witchi  Der Burgherr (Admin) freier Ritter
       

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 2871 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2005 - 13:41 |  |
Wichtige Persönlichkeiten und Daten :
Hermes Trismegistos, ägyptischer Gott der Weisheit und sagenhafter Ahnherr der Alchemie, dessen Namen man mit zahlreichen mystische Schriften in Verbindung bringt.
Simon Magus, Gestalt aus der Apostelgeschichte (VIII, 9) Samariter. Zauberer, der von den Aposteln magische Macht für Geld erwerben wollte. Die apokryphen Petrus-Akten berichten von seinem den magischen Flug, den Petrus durch Gebete zum Absturz gebracht haben soll.
Iamblichos, 275 †330 n.Chr., Neoplatonist und Mystiker, Emanantionslehre, Sympathielehre. Beschäftigung mit der Frage, wie der Mensch aus der Erscheinungswelt in die übersinnliche Welt zu gelangen vermöge. Die Antwort ist: durch ekstatische Einswerdung mit dem Göttlichen. Starke Wirkung auf die Theologie und Philosophie des Mittelalters und der Renaissance.
Augustinus, 354 Tagste †430 Hippo, Latein Kirchenlehrer, Bischof von Hippo, Grundlegung der Dämonenpakttheorie.
Merlin Britannicus, Ambrosius sagenhafter walisischer Magier angeblich um 480 gelebt und Wundertaten vollbracht haben soll. Von den mittelalterlichen Schriftstellern in den Sagenkreis um König Artus aufgenommen.
Gregor von Tours, 594 Clermont-Ferrand †594 Bischof von Tours, Geschichtsschreiber und Hagiograph, wichtige Zeugnisse zum frühmittelalterlichen Aberglauben.
Isidor von Sevilla, um 560 †633 Erzbischof von Sevilla, Kirchenlehrer, Enzyklopädist. Seine Etymologie blieb das gesamte Mittelalter hindurch Standardquelle zur Aberglaubensfrage.
Merseburger Zaubersprüche, vor 750
Hrabanus Maurus, 780 Mainz †896, Theologe der Karolingerzeit, Schriften über Magie und Orakelwesen.
Agobard von Lyon, 799, Spanien †840, führender Theologe seiner Zeit, u.a. kritisch polemische Werke zur Bilderfrage, zum Judentum und über Gottesurteile.
Canon Episcopi, Auszug eines karolingischen Konzils, überliefert bei Regino von Prüm um 840 bei Speyer †915 Trier.
Burchard von Worms, um 965 †1025, der Corrector ist ein in seinem Decretum lib. XIX aufgenommenes Bußbuch. Wertvolle Quelle zur Geschichte des Aberglaubens. Er hat den Glauben an Werwölfe, Wetterzauber, Incubus, Succubus und Hexen als Verirrung bezeichnet und abgelehnt.
Hildegard von Bingen, 1098 †1178 Äbtissin bekannt auch als rheinische Sibylle, vielseitig gebildet, gilt als echte prophetische Begabung.
Roger Bacon, 1120 †1192, doctor mirabilis, englischer Philosoph und Naturforscher. In seiner Studie Epistola de secretis operibus artis et naturae ahnte er zahllose Maschinen Fahrzeuge Luftschiffe voraus. Alchemie, Astrologie und Magia naturalis sind für ihn der Höhepunkt der Naturwissenschaften.
Wilhelm von Auvergne, um 1180 †1249, Bischof von Paris, Theologe, Philosoph. In seiner Schrift De universo bietet er eine ausgefeilte Dämonologie, behandelt die Kristallomantie. Hexen hält er nicht für Menschen, sondern Dämonen, die sich als Menschen ausgeben.
Albertus Magnus, 1200 †1280 Arzt, Theologe gilt als der größte Gelehrte des Mittelalters. Er verfaßte eine Fülle von theologischen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Schriften. Legenden berichten von ihm als kunstreichem Magier, der nicht nur blühende Gärten erscheinen lassen konnte, sondern auch einen künstlichen Menschen gebaut haben soll. Zahlreiche Zauberbücher wurden ihm zugeschrieben.
Thomas von Aquin, wahrsch. 1225 Roccasecca † 1274 Fossanova, Philosoph, Theologe, Kirchenlehrer Im Rahmen seines riesigen Schriftwerkes u.a. De occultis operationibus. War von der Realität des Hexenwesens überzeugt, das er mit seiner Dämonenpakttheorie zu beweisen suchte.
