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Johannes 
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...   Erstellt am 13.02.2010 - 08:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eines Tages wurde die Souveränität Gottes mit folgenden Ausführungen in Frage gestellt:

Die Geschichte vom bösen "Apfelbiss" stellt dann aber grundsätzlich entweder - die Allwissenheit Gottes in Frage, oder die Allgüte, Gottes unendliche Liebe nicht zu vergessen!

1. Wenn Gott allwissend und damit auch vorauswissend ist, warum ließ er es zu, das die böse Schlange Adam und Eva "verführte"? Ein Gott voll unendlicher Gnade dann?

2. Wenn Gott allwissend und vorausschauend ist, dann hätte Gott die unendlichen Leiden der Menschheit voraussehen müssen, die durch die gnadenlose Ausweisung von Adam und Eva aus dem Paradies dann auf die Menschheit zukommen würde. Macht das ein "guter" Gott?

3. Wenn Gott allwissend und vorausschauend ist, warum ließ er sich vom Satan in seine Schöpfung pfuschen? Warum hinderte er Satan nicht daran, seine Schöpfung zu - Vermenschlichen? Ein allmächtiger Gott?

4. Wenn Gott allwissend ist, allmächtig ist, der Ursprung der Liebe ist, die göttliche Gnade ist, warum hatte Gott aus seinem "Vorauswissen" heraus, mit Adam und Eva keine Gnade, denn wer wenn nicht Er musste wissen, was Er seiner Schöpfung an Leid, an Grausamkeiten, an Bestialitäten dann aufbürdete. Tut das ein Gott, der in Liebe und Gnade hätte handeln können?

Ein allmächtiger Gott, der ungerührt zuschaut wie das Böse seine Schöpfung zerstört? Ein allmächtiger Gott dann, der die gesamte Menschheit für einen "Apfelbiss" dann grausam, unnachgiebig und gnadenlos durch die Jahrtausende bestraft?

Ich sehe hier keinen allmächtigen, keinen allwissenden und auch keinen vorausschauenden Gott, einen Gott der Liebe auch nicht, eher einen Gott ohne jede Gnade.

In der Einleitung dieser Aussage wird auf die Geschichte mit einem „Apfelbiss“ Bezug genommen und damit die Allwissenheit, eine Allgüte und die unendliche Liebe Gottes in Frage gestellt.

Ist es von einem Fragesteller nicht unangemessen, jemand – in diesem Falle Gott –, der ihm unbekannt ist, dessen Existenz er u. U. sogar in Abrede stellt, schon bei der ersten Erwähnung zu verurteilen? Wird es nicht sogar gefährlich, wenn die erste Aussage des Fragestellers bereits so angelegt ist, dass der Angeklagte in jedem Falle schuldig zu sprechen ist. Nicht nur unter Christen, sondern auch unter säkularen Menschen gilt die Regel, dass ein Angeklagter solange unschuldig ist, bis seine Schuld nachgewiesen wurde.

Wie kann aber ein Mensch, der mit etwas Unwahrem beginnt – es handelte sich schließlich nicht um einen Apfelbiss – in der Folge zur Wahrheit gelangen. Mit Unwahrheiten lässt sich zwar alles in Frage stellen, jedoch nicht die Wahrheit finden. Ist das Fundament einer Aussage, die Unwahrheit, dann erst einmal in Vergessenheit geraten, scheint das darauf gebaute Gebäude tatsächlich logisch und nachvollziehbar. Dennoch ist ein solches Gebäude nichts als ein Trugbild.

Mit seinen Ausführungen spricht der Fragesteller Gott all das ab, was Gott für sich in Anspruch nimmt. Gehen wir also ins Detail.

