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Unerfahrener

Status: Offline Registriert seit: 25.06.2008 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 25.06.2008 - 20:21 |  |
Hallo,
ich überlege mir eine eigene Yacht zuzulegen.
Dabei habe ich in verschiedenen Foren interessante Yachten in Amerika gesehen.
Dabei bin ich mir aber nicht sicher ob ich mir die näher ansehen soll.
Was ist z.B. wenn irgendetwas von den Geräten kaputt geht. Radar, Logge usw. Habe ich dann hier Probleme mit Ersatzteilen?
Was ist mit der Versteuerung? Bekomme ich dort die Mehrwertsteuer erstattet? Oder muss ich auf den Preis hier noch weitere Steuern zahlen?
Hoffe ich habe mich einigermassen verständlich ausgedrückt. Danke für jede Info
Dieter
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Pilot 

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 27.06.2008 - 22:10 |  |
Schau mal in dieses posting, vielleicht findest Du da was für dich?
http://www.razyboard.com/system/morethr … 013-0.html
Signatur Segeln ist wie Fliegen, nur nicht so schnell!
http://www.sailblogs.com/member/cat-relax/ |
mclaus 

Status: Offline Registriert seit: 10.04.2007 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 30.06.2008 - 21:44 |  |
Moin,
mit dem starken Euro ist der Markt hier in den USA sicher interessant, denn es gibt viele (und gute) Gebrauchtboote. Kuerzlich hat sich ein anderes TO Mitglied hier in Florida ein 37' Yacht gekauft und ist derzeit unterwegs nach Europa.
In Florida muss man 6% sales tax zahlen. Wenn man dann die Yacht nach Europa segelt ist natuerlich MWST faellig. Wenn man innerhalb von 4 Wochen USA verlaesst, braucht man das Boot nicht zu registrieren und daher auch keine Sales Tax zahlen.
In der heutigen Internet-Zeit sind Ersatzteile kein Problem. Ich bestelle mir auch Dinge in England und Deutschland und die werden hierher geschickt - das funktioniert auch andersrum. Da wuerde ich mir keine grossen Gedanken machen.
Melde Dich bei mir in Miami, wenn Du mehr Fragen hast.
Signatur fair winds and following seas
Michael
SY "Sail La Vie"
TO-Stuetzpunkt Miami, Florida |
Unerfahrener

Status: Offline Registriert seit: 25.06.2008 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 02.07.2008 - 11:03 |  |
Hallo,
danke Euch beiden für die Info.
Melde mich zu gegebener Zeit wieder.
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futti0 

Status: Offline Registriert seit: 03.07.2008 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 03.07.2008 - 16:14 |  |
Hallo Leute,
komme gerade aus Florida zurück. Wir wollten ein solches Schiff überführen. Ein 28 Jahre altes Ding das der Eigner vor zwei Jahren, wahrscheinlich zu einem Schnäppchenpreis, gekauft hat. Das Schiff stand an Land und der Ablauf des Cockpits war verstopft, sodass Regen wasser in das Schiff gelaufen ist. Der Motor stand ne gute Zeit im Wasser. Der Eigner und ich können von der Mechanik bis zur Elektrik alles selbst machen und wir dachten das wäre zu schaffen. 6-7 Tage a 10 Stunden an Land repariert und den rest dann noch unterwegs. Von undichten Tanks, undichten Seeventielen, defekter Motor, defekter Anlasser, defekte Elektrik bis hin zu undichten Fenster und Toilette blieb uns wirklich nichts erspart. Mal ganz abgesehen von der Ersatzteilversorgung unter Zeitdruck in den USA Abenteuer pur kann ich nur sagen.
Ich persönlich werde diesem Trip, bei dem wir kurz vor den Bermudas wieder umgedreht sind, nicht so schnell vergessen. Nur was für technisch versierte oder absolute Profis, die sich auskennen. Alle anderen bitte Finger davon lassen. Ich meine es nur wirklich gut mit euch. Ihr öffnet ein Fass ohne Boden.
Natürich muss man auch das Alter des Bootes berücksichtigen. Wäre mit einem 5 Jahre alten Schiff wohl nicht passiert.
Signatur und immer eine Handbreit Bier im Glas |
triniandy 

