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Claudi 
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...   Erstellt am 15.05.2008 - 21:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke, es tut mir so gut, so viele Antworten von euch zu lesen *knuddel* Es gibt nur noch wenige Mitmenschen, im Real, die mich wirklich verstehen. Letzlich meinte jemand zu mir dass es doch schon so lange her sei, in der Art, warum trauerst du denn noch immer Ich glaube diese Aussage hat mich durcheinander gebracht. Und wenn ich manchmal zu meinen Freundinnen sage dass es mir psychisch nicht gut geht, fragen sie immer warum? Ja warum wohl ... ?

Wenn mich die Erinnerungen einholen, ich an den Tag der Geburt denke, mich erinner wie er aussah ... wie soll es einem dann gut gehen?!? Es ist einfach nur traurig, und es ist traurig dass viel einen nicht wirklich verstehen können

[Dieser Beitrag wurde am 15.05.2008 - 21:55 von Claudi aktualisiert]





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franzi ...
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...   Erstellt am 16.05.2008 - 12:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


SternenmamaMela schrieb

    die Trauer kommt und geht und das ist ganz normal. Es gibt Tage an denen geht es einem gut und man hat ein schlechtes Gewissen, weil man "es so gut verpackt hat" und dann gibt es Tage an denen man im dunkelsten Loch sitzt.


ja, das kann ich auch nur unterstreichen!!! Genauso gings mir auch, bzw. gehts mir manchmal noch heute.
Laß dir von keinem vorschreiben, wie lange, ob oder warum du trauerst bzw. trauern mußt.
Ich denke, das wird dich auch noch einige Zeit, wenn nicht sogar Jahre begleiten

SternenmamaMela schrieb

    Ich hab manchmal das Gefühl, dass man um einen Menschen, den man richtig lang gekannt hat, mit dem man richitg gelebt hat länger trauern darf, als um ein kleines Menschlein, das vieeel zu schnell wieder gehen musste.


dazu muß ich sagen, daß ich das aus zwei Sichtpunkten sehe. Meine Mutter ist diese Woche Mittwoch vor 30 Jahren gestorben. Eigentlich hab ich sie ja kaum gekannt. Ich meine, nur ein viertel meines Lebens.
Aber manchmal hatte ich hier auch das Gefühl, daß ich nicht an sie denken und um sie trauern darf. Manchmal frag ich mich, was sie zu der ganzen Sache bzgl. FG und künstl. Befruchtung etc. gesagt hätte. Sie hatte damals auch ne FG und man muß wohl auch schon festgestellt haben, daß es ein Mädchen geworden wäre (und das 1963 - war wohl auch schon etwas weiter), aber darüber gesprochen worden ist nie. Damals noch weniger als heute!
Trotz, daß ich sie nicht so gekannt habe, hab ich sie immer furchtbar vermißt und die wenigen Dinge, die mich an sie erinnert haben nicht nur in meinem Herzen, sondern auch in echt in Ehren gehalten.
Aber du hast schon recht. Von meiner FG hab ich bisher auch kaum jemand erzählt, allein schon, weil ich weiß, wie banal das manche Leute sehen !

Claudi schrieb

    Und wenn ich manchmal zu meinen Freundinnen sage dass es mir psychisch nicht gut geht, fragen sie immer warum? Ja warum wohl ... ?


siehst du, das meine ich. Wenn du dir selber schon eingestehst, daß es dir psychisch nicht gut geht, dann versuch doch, ob du eine Therapie machen kannst.
Muß ja vielleicht noch nicht mal bei einem Therapeuten sein.

Meine Schwester hatte vor einiger Zeit mal bei so nem Kurs in Kloster Arenberg mitgemacht. Es war ein Malkurs. In dem Kurs waren viele Frauen, die auch Krebspatienten sind.
Ich hab die Bilder gesehen, die waren sowas von Ausdrucksstark und die Woche hat meiner Schwester richtig gut getan.





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Claudi 
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...   Erstellt am 16.05.2008 - 13:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


franzi schrieb
    siehst du, das meine ich. Wenn du dir selber schon eingestehst, daß es dir psychisch nicht gut geht, dann versuch doch, ob du eine Therapie machen kannst.
    Muß ja vielleicht noch nicht mal bei einem Therapeuten sein.


Ich glaube das ist jetzt falsch rüber gekommen, ich wollte damit nur sagen, dass die Menschen mich nicht verstehen wenn es mir mal nicht gut geht. Und sie dann auch fragen warum es mir nicht gut geht ... Für sie ist das schon so lange her. Aber ihr habt ja auch alle geschrieben 5 Monate sein nichts. Psychisch habe ich nur geschrieben, weil es mir ja körperlich gut geht. Ich bin dann eben nicht so gut drauf, muss viel an Anton denken und auch weinen.