Die Aussage lautet: „Die Geschichte vom bösen „Apfelbiss“ stellt …grundsätzlich … die Allwissenheit Gottes in Frage.“

Bezeichnend ist, dass es gar keinen „Apfelbiss“ gab. Wer den Bericht aufmerksam liest (1. Mose 3) wird feststellen, dass lediglich von der Frucht des „Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen“ die Rede ist. Wie von der Schlange seinerzeit, wird auch in dieser Frage eine kleine Abweichung mit weitreichenden Folgen vorgenommen. Unbeschadet einer – wenn auch kleinen – Fehlinformation, wird eine Fähigkeit Gottes in Frage gestellt.

Für den Fall, dass fehlende Allwissenheit nicht nachweisbar ist, stellt der Fragesteller gleichzeitig das Wesen Gottes in Frage, seine Güte und Liebe:

stellt … grundsätzlich … in Frage … die Allgüte, Gottes unendliche Liebe nicht zu vergessen!

Egal, wie nun die Beweislage ausfällt, Gott ist in jedem Falle der Lüge, der Unwahrheit überführt. Solche Methoden sind z. B. in der Rechtsprechung nur aus sog. Scheingerichten, wie sie uns aus totalitären Staaten bekannt sind, um unbequeme Kritiker los zu werden, bekannt.

Betrachten wir einmal abschnittweise die hieraus gestellten „Warum“ - Fragen. (Die kursiv gesetzten Passagen sind hierbei die Aussagen des Fragestellers):

1. Wenn Gott allwissend und damit auch vorauswissend ist, warum ließ er es zu, das die böse Schlange Adam und Eva "verführte"? Ein Gott voll unendlicher Gnade dann?

Diese Frage findet ihre Antwort darin, dass

Gott keine Marionetten oder Roboter geschaffen hat, sondern Menschen, die ihm gleich sein sollten – in ihrem Handeln selbst entscheidend, frei, schöpferisch. Das war sein Wille.

Diese Freiheit schließt auch die Möglichkeit ein, sich gegen Gott zu entscheiden. Gott hatte die Möglichkeit, dem Menschen die Entscheidungsfreiheit einzuräumen oder sie ihm zu verweigern. Er hat sich wohl bewusst dazu entschieden, seinem Geschöpf die Entscheidungsfreiheit zu gewähren. Er ließ den Menschen allerdings nicht blind in sein „Schicksal“ laufen, sondern zeigte ihm sowohl die Konsequenzen der einen, wie auch der anderen Entscheidung auf, bevor der Mensch handelte. Der Mensch kannte somit die Konsequenzen seiner Entscheidung.

Der zweite Satz spricht von Gnade.

Gnade hat immer eine Vorgeschichte. Der Mensch wurde nicht in einen rechtsfreien Raum hineingestellt, sondern in die göttliche Ordnung. Weil der Mensch diese Ordnung als für ihn nicht verbindlich erklärte, wurde er auf Grund seiner freien Entscheidung schuldig, sie gebrochen zu haben. Wie Gott erklärte, hatte die Missachtung der Ordnung einen Sterbeprozess mit der letzten Konsequenz des Todes zur Folge.

Gott hätte den Menschen auf der Stelle töten können. Das war nach der Rechtslage sein gutes Recht. Er geht aber einen anderen Weg.

1. Gott sucht das Gespräch. Der Mensch soll Gelegenheit haben, sein Handeln zu erklären. Wie geht der Mensch mit diesem Angebot (das ist Gnade) um? Als erstes versteckt er sich hinter Ausreden (ich merkte, dass ich nackt bin und schämte mich) – das macht er übrigens bis heute so. Gott macht ihm ein zweites Angebot (stehe zu deiner Entscheidung – auch das ist Gnade). Als der Mensch merkte, dass Gott ihm seine Ausrede nicht abnahm, nahm er seine Zuflucht bei der Beschuldigung seines Partners – das macht er übrigens bis heute so. „Ich kann nichts dafür, das war der andere!“ tönt es in den verschiedensten Variationen Gott entgegen. Es gibt kaum einen Richter, der nicht ähnliches gehört hätte. Da war es eine schlechte Kindheit, brutale Eltern, vernachlässigende Eltern, der Umgang in der Schule, usw.

