Tanja  Alpha-Wölfin


Status: Offline Registriert seit: 24.04.2005 Beiträge: 413 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2005 - 22:35 |  |
Der Whippet
nimmt eine gewisse Sonderstellung unter den Windhunden ein. Obwohl sehr alten Ursprungs, ist die Geschichte verworren, weil der Whippet als Rasse erst viele hundert Jahre später anerkannt wurde. Ein Whippet ist sowohl Haus- und Familienhund, als auch sportlicher Begleit- und Freizeithund; er ist ein Multitalent.

Eine Variante wird gern erzählt: Der Whippet ist durch Einkreuzung von Terriern entstanden. Die Minenarbeiter im Norden Englands suchten nach einer verkleinerten Ausgabe des Greyhounds mit dem sie heimlich Kaninchen wildern konnten. Vom Äußeren ein typischer Windhund, eine "komprimierte" Ausgabe des Greyhounds mit einem angenehmen Charakter und der außergewöhnlichen Intelligenz und dem Lerneifer von freundlichen Terrierrassen.
Whippets sind Kurzstreckenprinter , deren Aktivitäten eher von kurzer Dauer sind. In dieser Zeit verausgaben sie sich aber meist völlig.
Whippets sindmittelgroß, nicht wehleidig und sie macht den Kindern keine Angst. Das sind Gründe, weshalb sich besonders Kinder gern mit Whippets beschäftigen und sie in ihr Herz schließen. Außerdem sind Whippets immer gut gelaunt, sie sind besonders schnell und sie sind robuster als es den Anschein hat. Je nach Alter des Kindes,kann es angebracht sein, den Hund vor dem Kind zu schützen .
Wenn es etwas Negatives über diese Hunderasse zu berichten gibt, dann ist es vielleicht das, daß ein Whippet sich allein nicht so wohlfühlt. Mit einem adäquaten Kumpel kann der Whippet sein Bedürfnis nach Geselligkeit und Kontaktliegen eher befriedigen und vor allem hat er einen gleichschnellen Kumpel mit dem er spielen und rennen kann.

FCI-Standard Nr. 162 / den 17.06.1998 / D Ursprung: Großbritannien Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 24.06.1987 Klassifikation FCI: Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung Verwendung: Rennhund, Hetzhund
Allgemeines Erscheinungsbild: Ausgewogene Kombination von Muskelkraft und Stärke mit Eleganz und Grazie der Umrisslinien. Für Geschwindigkeit und Leistung gebaut. Jede Form der Übertreibung muss vermieden werden.
Verhalten/Charakter (Wesen): Ein idealer Begleiter. In hohem Maße anpassungsfähig in häuslicher und sportlicher Umgebung. Freundlich, anhänglich, ausgeglichen.
Kopf Oberkopf Schädel: Lang und trocken, flacher Oberkopf, zum Fang hin sich verjüngend, ziemlich breit zwischen den Augen. Stop: Leicht. Gesichtsschädel Nasenschwamm: Schwarz; bei blauen Hunden ist eine bläuliche Nase erlaubt; bei leberfarbigen Hunden ist eine leberfarbene Nase, bei weißen Hunden oder Schecken eine Schmetterlingsnase zulässig. Kiefer/Zähne: Kräftige, starke, klar gezeichnete Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, d.h. dass die oberen Schneidezähne die unteren Schneidezähne eng übergreifen und rechtwinklig zu den Kiefern stehen. Augen: Oval, strahlend, sehr aufmerksamer Ausdruck. Ohren: Rosenförmig, klein, feinledrig. Hals: Lang, muskulös, elegant gebogen.
Körper Rücken: Breit, fest, eher lang, mit deutlicher Wölbung über der Lende, aber nicht bucklig. Lende: Erweckt den Eindruck von Stärke und Kraft. Brust: Sehr tief mit viel Platz für das Herz; Vorbrust zwischen den Läufen tief und gut abgezeichnet. Rippen gut gewölbt, am Rückenansatz gut bemuskelt. Rute: Keine Befederung. Lang, sich verjüngend. In der Aktion in feiner Aufwärtsbiegung, aber nicht über den Rücken erhoben.
Gliedmaßen Vorderhand: Vorderläufe zwischen Ellenbogen und Pfoten gerade und senkrecht; Front nicht zu breit. Schultern: Schräg und muskulös; Schulterblätter bis zur Wirbelsäule reichend, wo sie sich deutlich abzeichnen. Ellenbogen: Gut unter den Rumpf gestellt. Vordermittelfuß: Stark, leicht federnd. Hinterhand: Stark. Der Hund vermag im Stand viel Boden zu decken und große Schubkraft zu zeigen. Oberschenkel: Breit Knie: Gut gewinkelt. Unterschenkel: Gut entwickelt. Sprunggelenk: Tief gestellt Pfoten: Sehr klar umrissen, Zehen gut voneinander abgesetzt, gut aufgeknöchelt, dicke und starke Ballen.
