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Status: Offline Registriert seit: 06.05.2008 Beiträge: 223 Nachricht senden | Erstellt am 08.07.2008 - 17:40 |  |
WUSSTEN SIE SCHON... ???
Daß der ersten und bislang originale DEUTSCH-SPRACHIGE Thread CHINCHILLA MYTHEN auf diesem Chins_International / CHINCITTA CI-Forum entstand?
Yep. Ich startete ihn 2006 in Anlehnung an ein Topic auf einem US Forum auf dem ich früher viel geschrieben hatte. Das Topic wurde ein immenser Publikumserfolg in D. Seither wurde das Thema CHINCHILLA MYTHEN von anderen mit mehr oder weniger Erfolg kopiert, nachgeahmt, als Idee geklaut. Unerreicht jedoch bislang das fachliche Know-How des Original-Threads, das für eine Mythen Betrachtung und Entlarvung unabdingbar ist. 
Das Original ist ein Teil des Chins-International & CI-Forum. Die Fortführung des ORIGINALS - keine geklaute Kopie oder geklaute Idee, oder geklautes Konzept auf irgendwelchen Nachahmer Chin-Boards - war seitdem die Rubrik WUSSTEN SIE SCHON ... ??? auf der CHINCITTA Website. Diese Rubrik können Sie nun hier nachlesen.
Viel Spaß!
... daß Chinchillas ihren eigenen Kot fressen müssen, um gesund zu bleiben?
Genau genommen ist es der Blinddarm-Kot. Darin enthalten sind Bakterien, die in hohem Maß Vitamine produzieren.
Eine leitenden Oberärztin empfahl mir aus dem Grund bereits bei einer Zwangsernährung bereits ab dem 3. Tag die Köttel des Chins mit in den Brei der Zwangsernährung zu mischen. Vorausgesetzt natürlich der Kot selbst ist einwandfrei und somit kein Auslöser für weitere Krankheiten.
... daß sich Chinchillas nicht erbrechen können?
Yep, anders als anderen Tierarten und dem Menschen, ist es unseren Chinchillas nicht möglich sich zu erbrechen. Mehr dazu auf dem CI-Forum » HIER
... daß manche Chins eine "Römische Nase" haben?
Der Ausdruck "Roman Nose" stammt aus der englischsprachigen Chinchillazucht-Szene. Er bezeichnet ein typisches Merkmal von VELVET (TOV) Chinchillas. Konkret den hervorgehobenen längeren Fellwuchs zwischen Nase und Augenpartie. Foto siehe Hier
... daß es eine Straße namens "Chinchilla" in USA gibt?