Anstatt nach der zweiten Ausflucht des Menschen das Urteil zu vollstrecken, macht Gott dem Menschen ein drittes Angebot (zum dritten Mal Gnade). Gott gibt dem Menschen Gelegenheit, ein Menschenleben lang sich darüber klar zu werden, was er wohl falsch gemacht hat. Gott begrenzt jedoch dieses Leben, damit der Mensch nicht immer in der Trennung von ihm leben muss. Er verweist ihn des Gartens, in dem die Möglichkeit besteht, immer zu leben – er trennt ihn vom Baum des Lebens.

Gleichzeitig gibt er dem Menschen eine Zusage – es wird einmal einer kommen, der die verlorene Gemeinschaft mit Gott wieder herstellt. Diese Zusage erfolgte, als der Mensch erkennen musste, dass seine Entscheidung, ohne Gott leben zu wollen, für ihn schlecht ausgehen wird. Während wir in solchen Situationen so gern den anderen „schmoren“ lassen, gibt Gott dem Menschen Hoffnung. Wenn das keine Gnade ist!?

Der Mensch hat sich schuldig gemacht. Ohne Schuld gibt es keine Gnade. Gnade ist ein Mittel, Schuld zu beseitigen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.





2. Wenn Gott allwissend und vorausschauend ist, dann hätte Gott die unendlichen Leiden der Menschheit voraussehen müssen, die durch die gnadenlose Ausweisung von Adam und Eva aus dem Paradies dann auf die Menschheit zukommen würde. Macht das ein "guter" Gott?

Gott hat die Leiden vorausgesehen. Er hatte auch beabsichtigt, sie ihnen zu ersparen. Wir kennen die Fragen Gottes, die bei richtiger Beantwortung dem Menschen die Leiden erspart hätten.

Adam, wo bist du? – Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? – Hast du gegessen? – Warum hast du das getan?

Aber die Menschen haben nicht gewollt. Wie heißt es bei Noah? Sie wollen sich von mir nichts mehr sagen lassen. Kommt uns das nicht bekannt vor? Ich meine, das könnte direkt uns gelten. Ein gutes altes deutsches Sprichwort sagt: Wer nicht hören will, der muss fühlen. Cool, nicht wahr? So dumm scheinen die Menschen früher nicht gewesen zu sein. Der Mensch von heute muss das wohl wieder erst lernen.

Der Fragesteller sagt: … die gnadenlose Ausweisung …

Ich sehe das anders. Gott sagt: „Auf keinen Fall darf er jetzt von dem Baum essen, dessen Frucht Leben schenkt – sonst lebt er für immer!“ mit dieser Schuld und ihren Folgen.

Ich denke, es hätte den Menschen härter getroffen, wenn er auf immer und ewig mit seiner Schuld hätte leben müssen. Stellen wir uns vor, wir werden durch Krebs zerfressen und können nicht sterben … um nur ein Beispiel heraus zu greifen, vor dem heute so viele Menschen Angst haben.

Ja, das macht ein liebender Vater, dass er solche Grausamkeiten dem Menschen erspart. Hätte er nicht auch sagen können – selbst schuld, warum hast du nicht auf mich gehört? Dann noch dies: Als Noah den Menschen das Gericht Gottes ankündigte, haben sie ihn wohl ausgelacht, wie die Menschen von Sodom und Gomorrha, ein Pharao, ein Nebukadnezar, die Menge unter dem Kreuz Jesu. Selbst der Fragesteller nimmt das nicht ernst, was Gott zu sagen hat. Und dann wollen wir allen Ernstes sagen, Gott soll solchem Treiben tatenlos zusehen?

