Kulinarische Genüsse




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16.08.2007

Wie können Sonnenblumen ihre Köpfe drehen?

Antwort:


Das erinnert fast an einen Zaubertrick, oder? Sonnenblumen haben keine einzige Muskelfaser. Trotzdem drehen sie ihre Köpfe jeden Tag von Osten nach Westen, um der Sonne zu folgen! Wie ist das möglich? Die Pflanzen schaffen das, indem sie raffiniert die Länge ihres Stängels verändern. Nachts wächst dieser an der Westseite am stärksten. Millimeter für Millimeter schiebt er den Kopf dort in die Höhe – bis er nach Osten klappt, wo die Sonne am morgen aufgeht. Tagsüber ist es umgekehrt: Die westliche Seite der Blume wächst wenig, die östliche stark. Deshalb dreht sich der Kopf nach Westen. Für die Blume lohnt sich das Jonglieren. Forscher haben ausgerechnet, dass sie auf diese Weise knapp zehn bis 15 Prozent mehr Energie aufnehmen kann als Starrköpfe. Allerdings klappt der Schwenktrick nur, bis die Pflanzen ausgewachsen sind. Ausgewachsene Sonnenblumen können die Köpfe nicht mehr drehen und schauen immer nach Osten.

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...   Erstellt am 17.08.2007 - 06:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


16.08.2007

Ist der Kannibalismus eine Mär?


Nach Ansicht vieler Anthropologen: ja. Nach Ansicht einiger anderer: keineswegs. Beth Conklin von der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, ist die bislang letzte Forscherin, die ernstzunehmende Indizien für kulturellen Kannibalismus anführt. 19 Monate lebte sie bei den Wari im Regenwald Westbrasiliens. Die legten die Gebeine ihrer Toten nicht in die Erde, sondern auf den Grill. Zumindest bis Missionare um 1960 auftauchten. Weder Agression, noch Eiweißmangel, noch der Wunsch, bestimmte Eigenschaften des Toten zu erlangen, seien der Grund für den Verzehr gewesen, meint Beth Conklin. Noch heute verbrennen die Wari den Nachlass Verstorbener und sprechen deren Namen nie mehr aus. „Es ist ihre Art, Trauer zu zeigen.“ Die Leichen selbst werden inzwischen bestattet. Früher hätten die Wari es als entwürdigend empfunden, ihre Toten in der feuchten Erde vergammeln zu lassen.

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23.08.2007

Wie kommt die Haut auf die Milch?

Antwort:


Ihr kennt das: Man möchte heiße Milch oder Kakao trinken und lässt den Topf einen Moment zu lange stehen, schon sitzt diese zähe Schicht auf der Milch. Kleiner Trost: Das passiert nur, wenn Milch zu stark erhitzt wird. Sie setzt sich nämlich aus vielen Bestandteilen zusammen, zum Beispiel Wasser, Fett, oder Milchzucker. Außerdem enthält sie verschiedene Eiweiße, darunter Albumin, der Stoff, aus dem auch das Eiklar besteht. Und was passiert damit, wenn ihr ein Ei kocht? Genau: Es wird hart, weil das Eiweiß dabei gerinnt. Das Gleiche passiert auch, wenn ihr Milch erhitzt: Bei 70 Grad Celsius gerinnt das Albumin, sondert sich von den anderen Stoffen ab – und setzt sich als Haut oben auf der Milch ab. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern auch der Grund dafür, warum Milch so leicht überkocht. Denn beim Erhitzen entsteht Dampf, der nun unter der geronnenen Eiweißschicht gefangen ist. Die Dampfblase wird immer größer, bis sie die Haut durchbricht und über den Topf schwappt.

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23.08.2007

Ist der Kannibalismus eine Mär?


Nach Ansicht vieler Anthropologen: ja. Nach Ansicht einiger anderer: keineswegs. Beth Conklin von der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, ist die bislang letzte Forscherin, die ernstzunehmende Indizien für kulturellen Kannibalismus anführt. 19 Monate lebte sie bei den Wari im Regenwald Westbrasiliens. Die legten die Gebeine ihrer Toten nicht in die Erde, sondern auf den Grill. Zumindest bis Missionare um 1960 auftauchten. Weder Agression, noch Eiweißmangel, noch der Wunsch, bestimmte Eigenschaften des Toten zu erlangen, seien der Grund für den Verzehr gewesen, meint Beth Conklin. Noch heute verbrennen die Wari den Nachlass Verstorbener und sprechen deren Namen nie mehr aus. „Es ist ihre Art, Trauer zu zeigen.“ Die Leichen selbst werden inzwischen bestattet. Früher hätten die Wari es als entwürdigend empfunden, ihre Toten in der feuchten Erde vergammeln zu lassen.

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...   Erstellt am 31.08.2007 - 06:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


30.08.2007

Deutschland hat heute gefiederte Bewohner, die hier vor 50 Jahren noch nicht heimisch waren. Zum Beispiel ein Dutzend wild lebende Papageienarten. Stimmt's?


