Übersicht News Suche registrieren Login Homepage


Neuer Thread ...
More : [1] [2]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

focour 
Admin
...

...

Status: Offline
Registriert seit: 30.07.2004
Beiträge: 18531
Nachricht senden
...   Erstellt am 19.01.2014 - 17:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wissenstest

Sind Sie ein Kunstkenner?

"Kunst ist, aus Nichts etwas zu machen und es zu verkaufen." Auch wenn vermutlich nicht jeder Künstler und Kunstliebhaber dieses Zitat von Frank Zappa so unterschreiben würde, trifft es eine wahre Facette des Kunstbegriffs. Wir sind gespannt, ob Sie sich im Universum von Gemälden, Skulpturen und postmodernen Kunstwerken auskennen. Zeigen Sie uns den Künstler in Ihnen!


FOCUS Online





Signatur
Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)

focour 
Admin
...

...

Status: Offline
Registriert seit: 30.07.2004
Beiträge: 18531
Nachricht senden
...   Erstellt am 19.01.2014 - 17:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


oooh: 54 Prozent richtig





Signatur
Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)

streiflicht ...

...

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.12.2017
Beiträge: 9
Nachricht senden
...   Erstellt am 24.01.2014 - 16:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was sich so manche unter Fragen vorstellen, die einen "Kunstkenner" ausmachen sollen, ist doch auch erheiternd. Man muss also Oktopussy gesehen haben, sonst war das künstlerische Ei nicht zu finden! Da ich dieses stolze kunsterhabene Filmwerk nicht gesehen hatte, war also raten dran… aber was man so handlich in der Tasche mitführen kann….
Dann wurde des Meisters van Gogh Verkaufsliste seiner Bilder befragt. Na immerhin Bildende Kunst! Sicher wichtig zu wissen, dass es ein einziges war und dann noch von dem Bruder "gekauft", der sowieso des Künstlers Leben finanziert hat zum großen Teil.
Ich vermute mal, das schwierigste (und endlich mal eine richtige Wissensfrage zu bildender Kunst) war die nach den beweglichen Skulpturen. Da Alexander Calder, der nahe lag, nicht gelistet wurde, war die Auswahl etwas schwieriger. Aber da ein paar Kunstwerke von dem Erfragten sich hier in Deutschland befinden (z.B. Berlin Neue Nationalgalerie oder in Frankfurt/Main) war es machbar. Aber wer hat die mal wirklich und bewusst gesehen?
Eine Frage war ja zufällig einfach, nach dem der gerade aktuell vom Blitz getroffene Finger eines großen Monuments (bei dem die dazugehörige Kuppe zerlegt wurde) in TV und Zeitungen dargestellt wurde.

Alles in allem, eine eigenartige Auswahl Fragen als Test zum Thema. Wenn man jedoch erlebt, wie bei G. Jauch in seiner Sendung "wer wird Millionär?" die Kandidaten reihenweise an einfachsten Fragen zu Bildender Kunst scheitern, wundert das Niveau der Frageserie hier eigentlich nicht… Wer liest beispielsweise schon das Feuilleton der FAZ, der SZ, der Zeit u.a., außer natürlich um den neusten A, B der C-Promi-Sterbefall festzustellen.





Signatur
Nur wer nicht mehr die Neugierde hat zu lernen, ist alt.

Elliz
unregistriert

...   Erstellt am 25.01.2014 - 08:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Naja, Streiflicht, der Test erschien beim Focus. Das Fabèrge-Ei habe ich natürlich auch geraten. Allerdings habe ich nicht sehr gut abgeschnitten, weil ich von Kunst - zumindest von der erfragten - wenig Ahnung habe. Aber immerhin DAS weiß ich und würde mich somit nie zum Kenner im Kunstbereich ausrufen, auch nicht mit 100 Focus-Punkten.




streiflicht ...

...

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.12.2017
Beiträge: 9
Nachricht senden
...   Erstellt am 25.01.2014 - 15:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Elliz,

es ist wirklich bedauerlich, wie wenig Wert in der schulischen Bildung auf den Bereich Bildende Kunst und Kultur gelegt wird. Einzig in den Gymnasien findet man da noch Reste einer dementsprechenden Ausbildung, wobei Musik (weniger) und Literatur (mehr) in den Schulen sicher noch die bessere Stellung haben.

Aber wenn da keine echte Basis gelegt wird, weil man meint, man müsse die Kinder schon frühzeitig ziemlich ausschließlich auf die Bedürfnisse der Wirtschaft hintrimmen, wie soll dann unser kulturelles Erbe weiterentwickelt oder bewahrt werden? Und ist nicht Kultur - gleich welcher Art - doch eine der wesentlichen Grundlagen auch des heutigen Lebens, nicht nur Geschichte?

