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Mehiel
unregistriert

...   Erstellt am 06.06.2007 - 08:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Pfefferminze






Pfefferminztee ist ein altes Hausmittel bei Magenverstimmung und zur Beruhigung. Tee aus frischen Blättern mit Zitronensaft und ein wenig Honig gewürzt erfrischt eisgekühlt an heißen Sommertagen. Verwendet man dazu ausschließlich Echte Minze, die kräftig rote Stengel hat, so ist das Getränk rosa gefärbt.

Die getrockneten Blätter eignen sich gemischt mit anderen duftenden Kräutern für Kräuterkissen Da Pfefferminze einen sehr hervorstechenden Duft hat, soll im Kräuterkissen nur ein geringer Anteil Blätter enthalten sein, damit das Pfefferminzaroma nicht alle anderen Düfte überdeckt.

Aus Pfefferminze, zusammen mit Melisse, Beifuß, Wermut und wildem Majoran lassen sich duftende Kränze binden. Die langen Stengel werden kurz über dem Boden abgeschnitten und zu mehreren zu einem Kranz gedreht, der mit feinem Blumendraht nicht zu dicht umwickelt wird. Auf diesem Unterkranz befestigt man mit Blumendraht kleine Sträußchen aus duftenden oder andere"


Pfefferminze stammt ursprünglich aus Japan oder China, die sich seit 2000 Jahren um den Ursprung der Pflanze streiten. Japanisches Heilöl und chinesischer Tigerbalm, deren Hauptkomponente Pfefferminzöl ist, ist ein bis heute bekanntes, fernöstliches Heilmittel.
Echte Minze (M. piperita) ist eine Kreuzung zwischen Wasserminze (M. aquati-ca) und Grüner Minze (M. spicata) und wurde im 17. Jahrhundert in England neben Kulturen von Grüner Minze entdeckt. Echte Minze ist steril, das heißt, sie bildet keine Samen aus. Mit unterirdischen Ausläufern vermag sie sich trotzdem mühelos zu verbreiten

Aus der griechischen Mythologie ist überliefert, dass die Wassernymphe Minthe von Persephone zu Tode getreten wurde, als diese erfuhr, dass Minthe die Geliebte des Gottes Hades war. Die schöne Naiade verwandelte sich daraufhin in die duftende Minzepflanze, die um so intensiver duftet je fester sie getreten wird

Duftende Kräuter und die kostbaren Wässerchen, die man aus ihnen destillierte, begleiten seit dem Altertum die Kultur der Menschheit. Duft ist auch heute noch Inbegriff von Luxus. Anfangs schmückte man sich und seine Umgebung mit duftenden Blumen und Kräuterkränzen, entdeckte aber sehr bald, dass unter Hitzeeinwirkung Düfte intensiver wurden. Es entstand der Name Parfüm aus „Per fumum" lateinisch „durch den Rauch". Seit dem 4. vorchristlichen Jahrtausend sind Techniken zum Auspressen, Auskochen und sogar Destillieren von Duftwässern bekannt.

Zahlreiche Funde belegen, dass duftende Kräuter bei religiösen Riten eine wichtige Rolle spielten. Vor allen Dingen mit Rauchopfern versuchten die Menschen der Antike, die Götter gnädig zu stimmen. Bei Naturvölkern ist dies auch heute noch Bestandteil von kultischen Handlungen. Sicherlich lässt sich das Versprühen von Weihrauchduft während der Messe in der katholischen Kirche auf alte, kultische Bräuche zurückführen.

Die weiße Magie verwendete duftende Kräuter, um böse Geister und Dämonen zu vertreiben, die sich des Menschen und der Tiere bemächtigten und sie krank machten. Kräuter wurden immer der Kranken verbrannt, die ausgeräuchert oder der Körper einem Kräuterstrauß geschlagen.

Aus der neueren Zeit weiß man, dass die Duftstoffe, die ätherischen Öle, weitgefächertes Wirkungsspektrum in unserem Körper haben. So können beruhigend oder anregend wirken, entzündungshemmend und desinfizierend, entkrampfend und entspannend; um einige Beispiele zu nennen.