Gangwerk: Frei, Hinterläufe gut unter den Körper vorgreifend, um Schub zu geben. Vorderläufe mit weitem Vortritt niedrig über dem Boden, parallel im Kommen und Gehen. Bewegung insgesamt weder gestelzt noch hochsteppend, kurztrittig oder trippelnd.
Haarkleid Haar: Fein, kurz anliegend. Farbe: Jede Farbe oder Farbmischung.
Größe Schulterhöhe: der Rüden: 47 - 51 cm, der Hündinnen: 44 - 47 cm. Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Rasseportraet : Der Whippet Kaum einer kennt seinen Rassenamen, doch wer diesen Hunden begegnet, wird sich erinnern. Die schlanken, stromlinienförmigen Körper mit langen Nasen und bewundernswerter Wespentaille sind jedem schon einmal in seinem Leben irgendwo aufgefallen. Mögen es Darstellungen in der Kunst gewesen sein oder klassische wie moderne Dekorationsobjekte oder Skulpturen. Die Hunde dienen noch heute als Vorbilder für Dekorationen, als reizvoller Blickfang oder unkonventionelle Einrichtungsaccessoires. Dünne, überzogen dargestellte Windhunde, sitzend oder liegend, aus Porzellan oder Keramik, Gips oder Bronze. Hatte nicht Friedrich der Große auch diese dünnen Hunde? Windspiele nennt man sie auch oft, englische Windspiele oder kleiner englischer Windhund. Viel mehr jedoch ist dem Betrachter nicht bekannt.
Das Erscheinungsbild dieser Hunderasse ist zu extrem, als daß es jedermann beim ersten Hinsehen gefallen kann. Und das ist auch gut so, denn eine große Popularität schadet einer gesunden Rasse mehr als sie nützt.
Whippets sind Ausnahmewindhunde Whippets zählen zu der FCI-Gruppe 10 und sind Windhunde.Der Whippet besitzt zwar die äußere Form eines typischen Windhundes, so wie man sich den Prototyp eines modernen Rennhundes vorstellt, ist aber unter allen Windhundrassen konkurrenzlos und das in jeder Beziehung. Die herausragende und auch einmalige Position des Whippets innerhalb der Rassegruppe Windhunde verdankt man der Tatsache, daß die Rasse zu einem großen Teil von Terriereinflüssenprofitiert. Windhunde zählen zwar zu den nachweislich ältesten Hunden überhaupt, die über Jahrtausende fast unverändert auftreten, zumindest, was die äußere Erscheinung betrifft. Viele Windhundliebhaber schätzen ihre Hunde besonders deshalb, weil sie alten Ursprungs sind und viele sind stolz darauf, daß der Gebrauchswert die Form bestimmte. So gab es in allen unterschiedlichen Regionen der Erde entsprechend der Fauna und Flora ganz bestimmte Windhundschläge, die für die Hetzjagd auf das unterschiedlichste Wild eingesetzt wurden. Dementsprechend entwickelten sich unterschiedliche Windhundtypen, - größen und verschiedene Verhaltensweisen. Im Laufe der modernen Rassehundezucht hat man sich auch diesen alten Kulturrassen angenommen und sie in entsprechende Rassestandards gekleidet, die wiederum als Orientierungshilfe für die Züchter gelten.
Ursprung und Verwendung Der mittgelgroße englische Windhund mit Rosenohren wurde nach dem Verbot der Hetzjagd im Norden Englands neben der heimlichen Wildereieiauf Kaninchen auch zu sogenannten Windhundrennen eingesetzt. Was man damals unter Windhundrennen verstand, hat wenig mit dem modernen Sport heute zu tun. Die Hunde mußten damals in abgesteckten Bahnen so schnell wie möglich zu ihren Besitzern rennen, die ein Tuch schwenkten. Hunde, die sich zuerst in diesem Tuch verbissen hatten, waren die Sieger. Für diese Geradeausrennen, dem Rag-Racing, wurden Hunde eingesetzt, die oftmals von Whippettyp waren. Die Einkreuzung von verschiedenen Terriern brachte ein bevorzugtes Wesen, das sich für diese Sportart besonders eignete.
