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...   Erstellt am 10.09.2005 - 21:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Japanische Schrift:

Die japanische Schrift setzt sich aus vier verschiedenen Elementen zusammen, aus Kanji (chinesische Schriftzeichen), Hiragana und Katakana (Silbenschriften) sowie Romaji (lateinisches Alphabet).


Kanji ("kan" ist ein alter Name für China, "ji" steht für Zeichen) sind die chinesischen Schriftzeichen, die - über Korea - im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung von China nach Japan gelangten. Kanji sind Piktogramme, bildliche Darstellungen des so bezeichneten Objekts.

Weitere Begriffe und Wörter sind aus der Kombination verschiedener Kanji gebildet. Aus dem Zeichen für Reisfeld (ta) und dem Zeichen für Stärke, Kraft (chikara) entsteht das Zeichen für Mann (otoko).

Gebüsch (hayashi) und Wald (mori) werden beide aus dem Zeichen für Baum (ki) gebildet.


Vor der Übernahme und Anpassung der chinesischen Schrift gab es in Japan keine schriftlichen Aufzeichnungen. Nach ihrer Einführung erhielten die chinesischen Zeichen die Aussprache eines japanischen Wortes (Kun oder japanische Lesart) bzw. übernahm man vielfach auch das chinesische Wort und seine Aussprache.

Insgesamt gibt es etwa 50.000 Kanji, von denen sich etwa 3.600 in der chinesischen und japanischen Lesart unterscheiden. Seit 1981 gibt es ministerielle Richtlinien, so dass heutzutage 1.945 Kanji in der Grundausbildung gelehrt und in Veröffentlichungen benutzt werden.

In der japanischen Schrift werden Kanji für Verben, Adjektiva und Substantiva verwendet. Für die grammatikalischen Endungen jedoch und andere Worte, die nicht durch die chinesischen Schriftzeichen ausgedrückt werden können, finden die Hiragana- und Katakana-Schreibsysteme Anwendung.


Etwa im 9. Jahrhundert entwickelte sich in Japan ein eigenes Schriftsystem das auf Silben beruht, nämlich Hiragana und Katakana (zusammen als "Kana" bezeichnet). Beide Schriftsysteme bestehen aus 46 Zeichen, die Kanji-Ursprungs sind, jedoch über die Jahrhunderte sehr vereinfacht wurden. 5 der 46 Zeichen sind Vokale (a, i, u, e, o), die anderen Silben sind Kombinationen dieser Vokale mit einem Konsonanten (ka, ki, ku, ke, ko, ra, ri ...). Zusätzlich können die Silben noch "hart" und "weich" gemacht werden durch einen kleinen Strich oder einen kleinen Kreis (rechts oben).

Obwohl man theoretisch ausschließlich mit Hiragana schreiben könnte, wird es normalerweise insbesondere nur für die grammatischen Endungen und spezifische japanische Worte und Satzteile benutzt.

Im Unterschied dazu wird Katakana, dessen Aufbau und Aussprache den Hiragana-Schriftzeichen entspricht, vor allem für Lehnwörter (Wörter fremdsprachigen Ursprungs) sowie für Namen von Personen und geographischen Bezeichnungen benutzt.

GRAMMATIK

Da es uns nicht einfach erschien, die japanische Grammatik irgendwie sinnvoll geordnet, hier nach und nach niederzuschreiben, haben wir uns dafür entschieden, diese Seite nach dem Frage-Antwort-Prinzip aufzubauen.

Zuerst aber ein paar ganz grundlegende "Regeln":

Das Verb steht immer am Ende des Satzes.
Verben werden nicht konjugiert, es gibt also keine verschiedenen Verbformen für verschiedene Person, Geschlecht oder Anzahl.
Es gibt keine Artikel.
Die meisten Verben haben keinen Plural.
Partikel werden am Ende eines Wortes oder Satzes angefügt, um eine Beziehung zwischen Worten herzustellen, oder eine weitere Bedeutung hinzuzufügen.
Subjekt und Objekt sind im Satz oftmals gleichgestellt und die Bedeutung ergibt sich meistens aus dem Kontext.
Es gibt verschiedene Höflichkeitsformen, deren Beachtung unbedingt erforderlich ist.

So, nun gehts aber los!

Wie verwende ich die Partikel "wa", "mo", "ka" und "no" ?
Diese drei Partikel dienen, neben einigen anderen, dazu, Beziehungen zwischen Wörtern oder Wortgruppen herzustellen
Substantiv+wa: macht deutlich, daß dieses Substantiv das Subjekt dieses Satzes ist.
z.B.: Watashi wa gakusei desu. Ich bin Student.
Substantiv+mo: wird wie "wa" verwendet, bringt aber zusätzlich noch zum Ausdruck, daß etwas auch so ist
z.B.: Müller-san mo gakusei desu. Herr Müller ist auch Student.
Substantiv+ka: mit diesem Partikel am Satzende, wird der Satz zum Fragesatz
z.B.: Maier-san wa gakusei desu ka. Ist Herr Maier Student?
Substantiv+no: verbindet zwei Substantive und ist im Prinzip eine Genitiv-Konstruktion, eine Abhängigkeit aufzeigend oder besitzanzeigend.
z.B.: Watashi wa Kyoto daigaku no gakusei desu. Ich bin Student der Kyotoer Universität.
Wie bilde ich einen Fragesatz?
Es gibt im Japanischen drei Möglichkeiten einen Fragesatz zu bilden, wir wollen hier auf zwei davon eingehen.
mit dem Partikel "ka" am Satzende: mit diesem Partikel am Satzende, wird der Satz zum Fragesatz
z.B.: Anata wa gakusei desu ka. Sind Sie Student?
Wichtig: Die Antwort muß unbedingt hai (ja) oder iie enthalten, alles andere ist sehr unhöflich! (Hai, gakusai desu. Ja, ich bin Student.
mit einem Fragewort
z.B.: Ano hito wa dare desu ka Wo ist er?
Beachte: Das Fragewort muß dabei nicht unbedingt am Satzanfang stehen.
Wie verwende ich "desu"?
"desu" wird am Ende eines Satzes angefügt, wenn dieser ansonsten mit einem Substantiv oder Adjektiv enden würde. Außerdem wird der Satz bei Verwendung von "desu" höflicher.
ausdrücken von Zustimmung: desu am Satzende
z.B.: Kore wa hon desu. Das ist ein Buch.
Verneinung: dewa arimasen
z.B.: Kore wa hon dewa arimasen
Das ist kein Buch.
Wie stelle ich eine Alternativfrage?
(Stellen Sie sich vor, man fragt Sie, was Sie trinken wollen, Sake oder Bier - und Sie verstehen es nicht !!)
Ganz einfach - man fragt einfach mehrere Alternativen, alle wie eine normale Frage auf "ka" endend.
z.B.: Kore wa shashin desu ka, shinbun desu ka.
Ist das eine Zeitschrift oder eine Zeitung?





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