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| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  | Rostbraetl  XL-Member
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2006 Beiträge: 137 Nachricht senden | Erstellt am 24.08.2007 - 12:35 |  |
Hallo,
beim Surfen entdeckt:
Weser Kurier
Hier der Text:
Hirche träumt von ICE-Halt in der Heide
Wirtschaftsminister will alter Amerika-Linie neues Leben einhauchen / Vorschlag löst geteiltes Echo aus
Von unserem Korrespondenten
Peter Mlodoch
HANNOVER. Die superschnellen ICE auf der geplanten Y-Trasse zwischen Hannover, Bremen und Hamburg sollen auch mitten in der Lüneburger Heide halten. Das hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) vorgeschlagen. Und ihm schwebt noch mehr vor: Aus diesem Bahnhof am Kreuzpunkt der alten Amerika-Linie Bremen-Uelzen-Berlin könnte eine neue attraktive Stadt wachsen.Ein Knotenpunkt locke Wirtschaftsunternehmen an und verhindere den Wegzug junger Leute, ist sich Hirche sicher. "Wo sich Verkehrswege kreuzen, sind in den vergangenen Jahrhunderten ganze Städte entstanden", meinte der Minister und verwies als Beispiel auf den Mittellandkanal, von dem heute ganz Niedersachsen profitiere.Und so könne ein ICE-Halt auch aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel und der gesamten Heide eine aufstrebende Boom-Region machen. "Wir dürfen den Menschen dort nicht nur Belastungen aufdrücken, wir müssen ihnen auch neue Chancen eröffnen."Die künftige Y-Trasse für superschnellen Personenverkehr soll die Städte Hannover, Bremen und Hamburg verbinden. Die Pläne sehen derzeit vor, dass die Strecke Richtung Bremen westlich von Visselhövede (Kreis Rotenburg) auf die alte, nicht mehr genutzte Amerika-Linie trifft. Auch diese Strecke durch die Heide nach Uelzen will der Wirtschaftsminister wiederbeleben. Die ersten Züge könnten ab 2015 rollen, hofft Hirche. Laut Bahn AG ist bislang aber kein Haltepunkt in der Heide vorgesehen.In den potenziellen Knoten-Orten löste der Vorschlag verhaltenen Beifall aus. Das werte auf jeden Fall die Heide-Region auf, meinte Soltaus Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf (SPD). Ein solcher Bahnhof könne mehr Touristen in die Region locken. "Die bisherige Y-Trassen-Planung hätte für uns nur Nachteile gehabt", sagte die Bürgermeisterin der 10 600-Einwohner-Stadt Visselhövede, Franka Strehse (SPD). "Von einer Ertüchtigung der Amerika-Linie könnte die Stadt dagegen profitieren." Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund begrüßte die Idee prinzipiell. Es seien aber noch zahlreiche Details zu klären. Lob kam auch vom Koalitionspartner. "Das ist wichtig für die Infrastruktur in der Heide", sagte CDU-Parlamentsgeschäftsführer Bernd Athusmann.Spötter sprachen dagegen von "Hirche-City in der Heide". Der Vorschlag sei völlig absurd, kritisierte SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner. Für einen Halt gebe es weder Bedarf noch Fahrgäste. "Der Minister hat sich nicht nur weit aus dem Fenster gelehnt, er ist bereits unten aufgeschlagen." Skeptiker verweisen auf die hohen Kosten für einen ICE-Bahnhof; außerdem würde der zusätzliche Stopp die Züge abbremsen und so den Vorteil der Y-Trasse wieder zunichte machen. Negativbeispiel ist für sie die Schnellbahn-Verbindung zwischen Köln und Frankfurt, bei der auf Druck von Kommunalpolitikern zwei Bahnhöfe - in Montabaur für 14 Millionen Euro und in Limburg für rund 20 Millionen Euro - errichtet werden mussten.Hirche verteidigte seine Idee gegen die Widerstände. "Man muss bereit sein, einen Stein ins Wasser zu werfen, auch wenn es spritzt."
Interessant wäre die Idee. Einen zusätzlichen ICE Halt sehe ich aber als Mumpitz an.
Eventuell ein RE 200 der Hannover - Soltau - Hamburg fährt und an mehreren Punkten hält. Wie auf der NBS in Bayern.
Grüße
[Dieser Beitrag wurde am 24.08.2007 - 13:05 von Rostbraetl aktualisiert]
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delegatic  Administrator
              