Sicher kann man sich nicht in allen Kunstsparten hervorragend auskennen, das ist kaum mehr möglich und auch nicht notwendig. Mein Wissen über Literatur oder Musik beispielsweise ist sicher mehr rudimentär, vielleicht eher praktisch angelegt - auch wenn ich viel lese (dabei über Autoren oder Entstehung bzw. Art der Texte jedoch wenig bis nichts weiß und wenig Interesse dafür habe). Oder Musik: Ich spiele zwar leidlich gut Klavier (und andere Instrumente), doch von theoretischen Dingen dieses Fachs habe ich schlicht keine Ahnung, mir ist das "Schweben in den Tönen oder dem Rhythmus" oder das "Träumen in einer Melodie" während des Musizierens (und Hörens) wichtiger, als mich zum Beispiel je mit dem theoretischen Aufbau Bach'scher Fugen zu beschäftigen.

Mein Wissen über die Bildende Kunst wie auch deren Vertreter mag recht umfangreich sein (berufs- und ausbildungsbedingt, natürlich auch wegen der technischen Aspekte), doch auch da fehlt mir völlig die Neigung, das in wissenschaftlich theoretisch und historisch genauer Art zu betreiben.
So muss man eigentlich auch meine Beiträge hier zum Impressionismus sehen: als einen Versuch die Künstler, ihre Werke in normaler (!) Sprache vorzustellen - bestimmt in sehr persönlicher Auswahl - , aber sicher nicht als wissenschaftliche fundierte (lehrhafte) Ausführung. Anzumerken ist aber: das Wissen über und das Verständnis für bildender Kunst der heutigen Zeit ist Mangelware, das ist etwas für eine kleine Gruppe von interessierten Menschen - naja, zu Zeiten der Impressionisten-Ausstellungen haben die Meisten über deren Malerei gelacht… es waren nur wenige die verstanden und sich begeistern konnten.

----

Nun muss ich noch einen kleinen Stolperstein (der Ausgangspunkt ist ja eine Art Quiz des Wissens über Kunst), den ich ausgelegt hatte (und über den wohl keiner "gestolpert" ist), wieder auf die richtige Bahn führen: Zu van Gogh steht bei mir, das einzige Bild, welches er verkauft hat, hätte sein Bruder erstanden.
Richtig ist vielmehr: Das in Brüssel bei einer Ausstellung der Gruppe "Les Vingt" präsentierte Gemälde hat die Künstlerin Anna Boch (die auf der Ausstellung ebenfalls vertreten war) für 400 Fr gekauft (heute ist das Bild in Moskau im Puschkin-Museum zu sehen). Vermutlich tat sie dies auf Empfehlung ihres Bruders, der möglicherweise dem inzwischen Erkrankten materiell und moralisch helfen wollte. Anna Boch wird als Malerin dem Impressionismus und dem Neo-Impressionismus zugerechnet. Dies Bild von van Gogh ist jedenfalls das einzige Bild von ca 2200 Gemälden aus seiner Hand, welches er je zu Lebzeiten verkaufen konnte.
Man kann es heute gar nicht glauben und verstehen…



Anna Boch





Signatur
Nur wer nicht mehr die Neugierde hat zu lernen, ist alt.

RAJABEAT
unregistriert

...   Erstellt am 25.01.2014 - 16:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ergebnis
91 %.Wow! Museumsjunkie, Kunstprofessor oder selbst Künstler? An Sie haben wir keine weiteren Fragen. Herzlichen Glückwunsch!

Bei Vincent habe ich auf die Sonnenblumen getippt, was malt der auch so unverkäufliches Zeugs!




Elliz
unregistriert

...   Erstellt am 26.01.2014 - 11:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebes Streiflicht,

Kunst als Schulfach am Gymnasium habe ich gehasst. Uns wurden Texte vorgelesen, die wir zur nächsten Stunde zusammenfassen sollten. Ein Schüler hatte die vorgestellten Texte in einem Buch entdeckt und kopierte sie für die ganze Klasse. Die Lehrerin gab unterschiedliche Noten. Abgesehen von dieser nachweislich sympathiegelagerten Benotung, finde ich es ohnehin nicht in Ordnung, die Werke von Kindern zu benoten. Es ist wie im Sportuntericht: manche sind begabt, andere dafür mit unglaublichem Enthusiasmus und Ideenreichtum dabei. Was wiegt mehr?

Als ich in London in der Tate Modern war, habe ich viele Kinder gesehen - ich schätze, erste oder zweite Klasse -, die sich dort austoben durften. D.h., sie durften bestimmte Installationen anfassen, und sonst fassten die Kinder auch nichts an. Ich hatte Freude damit, zuzuschauen, wie diese Kinder sich freuten, wie locker sie mit Kunst umgehen konnten. Das brauchen wir doch.

Von Kindern zu Alten: Ich weiß nicht, ob ich die Geschichte meiner Eltern im Kunstmuseum hier eingestellt hatte, fasse deshalb nur kurz zusammen. Meine Eltern sind beide Mitte siebzig und waren noch nie in einem Kunstmuseum. Als sie zu Besuch waren und ich das vorschlug, wand mein Vater sich wie ein Aal und ließ sich - was ich beachtlich fand - durch Bilder aus einem Buch meines Lieblingsmalers Magritte überzeugen.

