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Topi ...



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Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2006
Beiträge: 4
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...   Erstellt am 08.10.2006 - 00:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Super, du interessierst dich also für ein Leben in der Natur. Du liebst die Abgeschiedenheit, hasst Maschinenlärm und stehst der Konsumgesellschaft kritisch gegenüber.
Doch- wie kommt man seinem Ziel nun nah? Will man sich selbst versorgen, wie viel Technik verwendet man? Gräbt man seinen Acker selbst um, pflügt man mit Pferden oder mit dem Einachser? Verwendet man Kerzen als Lichtquelle oder gönnt man sich eine Solarstrom-anlage und nutzt die Vorteile der LED-Technik? Heizt man mit Holz?
Also, wo liegt die gesunde Mitte, die die Vorteile des Einfachen hat, aber auch die unserer Zivilisation? auf jeden Fall sollte es wohl keine Bewegung zurück sondern nach VORN sein.

Ich für meinen Teil bin eher der Fan von umweltbewusster autarkie. Soll heißen, ich bin für eine kleine Photovoltaikanlage, den Strom optimal genutzt bringt das sicher angenehme Vorteile. Ich bin auch für das altbewährte Plumpsklo, ich muss nicht für den Luxus eines WC einen "umweltschonenden" Regenwasserspeicher für über 2000 euro kaufen.

Ein Bekannter hat ein ferienhäuschen in der sächsischen schweiz, ich war dort auch schon für ein Wochenende. Es liegt mitten im Wald, nur über einen schmalen Pfad zu erreichen. Es gibt einen Stromanschluss, aber kein Trinkwasser. Trotzdem hat es dort allen super gefallen. Gekocht wurde mit Benzinkochern. Es gab dort auch schon Gäste, die überhaupt keinen Strom verbraucht haben. Wozu auch?
Das beweist doch, dass Verzicht auch Spass machen kann und wir nicht krampfhaft versuchen sollten unseren momentanen Luxus umwelttauglich zu machen. Die Menschheit hat es schließlich bis heute geschafft zu überleben, und seit wann gibt es die dinge, auf die wir scheinbar nicht verzichten können?

Wo ist die Grenze, bis zu der Verzicht noch angenehm und vertretbar ist?




FranzGleumes ...





Status: Offline
Registriert seit: 19.04.2006
Beiträge: 32
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...   Erstellt am 08.10.2006 - 13:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich finde, es geht nicht nur um Verzicht, sondern auch um Zumutbarkeit für die Mitmenschen: Ganz ohne Strom, Telefon, Auto, Kanalisation usw. mag man ja selber noch zurechtkommen, d.h. überleben, aber man entfernt sich doch erheblich von seinen Zeitgenossen. Ich sehe mehr die Gefahr der Vereinsamung als die des Aufgebens, wenn man zu viele Errungenschaften der Moderne aus seinem Umfeld verbannt. D.h. um sein Heim für Besucher (z.B. uneinsichtige Freunde) attraktiv zu halten, kann man ein Höchstmaß an "Rückschritten" nicht übertreten. Zumindest in Deutschland & co ist irgendwo eine natürliche Grenze gegeben; in Rumänien, Finnland oder vielen Ländern außerhalb Europas kann man vielleicht etwas weiter gehen.

Im allgemeinen denke ich, man sollte in der Selbstversorgung schon so weit wie möglich Ressourcenschonung und eigene Zufriedenheit realisieren, aber dabei natürlich den Kontakt zur Außenwelt wahren (das beträfe auch Kontakte zu neuen Nachbarn, wo man hinzieht- selbst wenn es vielleicht unverbesserliche Fortschrittsgläubige sind). Was die Chancen betrifft, alles (was man wirklich braucht) selbst zu machen: Jetzt, wo wir (noch) in der Wegwerfgesellschaft leben, kann man in der Selbstversorgung zum Glück auch viel mit Recycling erreichen. Wenn in der Zukunft mal akute Not(wendigkeit) besteht, kann man auch weiter gehen und Techniken anwenden, die jetzt, wo viele noch im Luxus leben, belächelt werden oder verpönt sind. Bis dahin kann man sie ja schon mal erlernen und erproben, ohne sie (der sozialen Akzeptanz zuliebe) auch konsequent einzusetzen. Hier geht es in der Tat darum, mit der Umwelt auf einen "Nenner" zu kommen.
Die Zeit wird uns recht geben und die ressourcenschonende Selbstversorgung wird sich voll entfalten können, im Moment muß wohl jeder einzelne seinen Weg/sein Maß finden.

[Dieser Beitrag wurde am 08.10.2006 - 22:40 von FranzGleumes aktualisiert]





Signatur
Je sais aussi, dit Candide, qu’il faut cultiver notre jardin. (Voltaire)

Topi ...



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Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2006
Beiträge: 4
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...   Erstellt am 08.10.2006 - 13:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jupp, FranzGleumes, da haste ein wahres Wort gesprochen.
Ich finde, wir leben in einer sehr interessanten Zeit. Was uns noch alles bevorsteht! Klimawandel, Erdölknappheit, "Rentnerstaat", Arbeitslosigkeit und die industrie wächst und wächst.
Wir leben in einem Netz von Abhängigkeiten, die unser Leben herrlich einfach machen. Aber was, wenn ein Glied der Kette mal reißt? Dann gibt es überall Probleme. Denkt man nur ans Erdöl: wieviele Bereiche unseres Lebens haben was mit Erdöl zu tun? so gut wie alle! Wennd das Zeug mal alle ist, müssen wir ganz schön rotieren um unseren hohen Lebensstandart zu erhalten. Also noch mehr und härter Arbeiten.
Da sehe ich für meinen teil zumindest eine Lösung, dem zu entgehen indem man wieder mehr zur Natur zurückkehrt.
Viele neue Erfindungen sind absolut gut. das Fahrrad zum Beispiel, oder Solarzellen. Auch das Internet hat seine guten Seiten. Man muss diese Neuerungen nur richtig nutzen.

Traurig finde ich auch, dass meine generation sich (in meinen augen) zu sehr von den älteren distanziert. Damit geht viel Wissen verloren. Wer hat schon noch richtig kochen bei Muttern gelernt? Wem hat der Opa gewissenhaft Wissen über den Garten mitgegeben? Ich kenne kaum Leute in meinem Alter, die sich für solche Dinge interessieren. Die Gründe dürften klar sein.
Also gehört zum Selbsversorgen auch noch eine gehörige Portion Wissen dazu. Wieviel kann ich selbst machen, was rechtfertigt den Aufwand? Was kaufe ich lieber?

Alles in allem sind das keine so leicht und eindeutig zu beantwortenden Fragen.

(umwelt)freundliche grüße, Topi




<planter>
unregistriert

...   Erstellt am 20.06.2009 - 23:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


falls ihr ne methode sicht, um auch auf kleiner fläche / bei schlechtem boden oder wassermangel erfolgreich gemüse und co anzubauen, dann schaut euch mal das growtainer -prinzip an.

...auch für alle ohne grünen daumen

www.growtainer.de ..hier gibts es eine eigenbauanleitung, damit kann überall angebaut werden.

viel erfolg





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