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 5016 Nachricht senden | Erstellt am 24.08.2007 - 13:10 |  |
Ähnliche Überlegungen gab es von 15 Jahren auch schon in Bezug auf Uelzen. Die "Vorkriegsbedeutung" sollte wieder erlangt werden ..... schaun mer mal!
Signatur Grüße an alle T3 Fans: "Keep on rolling"! | 39070 XL-Member
    

Status: Offline Registriert seit: 04.06.2005 Beiträge: 202 Nachricht senden | Erstellt am 26.08.2007 - 15:06 |  |
...solange der SPNV zwischen Soltau und LG wieder aufgenommen wird soll mir auch ein Transrapid-Bahnhof in Soltau recht sein. 
Da kursieren ja derzeit Gerüchte, man glaubt es kaum....
vG,
Carsten
| StefanK S-Member
 

Status: Offline Registriert seit: 20.04.2005 Beiträge: 48 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2007 - 14:01 |  |
Die Diskussion ist genau so schnell wieder verstummt, wie sie aufgekommen ist. Hier scheint es sich wohl mehr um Stoff für das Sommerloch gehandelt zu haben, als um tatsächliche Planungen.
Mal ehrlich, bringt ein ICE Haltepunkt mitten in der Heide tatsächlich einen Aufschwung für die Region (nicht während der Bauphase, sondern danach)? Welche Art an Industrie soll sich denn dort in Zukunft ansiedeln? Es geht doch hier um Personenverkehr, nicht um die Schaffung von einer neuen Verkehrsader für den Güterverkehr. Soll aus Soltau ein südländisches Feriendomiziel entstehen, wo die Touristen im Stundentakt kommen und gehen?
| Ameisenbaer XXXL-Member
      

Status: Offline Registriert seit: 28.03.2005 Beiträge: 577 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2007 - 15:35 |  |
Einen politisch bedingten ICE-Halt in Soltau wird sich die Deutsche Bahn sicherlich nicht aufdrängen lassen, weil sie anderenorts damit keine guten Erfahrungen gemacht hat.
Eine vergleichbare Situation besteht in Montabaur und Limburg/Lahn an der Strecke Frankfurt - Köln: Hier haben die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz regionale ICE-Bahnhöfe durchgesetzt, an denen außerhalb der Pendlerzeiten praktisch kein Mensch ein- oder aussteigt. Zudem blockieren die Kurzstrecken-Pendler in den überbelegten ICE vielfach Reservierungsmöglichkeiten auf der Fernstrecke, weil morgens oder abends das wichtige Teilstück um Frankfurt ‘durchreserviert‘ ist.
Alternativ könnte man über eine bessere Lösung nachdenken, wie sie auf der ICE-Strecke Nürnberg - München realisiert wurde: Hier wurden Zwischenbahnhöfe für den 200 km/h schnellen RE der DB-Regio mit renovierten IC-Wagen geschaffen, der im Gegensatz zum ICE auch in Kinding oder Allersberg (Rothsee) hält. Diese RE-Züge werden hervorragend angenommen und fahren inzwischen mit maximaler Auslastung.
Das RE-Konzept auf der ICE-Strecke wurde weitgehend vom Freistaat Bayern finanziert - und warum sollte das in Niedersachsen nicht auch funktionieren? Vielleicht kommt die niedersächsische Landesregierung dann mal von ihrem parteiübergreifenden Autowahn runter. In Bayern ist übrigens der Bahnhof Audi-Ingolstadt Nord einer der am besten genutzten Zughalte.
| delegatic  Administrator
              

