ein Jahr)und von dort nach Kanada.
Über Kanada kann ich Dir aber bezgl Schiife nichts, aber auch gar nichts sagen.
Der Dollarkurs ist schon sehr verführerisch!!
Edit weg.: Dauer der Abwicklung
ist vom Einzelfall abhängig, ich würde mal bis Erhalt "Bill of sale", Abwicklung Deutsches Schiffregister usw. ca. 4 Wochen einplanen.
Alle Klarheiten beseitigt?
[Dieser Beitrag wurde am 10.10.2007 - 22:50 von Pilot aktualisiert]
Signatur Segeln ist wie Fliegen, nur nicht so schnell!
http://www.sailblogs.com/member/cat-relax/ |
Paul09131

Status: Offline Registriert seit: 30.10.2007 Beiträge: 19 Nachricht senden | Erstellt am 13.11.2007 - 17:04 |  |
Yachtkauf in USA ist derzeit sicher verlockend...
Aber ich hörte mal, dass man Yachten, wenn man sie dann später in die EU einführt komplett versteuern muss? Ich bilde mir ein, dass sogar nicht nur unbedingt die Höhe des Kaufpreises sondern der Zeitwert oder sogar der Neuwert versteuert werden muss? Und das wird dann meistens wohl nicht ganz billig.
Wobei ich jetzt nicht weiss, ob man die Steuer immer zahlen muss, oder erst wenn man beabsichtigt das Ding wieder zu verkaufen.
Weiss da wer genaueres?
viele Grüße
Paul
|
TomBerger

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2005 Beiträge: 243 Nachricht senden | Erstellt am 13.11.2007 - 23:14 |  |
Paul09131 schrieb
Ich bilde mir ein, dass sogar nicht nur unbedingt die Höhe des Kaufpreises sondern der Zeitwert oder sogar der Neuwert versteuert werden muss? Und das wird dann meistens wohl nicht ganz billig.
|
Es wird natürlich nur der Kaufpreis zzgl Versandkosten und Zoll versteuert, und der Kaufpreis, den Du bezahlst, ist hoffentlich nicht höher als der Zeitwert. Kommt den Zöllnern der Kaufpreis zu niedrig vor, dann kann es schon passieren, dass sie Deine Belege für den Kaufpreis als unglaubwürdig ablehnen und den Zeitwert schätzen, und dann natürlich Zoll und Steuern auf den Schätzwert erheben. Dagegen kannst Du Dich dann gerichtlich wehren, wenn Du glaubst, Deinen niedrigeren Kaufpreis vor Gericht glaubhaft machen zu können. Beim Kauf eines Schnäppchens sollte man also den Kaufvertrag und die Bezhalung in den USA beim Notar bestätigen lassen (in jeder Bankfiliale sitzt dort einer), und am besten gleich noch beim deutschen Konsulat beglaubigen lassen - dann kann keiner mehr den niedrigen Kaufpreis anzweifeln.
Zoll und Einfuhrumsatzsteuer musst Du im ersten Hafen der EU bezahlen, den Du anläufst, und zwar mit dem dort geltenden MwSt-Satz. Bei einer Überführung aus den USA ist das wohl meist auf den Azoren, wo es zumindest bis vor einiger Zeit noch einen ermäßigten MWSt-Satz gab.
Tom
|
primo 

Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 30.06.2008 - 16:05 |  |
Zitat von Mcclaus:die (Ami-)Yachten sind nur anders ausgeruestet, dh mehr Elektrik wie Klimaanlage (aber keine Heizung), Wassermacher, Kuehlschrank und Tiefkuehlschrank, Mikrowelle, Dusche - alles sehr schoen aber auch arbeitsintensiv, wenn man es selber in Schuss haleten will.................
Meine Frage: Gibt es auch Yachten "drüben" ohne den ganzen o. g. Schnickschnack??
Mein Motto lautet nämlich: Was du nicht an Bord hast, kann auch nicht kaputt gehen.
Danke
|
mclaus 

Status: Offline Registriert seit: 10.04.2007 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 30.06.2008 - 21:54 |  |
Hallo Primo,
natuerlich gibt's auch Yachten ohne diesen Schnickschnack, nur selten ueber 40'. Man kann Dinge, die man nicht braucht ja auch ausbauen, recht problemlos. Ausbauen ist einfacher als einbauen....Hab ich mit meinem 'Wassermacher" gemacht und ne Menge zusaetzlichen Stauraum dabei erhalten. Man kann sich aber auch an "Sachen" gewoehnen, sogar alte Nordsee-Segler wie ich. Da man zumindest hier im Sueden der USA, in den Bahamas und Karibik ueberwiegend ankert, sind Dinge wie Duschen, Kuehlschrank usw sehr praktisch. Mit 3 grossen Solarzellen an Bord brauch man auch eigentlich keinen Generator, obwohl auch der sehr praktisch ist.
Ist immer Alles ne Frage, was man mit dem Boot machen will und welche Reviere man ansteuern will.
Michael
Signatur fair winds and following seas
Michael
SY "Sail La Vie"
TO-Stuetzpunkt Miami, Florida |