Im Museum gingen sie vor zum Bild, zurück, zeigten auf Details, ließen sich voll auf die Bilder ein. Als meine Mutter sich dann von einem Pollock hinreißen ließ, war ich mehr als erstaunt. Zwei Menschen aus einem kleinen Dorf, umständehalber eher bildungsfern, wenn auch nicht dumm, die sich im hohen Alter mit einer solchen Begeisterung auf absolutes Neuland einlassen - ich fand es umwerfend. Und ausgerechnet mein - in der Hinsicht - nicht so aufgeschlossener Vater meinte noch vor kurzem, es wäre so genial gewesen, da möchte er noch einmal hin.

Und das sollte doch die Essenz der Kunst sein: Liebe zu den schönen Dingen, Begeisterung für etwas Neues, Offenheit für anderes, Dialog und Diskussion darüber.




streiflicht ...

...

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.12.2017
Beiträge: 9
Nachricht senden
...   Erstellt am 26.01.2014 - 17:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Elliz,

da gebe ich gerne zu, meine Kindheit war begleitet von einer Familie, die sehr weitgehend mit Kunst zu tun hatte: Oma war Restauratorin für künstlerische Arbeiten auf Papier und Bücher. Eine Schwester meiner Ma hatte den gleichen Beruf ergriffen, hier spezialisiert für Ölgemälde. Die andere Tante war Kunsthistorikerin (besonders romanische Wand- und Buchmalerei) und Pa, den ich allerdings erst mit 17 kennenlernte, hat beruflich als Bühnenmaler an verschiednen Opernhäusern Italiens und auch als (gelernter) Restaurator für Fresken gearbeitet. Alle haben nichts herausragendes geschaffen, ihre Sache war eher die mühselige aber notwendige und zeitaufwändige Kleinarbeit. Von allen habe ich jedoch gelernt, die strenge Auslese aber auch die eigene Bescheidenheit vor wirklicher Kunst.
Dass das irgendwie Einfluss hat, kann man sich vielleicht denken.

Wie Du, Elliz, ja geschrieben hast: Für Kinder ist Kunst und Museen ein aufregende Erlebnis, wenn es gut angeleitet wird.
Übrigens hatte ich wohl auch Glück mit meiner Kunsterzieherin im Gymnasium, denn sie führte ihre Schüler sehr gut, sehr bedachtsam und einfühlungsreich an die Bildende Kunst heran. Das war sicher eher eine Ausnahme.

Meine erste Erinnerung an eine Ausstellung:

Im Haus der Kunst in München fand 1957 eine Gedächtnisausstellung zu Ehren Emil Noldes statt.
Als eine Art Geburtstagsgeschenk für mich, nahmen meine Mutter, ihre zwei Schwestern und Oma mich in diese Ausstellung mit. Als Dreijährige versteht man sicher nichts von Kunst, aber die vier Frauen waren wohl der Ansicht, man könne mit so etwas nicht früh genug anfangen.
In meiner Erinnerung war es ein für mich tolles und tief emotionales Erlebnis. Ich sah nur die Farben in den Bildern, die mir entgegen leuchteten, mich in den Bann zogen. Die Figuren und Zeichnungen habe ich erst viel später entdeckt, als ich kindlich versuchte Kopien davon zu malen. An dem Tag sauste ich jedenfalls mit großem Hallo von Bild zu Bild, kreuz und quer und wieder zurück durch die ganze Ausstellung und ertrank förmlich in diesem Farbenmeer.
Ich wollte gar nicht mehr weg, hab mit den Füßen getrampelt, geheult – aber was half es… Die Damen waren der Meinung, für diesmal sei es genug. Aber es folgten noch viele Ausstellungen in der Begleitung der sehr sachverständigen Frauen.

Auch heute noch. Gerade vor ein paar Tagen war ich mit den beiden nun über 70 Jahre alten Tanten in Frankfurt unterwegs: Museum für moderne Kunst: "Hélio Oiticica - Das große Labyrinth" (sehr schön, sehr interessant, ein Bruch zur traditionellen Kunst) und im Städel Museum die Dürer Ausstellung. Übrigens Dürer absolut sehenswert. ein "Muss"!! Also wer in der näheren oder weiteren Umgebung lebt, unbedingt hinfahren!

[Dieser Beitrag wurde am 26.01.2014 - 17:31 von streiflicht aktualisiert]





Signatur
Nur wer nicht mehr die Neugierde hat zu lernen, ist alt.

Elliz
unregistriert

...   Erstellt am 26.01.2014 - 19:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und ist es nicht schön, dass wir beide, Streiflicht, trotz komplett verschiedenen Hintergrunds dieselbe Liebe zur Kunst haben?




streiflicht ...

...

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.12.2017
Beiträge: 9
Nachricht senden
...   Erstellt am 26.01.2014 - 20:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, Elliz!





Signatur
Nur wer nicht mehr die Neugierde hat zu lernen, ist alt.

More : [1] [2]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Wie bibelfest sind Sie? focour 0 focour
Wir sind das Volk Hildebrandt 3 focour
Worte sind ... Rehmann 5 focour
Worte sind ... Helferlein 0 focour
Wie schlau sind Sie wirklich? Caja 11 focour
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------


"Licht und Schatten" - Monatsthema Januar 2015


Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
anns boch signatur
blank