FlorenceRiddle  Star-Autor
     

Status: Offline Registriert seit: 14.01.2007 Beiträge: 711 Nachricht senden | Erstellt am 31.03.2007 - 18:38 |  |
Ja ja, ich böses, böses Mädchen verrate mein persönliches OTP (Stevie G./Xabi) für eine Xabi/Becks-Fic, die allerdings nicht sehr lang werden wird, voraussichtlich so 4/5 Kapitelchen... Na ja, lest mal und sagt mir, wie ihr's findet. Und falls euch ein Titel einfällt: Her damit!
Los geht's:
Kapitel 1 - Spanisch
„Alonso.“
„Beckham.“
Für Xabier Alonso Olano war dieses Gespräch damit beendet. Für David Beckham, seinem Gegenüber, allerdings nicht.
„Was machst du gerade?“
Mit hochgezogenen Augenbrauen starrte Xabi den Engländer über den Rand seines Buches an. Sollte das ein Witz sein? „Ich lese?!“, gab er zurück und eine leichte Gereiztheit schwang in seiner Stimme mit. Er konnte Smalltalk nicht ausstehen. Und er konnte David Beckham nicht ausstehen. Mit einem unverschämten Grinsen sah David den Spanier an, was diesen dazu brachte, sein Gesicht wieder hinter den Seiten seines Buches zu verstecken. Er verfluchte Steven immer noch, weil er ihm nicht gesagt hatte, dass Englands Schönling sie auf diesem Urlaubstrip begleiten würde.
Das Ganze war Stevies Idee gewesen. Der Kapitän vom FC Liverpool war vor ein paar Tagen in die Umkleidekabine geplatzt und hatte laut herausposaunt, dass er vorhatte, den anstehenden Urlaub in seinem kleinen Ferienhaus in Dubai zu verbringen und dass er noch Mitreisende suchte. Anscheinend hatte Stevie vor, einen Männerurlaub zu machen und obwohl Xabi eigentlich vorgehabt hatte, seinen Urlaub bei seiner Familie in Spanien zu verbringen, hatte er sich letzten Endes doch von dem älteren dazu überreden lassen, sie zu begleiten. Hätte er allerdings gewusst, dass Stevie auch David Beckham eingeladen hatte, wäre er nicht mitgekommen.
„Und was liest du?“
Allem Anschein nach, schien Beckham nicht bereit zu sein, ihm seine Ruhe zu lassen und genervt sah er den älteren an. „’La justicia del visir’“, antwortete er kurz angebunden und hoffte, dass David endlich begreifen würde, dass er nicht mit ihm reden wollte, doch auch diese Hoffnung löste sich binnen Sekunden im Nichts auf. „’La justicia-‚ was?“
Xabi verdrehte die Augen und wiederholte den Titel seines Buches ein weiteres Mal. Wieso konnte dieser Beckham nicht einfach die Klappe halten? „Ist das Spanisch?“
*Nein, afrikanisch.*, war Xabis erster, sarkastischer Gedanke, doch er konnte diesen Kommentar gerade noch unterdrücken. War wahrscheinlich auch besser so, das hätte dem Engländer vermutlich nur noch mehr Gesprächsstoff geliefert. „Ja, es ist Spanisch.“, war daher seine Antwort und Beckham ließ immer noch nicht locker: „Und was heißt das?“
„’Das Gesetz des Wesir’. Also dafür, dass du für einen spanischen Verein in Spanien spielst, kannst du ja wirklich überragend gut spanisch.“
Im selben Moment wünschte er sich, er hätte sich diesen Spruch verkniffen. Wieso musste er Beckham auch noch mehr Stoff liefern?
Der ältere lachte. „Ich kann englisch, das reicht. Englisch kann jeder.“ Für einen kurzen Augenblick war Xabi sprachlos. So ein arroganter Mistkerl. Und genau das sprach er auch aus, was von David mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert wurde. „Arroganter Mistkerl? Wieso das denn?“ Entnervt schlug Xabi sein Buch zu und sah seinem Gegenüber wütend in die Augen. „Das musst du wirklich fragen? Dann lass dir noch mal deine letzte Äußerung durch den Kopf gehen. Findest du das nicht ein kleines bisschen arrogant? Ich finde es respektlos, wenn man in einem fremden Land lebt und nicht einmal die Sprache beherrscht.“ „Ich kann spanisch!“, protestierte David.
„Ach ja?“ „Ja: Voulez vous coucher avec moi.“ Wieder konnte der Spanier den älteren nur ungläubig anstarren, bevor er unter mühsam beherrschtem Lachen nur einen Satz hervorbrachte: „Das ist französisch!“ David errötete leicht, hatte sich allerdings schnell wieder gefangen. „Besteht da so ein großer Unterschied?“ Dieses Mal antwortete Xabi nicht auf die unverschämte Frage des Engländers. Die beste Methode, David Beckham loszuwerden, war wahrscheinlich, ihn zu ignorieren.