Als die Rasse Whippet im Jahre 1890 durch den Kennel Klub anerkannt wurde, mußten die Züchter sich aus dem Sammelsurium der Whippettypen und -kreuzungen das heraussuchen, was dem Standard am besten entsprach. Derselbe wurde nach den urprünglichen Aufgaben des kleinen englischen Windhundes erstellt und betrachet den Whippet als Kaninchenjäger und Familienhund. Das bedeutet im Besonderen, daß es sich bei dieser Rasse um einen eleganten aber zugleich sportlichen Hund handeln muß, der so konzipiert ist, daß er aufgrund seiner Morphologie in der Lage ist, ein Kaninchen zu verfolgen und zu fangen und der charakterlich so gestaltet sein muß, daß er sich jeder Situation bestens anzupassen versteht, sowohl in der Familie als auch im sportlichen Einsatz. Diese Standardforderung garantiert eine gesunde, anpassungsfähige, robuste und vielseitige Hunderasse, die als Multitalent "gehandelt" werden kann und damit in unserer heutigen Zeit allen Ansprüchen genügt. Rasssehundezucht heute will den gesellschaftsfähigen, anpassungsfähigen und vor allem gesunden und letztendlich pflegeleichten Hund.
Robust, sportlich und äußerst anpassungsfähig
Der Whippet überzeugt durch sein liebenswürdiges Wesen, seine praktische Handhabung und sein ebenfalls stets situationsgerechtes Verhalten. Grundsätzlich paßt sich der Whippet seinem Umfeld vollkommen an. Seine besondere Sanftheit und Affinität zu Kindern ist schon beinahe sprichwörtlich. Dabei ist er "geduldig" und kann auch einen Knuff vertragen ohne das zu "verübeln". Andererseits weiß er sich zu wehren, wenn Kinder ihn quälen oder traktieren, somit ist er auch pädagogisch sinnvoll und ein ideales Kindermädchen. Seine geringe Expansionstendenz trägt zur Harmonie im Zusammenleben mit Mensch und Tier bei. Whippets sind keine Einmannhunde, sie schließen sich jedem Familienmitglied gleichermaßen an und verteilen Zuneigung, Anhänglichkeit und Freundlichkeit ohne Bevorzugung einer Person.
Die Vorzüge des Charakters liegen in der Intelligenz dieser Hunde, die durch eine gezielte Zuchtwahl unterstützt werden kann. Gut aufgezogenene und sozialisierte Welpen haben somit später keinerlei Probleme mit ihrer Umwelt, fürchten sich vor nichts, sind selbstbewußt und recht unahängig und sind somit neuen Bedingungen gewachsen, verkraften sie besser als viele andere Hunderassen, die z.B. entweder von Natur aus zurückhaltender oder abhängiger vom Menschen sind. Whippets sind immer ein Produkt ihrer Umwelt und ein Spiegelbild ihres Besitzers.
Die bemerkenswerte Vielfalt
Ein weiteres Phänomen innerhalb der Rasse ist es, daß trotz aller übereinstimmender Qualitätsansprüche der Rasserahmen noch genug Spielraum läßt, damit sich die Whippets nicht uniform entwickeln müssen und die genetische Varianzunnötig eingeschränkt wird, was wiederum der Vitalität und Gesundheit zugute kommt.
Der Whippet ist so vielfältig wie kaum eine andere Hunderasse, was nicht nur sein Exterieur betrifft, sondern auch seine Leistungs- und Einsatzfähigkeit. Zunächst wären da Form, Farbe und Größe zu nennen, die so unterschiedlich sein können, daß man bisweilen glaubt, verschiedene "Schläge" vor sich zu haben. Whippets kommen in allen möglichen Farben daher und der Klugheit der Whippetliebhaber der ersten Stunde verdanken wir es, daß heute alle Farben und Farbkombinationen erlaubt sind. Von Schwarz bis weiß, von rot mit oder ohne Maske, mit oder ohne schwarze Stichelhaar, in allen Abtönungen und Abstufungen, vom beige über "isabell" bis hin zu pechschwarz, blau oder grau, mit und ohne Stromung , die besonders schwarz und kräftig und über den ganzen Körper oder auch nur leicht angedeutet bläulich in den Farbplatten auftreten kann, und zu gefleckten und gescheckten Whippets mit viel oder wenig weißen Abzeichen bis hin zu schneeweißen Hunde mit schwarzen Augen , ist alles möglich. Desgleichen variiert die Farbe der Augen, die von dunkel über bernsteinfar-ben und topas schillern kann und sich der Fellfarbe anpassen sollte. Allein der Vielfalt der Farben und Farbkombinationen sind keinerlei Grenzen gesetzt und für jeden Geschmack ist irgendetwas dabei.
