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zipposforever ...
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...   Erstellt am 07.12.2005 - 17:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


George Grant Blaisdell wurde am 05. Juni 1895 geboren und wuchs in Bradford, Pennsylvania, auf. Sein Vater Philo Blaisdell besaß dort eine Fabrik für Bohrgeräte. Schon sehr früh erkannte der junge George, dass er seine Zeit nicht auf der Schulbank "vertrödeln" und stattdessen lieber arbeiten und Geld verdienen wollte. Er verließ die Schule in der 5. Schulklasse und wurde von seinen Eltern erst einmal für zwei Jahre auf eine Militärschule geschickt.

Danach begann er als Lehrling in der Fabrik seines Vaters.
Die harte Arbeit gefiel ihm und er zeigte sich in technischen Angelegenheiten sehr begabt.
Nach der Lehrzeit in der Fabrikation wechselte er in die Verkaufsabteilung, und im Alter von 19 Jahren, mit Beginn des 1. Weltkrieges, übernahm er die Geschäftsführung.


Sechs Jahre später, 1920, verkaufte George die Firma und gründete zusammen mit seinem Bruder die "Blaisdell Oil Company". Doch während der Großen Depression geriet sein Unternehmen, wie viele andere auch, in wirtschaftliche Schwierigkeiten und Blaisdell sah sich genötigt, sich nach einer anderen unternehmerischen Tätigkeit umzusehen.
Doch erst im Jahre 1932 sollte eine für ihn "schicksalshafte" Begegnung eine Art Lebenswende für ihm mit sich bringen. Diese Begegnung war "verantwortlich" dafür, ein Produkt zu entwickeln, welches auch heute noch, 71 Jahre später, zu einem einmaligen Kultobjekt wurde ...


Stammbaum der Familie Blaisdell


In jener Sommernacht 1932 traf Blaisdell im Bradford Country Club auf der Terasse einen elegant gekleideten Herrn, mit dem er ins Gespräch kam. Während der Unterhaltung zündete sich dieser Herr eine Zigarette mit einem unansehlichen und plumpen Feuerzeug an.
Blaisdell fragte: "Warum haben Sie nicht ein Feuerzeug, welches besser zu Ihrem Anzug passt?". Die lapidare Antwort lautete: "Weil es funktioniert".
Dies beeindruckte Blaisdell so, dass er sich mit Erfolg um die Vertriebsrechte des in Österreich produzierten Feuerzeugs bewarb. Er überzeugte den öster - reichischen Hersteller, die Hülle des sehr einfach konstruierten Feuerzeugs zu verchromen. Aber trotz dieser Maßnahme verliefen die Verkäufe enttäuschend und Blaisdell gab die Vertriebsrechte wieder zurück.
Nun begann G. G. Blaisdell allerdings sein eigenes Feuerzeug zu entwickeln. Hierbei kamen ihm seine mechanischen Fertigkeiten, die er während seiner Lehrzeit bei seinem Vater erworben hatte, sehr gelegen.


Das österreichische Feuerzeug-Modell "Hurricane" von 1912, welches Blaisdell inspirierte.



Die erste "Fabrik" im 2. Stock der Rickerson & Pryde Gebäudes


Das 1. Zippo Modell von 1932
Blaisdell mietete für sein Vorhaben eine Werkstatt in der 2. Etage von Rickerson & Pryde in der Boylston Street an. Die monatliche Miete betrug 10 Dollar, insgesamt mußte er 800 Dollar für diesen Neubeginn investieren.
G. G. Blaisdell wollte ein Feuerzeug bauen, das mit einer Hand zu bedienen war. Er baute einen zweiteiligen, rechteckigen Behälter. Die beiden Teile verband er mit einem 3-teiligen Scharnier, welches er außen anbrachte. Die Form dieses "Phantom-Modells" war kantig, der Boden flach und ca. 6 mm höher gebaut als die nachfolgenden Modelle ab dem Jahre 1933.
Blaisdell konstruierte einen neuen Winschutz nach der Vorlage des österreichischen Modells, dessen Patente er sich gesichert hatte.
Kurz bevor Blaisdell sein Modell entwarf, brachte die Talon Company einen Reißverschluß unter dem Namen "Zipper" auf den Markt. Blaisdell gefiel dieser Name so gut, dass er zukünftig sein Produkt "Zippo" nannte ...

Für seine ersten Zippos verlangte Blaisdell 1,95 Dollar, jedoch hatte er sich, wirtschaftlich gesehen, einen sehr ungünstigen Zeitpunkt, inmitten der "Great Depression", ausgesucht.
Im ersten Monat fand er 82 Kunden, und im zweiten Monat stellte er immerhin schon 367 Zippos her.



1933 änderte Blaisdell das Design seiner Zippo's: Es wurde in seiner Gesamthöhe um ca. 6 mm reduziert, in der oberen rechten Ecke des Deckels und in der unteren linke Ecke des Cases zierten nun zwei eingeschnittene, diagonale Linien seine Produkte. Die ersten 32er Modelle wurden aber trotzdem noch weitergebaut. Die Form bleibt weiterhin eckig, und der Boden ist flach.

Am 17. Mai 1934 reichte Blaisdell sein erstes Patent im United States Patent Office ein (Serial No. 726,022), welches am 03. März 1936 bewilligt wurde. Die Patent Nr. lautet: 2032695 und wurde ab Ende 1936 mit auf den Boden gepresst. ( Patente)

Bis zu diesem Zeitpunkt stand auf dem Boden lediglich: PAT. PENDING.

Um sein Zippo unter die Leute zu bekommen, bediente sich Blaisdell die ersten Jahre verschiedener Strategien: Er stellte seine Zippos an öffentlichen, viel frequentierten Plätzen aus, Busfahrer sollten auf ihrer Fahrt Werbung für sein Produkt machen, er belieferte Zigarettenläden, Juweliere, Sport- und Haushaltswarengeschäfte.
Beliebt war auch in den 30ern das sog. "Punchboard", eine Art Lotteriebrett, hier konnte man Preise gewinnen. Blaisdell nutzte dieses damals verbotene Glücksspiel zu seinen Gunsten und verkaufte innerhalb 6 Jahren über 300.000 Zippos.
Da Blaisdell für sein Zippo aber noch keine Werbung im herkömmlichen Sinne machte, waren aber noch viele Kaufleute ihm und seiner Ware gegenüber skeptisch.
Clever verhielt sich Blaisdell allerdings dahingehend, von Anfang an für sein Zippo eine lebenslange Garantie zu geben. Nie mußte auch nur ein Zippo-Besitzer einen Cent für eine Reparatur ausgeben.


Blaisdell hatte ein solches Vertrauen in sein Produkt, dass diese "Lifetime Guarantee" auch heute noch Gültigkeit hat ( The Lifetime Guarantee).
1936 bestellte die Kendall Oil Company, eine benachbarte Öl-Firma, 500 Zippos mit dem Firmenlogo, als Geschenk für Kunden und Angestellte.
Dies war der eigentliche Beginn, das Zippo als Werbemedium zu nutzen. Viele andere Firmen folgten bald und nutzten das Zippo zu Werbezwecken.



Ab 1937 wurde das Zippo nun aus Messingplatten in einer Presse gefertigt, die Form und Kanten wurden rundlicher gestaltet, diese Form blieb bis heute so erhalten. 1936 wurde kurzzeitig auf ein 4-teiliges, extern angebrachtes Scharnier gewechselt, welches aber schon Ende 1936 nach innen versetzt wurde und bis 1943 Verwendung fand.

...Fortsetzung folgt





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