Carpenoctem 

Status: Offline Registriert seit: 19.02.2007 Beiträge: 470 Nachricht senden | Erstellt am 29.05.2009 - 11:27 |  |
Wer kennt es nicht, dieses Gefühl von Fremdheit, wenn man zum ersten Mal ein Hotelzimmer betritt.
Kein vertrauter Geruch liegt in der Luft, nichts an diesem Ort ist durch Gewohnheit geprägt.
Ich habe mir angewöhnt, mir unvertraute Räume anzueignen, indem ich beispielsweise den Schreibtisch ein wenig verstelle, so daß das Licht besser fällt, den Stuhl verrücke oder das Buch, das ich gerade lese, auf den Nachttisch lege und
im Badezimmer meine Utensilien verteile.
Sobald ich diese nüchternen Einrichtungsgegenstände berühre und nach meinen Bedürfnissen verändere, habe ich das Gefühl, einen Ort bereits zu bewohnen.
Vielleicht müssen wir Menschen wie Hunde überall kleine „Duftmarken" hinterlassen, um mit einer fremden Umgebung vertraut zu werden.
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