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Oldface ...
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...   Erstellt am 19.01.2008 - 17:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich weiß nicht, ob eine rein technische Frage überhaupt in dieses Forum passt bzw. hinein gehört.

Bei meiner digitalen Spiegelreflexkamera gehörte ein Akku zum Lieferumfang. Einen zweiten habe ich zugekauft.

Hier steht, dass man solche Akkus bei 60% Ladezustand lagern soll. Laut der Betriebsanweisung, die dem Ersatzakku beiliegt, soll man den Akku hingegen entladen einlagern. Es wird empfohlen, den Akku durch Gebrauch der Kamera zu entladen, bevor man ihn weglegt.

Das ist doch Nonsens! Ich schieße doch nicht mit einer Spiegelreflexkamera, die bei jeder Auslösung auch mechanisch belastet wird, 400 Bilder vom Teppichboden, nur um den Akku leer zu bekommen.

Was ist überhaupt mit „Lagerung“ gemeint? Ein Nichtgebrauch über mehrere Monate oder Jahre? Oder auch mehrere Tage oder einige Wochen? Das wäre in diesem Zusammenhang sehr wichtig, ist aber nirgends definiert.

Um dem einigermaßen nahe zu kommen mache ich es in der Praxis so: Ich gehe zu einer Fotosession mit zwei voll geladenen Akkus los. Wenn der erste leer ist, lege ich den zweiten ein. Wieder zu Hause lasse ich den zweiten, „angebrauchten“ Akku in der Kamera und lege ersten leer weg. Beide lade ich erst dann wieder auf, wenn ich die Kamera das nächste Mal brauche.

Es kommt aber auch vor, dass ich den Reserveakku gar nicht brauche und ihn „voll“ wieder mit nach Hause bringe. Dann nehme ich den „halb leeren“ Akku aus der Kamera raus und lasse mit dem „vollen“ eine halbe Stunde den Monitor leuchten, um wenigstens etwas Ladung heraus zu kriegen, bevor ich die Kamera weglege.

Wie handhabt ihr das? Nehmt ihr beim praktischen Gebrauch eurer Kameras überhaupt auf diese Problematik Rücksicht? Gibt es schon Erfahrungswerte bezüglich Kapazitätsverlust und Lebensdauer dieser Akkus bezogen auf die individuelle Handhabung des Ladens, Entladens und Lagerns?

Gruß von Oldface




Minotaurus ...
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...   Erstellt am 19.01.2008 - 19:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oldface schrieb
    Ich weiß nicht, ob eine rein technische Frage überhaupt in dieses Forum passt bzw. hinein gehört.

Hallo Oldface,

selbstverständlich steht Deine Frage hier an der richtigen Stelle, denn genau dafür wurde ja diese Kategorie eingerichtet.
Ehrlich gesagt, diese Theorie über die richtige Lagerung von Akkus höre ich hier zum ersten Mal.
Ich beschäftige mich ja in beruflicher Hinsicht schon seit vielen Jahren mit verschiedenen Arten von Akkumulatoren, aber dort kenne ich eher den Begriff der Tiefentladung, die einen Akku (nicht nur im Auto) völlig zerstören kann.
Hier ein Beitrag von Wikipedia zu diesem Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefentladung

Bei Akkus für Kameras habe ich bereits ähnliche Erfahrungen gemacht: Nämlich daß ein leerer Akku nach einigen Wochen oder Monaten so kaputt ist, daß er bestenfalls noch für den Sondermüll zu gebrauchen ist.
Ein erneuter Ladevorgang bringt nicht mehr den gewünschten Effekt, da der Akku zwar noch Ladestrom aufnimmt, diesen aber nicht mehr speichern kann. Im Klartext: Nach wenigen Bildern sind die Akkus leer.

Nun möchte ich Dir ja nichts dreinreden, aber ich lagere meine Akkus seitdem nur noch voll geladen. Zwar verlieren sie im Laufe mehrerer Wochen (je nach Typ und Bauart) ebenfalls ein wenig an Kapazität, aber sie gehen wenigstens nicht kaputt.
Ein kurzer Ladevorgang vor dem Einsatz bringt sie wieder zu alter Frische.

Sogar neue Akkus (die ebenfalls in vollgeladenem Zustand verkauft werden) nehme ich aus der Verpackung und lade sie von Zeit zu Zeit wieder nach, bevor ich sie wieder einlagere.
Das beste aber, was einem Akku passieren kann, ist nicht die Lagerung, sondern ein regelmäßiger Betrieb. Also jeweils Ladung und Entladung über einen längeren Zeitraum. Sämtliche Frischhaltegeräte für Akkus funktionieren nach diesem System.

Nun hoffe ich, mit meinen Ausführungen keine allzu große Verwirrung gestiftet zu haben?





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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)

Oldface ...
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...   Erstellt am 20.01.2008 - 03:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Minotaurus,

vielleicht ist es nicht deutlich genug rübergekommen, da es nur in der Überschrift steht: ich spreche hier ausdrücklich und ausschließlich von Li-Ion-Akkus, nicht NiMH und anderen. Die Unterschiede sind gewaltig. Wenn man meinem Link oben folgt und sich die einzelnen Bauarten näher anschaut, wird das klar.

Zumindest bei Li-Ion-Akkus – für andere kann ich nicht sprechen – ist mit „entladenem Zustand“ die zulässige Entladespannung gemeint, das ist noch längst keine Tiefentladung. Li-Ion-Akkus werden im Gegensatz zu anderen Typen leer geliefert. Also leer im Sinn dieser Entladespannung, nicht tiefentladen. Wenn man einen neu gekauften Li-Ion-Akku in die Kamera einsetzt, kann man 10 bis 20 Bilder machen, dann ist Schluss und er muss geladen werden.

Li-Ion-Akkus werden „flach“ gecycelt, also nicht völlig aufgeladen und nicht ganz leer gebraucht. Dafür sorgt die Lade- und Entladeelektronik im Ladegerät bzw. in der Kamera. Die meisten Li-Ion-Akkus besitzen darüber hinaus noch eine interne Schutzelektronik, um Manipulationen (Erhöhen der nutzbaren Kapazität) durch Fremdladegeräte (Akku-Tuner) zu verhindern. Die wahre Kapazität beträgt ungefähr das 1,5-fache von dem, was draufsteht. Dass der Rest durch elektronische Begrenzung nach „beiden Seiten“ nicht nutzbar ist, ist Absicht und soll der Lebensdauer und der Vielzahl der Lade- und Entladezyklen zugute kommen.

Auf ausschließlich diesen Akkutyp bezieht sich meine Frage, wie die Leser damit in der Praxis verfahren.

Grüße von Oldface




Alick ...
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...   Erstellt am 20.01.2008 - 23:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich habe seit Jahren Li-Ion Akkus in meinen Handys. Eine Lagerzeit haben die dann zwar nicht, wo sie einfach nur rumliegen, aber sollte es mal vorkommen, dann versuche ich, sie möglichst leer in die Schublade zu tun. Hat sich bei meinem uralt-Siemens bestens bewährt, da läuft der erste Akku auch nach 10 Jahren noch, wenn er dann mal wieder als Reserve-Handy herhalten muss




Oldface ...
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...   Erstellt am 21.01.2008 - 00:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Verfahren entspricht ja genau meiner im Eingangspost angeführten Betriebsanleitung.





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