Genauso verhält es sich mit der Größe. Der Standard gibt zwar ein Idealmaß vor, daß für Hündinnen von 44 bis 47 cm Schulterhöhe reicht und für Rüden von 47 bis 51 cm gilt, während die amerikanischen Whippets um einiges größer sein sollen, so reicht die Spanne der tatsächlich vorkommenen Widerristmaße von knapp über 40 cm bis knapp unter 60 cm in USA. Entsprechend der Schulterhöhe verhalten sich die Gewichte und eine 44 cm große Hündin neben einem 54 cm großen Rüden weist eine beachtliche Varianz auf, sowohl in Format als auch in der Substanz. Das kommt den Liebhabern besonders entgegen, denn der größere substanzvollere Hund unterscheidet sich doch erheblich von einem wesentlich kleineren Whippet und so findet auch der Liebhaber, der "mehr" Hund haben möchte, seinen Geschmack. Trotz allem haben es die Whippetzüchter verstanden, all diesen unterschiedlichen Formaten eine einheitliche Linienführung zu geben und Whippets sind und bleiben in ihrer rassetypischen Gesamterscheinung als solche unzweifelhaft als Whippets erkennbar. Unterschiedliche Gebrauchszwecke bedingen allerdings auch in dieser Rasse unterschiedliche Merkmale und auch Charaktere.
Das Multitalent Die Beschäftigungsmöglichkeiten mit einem Whippet sind ebenso vielfältig. Dank seiner hervorrangenden Eigenschaft schnell zu lernen und auch lernwillig zu sein, paßt sich der Whippet immer seinem Menschen und dessen Ansprüchen an. Neben dem Gesellschafter in Haus, Wohnung und Garten, und dem Familienhund und Kindermädchen, ist ein Whippet ein echter Akrobat und Clown. Kinder finden jederzeit einen Spielkameraden und ausgeglichenen Freund, der anhänglich, sanft und sensibel genug ist, sich stets situationsgerecht zu verhalten. Als Kamerad für späte Tage eignet er sich genauso wie als sportlicher Athlet und Begleiter des Fitnessgestreßten. Whippets sind leicht zu führen und werden auch körperlich weniger fitten oder gar behinderten Menschen niemals zur Last. Whippets sind ideale Therapeuthen, die stets zu einer positiven Lebenseinstellung ermuntern und Kommunikation fördern.
Der sportliche Wettbewerb mit Whippets ist ebenso vielschichtig. Der Whippet ist ein sehr beliebter Ausstellungshund mit dem Talent, sich selbstbewußt einfach handhaben und vorführen zu lassen, in dieser Beziehung auch sehr pflegeleicht und durch wenig Aufwand jederzeit in Topkondition zu halten. Darüberhinaus verhält sich der Whippet in der Konkurrenz ebenfalls stets manierlich und er läßt sich einfach an die Box oder den Ausstellungskäfig gewöhnen, wartet dort ruhig und gelassen auf seinen Auftritt im Ring, hat keinerlei Probleme mit der Menge von Zuschauern, läßt sich gern und bereitwillig auch von Fremden und vor allem von Kindern streicheln , bewundern und handeln. Whippets stehen im Junior-Handling oftmals mit Kindern und Jugendlichen an guten Positionen.
Whippets werden bevorzugt in den USA auch zu Obedience-Wettbewerben eingesetzt und schließen mit guten Noten ab. Leider sind diese Konkurrenzen bei uns für Windhunde noch nicht üblich .Daß Whippets aber zu guten Erfolgen in der Lage sind, beweisen die Ergebnisse aus Amerika. Desgleichen werden Whippets auch zu Agility-Wettbewerben eingesetzt und versuchen sich auch bei uns allmählich ihre Sporen zu verdienen. Flying Ball und Frisbie-Fangen sind weitere Wettbewerbe, an denen Whippets erfolgreich sind. Weltmeister im Frisbie-Fangen ist der Whippet Ashley aus USA, dessen enorme Sprungkraft zu diesem Titel verhalf.