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Claudi 
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...   Erstellt am 19.05.2008 - 00:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mir ging es die letzten Tage weiterhin schlecht. Zum Wochenende ist sogar noch schlimmer geworden. Mein Mann und ich haben lange geredet und auch selber etwas analysiert. Und sind dann dabei auf folgendes gestoßen, ich habe den Tod und die Trauer um unser Kind wohl gut verarbeitet (sowie man das halt nach 5 Monaten kann) Allerdings habe ich ein Trauma wenn es darum geht was passiert ist. Also gerade alles was mit Schwangerschaft zu tun hat ist ein Tabuthema für mich. Ich habe mehr als Panik wenn ich an eine weitere Schwangerschaft denke und wenn ich auch mit anderen Schwangeren zu tun habe kommt alles wieder hoch. Nicht dass ich die Frauen wegen dem gesunden Kind im Bauch beneide. Bei mir ist es ganz anders, schwierig zu beschreiben.

Auf jeden Fall haben wir beide nun gemerkt dass es so für mich nicht weitergehen kann. Ich kann das alleine nicht verarbeiten. Dazu muss ich sagen dass die erste Schwangerschaft schon nicht einfach war. Vielleicht waren die beiden nicht so schönen Schwangerschaften too much für mich. Ich bin zur Zeit wirklich am Boden und war letzte Woche deshalb auch schon krank geschrieben. Morgen gehe ich nochmal mit meinem Mann zu unserem Hausarzt und werde mich wohl auch erstmal noch etwas krankschreiben lassen. Denn ich habe das Gefühl dass ich kurz vorm "Nervenzusammenbruch" stehe, jetzt mal überspitzt geschrieben. Werde mit ihm überlegen wie es weitergeht. Und dann wohl eine Therapie oder ähnliches machen.

Wegen meiner Arbeit habe ich auch voll das schlechte Gewissen, aber ich merke es geht zur Zeit nicht. Zudem wäre am 31.05. eh mein letzter Arbeitstag, dann gehe ich wieder für 1 Jahr zurück in die Elternzeit. Aber das schlechte Gefühl habe ich trotzdem und das belastet mich zudem auch noch.

Ach, auch wenn es mir noch immer nicht gut geht. Nun wissen wir zumindestens schon etwas warum es mir nicht gut geht. Ich weiß, wir sind keine Psychologen, der wird mit mir dann hoffentlich alles aufarbeiten können. Ich habe nämlich das Gefühl dass ich in letzter Zeit davor weggerannt bin.

Danke an euch alle, irgendwie seit ihr zur Zeit die einzigen die mich verstehen *dickenknuddel*





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Borsti ...

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...   Erstellt am 19.05.2008 - 10:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schön das du mit deinem Mann drüber reden konntest und du dir nun Hilfe von außen suchst.Das hört sich für mich auch so an als müßtest du mal etwas mehr über die Schwangerschaften und Geburten generell mit jemanden reden.Du hast da wohl doch irgendwas verdrängt und das holt dich jetzt ein.Ich wünsche dir viel Erfolg beim Hausarzt und das du bald wieder lachen kannst!

GLG
Borsti





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...   Erstellt am 19.05.2008 - 11:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Claudi,

ich schreibe dir später mehr. Ich möchte dir jetzt nur sagen, dass ich es super finde, dass du dir einen Therapeuten suchen möchtest. Frag mal deinen Hausarzt dann bekommst du eher einen Termin.

liebe Grüße

Mela





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Viele Grüße von Melanie
mit ihren 3 kleinen Sternchen und Söhnchen Simon (*/ 21.05.06 in der 22. SSW) im Herzen
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manu ...
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...   Erstellt am 19.05.2008 - 12:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist gut das du wohl selbst weißt was die Ursache ist.
Ich selbst war auch über Monate in Therapie, hätte es alleine nicht geschafft, gerade als ich wieder ss war, ich hatte wahnsinnige Angst vor der ss , das wieder passiert und war froh das ich diesen Schritt gegangen bin.
ICh wurde dann am Anfang der ss begleitet von ihr, und habe dann von mir aus gesagt ich will nicht mehr hin, hatte aber die Option jederzeit wiederzukommen wenn es mir schlecht geht, musste ich aber nicht, habe meine Ängste gut in Griff bekommen, aber es tat gut zuwissen da ist jemand professionelles der Dir helfen kann.
Nehme das in Anspruch, denke an Dich.
Du hast einen Mann an deiner Seite der Dich unterstützt und zu Dir steht das ist sehr, sehr wichtig.
ICh hoffe das Du bald wieder lachst.