Ihren wahren Boom erlebten die duftenden Kräuter und die aus ihnen hergestellten Parfüms in Paris zur Zeit der Sonnenkönige.

Damals hielt man Wasser für etwas äußerst Gefährliches, mit dem man möglichst nicht in Berührung kommen sollte, dementsprechend wusch man sich auch nicht. Verständlich, dass sich ziemlich unangenehmer Körpergeruch entwickelte, den man mit reichlich Parfüm zu übertönen versuchte.

Außerdem stank es in den Städten von all den Abwässern, die die Straßen entlangflossen, so dass man auch zum Überdecken dieser Gerüche Parfüms verwendete. Die Nachfrage nach Duftwässern wurde daher so groß, dass Kräuter vermehrt angebaut wurden und sich die bis heute bekannte Duftmetropole Grasse in Frankreich entwickelte.
Duftstoffe sind Botschaften, die wir aus unserer Umgebung aufnehmen und die unser Gehirn zu Bildern oder bestimmten Reaktionen im Körper umsetzen. Wenn auch unsere Nase mit dem Riechepithel bei weitem nicht so viele verschiedene Gerüche wahrnehmen kann wie zum Beispiel Hunde es können, so sind wir doch fähig, uns anhand von Gerüchen zu orientieren und Dinge zu erkennen, ohne sie zu fühlen und zu sehen.

Ähnlich wie beim Geschmacksinn können wir bestimmte Duftklassen unterscheiden, die sich jeweils durch ein Beispiel kennzeichnen lassen. Eine dieser Gruppen ist die Duftklasse „minzig", deren Vertreter natürlich die verschiedenen Minzearten sind.

Andere Duftklassen sind zum Beispiel „stechend" wie Essig, „blumig" wie Rosen, „animalisch" wie Moschus.




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 06.06.2007 - 11:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Mehiel,

das mit den Kränzen werde ich gleich
aufnehmen.
Komm mit in meinen Garten, da minzt es
in allen Ecken und Enden und der Lavendel
öffnet sich gewaltig.

Ingeborg




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 07.06.2007 - 16:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Mehiel,

der Kräuterkranz ist fertig und
wunderschön geworden.

Um den Draht wickelte ich Orangen-
minze, die sehr feste Stengel hat.
Dann mit Pfefferminze und Melisse
Volumen gegeben.

Ingeborg




Mehiel
unregistriert

...   Erstellt am 09.06.2007 - 07:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Ingeborg,
Orangenminze fehlt noch in meinem Kräutergarten.
Ich werde heute vormittag in die Kräutergärtnerei meines Vertrauens fahren, um sie zu kaufen.
Dort habe ich im letzten Jahr auch Ananassalbei bekommen. Einige Blätter davon im Milchreis 5 Minuten ziehen lassen, schmeckt erfrischend und hat ein wunderbares Aroma.

einen lichten Gruß
Mehiel




Mehiel
unregistriert

...   Erstellt am 09.06.2007 - 07:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Melde



Melde ist der Inbegriff von Un-Kraut, denn es folgt dem Menschen, wo immer er durch Hacken und Graben seinen Garten oder seine Felder bestellt.
Der Name „Hackfruchtgesellschaft" wurde geprägt für all die einjährigen Kräuter, denen auf diese Weise in jedem Jahr aufs neue Lebensraum geschaffen wird.
Inzwischen gehören viele seltene Kräuter zu dieser Gemeinschaft, denn gerade dieser Hackfruchtgesellschaft wird mit den ausgefallensten Pflanzengiften das Leben schwergemacht.
Das war natürlich nicht immer so, denn früher kannte man den Wert vieler Un-Kräuter als Nahrungsmittel und auch als Heilkraut.
In Pfahlbauten sind massenweise zusammengetragene Samen von Melde gefunden worden. Die fett- und eiweißreichen Samen sind wahrscheinlich gesammelt worden, um daraus Brot zu backen, so wie es in Südostrussland um die Jahrhundertwende noch üblich war.
Die Blätter von Meldearten wurden als Gemüse benutzt, lange bevor der verwandte Spinat im mitteleuropäischen Raum bekannt wurde. Melde wurde auch „Gesel", „Gosche" oder „Gese" genannt, Namen die sich auf die gänsefußartigen Blätter der Melde beziehen, die ja auch noch heute Gänsefuß genannt wird. Der Einfachheit halber bezeichnete man dann gleich alle Wildgemüse ums Haus mit demselben Namen, so daß auch der Giersch in manchen Regionen „Gosche" und „Göse" heißt.