Michael Scotus, 1214 †1291 schottischer Astrologe und Philosoph. Kam in Toledo mit arabischem Schrifttum in Berührung, deshalb von Dante und Boccaccio als Schwarzkünstler charakterisiert.
Arnold von Villanova, ca. 1235 †1311 Arzt, Philosoph, Alchimist und Astrologe, prophezeite das Weltende für 1335.
Petrus Aponensis, 1257 †1316 Mediziner, Neoplatonist, als Zauberer denunziert, starb im Gefängnis. Beschäftigte sich mit Geomantie und verfaßte u.a. astrologische Schriften.
Cecco D’Ascoli, 1257 † 1327 Enzyklopädist und Astrologe, wurde als Ketzer hingerichtet.
Nicolas Eymeric, 1320 †1399 spanischer Dominikaner und Großinquisitor, schrieb ein Manual für Inquisitoren.
Nyder, 1385 † 1438 Dominikaner. Seine Studie, der Formicarius, beschäftigt sich mit dem Hexenglauben seiner Zeit.
Paracelsus, 1493 †1541, Arzt, Philosoph und Alchemist. Zahlreiche Schriften u.a. zur Magie. Als ideengeschichtlich besonders bedeutsam gilt die Astronomia Magna, welche eine esoterische theosophische Kosmographie, in der hierarchisch geordnet Belebtes und Unbelebtes seinen Platz einnimmt, entwirft.
Johannes Hartlieb, 1430 †1468 Leibarzt des Herzog Albrecht von Bayern, verfaßte 1455 für Markgraf Johann von Brandenburg das puech aller verpotten kunst, unglaubens und der zauberey, das wichtigste Kompendium des spätmittelalterlichen Aberglaubens.
Johann Geiler von Kaysersberg, 1445 †1510 Prediger; gilt als Vorläufer des Abraham a Santa Clara. Seine posthum veröffentlichte Schrift Emeis berichtet über den Hexenglauben seiner Zeit.
Dr. Faust, historisch nicht faßbare Figur um 1485; verschiedene Sagen sind mit den historischen Personen des Johannes und Georg Faust verwoben.
Agrippa von Nettesheim, 1486 †1535 Arzt, Philosoph, Jurist. Seine Bücher De Occulta Philosophia trugen ihm Beifall und Widerspruch ein. Seine Studien verschafften ihm den Ruf eines Teufelsbündlers, den sein Famulus Johann Weier vergeblich zu widerlegen suchte.
Jacob Sprenger und Heinrich Institoris, Dominikaner, Autoren des Malleus Maleficarum, Hexenhammer, 1487 im Druck. Die Inquisitoren systematisierten den Hexenglauben des ausgehenden Mittelalters und verbanden den Dämonenpakt exklusiv mit Frauen. Verfasser Heinrich Kramer (Institoris) und Jakob Sprenger.
Ulrich Molitor, †1492 Dämonologe und Autor des Werkes De Lamiae, über Hexerei, zieht Volkssagen als Beweis heran.
Hans Vintler: in seinen pluemen der tugent befaßt er sich detailreich mit dem Volksglaube an Perchten, Trutten, Elben, Alp und die Unholden, Südtirol, Anfang des 15. Jhdts.
Johann Weier, 1515 Mediziner. Sein Werk De praestigiis daemonum zeichnet Hexen als Melancholiker, Vorkämpfer gegen die Hexenverfolgungen.
Nostradamus, 1503 †1566 Arzt und Prophet, verfaßte die Centurien, die 1781 auf den Index gesetzt wurden. Über seine Wahrsagekunst sind ab 1980 eine Reihe von unkritischen Büchern erschienen. Bereits Kiesewetter wies nach, daß viele seiner Prophezeiungen nachträglich in seine Centurien eingefügt wurden. Außerdem hat er selbst in seinen Voraussagen ältere astrologische Schriften verarbeitet und vergangene geschichtliche Ereignisse als künftige Prophezeiungen ausgegeben.
John Dee, 1527 †1608 englischer Astrologe und Mathematiker, beschäftigte sich mit Mystik, angeblich mit Nekromantie, Alchemie und Kristallomantie.
Signatur Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen. |