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Johannes 
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...   Erstellt am 18.02.2006 - 02:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn uns nichts mehr heilig ist ...


Zuerst griff der Mensch des 20. Jahrhunderts in die Gene der Pflanzen ein, dann in die der Tiere – und jetzt ist der Mensch das Ziel seiner Begierde.

„Dann sagte Gott: <<Jetzt wollen wir den Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist.>>“ Wir lassen es einmal dahingestellt sein, mit wem „Gott“ sprach, sicher ist, dass es kein Mensch war - der ja mit dieser Ankündigung erst gemacht wurde – und demnach hiermit auch keine Aufforderung an den heutigen Menschen ergangen war.

„Und Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild ... dann betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut!“

Der Mensch des 21. Jahrhunderts stellt diese Aussage Gottes in Frage. War es wirklich gut, das Ebenbild Gottes? Dem modernen Menschen scheint es offensichtlich nicht mehr zu genügen. In einer hiesigen Wochenzeitung wurde hierzu ausgeführt:

„Zu anfällig, zu kurzlebig – auszusetzen gibt es vieles. Gottes Werk ist nicht perfekt. – Vielleicht sollte es das auch nicht sein.“ Was der Schreiber des Artikels nicht einbezieht in seine Ausführungen ist der Umstand, dass der Mensch durch seine Entscheidung, ohne Gott leben zu wollen, diese Vollkommenheit selbst zerstört hat. Der Bericht im 3. Kapitel des ersten Buches der Bibel gibt Aufschluß über die Ursachen von Furcht, Schmerzen und Krankheiten, von der Vergänglichkeit und anderer Begleiterscheinungen unseres Lebens, die uns nicht gefallen wollen.

Die Befürworter der Gentechnik wollen uns suggerieren, dass mit ihrer Arbeit das Ende aller Schmerzen und Krankheiten möglich ist – vielleicht sogar die Unsterblichkeit und die ewige Jugend erreichbar sind. Weil Krankheiten oft ausweglos erscheinen und sind, mit Schmerzen verbunden sind, verstummen viele kritische Stimmen in dem Augenblick, wenn das Argument der Heilung schwerer Krankheiten ins Feld geführt wird. Kann es nicht jeden von uns treffen? Ist es nicht in dem Augenblick egal, wie Schmerzen und Krankheit beseitigt werden, wenn ich selber betroffen bin? Dann werden die Skrupel doch oft beiseite geschoben. Was für den anderen gilt, muß ja nicht unbedingt auch auf mich selbst angewendet werden.

Hier muß natürlich auch die kommerzielle Seite betrachtet werden. Die Forschungen in der Gen-Technologie sind teuer. Kann sich der Einzelne solche Medikamente oder Verfahren leisten? Bereits heute sind die Sozialkassen hoffnungslos überlastet – wie wird das weiter gehen? Wird sich die propagierte Vollgesundheit dann eventuell nur noch der vermögende leisten können? Den Unternehmen geht es – wie die Vergangenheit gezeigt hat – nicht unbedingt um das Wohl des Patienten, sondern vielmehr um Marktanteile und Profit. Wenn heute schon Produkte der Gesundheitsindustrie erst dann vom Markt genommen werden, wenn sich geschäftliche Nachteile ergeben oder Zwangsmaßnahmen drohen, wie viel mehr wird sich das auf die Produktpalette der Gen-Technologie erstrecken?

Bereits heute reißen sich die Unternehmen um die Patente für einzelne Gene oder Genteile, um sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu sichern. Wann hört der einzelne Mensch auf, ein Individuum zu sein und wann beginnt er, Spekulationsmasse verschiedener Unternehmen zu werden, da er doch aus den begehrten Genen besteht? Wer macht sich schon heute, im Vorfeld dieser Entwicklung Gedanken über die Auswirkungen?

Es hört sich sicher edel und schön an, wenn damit geworben wird, endlich die Geiseln der Menschheit in den Griff zu bekommen. Zunächst wird, wie es jetzt bereits geschieht, die Heilung schwerer und unheilbarer Krankheiten in Aussicht gestellt. Mit Gentests werden immer mehr „Krankheiten“ im Vorfeld diagnostiziert, um eine Berechtigung für Forschung und Anwendung der Gen-Technologie zu suggerieren. Um noch einmal den Wochen-Kurier zu zitieren:

„Es ist keine Utopie, sondern gegenwärtige Gepflogenheit privater Krankenversicherungen Vorerkrankungen, die sich zu einem erheblichen Kostenfaktor entwickeln könnten, aus ihrem Versicherungsumfang auszuschließen. Auch Lebensversicherungen lehnen Risikokunden schlichtweg ab. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann bei Kranken- und Lebensversicherungen, womöglich sogar bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz Gentests zur Pflicht werden, um Risiken abzuschätzen?“ Es ist bereits heute gängige Praxis, dass von Lebensversicherern Aidstests vorgeschrieben werden. Was wird sein, wenn aus der Genanalyse eine Fülle möglicher schwerer Erkrankungen bereits im Vorfeld prognostiziert werden können und sollen? Wird Otto-Normalverbraucher dann überhaupt noch eine Chance bekommen, sein persönliches Gesundheits-, Arbeits- und Lebensrisiko über eine Versicherung minimieren zu können?