Im Mittelalter war zum Beispiel die Gartenmelde eine der Haupt-Gemüsesorten, die in Gärten angebaut wurde und die man in Frankreich „Bonne Femme" nannte.
Nach der Mahlzeit mag dieser und jener vielleicht eine Pfeifchen mit „Rippentobak" geraucht haben, nämlich Tabak aus Meldeblättern.
Und wer zu reichlich Meldegemüse verzehrt hatte, für den wurde sie zur „Schietmell", denn sie hat eine leicht abführende Wirkung.
Die Engländer verwendeten die Blätter als „butter-leaves" zum Verpacken von frischer Butter, und in Rußland und auch Amerika waren gesäuerte Meldeblätter ein Wintergemüse.
Allerdings hat man auch zu früheren Zeiten für ungewollt wuchernde Kräuter nichts übrig gehabt.
Die Namen „Lusemellen" (Läusemelde), „Schneggechrut" (Schneckenkraut), „Saumelde", oder „Hundsschiß" kennzeichnen sehr treffend die Verärgerung der Menschen.
Auch die Bezeichnung „Gecke" ist nicht gerade positiv gemeint „weil sie so geckenhaft oft in großen Mengen in den Kartoffelfeldern hoch aufragen, als seien sie die wertvollsten Pflanzen; daher die Redensart: Do stonn die Gecken".

Neben der Weißen Melde oder Gänsefuß wuchs früher überall um die Dörfer herum der Gute Heinrich, eine Heilpflanze, die, stets zur Hand, bei den verschiedensten Erkrankungen von Tier und Mensch angewendet wurde. Im Volksglauben soll der Heilige Heinrich aus den Blättern ein Heilpflaster für Wunden zubereitet haben. Heute findet man den Guten Heinrich nur noch seien, da die meisten Dörfer die dörfliche Randzone mit ungenutzten Winkeln und Ecken, Feldwegen, Hecken, Scheunen und Stallungen verloren haben.
Mit dem Guten Heinrich sind auch die übrigen Kräuter aus den Dörfern verschwunden wie Schöllkraut, Brennessel, Eisenkraut, ichwarznessel oder die Zauberpflanze Eisenkraut. Dem Guten Heinrich gesellte man das Einjährige Bingelkraut iis "Bösen Heinrich" zu.
Es endete in der Tat böse, wenn jemand die beiden Pflanzenarten verwechselte und statt
Eintopf mit Gutem Heinrich oder Weißer Melde eben mit Bingelkraut kochte.

Aber keine Angst, die Kräuter ähneln sich überhaupt nicht, zum Beispiel stehen sich die Blätter des Bösen Heinrich" am Stengel zu zweit ;egenüber, was bei Meldearten nicht ;er Fall ist.

Meldearten und ihre Verwandten aus der Familie der Gänsefußgewächse sind über die ganze Welt verbreitet und werden überall als Blattgemüse, Körnerfrucht, Viehfutter und Zierpflanzen genutzt oder liefern wichtige Rohstoffe.
Die Zuckerrübe, die neben dem Zuckerrohr weltweit ein wichtiger Zuckerlieferant ist, Spinat und Mangold als Blattgemüse, die Rote Rübe als gesundes Wurzelgemüse und die Runkerübe gehören dazu genauso wie Quinoa, das von Südamerika zu uns kommt und in der Vollwerternährung eine Rolle spielt.

