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DonatusTauglanz Moderator
         

Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 168 Nachricht senden | Erstellt am 23.10.2007 - 23:20 |  |
Das Wohnhaus der Familie Tauglanz liegt am Rand des kleinen Dörfchens Mückenloch im Odenwald. Der Ort ist nur von Muggeln bewohnt, abgesehen vom diesem Haus.
Es ist aus dem typischen Sandstein dieser Gegend erbaut und sieht von außen recht unscheinbar aus. Für Muggel ist es garnicht zu sehen. Für ein Zaubererhaus ist es ungewöhnlich schlicht. Es gibt weder angebaute Erker noch assymetrische Etagen oder ähnliches.
Die meisten Kinder wohnen zu zweit oder zu dritt in einem Zimmer. Nur Donatus hat Glück und hat einen Ram für sich, da die nächstälteren Geschwister Mädchen sind. Allerdings ist es der eher schlecht als recht ausgebaute Dachboden den er nur über eine Leiter erreichen kann. Im Sommer ist es heiß, im Winter sehr kalt dort oben.
Das Haus hat nur einen sehr kleinen Garten, der allerdings recht wenig hergerichtet ist. Es wächst eigentlich nur Gras, weitere Pflanzen gibt es nicht. Auch kein Quidditchfeld und keinen Besenschuppen.
Der Boden ist - wenn man genauer hinschaut - durch diverse Tierpfoten bzw -hufe aufgewühlt.
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Donatus Tauglanz
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Julia |
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DonatusTauglanz Moderator
         

Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 168 Nachricht senden | Erstellt am 24.10.2007 - 11:39 |  |
Leise schnarchend lag Donatus im Bett und träumte von einer riesengroßen Schoko-Karamell-Torte die er ganz alleine aufessen durfte. Der Traum war ziemlich realistisch, daher schmatzte und sabberte der Junge ziemlich im Schlaf. Da er hier oben allerdings allein wohnte war das nicht weiter tragisch, ganz abgesehen davon dass er ja sowieso nichts davon mitbekam.
Zwischen den Balken des Dachbodens konnte man auf die Ziegel schauen, der Sonnenstrahl der durch das kleine runde Dachfenster fiel verwandelte die Luft in glitzernden Feenstaub.
All das ging völlig an Don vorbei, der in seinem Traum der Torte immer näher kam. Der Junge bewegte seine Hände unter der Decke, murmelte etwas und leckte mit der Zunge über die Lippen.
In diesem Augenblick kam ein kleiner, bunter Vogel durch die Dachluke nach oben geschossen und sauste auf den dunklen Haarschopf zu. Energisch begann der Vogel an den Haaren zu ziehen und mit dem Schnabel auf den Kopf einzuhacken, dazu meckerte er lautstark.
Der Knabe runzelte die Stirn. Sein Traum wurde plötzlich reichlich bizarr. Die Biskotten im Kuchen schossen nämlich plötzlich aus diesem heraus und begannen ihm gegen die Stirn zu fliegen. Außerdem schien sich das ganze Setting zu ändern, wo eben noch ein lichter, großzügiger Raum war wurde nun alles dunkel. Außerdem begann das Sahnestück zu zwitschern.
Und das Schlimmste von allem: der Kuchen begann plötzlich zu schrumpfen. Donatus wollte schreien und nach seinem Schatz greifen als er plötzlich wach wurde.
"Hurrrmp." murrte er die Welt an und zog die Decke ü ber den Kopf, die der Vogel gleich packte und wegzuzerren versuchte. "Ma lass das!" beschwerte sich Don. Der klitzekleine Vogel hielt inne, legte den Kopf schief und zirpte ein einziges: "Tschilp?"
"Ja ja ja ich steh ja schon auf." kam die unwirsche Antworte, begleitet jedoch von einem ziemlich gegenteilig wirkenden Umdrehen des Burschen auf die andere Seite. Das Vögelchen interpretierte die Angelegenheit ebenso zweideutig und begann erneut mit seiner Attacke.
Eine Weile ging es so hin und her, bis sich Donatus tatsächlich aus dem Bett bequemte. Er wusste, wenn er sich noch länger zierte würde sich seine Mutter einfach von einem Vogel zurück verwandeln und dann wäre sie erst recht verärgert, weil sie die Treppen dann runter steigen müsste. Das war nämlich der Grund für ihr Auftauchen hier als Kolibri. Die Treppe auf den Speicher war steil und lang, fliegenderweise doch einfacher zu bewältigen. Zu viele Verwandlungen hin und her pro Tag jedoch auch mühsam.
Ihren Sohn neben dem Bett stehen zu sehen reichte ihr jedoch aus und sie flog durch die Bodenluke davon. Der Junge zog sich an und folgte sehr viel langsamer zum Frühstück nach.
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Donatus Tauglanz
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DonatusTauglanz Moderator
         

Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 168 Nachricht senden | Erstellt am 24.10.2007 - 12:07 |  |
Am Frühstückstisch saßen eine fröhlich vor sich hin schwatzende junge Frau und ein recht großer, junger Bursche, offenkundig in der Pupertät. Donatus begrüßte Violetta und Ottokar leise aber freundlich. Otto war sein Lieblingsbruder, hatte er schließlich ein von Natur aus freundliches Gemüt und verwandelte sich außerdem nicht ständig in seine Tiergestalt. Letzteres vermutlich nicht ganz freiwillig, aber immerhin.
Donatus nahm sich Cornflakes über die er viel Zucker streute. Noch in Erinnerung an den Traum kippte er außerdem eine Portion Karamellsauce drüber. Vio kommentierte das Frühstück ihres kleinen Bruders nur mit einem Naserümpfen und meinte dann: "Heute gehts also zum Einkaufen in die Bogenfleet? Ich kanns immer noch kaum glauben dass du den Ministeriumsbrief bekommen hast. Pass bloß auf, dass du einen guten Zauberstab wählst, wenn man selber nur geringe magische Gaben hat sollte man da besser Qualität nehmen um überhaupt zaubern zu können .....".
Donatus überlegte gerade ernsthaft, sein Frühstück doch nicht zu verzehren sondern über dem Kopf seiner Schwester auszukippen als zeitgleich seine Mutter hereinkam. Die letzten Worte hatte sie gehörte und warf ihrer Tochter einen strengen Blick zu. Diese vergrub ihre Nase in ihrem Frühstück und verstummte.
Mit kleinen, raschen Bewegungen ihres Zauberstabes kümmerte sich Maribelle um die Ordnung in der Küche und drängelte dann ihren jüngsten Sohn sich zu beeilen. Otto zwinkerte seinem Brüderchen noch kurz freundlich und verschwörerisch zu, was dessen Laune wieder ein kleines bisschen hob.
Donatus war eigentlich immer froh aus dem Haus zu können und seiner Familie für eine Weile zu entkommen. Vor allem da das seit 'dem Vorfall' wirklich selten geworden war. Aber heute hatte er eher Angst. Er sollte einen Zauberstab bekommen und war sich nicht sicher ob er einen finden würde. In seinem Kopf wuselten seit Tagen Alpträume herum, wie er im Laden stand und einfach kein Zauberstab auf ihn reagierte bis der Ladenbesitzer schließlich sagte: "Tut mir leid, ihr Sohn ist überhaupt nicht magisch begabt. Die Eule vom Ministerium muss ein Irrtum gewesen sein." und dabei bedauernd den Kopf schüttelte.
Nach dem Frühstück machte er sich mit seiner Mutter auf, um vom Wohnzimmerkamin nach Hamburg zu Flohpudern.
tbc Das Bogenfleet » Zum fröhlichen Zentauer (Gasthaus)
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Donatus Tauglanz
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DonatusTauglanz Moderator
         

Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 168 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2007 - 22:31 |  |
pp Das Bogenfleet » Zum fröhlichen Zentauer (Gasthaus)
Die Rückkehr der Beiden war noch nicht so früh erwartet worden. Die frohe Kunde dass Donatus jetzt auch einen Zauberstab hatte machte jedoch schnell die Runde. Kurze Zeit später waren alle in der Küche versammelt und feierten. Lediglich der so Gefeierte konnte ein ungutes Gefühl nicht so ganz unterdrücken.
Wenn doch sowieso jeder damit gerechnet hatte, wie sie jetzt behaupteten, warum waren sie dann so offenkundig erleichtert?
Aber er musste nur auf den Zauberstab in seiner Hand schauen und seine Laune hob sich wieder.
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Donatus Tauglanz
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DonatusTauglanz Moderator
         

Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 168 Nachricht senden | Erstellt am 22.11.2007 - 19:46 |  |
Die nächsten Tage bis zum Schulbeginn verrannen wie im Flug für Donatus. Vor lauter Aufregung hatte seine Mutter ja vergessen die restlichen Sachen für die Schule zu kaufen. Zumindest das, was gekauft werden würde. In so einer großen Familie war nie viel Geld übrig und Don als Jüngster bekam fast alles von seinen älteren Geschwistern, natürlich schon gebraucht.
Für den Rest gingen sie nicht nochmal ins Bogenfleet, sondern in ein paar kleinere, verstreute Läden in Frankfurt. Dort gab es nicht direkt ein Viertel oder eine Straße nur für Zauberer, daher war alles weiter verteilt. Aber sie bekamen alles was er brauchte und bald waren sie wieder zu Hause.
Für Donatus hatte sich dort nicht viel geändert. Zwar hatten diese heimlichen Blicke aufgehört, ob er wohl ein Squib wäre. Aber seinen Zauberstab so richtig ausprobieren durfte er auch nicht. Desideria war immer noch im Krankenhaus und jede seiner Bewegungen wurde beobachtet. Sobald er mal versuchte sich zu verziehen und seinen Stab auszuprobieren wurde er ziemlich zusammen gestaucht, was er ausgesprochen unfair fand.
Als wenn er auch nur im Traum daran dächte Animagus zu werden! Was sollte es auch nutzen sich in ein blödes Viech zu verwandeln, wenn man mit seiner Magie viel sinnvollere Dinge anstellen konnte.
Missmutig schlug er den letzten Tag vor der Abreise tot und packte seinen Koffer. Mittlerweile freute er sich darauf endlich hier wegzukommen, auch wenn er Desi jetzt schon fürchterlich vermisste.
Am Morgen der Abreise kam gleich dreimal Besuch in seine Dachkammer um ihn zu wecken. Natürlich alle in Tiergestalt. Beide Eltern und dann noch Fredibald, der sich einen Spass daraus machte auf seine Brust zu springen und ihm mit seiner rauhen Katzenzunge durchs Gesicht zu fahren.
Aus Rache fuhr Don ihm gegen den Strich durchs Nackenfell, was Fred fauchen ließ. Bevor das Ganze in eine Balgerei ausarten konnte verzog sich der Panther jedoch. Wusste er doch, dass die Kratzer zu verräterisch wären.
Am Frühstückstisch waren alle versammelt, Ottokar hatte netterweise den Platz neben ihm freigehalten, so dass das Essen nicht gar so furchtbar für den Jungen wurde.
Als nach dem Frühstück alle mit nach draußen kamen und sein Vater den fliegenden Teppich der Familie - natürlich mit eingebautem Muggelsichtschutz - holte fragte Donatus entsetzt: "Ihr wollt doch nicht alle mit, oder?"
"Natürlich nicht." entgegnete seine Mutter trocken, "Wir passen ja auch nicht alle auf den Teppich. Nur Fredibald, Ottokar, Menuetta und Griselda kommen mit. Violetta passt aufs Haus auf."
Nach Donatus Ansicht waren das immer noch 3 Leute zuviel, aber er wusste protestieren nutzte nichts. Also packte er seufzend seine Weidenkorbtruhe ins Gepäckfach des Teppichs und stieg mit seiner Familie darauf. Kurze Zeit später waren sie unsichtbar unterwegs nach Norden.
tbc Das restliche Hamburg » Landungsbrücken (Anleger der Rungholt-Fähre)
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Donatus Tauglanz
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