Und was ist z. B. mit einer Rentenversicherung, die über Gentests feststellt, dass der Versicherte einer Lebenserwartung von 100 und mehr Jahren entgegensieht? Wird sie ihn noch versichern?

Wie sieht es bei den vorgeburtlichen Vorsorgeuntersuchungen aus? Heute lässt sich schon per Ultraschall der eine oder andere Mangel des werdenden Menschen feststellen und die Mutter wird vor die Wahl gestellt – Geburt oder Abtreibung. Wieviel häufiger wird diese Gewissensentscheidung einer werden Mutter abverlangt, wenn mittels vorgeburtlicher Gentests ein möglicher Defekt – so nennt man das wohl verharmlosend – diagnostiziert wird? Wird dann vielleicht die Selektion des reinen – nicht Ariers -, vollkommenen Menschen die Regel werden? Was wird aus einem so „gezüchteten“ Übermenschen, wenn er wider erwarten der neuen Norm nicht entspricht? Wenn er also krank wird?

Wir beobachten bereits heute, dass immer mehr Werte dem sogenannten Fortschritt geopfert werden. Den Menschen ist kaum mehr etwas heilig. Bereits heute setzt man sich immer wieder über den Willen des Patienten hinweg – wie in einem Beitrag eines Pflegeforums berichtet. Wie kann man da sicher sein, dass trotz aller Versprechungen der Gen-Industrie jeder weiß, wo er aufhören muß? Erst recht in dem Augenblick, wo Geld und Ruhm locken.

Wir werden es nicht ausschließen können, dass es immer wieder auch skrupellose Forscher geben wird, die machen, was machbar ist. Was geschieht, wenn die Mittel und Ergebnisse der Genforschung in die falschen Hände geraten? Heißt es dann – das haben wir nicht gewollt!? Wer weiß denn wirklich, was der Nachbar treibt? Jüngstes Beispiel die biologische Bedrohung Amerikas mit Antrax.

Ist es die Angst vor dem Tod, die den Menschen umtreibt und nach immer neuen Mitteln sucht, ihn zu verhindern? In unserer heutigen „Spaßgesellschaft“ kann sehr schnell der Gedanke aufkommen, etwas verpasst zu haben. Dann wäre es doch schön, noch ein wenig – oder mehr Zeit gewonnen zu haben. Wir hatten nach dem Bericht der Bibel schon einmal eine Zeit, wo Gott sagte:

„Die Menschen sollen nicht mehr so alt werden, ich werde ihnen meinen Lebensatem nicht für immer geben. Sie lassen sich immer wieder zum Bösen verleiten. Ich werde ihre Lebenszeit auf hundertzwanzig Jahre begrenzen.“ (1. Mose 6,3)

Heute glaubt sich der Mensch in der Lage, diesen Spruch Gottes außer Kraft zu setzen und schickt sich an, mit der Gen-Technologie die Unsterblichkeit zu verwirklichen. Er glaubt, über das Leben selbst bestimmen zu können. Natürlich nicht sofort. Zunächst will man ja „nur“ die schweren Krankheiten beseitigen. Und was folgt dann? Wer die Geschichte der Menschheit betrachtet, wird schnell erkennen, wie oft der Mensch sich überschätzt hat.

Adam und Eva nahmen von dem Baum der Erkenntnis. Sie mussten erkennen, dass sie nicht nur das Paradies verloren hatten, sondern auch ihre Unbekümmertheit, Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit und schließlich ihr Leben. Ihr künftiges Leben war geprägt von Angst, Unsicherheit, falschen Schuldzuweisungen, Schmerzen, Mühe und Not, Krankheit und Tod. Welche Folgen dieser neue „Weg des Heils“ – die Gen-Technologie nach sich zieht, ist selbst bei blühendster Phantasie noch nicht abzusehen. Im Blick auf die vielen Pleiten der Vergangenheit lässt dieser Weg auch nicht unbedingt eine bessere Zukunft erwarten.

Vielleicht sollte man den Gedanken an eine Befreiung aus unseren Gebundenheiten, Abhängigkeiten und Gebrechlichkeiten doch noch einmal in Zusammenhang mit einem liebenden Gott betrachten. Vielleicht sind seine Lösungsansätze „der“ Weg aus unserem Dilemma? Schlimmer, als es mit den Errungenschaften der Wissenschaft kommt, wird es wohl kaum werden. Es besteht sogar die Hoffnung, dass es besser werden wird.





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