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Stoermanoever ...
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...   Erstellt am 22.12.2007 - 16:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Deutsche Kulturstätten
"Die Wewelsburg"
Zur Geschichte der Burg
Die Wewelsburg, ein Wasserrenaissance-Schloß, liegt in der gleichnamigen Ortschaft auf einem Bergsporn über dem Almetal, ca. 20 km südwestlich von Paderborn. Die dreitürmige Anlage mit dem Grundriß eines gleichschenkligen Dreiecks verdankt ihre Entstehung dem Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg 1585-1618), der im Zuge der Rekatholisierung des teilweise zur evangelischen Konfession übergetretenen Territoriums mehrere feste Stützpunkte errichtete. Die älteste schriftliche Erwähnung der Wewelsburg, spricht von einer Befestigung, die zur Zeit der Hunnen errichtet worden sei. Vermutlich bezieht sich diese Überlieferung auf eine 1924 durch Grabungen nachgewiesene Wallanlage, deren Halsgräben zu der nach Süden hin an- steigenden Hochfläche im Bereich des heutigen Dorfes lagen. Der Analist berichtet, daß der Vogt der Paderborner Kirche, Graf Friedrich von Arnsberg, im Jahre 1123 die Errichtung einer neuen Burg befahl, die aber bereits nach seinem Tode im folgenden Jahr von den über seine Gewaltherrschaft empörten Bauern niedergerissen wurde. Vermutlich unter den Grafen von Schwalenberg und von Waldeck, die die Vogteirechte im 12.und 13. Jahrhundert inne hatten, wurde die Burg wieder aufgebaut. 1301 ging sie in das Eigentum der Paderborner Bischöfe über. In einem Vergleich wurde vereinbart, die eine Hälfte der Burg als Lehen an die Edelherren von Büren auszugeben; die bischöfliche Hälfte wurde verschiedenen Rittern übergeben. Vermutlich entstanden aus deren Wohneinrichtungen die Anfänge des Dorfes Wewelsburg. Auch die Ritter von Brenken waren vom 14. bis zum 16. Jahrhundert am Besitz der Burg beteiligt.
1589 löste Dietrich von Fürstenberg die verpfändete Burg aus und ließ 1603 -1609 den in den meisten Außen- und einigen Innenmauern bis heute erhaltenen Neubau - wahrscheinlich durch den Baumeister Hermann Baumhauer - ausführen.
Nach schweren Zerstörungen 1646, im Dreißigjährigen Krieg erfolgte die Wiederherstellung in den Jahren 1657- 1666. Bis zur Auflösung des Fürstbistums diente das Schloß zeitweilig als Nebenresidenz und war Sitz eines Amtmannes und Rentmeisters. Als „Stiftsamtshaus“ wurde es jedoch nur notdürftig unterhalten. Als Gerichtsort war die Wewelsburg auch Schauplatz der Verfolgung von sogenannten „Hexen“.
Der preußische Staat, an den das Hochstift Paderborn 1802 gefallen war, fand keine Verwendung für das Bauwerk. Nachdem schon 1815 der Nordturm ausgebrannt war, verfiel die Wewelsburg immer mehr.
1924 kaufte der Landkreis Büren das Gebäude. Nach einem teilweisen Ausbau wurden am 31. Mai 1925 ein Museum, ein Saal für Veranstaltungen und eine Jugendherberge eröffnet.
Im Zuge der „Heimatbewegung“ nach dem ersten Weltkrieg hatte die Wewelsburg - zum ´Wahrzeichen` erklärt - eine symbolische Bedeutung für die Region gewonnen. Schnell entwickelte sie sich in der Weimarer Republik nicht nur zu einem kulturellen Mittelpunkt des Kreises Büren, sondern auch zu einem Stützpunkt der katholischen Jugendbewegung Westfalens und des Rheinlandes.
Eine ganz andere Bedeutung erhielt die Wewelsburg 1934, als der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, die Burg mietete (dieser Mietvertrag lief über 99 Jahre). Ursprünglich als „Reichsführerschule“ für nationalsozialistische Zweckforschung gedacht, nahmen die Ideen für den Aus- und Umbau im Laufe der Entwicklung der SS zu einem zentralen Organ der Machtausübung immer phantastischere Dimensionen an. Seit 1936 entstand der Gedanke die Wewelsburg zur Repräsentationsstätte der SS zu machen. Ab 1940 wurde eine neue Burganlage geplant, mit dem Nordturm der alten Burg als Mittelpunkt. Um das verwirklichen zu können, gründete Himmler 1936 die „Gesellschaft zu Förderung und Pflege deutscher Kulturdenkmäler e.V.“, die als Bauträger und Finanzier fungierte.
Am 31. März 1945 befahl Himmler dem SS-Hauptsturmführer Heinz Macher, die Wewelsburg zu sprengen. Sie brannte bis auf die Außenmauern fast völlig aus, außer der Nordturm hat die Sprengung überstanden und ist im original Zustand.
Der Wiederaufbau der Burg begann 1949 und konnte 1979 abgeschlossen werden.
Sehenswertes

Die Kulträume im Nordturm:
- Im Erdgeschoß des Nordturms, der als „Gruppenführersaal“ diente, ist das Bodenornament der „Schwarzen Sonne“ noch erhalten geblieben.

- Im Kellergeschoß befindet sich die Gruft, dort brannte in einer Vertiefung in der Mitte das ewige Feuer und in der Kuppel ist ein Hakenkreuzornament eingearbeitet worden. Hier sollten vermutlich Totenfeiern für verstorbene SS-Führer abgehalten werden.
Museum
- Im ehemaligen SS-Wachgebäude ist heute ein Museum in der sich eine Ausstellung über die sogenannte „NS-Geschichte“ der Burg befindet. Auch wenn diese Ausstellung sehr antideutsch gehalten ist, lohnt es sich trotzdem diese anzuschauen.
- Historisches Museum des Hochstifts Paderborn. Dort ist die Geschichte der Wewelsburg ausgestellt. Wenn ihr den Raum betretet schaut zu Euren Füßen, in den dort eingefügten Quadraten befinden sich die verschiedensten Runen.
Restaurant
-Ehemaliges NS-Dorfge-meinschafts-haus, heute Restaurant Ottens Hof. Der 1631 errichtete, stolze Fachwerkhof, war nach dem 1. Weltkrieg völlig verfallen. Als die SS 1934 begann, die Wewelsburg zur Reichsführerschule umzubauen, wurde ein Ersatz für den Fest- und Versammlungssaal gesucht.
Im Oktober 1935 kaufte die SS den „Ottens Hof“, bis 1937 wurde gemeinsam mit Dorfbewohnern und dem Reichsarbeitsdienst der Hof umgebaut. Eine ebenso alte Fachwerkscheune wurde zur Wohnung des Hausverwalters ausgebaut (kleines Gebäude rechts daneben). Beide Gebäude sind außen verziert mit Ornamenten und Runen aber auch in der Gaststätte findet das Auge manch schöne Sachen.





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