LG
Manu





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SternenmamaMela ...
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...   Erstellt am 19.05.2008 - 15:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Claudi,

so, nun kommt eine ausführlichere Antwort.

Wie vorhin schon geschrieben, finde ich es gut, dass du nun eine Therapie machen möchtest, um dich mit deinen Ängsten auseinanderzusetzen. Auch für eine eventuelle Folgeschwangerschaft wäre es wohl für dich sinnvoll, wenn du eine besondere Begleitung hättest. Die bekämst du z.B. bei der Caritas, es gibt aber auch FÄ und Hebammen, die dieses anbieten.

Ich habe auch nach Simons Tod eine Therapie gemacht, allerdings mit einem Therapeutenwechsel zwischendrin, da ich mit dem ersten so gar nicht zurecht kam. In der Schwangerschaft mit Julian bin ich dann besonders betreut worden, ich war abwechselnd beim FA und in der Hebammenpraxis und hatte in dem Klinikum, in dem Simon geboren und mein Muttermundverschluss gemacht wurde, eine Psychologin, die mir sehr geholfen hat, besonders an dem Tag vor der OP. Ohne all diese Leute und vor allem ohne meinen Mann wäre ich wohl (noch mehr) durchgedreht.

Du schreibst, dass du wegen deiner Arbeit ein schlechtes Gewissen hast jetzt in den Krankenstand zu gehen. Ich finde, dass du das nicht haben musst, denn an erster Stelle stehst jetzt du und deine Gesundheit. Was bringt es dir, wenn du dich nicht richtig konzentrieren kannst, du dich schlecht fühlst und dabei arbeiten gehst? Nichts! Irgendwann klappst du dann ganz zusammen, auch wenn du "nur noch" zwei Wochen vor dir hast.

Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass es dir bald wieder gut geht und du das, was passiert ist aufarbeiten kannst.

Liebe Grüße

Mela





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Claudi 
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...   Erstellt am 20.05.2008 - 00:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke euch allen für euren Zuspruch. Ich habe nun zwei Therapeuten die mein Hausarzt mir empfohlen hat und werde dort die Tage einen Termin ausmachen. Ich hoffe dass ich zeitig einen bekomme, irgendwie sieht das wohl immer schlecht aus Aber ich bin einfach mal guter Dinge.

Ja, irgendwie habe ich da gerade was die Schwangerschaften betrifft einiges verdrängt. Daher habe ich auch diese extreme Panik vor einer neuen SS. Und auch so kann ich das Thema SS im Moment nicht hören Ich hoffe dass ich da schnell wieder rauskomme. Auch wenn ich noch immer nicht glaube, dass ich in den nächsten Jahren noch eine SS wage Ist es doch mehr als wichtig dass ich dieses Trauma hinter mir lasse.

Danke nochmal, ich werde weiter berichten.





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Schneesternchen ...
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...   Erstellt am 21.05.2008 - 18:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Claudi schrieb
    Ich habe nun zwei Therapeuten die mein Hausarzt mir empfohlen hat und werde dort die Tage einen Termin ausmachen. Ich hoffe dass ich zeitig einen bekomme, irgendwie sieht das wohl immer schlecht aus


Wenn man nicht gerade privat versichert ist, sieht es wohl schlecht aus mit den Wartezeiten. Aber vielleicht kann dein Arzt für dich beim Therapeuten anrufen. Dann geht das oftmals schneller mit dem Termin.

Ich selber gehe seit kurzem auch zu einem Psychologen (teilweise zusammen mit meinem Mann) und bei mir hat meine FÄ für mich den Termin gemacht, so dass ich gar nicht lange darauf warten mußte.

Ich hoffe, dass es dir bald wieder sehr viel besser geht.

LG,

Eva

[Dieser Beitrag wurde am 21.05.2008 - 18:29 von Schneesternchen aktualisiert]





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Eva, 35, gerade "zwischen den Stühlen" (vorerst Pause bis Anfang 2009)
Mamu von den 3 großen wundervollen Kindern meines Mannes (2 Jungs (22, 17) und 1 Mädel (10))
Mama von 2 kleinen lieben Sternchen (08/2007 (9.SSW) und 01/2008(8.SSW) )

Ohana means family - family means nobody gets left behind or forgotten. (~ Lilo and Stitch)


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