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... das man jedes Chinchilla individuell von jedem anderen unterscheiden kann?
An der Form der Gaumenstaffel. Die Gaumenstaffeln am Gaumendach sind auch beim Chinchilla individual-speziefisch, d.h. jedes Tier - auch wenn es ein noch so nah Verwandter ist - hat ganz spezielle Gaumenstaffelformen, die eine Unterscheidung ermöglichen. = wie ein "Fingerabdruck" beim Menschen.
... daß ein voll geschlechtsreifes Chinböckchen ca. 120 Millionen Samenzellen pro Ejakulation ausstößt?
Bei jeder Samenausschüttung (Ejakulation) werden ca. 0,01 – 0,2 ml ausgestoßen, dies sind ca. 120 Mio Samenzellen
... daß Pferde und Chinchillas einige Gemeinsamkeiten haben?
So besteht z.B. eine große Ähnlichkeit zwischen dem Verdauungstrakt vom Pferd und Chinchilla. Ein wichtiger Aspekt und Anhaltspunkt für die Fütterung in Gefangenschaft.
... daß Chinchillas wohl ab und an Insektenlarven schnabbulieren?
Die Umwelt der wilden Chinchillas ist was die Tierwelt anbelangt sehr artenarm. Dagegen kommen dort verhältnismäßig viele Laufkäfer vor. So darf man annehmen, daß Chinchillas in der Wildnis wohl auch ab und an eine Insektenlarve fressen.
... daß beim Chinchilla 80-100 Fellhaare pro Wurzel entspringen.
Zum Vergleich: bei vielen anderen Pelztieren sind es dagegen nur 2-3 pro Wurzel.
Hiweis: in alter Chinchillaliteratur findet man noch Angaben von 30-60 Haare pro Wurzel.
Die Pelztierzucht hat allerdings seither eine höhere Anzahl durch Zuchtauslese erzielt.
... daß man das Fell des Chinchilla nicht künstlich kopieren kann.
Der Grund ist das Aguti = 3-Farben-Tönung des originalen Chinchillafelles (= Standard, Naturall, Wildfarben)
... daß Attapulgus und Attapulgit nicht ein- und dasselbe sind?
Als Attapulgus bezeichnet man einen Chinchilla Badesand, der ursprünglich in der Stadt Attapulgus in USA gewonnen wird. Attapulgit ist ein Zusatzstoff in manchem Tiersand. Mehr dazu » hier
... daß man die sog. AFRO-VIOLETT auch "Sullivan-Violet" oder als LAVENDER bezeichnete?
Maria B. Parker - Herausgeberin der Zeitschrift "Chinchilla World - Trade Journal" (USA) weiß den Ursprung der Violetten in einer Farm in Idaho Falls (USA). Sie verkaufte 1962 eine große Anzahl von chinchillas dieser Zuchtfarm nach Südafrika. Eine Reihe von Tieren, die damals verkauft worden waren, wiesen einen lavendelfarbenen Schimmer (engl. Lavender) auf und wurden deshalb gesondert markiert. Die so markierten Tiere gelangten nach Rhodesien (jetzt Simbabwe). Erst über Umwege gelangte ein Großteil der mittlerweile weiter entwickelten "Lavender" zu J.A. Hackett (Südafrika) von dem sie Loyd Sullivan schießlich nach USA übernahm.
... woher der Name "DEUTSCH-VIOLETT" stammt?
Bei der Firma MSZ differenzierte Herr Schmall diese eigenständige Mutation mit der Bezeichnung "Deutsch Violett", da er gleichzeitig auch Afro-Violett (Sullivan Violetts) züchtete. Ursprünglich ging die Bezeichnung jedoch vermutlich auf Prof. Dr. Clemen zurück - Autor der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956 – 2002) - der sich als Genetiker sehr für diese Mutation gegenüber den Förderern dieser Mutation eingesetzt hat.
mehr dazu » CI-SPEZIAL : Die Geschichte der Deutsch-Violett
... daß Chinchillas in der Wildnis alles andere als "nur" grau sind?
Chinchillas sind Fluchttiere und an ihre Umgebung angepaßt, um Freßfeinden nicht aufzufallen. Dazu dient das Aguti des Fells. Ebenso die farbliche Anpassung im Gesamtbild an ihren natürlichen Lebensraum. Nope, ihre Umgebung in Südamerika ist nicht grau-blau wie auf dem Schautisch gewünscht. Sie ist bräunlich, grau bis beige. So auch die Farbgebung der Chinchillas in der Wildnis in all ihren vielfältigen Variationen.
Laien gehen manchmal von klarem Grau als NATURALLE Farbe aus (oder abstrahiert von alten s/w Aufnahmen). Die Realität und Natur sieht vielmehr so aus... » Wilde Chinchillas

... daß es Städte names CHINCHILLA in Australien und USA gibt?
Während das australische CHINCHILLA eher bekannt ist für seine Wassermelonen, Rinder und Sägemühlen... verbindet sich mit ihrer Partnerstadt in USA eine kuriose Geschichte zur Namensgebung:
Früher bekannt als Leach's Flats (PA, USA), bekam die Stadt ursprünglich ihren Namen von Ephraim Leach, der sich in der Gegend um 1801 niederließ. Irgendwann zwischen 1880 - 1890, fand die weibliche Postangestellte sei es Zeit den Ort neu zu benennen. Sie wählte den Namen, CHINCHILLA, aus übermächtigen Stolz auf ihren Chinchilla Umhang. Bis zum heutigen Tag kann man immer noch die Leach Straße in Chinchilla und Leach Creek in North Scranton finden. Andere wiederum sagen, dass es die Frau von Chinchillas erstem Postmeister, George Tanner, war, die den Namen erfand. Im Kern der Sache bleibt es sich gleich. Eine Variante dieser Geschichte besagt, dass jemand ein Lexikon willkürlich aufschlug mit der Vorgabe Leach's Flat den ersten passenden Namen zu geben, der dabei ins Auge fiel. Während dem Ersten Weltkrieg erfuhr CHINCHILLA eine kurze Einschränkung - als die Stadt "Pershing" - in Ehren für den heldenhaften General. Gegen Ende des Weltkrieges jedoch erwies sich die Popularität des Eichhörnchen-ähnlichen Nagers als stärker, als jene des Generals, und unser pelziger Freund hat wieder die Stelle als Namensgeber für die Stadt zwischen Scranton und Abingtons in Pennsylvania zurück erobert.
[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2008 - 15:10 von CIForum aktualisiert]
Signatur (c) 2001-09 Claudia A Mooser (CAM)

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