Status: Offline Registriert seit: 11.05.2006 Beiträge: 108 Nachricht senden | Erstellt am 03.07.2008 - 20:06 |  |
Leute,
wenn man ein so altes Boot kauft, ist davon auszugehen, dass ausser dem Rumpf, Teilen des Riggs und den Einbaumoebeln im Prinzip alle Systeme ueberholungsreif sind. Motor, Generator, Elektrik, Navigationsgeraete etc etc sind, wenn ueberhaupt noch funktionsfaehig, normalerweise unzuverlaessig und sollten ersetzt werden.
In Amerika nennt man das ein "complete refit".
Will man also ein Boot hohen Alters kaufen, muss man darauf achten, dass ein solches "complete refit" bereits durchgefuehrt wurde, wer das gemacht hat, was exakt gemacht wurde und am besten laesst man das ganze von einem Surveyor untersuchen und bescheinigen.
Will man "ein Schnaeppchen" kaufen, muss man davon ausgehen, dass man alle diese Arbeiten selbst veranlassen oder durchfuehren muss, was natuerlich mit sehr erheblichen Kosten verbunden ist, die meist das mehrfache des Kaufpreises betragen.
Ausserdem sind fuer ein complete refit mehrere Monate an Zeit fuer Materialbeschaffung und Durchfuehrung der Jobs einzuplanen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Man kann nicht erwarten, dass ein Boot, das urspruenglich einmal hunderttausende von US$ gekostet hat, heute fuer kleines Geld in segelfertigem Zustand dasteht.
Das tut es in keinem Fall, und man wird IMMER viel mehr Geld ausgeben, als man urspruenglich geplant hat und IMMER noch mehr defekte Dinge finden, an die man vorher nicht gedacht hat.
Trotzdem viel Erfolg wuenscht
Andy
Signatur Andreas "Andy" Kretzschmar
Trans Ocean e.V., Trinidad W.I.
ELECTROPICS Marine Services Ltd.
Chaguaramas, Trinidad |
Pilot 

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 04.07.2008 - 15:14 |  |
Wenn der Eigner das Schiff zwei Jahre ohne Betreuung stehen lässt, hat JEDES Schiff danach so seine probleme!
Auch wenn es sich um ein altes Schiff handelt (oder gerade deswegen!), würde ich immer einen Surveyer (Gutachter) vor Erwerb einschalten.
Das hat mich letztes Mal vor einem Fehlkauf bewahrt!
Die angesprochene Problematik hat aber nun wirklich NICHTS mit dem amerikanischen Markt als solchen zutun.
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http://www.sailblogs.com/member/cat-relax/ |
Torsten 

Status: Offline Registriert seit: 13.01.2006 Beiträge: 87 Nachricht senden | Erstellt am 06.07.2008 - 19:30 |  |
In den USA gibt es das beruehmte "TLC needed". Woertlich bedeutet die "tender loving care needed" - meist jedoch ist ein umfangreiches Refit noetig.
Auch ein Gutachter kann hier manchmal nicht helfen: Ich hatte mich fuer ein Boot in den USA interessiert und hatte schliesslich einen anerkannten Gutachter beauftragt sich das Boot anzuschauen und mir einen kurzen Report zu schicken. Kein komplettes Gutachten, sondern ich hatte konkrete Aussagen vom Verkaeufer die ich vom Gutachter bestaetigt haben wollte.
Nachdem die Aussagen des Gutachters positiv waren bin ich also ruebergeflogen ium mir das Boot selbst im Beisein des Gutachters anzuschauen. Nach 10 Minuten hat er sich zutiefst entschuldigt ...
Schliesslich sind wir dann noch einen ganzen Tag durch die Gegend gefahren und haben uns andere Boote angeschaut. Auf eine Bezahlung hat er verzichtet ...
Schliesslich habe ich mein Boot dann in der Tuerkei von einem Deutschen gekauft.
Mein Fazit: Boote in den USA sind guenstig, allerdings haben die Amis ein anderes Verhaeltnis zur Pflege. Gut gepflegte Boote sind auch in den Staaten nicht mehr so guenstig. Aber man kann es immer versuchen.
Torsten
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Aloha

Status: Offline Registriert seit: 24.07.2008 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 27.07.2008 - 11:53 |  |
Hallo,
wie so viele unterliege auch ich gerade den Verlockungen des Dollar Kurses und durchstöbere den US Markt. Ich hab hier schon viele Antworten gefunden - dafür Danke!
Eines jedoch ist mir weiter unklar - wie sieht das jetzt genau mit dem CE Zeichen aus? Sagen wir bei einer Yacht ab 1984 und jünger. Was genau muss beachtet werden bei der EU Einfuhr? Geht eine Einfuhr ohne CE? Zu diesem Thema hab ich die verschiedensten Infos gefunden, leider konnte mir niemand verbindlich Auskunft geben.
Vielleicht kann mir auch noch jemand genaue Tipps zur EU Einfuhr auf den Azoren geben. Wie ist da das Prozedere? Welche Steuersätze werden fällig?
Bin dankbar für jede Info
Guido (noch ohne SY 
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mclaus 

Status: Offline Registriert seit: 10.04.2007 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 30.07.2008 - 00:04 |  |
Nochmals und eigentlich nur zur Klarstellung. DIE amerikanische Yacht, und DEN amerikanischen Skipper gibt es genauso wenig hier, wie es ihn/sie in Deutschland gibt. Ich hab mir sehr viele Yachten angeschaut, bevor ich meine Moody letztendlich genommen habe und 90% waren top. Man sollte allerdings immer vorsichtig sein und das Schiff aus dem Wasser holen und einen Sachverstaendingen dabei haben. Je weniger man ausgibt, desto mehr muss man selber machen/instand setzen. Darauf hat der tiefe Dollar Kurs keinen Einfluss, man kann halt bloss guenstiger kaufen als noch vor ein paar Jahren.
Zur EU Einfuhr kann ich leider nichts sagen..
Signatur fair winds and following seas
Michael
SY "Sail La Vie"
TO-Stuetzpunkt Miami, Florida |