Ja, es stimmt. Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht, aber es wurde schon mindestens ein Dutzend wild lebender Arten bei der Brut beobachtet. Darunter Graupapageien, Amazonen und Sittiche: Nachkommen entflogener oder freigelassener Vögel. Erfolgreichster Neueuropäer unter den Papageienverwandten ist der Halsbandsittich (Psittacula krameri), den man inzwischen schon zu den in Mitteleuropa heimischen Brutvögeln rechnet. Auch der Gelbscheitelamazone (Amazona ochrocephala), dem zweithäufigsten ausgewilderten Papageienvogel, können die kalten europäischen Winter nichts anhaben.

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30.08.2007

Stimmt es, dass die Fußabdrücke von Astronauten auf dem Mond nie verwehen?

Antwort:


Sie können nicht verwehen, da es auf dem Mond weder Wind noch Wetter gibt. Wetter entsteht nur dann, wenn ein Planet eine Gashülle hat. Der Mond hat zu wenig Anziehungskraft, um Sauerstoff oder andere Gase an sich zu binden. Die Anziehungskraft eines Körpers hängt von seiner Masse ab. Der Mond ist klein und leicht – für einen Himmelskörper jedenfalls. Jeder Schritt eines Astronauten auf dem Mond hält als Abdruck in alle Ewigkeit.

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01. September 2007

Frage

Welches dieser Elemente des Periodensystems wurde nicht nach einer Stadt benannt?


a) Thallium
b) Yttrium
c) Magnesium
d) Hafnium

Antwort:

Das Thallium verdankt seinen Namen seiner leuchtend grünen Spektrallinie und nicht der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Erklärung:

Das Schwermetall Thallium entdeckten die beiden Chemiker William Crookes und Claude Auguste Lamy beinah zur gleichen Zeit - doch der Engländer war etwas schneller. Er fand es im Jahr 1861 bei spektralanalytischen Untersuchungen von Bleikammerschlamm in einer Schwefelfabrik und gilt damit als dessen Entdecker. Doch auch dem Franzosen brachte das Thallium Ruhm: Ihm gelang es als Erstem, das Schwermetall mit der Ordnungszahl 81 zu isolieren.
Weiteres siehe Quelle





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06.09.2007

Verwilderte Haustauben sind in unseren Städten nicht sehr beliebt. Ihr Kot kann Krankheitserreger enthalten, schädigt Kalksteinarchitektur und sieht unschön aus. Doch warum ist Taubenkot eigentlich weiß?


Im Gegensatz zu Säugetieren, die flüssigen Urin ausscheiden, entziehen Vögel dem Urin die Flüssigkeit. Die verbleibenden Salze und die Harnsäure werden zusammen mit den festen Exkrementen ausgeschieden und färben diese weiß. Bei den Säugetieren hängt die Farbe des Kots zwar von der Ernährung ab, ist jedoch meist dunkel (gelblich, braun oder grünlich). Jedoch nie weiß.

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08. September 2007

Frage

Welche dieser Personen wurden schon einmal versehentlich öffentlich für tot erklärt?


a) Pierre de Fermat
b) Paul McCartney
c) Nikita Chruschtschow
d) Bill Gates

Antwort:

Alle Antworten sind richtig. Jeder der Prominenten musste schon einmal die Nachricht seines eigenen Todes vernehmen.

Erklärung:

Die Vermutung, dass Pierre de Fermat bald sterben würde, drängte sich förmlich auf: Er war 1653 an der Pest erkrankte und sein gesundheitlicher Zustand sich schnell verschlechterte. Sein Freund Bernard Medon informierte jedoch einige Kollegen etwas voreilig über das Ableben des berühmten Mathematikers, denn dieser erholte sich überraschenderweise wieder. Deshalb musste Medon einige Zeit später zurückrudern und schrieb an Nicholas Heinsius: „Ich informierte Sie zu früh über Fermats Tod. Er lebt, und wir bangen nicht länger um seine Gesundheit, obwohl wir ihn für kurze Zeit zu den Toten gezählt haben.“ Fermat starb erst 12 Jahre nach seiner Erkrankung.
Weiteres siehe Quelle





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13.09.2007

Wer wurde beim ersten durch Dokumente belegten Tierprozess angeklagt?

Antwort:

Der erste durch Dokumente belegte Prozess gegen Tiere fand auf dem Reichstag in Worms im Jahre 864 statt. Angeklagt war ein Schwarm Bienen, durch deren Stiche ein Mann verstarb. Die Bienen wurden zum Tod durch Ersticken verurteilt. Im 15. Jahrhundert geriet auch ein Hahn in die Mühlen der Gerichtsbarkeit. Er wurde 1471 in Basel angeklagt, weil er - allen Naturgesetzen zum Trotz - ein Ei gelegt hatte. Gemäß dem Gerichtsurteil wurde er als "verkleideter Teufel" auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Berechtigung solcher tierischer Verfahren wurde aus der Bibel abgeleitet: "Wenn ein Ochse einen Mann oder eine Frau so stößt, dass der Betreffende stirbt, dann muss man den Ochsen steinigen ..." (Exodus 21,28ff.)

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