Quinoa, die Reismelde, ist eine alte Kulturpflanze, die schon den Inkas bekannt war. Sie ist noch heute in Südamerika von wirtschaftlicher Bedeutung und wird zu Mehl und Grütze verarbeitet oder wie Reis zubereitet.


Senfei mit Meldegemüse

Zutaten für 4 Portionen

240 g Melde,
80 g Butter,
frisch gemahlene Muskatnuss;
4 Eier;
300 ml Gemüsebrühe,
2 Schalotten,
100 ml Schlagsahne,
80 g Gelbsenf,
Salz,
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Die Melde abspülen, trocken schütteln und in 40 Gramm heißer Butter etwa zwölf Minuten dünsten, bis alle Blätter grün sind (das Gemüse soll noch Biss haben). Mit frisch geriebener Muskatnuss würzen (das Gemüse schmeckt bereits salzig). Die Eier wachsweich kochen, kalt ab-spülen und schälen. Gemüsebrühe und Schalottenwürfel etwa 20 Minuten sirupartig einkochen. Sahne zugeben, aufkochen und von der Kochstelle nehmen. Gelbsenf abspülen, trocken schütteln und zusammen mit 40 Gramm kalten Butterflöckchen in die Soße geben. Mit dem Stabmixer pürieren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Die Eier halbieren und zusammen mit der Soße und dem Gemüse anrichten

http://www.brigitte.de/kochen/rezeptsuc … degem%FCse




<Ein Mensch>
unregistriert

...   Erstellt am 06.09.2008 - 11:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Obwohl aus dem römischen Tempel der Kybele verbannt, gehörte Knoblauch zur Ration römischer Soldaten, die es vor Schlachten kauten, in der Hoffnung, es möge ihnen Mut verleihen.

Plinius behauptete, Knoblauch beuge gegen Wahnsinn vor, verscheuche Schlangen und sei ein Gegenmittel gegen die magischen Kräfte des Magnetits.

Für die indonesischen Batak besitzt Knoblauch die Macht, verlorene Seelen wiederzufinden.

Noch heute schützen karpatische Schäfer ihre Herde vor Schlangen, indem sie die Hände mit Knoblauch einreiben, bevor sie ihre Mutterschafe melken.

In vielen Kulturen wehrt Knoblauch angeblich Dämonen, Hexen, Feen und (in Indien) den „bösen Blick" ab.

Nach westlichem Aberglauben wehrt Knoblauch Vampire ab.

Knoblauch wurde häufig eine antiseptische Wirkung zugeschrieben, und im Ersten Weltkrieg wurde er von Ärzten entsprechend eingesetzt.

Überhaupt häuften sich im Laufe der Zeit die Krankheiten, gegen die Knoblauch helfen soll, darunter Keuchhusten, Grippe, Flechte, Gelbsucht, Hydrophobie und sogar Unfruchtbarkeit.

Jüngste medizinische Studien lassen vermuten, dass Knoblauch den Cholesterinspiegel senkt.

Horaz wetterte gegen den Gestank von Knoblauch, er sei „schlimmer als der von Schierling".

Die Knoblauchmayonnaise Ajoli wurde angeblich von Kaiser Nero erfunden,

Im Jahr 1300 verbot König Alphons von Kastilien Rittern, die Knoblauch gegessen hatten, den Zutritt zu seinem Hof und jeglichen Umgang mit Höflingen.

Abergläubische Reisende legten Knoblauch an Wegkreuzungen nieder, um sich vor Hekate, der griechischen Göttin der Unterwelt, zu schützen.

Bei den Aimara-Indianern in Bolivien nehmen Stierkämpfer Knoblauch mit in den Ring, in der Hoffnung, dass die Stiere dann nicht auf sie losgehen.


Italienisch aglio
Chinesisch suen tau
Französisch ail
Englisch garlic
Schwedisch vitlök
Norwegisch ... hvitlok
Spanisch ajo
Portugiesisch .... alho
Malay.. bawang putih
Thai katiem
Vietnamesisch toi
Russisch.... tschesnock

Bildquelle und mehr über Knoblauchsorten




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 06.09.2008 - 13:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hach, wie das duftet!

Ingeborg





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