Von Xabis Schweigen irritiert, sagte auch David für ein paar Minuten kein Wort und der jüngere wollte schon triumphieren, als Beckham wieder das Schweigen brach. „Wieso spielt ein Spanier eigentlich für einen englischen Club?“ Xabi seufzte auf. Wäre ja auch zu schön gewesen. „Wieso spielt ein Engländer für einen spanischen Club?“, stellte er die Gegenfrage und wieder lachte David. „Der Punkt geht an dich.“
Xabi schüttelte den Kopf und wandte sich wieder seinem Buch zu. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen beobachtete er den jungen Spanier und leckte sich mit der Zunge über die Unterlippe. Dieser Alonso wusste ja gar nicht, was für eine Wirkung er auf David hatte. Als Steven Gerrard ihn vor ein paar Tagen angerufen hatte, um ihn zu fragen, ob er sich seinem Männerurlaub anschließen wollte, hatte er erst ablehnen wollen. Bis er erfahren hatte, dass auch Xabi Alonso mitkommen würde.
Xabi Alonso, der junge Spanier, den David nur zu gerne einmal ins Bett bekommen würde, sein nächstes „Opfer“ auf seiner zahlreichen Liste von Eroberungen, doch bis jetzt hatte der jüngere sich erstaunlich unbeeindruckt von Davids Charme gezeigt. Die Frage war nur: Wie lange noch? Früher oder später bekam David sie alle rum und Xabi würde da keine Ausnahme bilden. Er würde dann eben zu denen gehören, die er eher später bekam. Wahrscheinlich.
„Und worum geht’s in dem Buch?“
„¡Maldita sea!", fluchte Xabi (jedenfalls nahm David an, dass es ein Fluch war, er verstand schließlich kein spanisch) und pfefferte das Buch die andere Ecke des Sofas, auf dem er saß. „Kann man hier nicht einmal in Ruhe lesen?“
„Ich frag doch nur!“, verteidigte David sich, was ihm einen bösen Blick seitens Xabi einbrachte. „Das ist ja das Problem! Tú estás hablado y hablado... Ich kann mich so nicht konzentrieren!“ Amüsiert stellte der Engländer fest, dass Xabi allem Anschein nach anfing, bruchstückchenhaft auf Spanisch zu reden, wenn er sich ärgerte. Irgendwie süß. Vor allem hörte es sich wahnsinnig erotisch an, wenn Alonso auf Spanisch redete. Ob er das wohl auch tat, wenn er Sex hatte? Auf Spanisch reden? David hoffte es. Das würde den Sex, den er mit Xabi haben würde, bestimmt ein bisschen... exotischer machen.
„Schon gut, schon gut. Kein Grund gleich ausfallend zu werden! Ich halt ja schon meine Klappe.“, meinte er grinsend und Xabi rollte mit den Augen. „Ich bin nicht ausfallend geworden! Ich habe lediglich gesagt, dass du immer...“ Der Spanier stoppte. Wieso rechtfertigte er sich eigentlich vor Beckham? Er hatte doch nichts gemacht! Kopfschüttelnd schnappte Xabi sich wieder sein Buch und suchte die Seite, auf der er vor der Auseinandersetzung mit David gewesen war. Mit etwas Glück hielt der Engländer sein versprechen und hielt wirklich seine Klappe.
David konnte sich ob Xabis Reaktion nur mit Mühe ein Lachen verkneifen. Wusste Alonso eigentlich was für einen Spaß es machte, ihn auf die Palme zu bringen? Zumal er es ihm nicht gerade schwer machte, ihn zu ärgern.
Allerdings war es schon ein wenig schade, dass der Spanier so unnahbar war. David mochte es auf die unkomplizierte Tour. Ein bisschen Flirten, schöne Augen machen und dann Endstation Bett. So wie es im Moment schien, hatte Xabi nicht vor, es ihm so einfach zu machen. Er gehörte anscheinend zu den Typen, die erobert werden wollten. Ein Träumer. Ein Idiot. Auf der Suche nach der wahren Liebe. Als ob es die geben würde...
Aber vielleicht tat Xabi ja auch nur so unnahbar, um sich selbst für David interessanter zu machen? Ein faszinierender Gedanke, wie Beckham fand und mit schief gelegtem Kopf betrachtete er den Lesenden nur noch intensiver. Las er wirklich, oder tat er nur so? David konnte es nicht erkennen, aber Alonso ließ sich auch in keinster Weise anmerken, dass ihn die Gegenwart des Engländers nervös machte, oder so etwas in der Art. Entweder war der Spanier ein verdammt guter Schauspieler, oder ihn ließ Davids Anwesenheit wirklich vollkommen kalt. Aber selbst wenn das so war, David zweifelte nicht eine Sekunde lang daran, dass er innerhalb der nächsten Tage Xabi Alonsos Namen auf seiner berühmt-berüchtigten Liste der Eroberungen eintragen konnte.
[Dieser Beitrag wurde am 05.04.2007 - 12:20 von FlorenceRiddle aktualisiert]
Signatur "Me and Liverpool Football Club is a love affair that will never, ever end."
- Steven Gerrard
http://ela-alonso.livejournal.com/ |