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 5016 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2007 - 16:06 |  |
Prima Idee, aber die Zahlen im PV erreichen weder Soltau noch Uelzen!
Selbst wenn die Amerikalinie durchgehend zweigleisig ausgebaut würde, glaube ich nicht einmal an ICE-Halte in Uelzen - außer vielleicht in den extremen Tagesrandlagen.
Signatur Grüße an alle T3 Fans: "Keep on rolling"! | Rostbraetl  XL-Member
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2006 Beiträge: 137 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2007 - 20:55 |  |
Hallo,
genau genommen ist der RE 200 nichts anderes, wie der IR früher.
200 wird gefahren, damit der schnellere ICE nicht ausgebremst wird.
Dieser Zug besteht meines Wissens aus normalen Bpmz und Bpmbdfz und einem Bvmz der zu einem ABvmz mutierte.
Ich weiss nicht, was alles genau verändert wurde, aber viel ist es wohl nicht gewesen. Es waren also modernisierte IC Wagen, die umlackiert wurden.
In Frankreich fährt ähnliches von Mulhuse nach Strassbourg.
Auf der Strecke F-K ist es im Grunde ein RE 300.
Ich nutze die Strecke auch von Zeit zu Zeit und bin erstaunt, wieviele Menschen in Limburg und Montabauer aus und ein steigen. Trotzdem ist es ganz schön verschwenderisch.
Der grösste Zeitfresser ist aber die Fahrt durch Köln.
Heruntergebrochen auf Niedersachsen wäre eine Verbindung aus dem LK SFA nach HB, HH und H (hier jetzt mal die Kfz Kennzeichen) interessant für Pendler. Aber wirklich nur mit einem RE 200.
Ich könnte mir ein grösses Potential vorstellen.
Von UE und CE nach H und HH ist das Angebot ausreichend. Der Metronom zeigt, wie man Fahrgäste gewinnt. Eine moderne Flotte ist viel Wert. So müsste auch ein RE 200 verkehren.
Die Verbindung von Bremen über SFA, mit Munster nach UE und weiter kann ich nicht beurteilen. Vielleicht fehlt dort aber auch nur das richtige Konzept mit einem integriertem Taktfahrplan.
Insgesamt muss aber etwas getan werden. Auch mit der Amerikalinie wird viel zu lange gewartet.
120 km/h ist auch etwas mager. 160km/h sollten es schon sein.
Grüße
| Rostbraetl  XL-Member
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2006 Beiträge: 137 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2007 - 20:55 |  |
Hallo,
uups, zu oft geklickt?
[Dieser Beitrag wurde am 04.09.2007 - 23:13 von Rostbraetl aktualisiert]
| Ameisenbaer XXXL-Member
      

Status: Offline Registriert seit: 28.03.2005 Beiträge: 577 Nachricht senden | Erstellt am 05.09.2007 - 13:04 |  |
Rostbraetl hat Recht, wenn er den RE200 als einen umgebauten - oder eher: umlackierten - IR bezeichnet. Aber das ist genau der Unterschied zwischen der Westerwaldstrecke und dem Nürnberg-München-Express: Auf der Strecke Frankfurt - Köln ist aufgrund der Steigungslagen nur der ICE 3 zugelassen, während die Strecke Nürnberg-München auch von Lok-gezogenen Zügen genutzt wird und damit dem technisch einfacheren RE-Verkehr offen steht.
Auch wenn in Limburg oder Montabaur einige Reisende aus dem ICE aus- oder in ihn einsteigen: Ein lohnender ICE-Halt sieht anders aus und Energie frißt es auch. Die Bau-bedingten ICE-Halte in Lüneburg wurden in diesem Sommer nach meinem Eindruck deutlich besser genutzt und dennoch wieder aufgegebenen.
Daß auf den Strecken der Heide kein Bedarf an schnellen RE-Verbindungen nach HH, HB und H besteht, sehe ich so nicht. Die immerhin 6-spurige A7 wird auch im Regionalverkehr stark genutzt.
In Bayern haben sich anfangs auch viele gefragt, was ein Halt auf der grünen Wiese in Kinding oder Roth soll. Tatsache ist, daß dort P+R-Bahnhöfe für den schnellen RE-Verkehr geschaffen wurden, die zeitlich und preislich konkurrenzfähig zum Autoverkehr sind und damit gut ankommen. Außerdem scheint der politische Wille zur Umstrukturierung in Bayern einfach stärker zu sein (- da muß man als Norddeutscher im Süden ziemlich umlernen!).
ALSO:
Ein ICE-Halt in Soltau erscheint wenig sinnvoll, aber der Bedarf für einen schnellen RE-Verkehr auf der Y-Trasse sollte geprüft werden.
| Rostbraetl  XL-Member
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2006 Beiträge: 137 Nachricht senden | Erstellt am 05.09.2007 - 14:12 |  |
Hallo,
genau meine Meinung.
Diese ICE Halte sind asoluter Mumpitz.
Ich denke aber, es liegt an der Finanzierung des Regional und Nahverkehrs.
Während auf der NBS in Bayern eben nur Bayern verantwortlich ist, so ist es bei der Strecke K-F, NRW, Rheinland - Pfalz und Hessen.
Theoretisch sollte es möglich sein einen Triebzug für 200 km/h auch auf dieser Strecke im Nahverkehr einzusetzen.
Oder zumindest nur einen ICE Pendel mit Bedienung jeden Haltes.
Der Rest fährt durch.
Auf der Y Trasse wird es ähnlich, obwohl sich die Nordländer wohl eher einig sind.
Übrigens fehlt solch ein RE 200 auch auf der Strecke Hannover - Berlin.
Grüße
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