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Mondnixe
unregistriert

...   Erstellt am 21.06.2007 - 10:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


.... den bestraft das Leben.

Das sagte kein geringerer als Michail Gorbatschow. Unbeschwert dessen scheinen viele Menschen nach der Devise zu leben: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen!
Da werden Pläne geschmiedet, Ideen geboren, Höhenflüge geträumt.
Nur mit der Umsetzung, da hapert's dann doch ein wenig.
Oder es wird meist erst gar nicht angefangen.
Anpacken, loslaufen - das muss doch die Devise sein.
Das Eisen schmieden, so lange es heiß ist! Oder, um hier den Volksmund weiter zu strapazieren:
der frühe Vogel fängt den Wurm.
Erfolgreiche Menschen leben das doch vor: Nicht lange fackeln, machen!
Sonst endet die Autobiografie noch gar grausam:
Eine Aneinanderreihung verpasster Chancen.
Schluss damit! Es geht los. Sofort!!




Epikur ...



...

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...   Erstellt am 21.06.2007 - 12:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Ein berühmter Satz, der in einem schicksalhaften Moment der Deutschlandgeschichte entstanden ist.

Als Michail Gorbatschow am 5. Oktober 1989 auf dem Berliner Flughafen landete, um als Gast an den Feierlichkeiten zum 40-jähri-gen Bestehen der DDR teilzunehmen, war die Entfremdung zwischen ihm, dem Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und somit erstem Mann im Staat, und seinem Pendant in der DDR, Erich Honecker, schon weit fortgeschritten. Während Gorbatschow seit seinem Amtsantritt vier Jahre zuvor versuchte, mit weit reichenden Reformen seinen maroden Staat vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu bewahren, hielt Erich Honecker, trotz ebenso großer Probleme in der DDR unbeirrt an seinem herkömmlichen Kurs fest.
So wie Gorbatschow im kommunistischen Staatenbund des Ostblocks einen völlig neuen Typ von Politiker verkörperte, so war Erich Honecker Paradebeispiel für die vergreisende Generation der kommunistischen Führer, die eben jene Staaten aufgebaut hatten, die nun am Abgrund standen.
Als am 7. Oktober im Palast der Republik die große Feier zum 40-jährigen Bestehen der DDR anhob, stand draußen das Volk und rief nicht nur erneut »Gorbi! Gorbi!«, sondern auch »Gorbi hilf uns!« und »Wir wollen raus!«. Aber Gorbatschow, so schien es, hielt sich trotz der unübersehbaren Eiszeit zwischen ihm und Honecker in der Öffentlichkeit auffallend zurück. Keine symbolische Geste, keine Äußerung, nichts Internes drang nach draußen. Doch dann tauchte plötzlich der Satz
in allen Medien auf, der Geschichte machte:
»Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.«
Endlich hatte man den Slogan, eine simple Weisheit, die Gorbatschow als Reformer und Mahner in einer Person auswies.
Genau das hatte man von seinem Besuch erwartet, dass er ihn nutzt, um eine Linie zu ziehen, nun klarzustellen, dass es keine Alternative zu entschiedenen Reformen gab und das sture Verharren im Alten zum Ende führen würde.
Jetzt war diese Linie da.
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"





Minka
unregistriert

...   Erstellt am 21.06.2007 - 16:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der frühe Vogel frisst den Wurm..
ja, ja, aber wenn der Wurm liegen
geblieben wäre, gings ihm auch
besser...

Ich bitte euch, macht die Schrift
nicht noch kleiner, meine alten
Augen, trotz Brille, müssen sich
sehr anstrengen.

Danke
Ingeborg




jetsetwilly ...



...

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Registriert seit: 05.02.2007
Beiträge: 288
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...   Erstellt am 21.06.2007 - 19:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Minka schrieb

    Der frühe Vogel frisst den Wurm..
    ja, ja, aber wenn der Wurm liegen
    geblieben wäre, gings ihm auch
    besser...

Wenn er aber immer liegenbliebe, wäre er tot der Vogel. Nun kann man natürlich darüber diskutieren, in welchem Zustand es einem Vogel besser geht. Hängt es vielleicht auch noch von Faktoren wie Art, Herkunft, Jahreszeit, Alter oder Zeitalter ab?
Und kann es einem im Zustand des Todes eigentlich moch irgendwie gehen? Kann "man" nach Beendigung des Lebens überhaupt noch einen Zustand haben? Der Körper natürlich, aber der macht mich ja nicht aus.
Sei es, wie es sei: der Gorbi-Spruch passte auf diese Situation, aber eben nicht auf jede.
Der Vielflieger, der seinen Flug verpasst, um dann zu hören, daß "seine" Maschine abgestürzt ist, wird sich wohl kaum bestraft fühlen.
Toni





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