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sirpm ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 16:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo an alle, ich bin absoluter Anfänger (von einem missglückten Ansatz vor 15 Jahren mal abgesehen oder gerade deswegen) und mich würde zwecks Planung (Anschaffung der Geräte) interessieren, wie viel Wein ein 20-Liter-Ansatz Schlehe ergeben wird, welche Ballongrößen ich also brauche. Hätte jetzt geplant, einen 30-Liter-Speidel Plastik zu kaufen und dann nach 5 Tagen in einen Glasballon umzusiedeln - wie groß sollte dieser sein? Ich denke, es wird nicht viel mehr als 10 Liter sein, also ein 15 Liter-Ballon wg. Restgärung wäre wohl ausreichend und zur Klärung dann ein 10-Liter-Ballon, oder? Danke im Voraus für eure Antworten! VG sirpm




felix ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 16:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sicher wirst Du einen Verlust während der Herstellung haben (Bodensatz usw.). Wenn Du aber bei einem Ansatz von 20 l Volumen nur eine Ausbeute von 10 l erwartest, ist der Verlust wohl zu hoch angesetzt. Ich bringe meine Ansätze immer auf ca. 6-6,5 l, nach der Gärung und Abzug vom Bodensatz bekomme ich damit einen 5 l-Ballon spundvoll. Übriggebliebener Wein wird dann eben einer abendlichen Vorausverkostung zugeführt Ich komme bei einem Endvolumen von 5 l regelmäßig auf einen Bodensatz von unter 0,5 l, manchmal ist es auch mehr, aber über einem Liter war ich noch nie. Und das ist auch schon ziemlich heftig...

Gruß,
Christian





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O Alkohol, o Alkohol,
dass Du mein Feind bist, weiß ich wohl!
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(gelesen auf einem Schild in einem Weinberg zwischen Laudenbach und Heppenheim an der Hessischen Bergstraße - Autor mir unbekannt)

sirpm ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 16:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke für deine Antwort! ...das hieße aber auch, dass ich beim Umsiedeln in den Gärballon einen 25-Liter-Glasballon für die Restgärung verwenden sollte und dann nach dem Abziehen vom Bodensatz die Selbstklärung im 20-Liter-Ballon starten sollte... richtig?




vladdi78 ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 17:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tach auch!

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, ob Du eine Saft- oder eine Maischegärung machst, da schon alleine beim Abziehen der Maische ja Verluste entstehen. Je nachdem, welche Frucht Du verarbeitest, kann es mal mehr, mal weniger sein. Gestern hatte ich meine Sauerkirsche endlich mal abgepreßt. 12 Liter waren vorher drin, nachher noch mehr als 11 (11,5 L vielleicht?). Bei meiner Pflaume blieb deutlich mehr im Tuch hängen. Den Streß hast Du bei einer Saftgärung nicht.

Beim Abziehen von der Hefe kannst du - je nach Fruchtmenge und Gesamtvolumen - mit 5 - 10% "Schwund" rechnen. Kommt ganz darauf an, welche Früchte Du verarbeitet hast. Und darauf, wie sehr Du noch dem letzten Tropfen hinterherjagst.

Wenn Du 20 Liter ansetzen willst, ist ein 30 Liter Behälter sinnvoll, da einige Ansätze zu starker Schaumbildung neigen. Wenn der Reserveraum nicht ausreicht, hast Du den Schaum schnell ringsrum verteilt. Oder an der Decke kleben (hatte hier auch schonmal jemand). Sobald die stürmische Phase vorbei ist (ich würd mal sagen sobald der Ansatz in die Nähe der 10 Vol-%-Alkohol-Marke kommt) kannst du die Behälter schon sehr knapp bemessen, da passiert nicht mehr viel (sprich: wenn dann 19,5 L übrig bleiben tuts auch ein 20 L Behälter, nur mit dem Schwenken wirds etwas umständlich...).

[Dieser Beitrag wurde am 20.10.2009 - 17:04 von vladdi78 aktualisiert]





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B!

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...   Erstellt am 20.10.2009 - 17:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo sirpm,

Du kannst nach dem Abpressen auch in dem 30er Fass weiter vergären. Nach der Gärung ist der große Leerraum freilich nicht optimal, dann sollte er nicht zu lange in dem Fass bleiben und zügig von der Hefe abgezogen wrden in den 20er Ballon umziehen.





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Jede Null verzehnfacht das Problem.
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

sirpm ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 20:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke erst einmal für die vielen Antworten.

Ich wollte mich an das Schlehen-Rezept aus der Rezeptsammlung wagen (wir hatten vor kurzem einen 25a alten Schlehenwein von meinem Vater aufgemacht - eine Flasche war perfekt, eine Flasche war braun oxidiert) und seitdem schwebt der Traum vom eigenen Schlehenwein über uns...

Kurzum: Eine Maischegärung mit Schlehe ist geplant (ich will die Tage die Früchte sammeln und tiefkühlen [um die Mengen zusammenzubekommen]), dann nach 5 Tagen Maische abpressen und dann hätte ich mir je nach Restvolumen des entstandenen Weins passende Behälter aus Glas zugelegt für die Restgärung und dann nach dem Abziehen vom Bodensatz für die Selbstklärung.




Szegedi 
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 01:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ felix

verstehe ich das richtig, du bekommst am ende ca. nur 5 liter aus deinen 20l ansätzen?

mfg




felix ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 10:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ohje, nein, das wär ja schrecklich

Ich lege meine Ansätze so aus, dass ich am Ende sicher 5 Liter übrig habe. Meistens haben meine Ansätze zu Beginn ein Volumen von 6 bis 6,5 Litern, wobei dann meistens beim Abziehen von der Hefe (und Umzug in den 5-Liter-Ballon) ein kleines Bissle übrig bleibt, was dann sozusagen als Vorausahnung nach Einstellung des Restzuckers verkostet wird. Dient mir nebenher auch noch als Experimentierfeld, wie viel Zucker ich eigentlich zugeben muss, damit es anständig schmeckt. Dann weiß ich bei der Flaschenfüllung bereits Bescheid und kann in Ruhe arbeiten.

Gruß,
Christian





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Szegedi 
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 11:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ach so herum, entschuldige!
hab des gestern zu später stunde wohl nicht mehr ganz überrissen!

mal eine andere frage, wieso machst du nicht ein bisschen größere ansätze von gelungenen weinen, da der arbeitsaufwand relativ der gleiche ist, und vom verlust her, ich sag mal bei mir auch nur um die 2l je nach ansatz ist. so hat man ein paar flaschen mehr um auch länger davon zu genießen!

mfg




felix ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 17:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dafür gibt es ein paar einfache Gründe:


  • Meine derzeitige Ausstattung erlaubt keine größeren Ansätze und für eine Erweiterung der Kapazitäten reicht der Platz nicht (ich weiß nicht mal, ob ich den zusätzlichen 5-Liter-Ballon, den ich gerne hätte, noch irgendwo sinnvoll unterbringen kann)

  • Aus dem gleichen Grund ist auch die Lagerkapazität sehr eingeschränkt, mehr als etwa 50 Flaschen gehen nicht. Also nutze ich diese Kapazität lieber für möglichst viele verschiedene Weine

  • Letztlich bedeuten mehr Ansätze auch eine schneller wachsende Erfahrung. Obwohl ich schon einige recht gelungene Weine gemacht hab, bin ich wohl noch weit entfernt vom Profi.

  • Und trinken muss das Zeug ja auch irgendwann irgendwer



Gruß,
Christian





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