Echte Coursings auf lebende Prairiehasen werden in USA ebenfalls mit Whippets veranstaltet, während in England mit dieser Rasse erfolgreich Fuchsjagden durchgeführt werden. Bei uns sind Whippets vor allem als Coursing- und Rennhunde nach einem künstlichen Hetzobjekt beliebt. Über 100 Rennveranstaltungen mit verschiedenen Meisterschaften und Titeln im Jahr allein in Deutschland finden ihren Liebhaberkreis und Whippets sind von allen Rennhunden die erfolgreichsten mit der geringsten Verletzungsrate, größtmöglicher Schnelligkeit und aufgrund der Leistungsdichte liefern sie auch die spannendsten Wettkämpfe. Whippets sind gebaut für Geschwindigkeit und Arbeitsleistung, so will es der Standard. In Ermangelung der echten Hetzjagd, die zum Glück verboten ist, werden Coursingveranstaltungen auf einem naturbelassenen Gelände und einem Zick-zack- Parcours der ehemaligen Leistung des Whippets noch am ehesten gerecht. Hier beweisen die flinken Sprinter Mut, Geschicklichkeit, Wendigkeit, Antrittsstärke, Schnelligkeit und Ausdauer und unzählige Whippets sind zugleich hervorragende Coursinghunde, die immer wieder zeigen, daß hinter der Schönheit athletische Leistungsstärke steckt.
Der Einsatz des Whippets als Renn- oder Coursinghund bedarf jedoch einer gewissen Vorbereitung und sachgemäßes Training läßt sich nicht nebenbei erledigen, wenn dem Besitzer die Gesundheit des Hundes am Herzen liegt. Der sogenannte Hetztrieb ist jedem Windhund angeboren, d.h. daß sich bewegende Hetzobjekt löst automatisch den Reiz des Nachjagens aus. Der Hund rennt, weil er nicht anders kann. Deshalb muß der Mensch soviel Verantwortung besitzen und den Whippet anleiten und nur gezielt einsetzen, damit dieser Hetztrieb dem Hund nicht zum Verhängnis wird. So wie der Hetztrieb gefördert werden kann durch frühzeitiges Reizen durch Spielereien mit einem Hasenfell, genauso kann er gezügelt und in Grenzen gehalten werden. Auch hier sind übertriebene Förderung im Welpenalter entscheidend für das spätere Verhalten des Hundes. Wer keine Rennambitionen hegt, sollte deshalb den Hetztrieb des Hundes nicht fördern und sich auch einen Züchter aussuchen, der selbst keinen großen Ehrgeiz auf diesem Gebiet entwickelt. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe.
Die richte Auswahl In Deutschland werden wenig Whippets gezüchtet. In der Regel pro Jahr um die 150-200 Welpen, was eine äußerst bescheidene Anzahl ist. Zum Vergleich bringt es Großbritannien auf rund 6000 Welpen pro Jahr. Gerade die Vielfalt innerhalb der Rasse bezüglich Erscheinungsform und vor allem Wesen, macht es umso schwieriger für einen Anfänger sich das richtige auszusuchen. Wer zum Beispiel einen liebevollen sportlichen Begleiter und Familienhund wünscht, tut gut daran sich einen Züchter auszusuchen, der keine ausgesprochene "Rennlinie" züchtet. Für einen später eifrigen Rennhund wird auf bestimmte Eigenschaften selektiert, die im normalen Alltagsleben eher hinderlich sind. z.B. eine ausgerpägte Hetzleidenschaft macht es sehr schwierig den Hund frei laufen zu lassen. Wer hingegen Spaß an den Windhundrennen hat, wird mit einem Whippet, der bevorzugt als Familienhund gezüchtet wurde keinen Favoriten ins Wettrennen schicken können. Zum Glück sind Whippets in dieser Vielfalt vorhanden.
Für ernsthafte Interessenten empfiehlt es sich deshalb zunächst mit Whippetzüchtern in Kontakt zu treten. Jeder verantwortungsvolle Züchter wird bereitwilig einen Besuch akzeptieren, damit sich der Interessent einmal einen Eindruck vor Ort verschaffen kann. Wenn die vorhandenen im Züchterhaushalt lebenden Whippets der persönlichen Vorstellung und dem Geschmack entsprechen, sichern Vormerkungen die Anwartschaft auf einen Welpen in naher Zukunft. Jeder Interessent sollte sich deshalb gründlich informieren . Für sein gutes Geld sollte er auch nur das Beste bekommen. Wie für jede andere Hunderasse auch, so gilt auch bei der Auswahl des Whippets: Kaufe nie den Hund im Sack. Ein Besuch bei Züchtern verschafft nähere Klarheit. Entsprechend der Rassebeschreibung sollte sich ein hervorragender Whippet verhalten. Im Umgang mit seinen Menschen und Besuchern darf er niemals aggressiv oder scheu sein. Mutter und Welpen sollten freundlich und zugänglich sein, eher frech und kess, aber niemals ängstlich.
Signatur
Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs
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