Ich frage, wie würden wir uns bei entsprechender Machtfülle wohl verhalten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir so viel Geduld mit unseren Mitmenschen aufbringen können, wo wir doch schon an uns kleinen Würmchen verzweifeln. Ja, ein guter Gott hat mehr Geduld, als wir selbst jemals aufzubringen imstande sind.

Aber da ist noch etwas. Das soll nicht untergehen. Die Weisheit, Voraussicht und Größe Gottes lässt sich auch daran messen:

„Dass Christus für uns sterben sollte, hatte Gott schon vor Erschaffung der Welt bestimmt.“ (1. Petr. 1,20)

Es gab noch keinen Menschen, da hat Gott schon die Möglichkeit einbezogen, dass dieser Mensch sich gegen ihn entscheiden könnte und hat seinen Rettungsplan fix und fertig. Freie Geschöpfe haben nicht nur das Recht, sondern auch die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden. Aber Gott lässt sie mit den Folgen ihrer Entscheidung nicht allein.

Selbst als sie sich gegen ihn entschieden hatten, wendete er keinerlei Zwang an. Er gab ihnen erneut die Möglichkeit der freien Entscheidung, sein Angebot der Rettung anzunehmen oder nicht.

3. Wenn Gott allwissend und vorausschauend ist, warum ließ er sich vom Satan in seine Schöpfung pfuschen? Warum hinderte er Satan nicht daran, seine Schöpfung zu - Vermenschlichen? Ein allmächtiger Gott?

Die Heilige Schrift spricht von zwei Geheimnissen.

1. wie konnte es dazu kommen, dass Luzifer (Lichtträger) zum Widersacher Gottes wurde und

2. wie ist es möglich, dass der Schöpfer zum Geschöpf wurde.

In diesem Zusammenhang hier interessiert nur das erste Geheimnis. Wir wissen lediglich, dass Luzifer zum Satan wurde. Wie und warum, wird nur angedeutet. Auch wir könnten nur darüber spekulieren. Ich nehme das somit als gegeben hin.

Die Frage lautet aber:

Warum hinderte er Satan nicht daran, seine Schöpfung zu - vermenschlichen?


Mir fällt dazu Folgendes ein:

Gott ist allmächtig. Er hätte sicher die Macht gehabt, Satan, den Aufrührer, den Widerspenstigen, umgehend zu vernichten. Damit hätte er seine Macht unter Beweis gestellt. Gleichzeitig hätte er aber eine Welle der Furcht ausgelöst unter seinen Geschöpfen, dass ihnen bei dem kleinsten Abweichen Gleiches passieren könnte. Während sie ihm bis dahin aus Liebe gedient hätten, was seinem Wesen und Willen entsprach, hätten sie ihm fortan aus Furcht gedient. Eine Vorstellung, die mit Gott nicht vereinbar ist.

Gott wählte einen anderen Weg. Er gesteht Satan zu, seine Behauptung, dass Gott nichts Gutes mit seinen Geschöpfen im Schilde führt, unter Beweis zu stellen. Nun können die unbeteiligten Geschöpfe Gottes im Anschauungsunterricht aus eigener Beobachtung und Wertung feststellen, ob Gott oder Satan die Wahrheit sagten. Wie es scheint hat Gott aber das Handeln Satans auf einen kleinen Bereich des Universums eingegrenzt – diese Erde. Hier darf er sein Programm verwirklichen, wenn er Geschöpfe findet, die sich ihm unterstellen.

Nicht umsonst wird in der Heiligen Schrift davon gesprochen, dass wir zum Schauspiel geworden sind im Universum. Die Menschen haben Gott den Rücken gekehrt und sich freiwillig seinen Einflüsterungen unterstellt. Auch hat Gott den zeitlichen Rahmen gesteckt, innerhalb dem Satan handeln durfte. Gleichzeitig hat Gott sich vorbehalten, im gleichen Umfeld im gleichen zeitlichen Rahmen auf seine Weise zu handeln.

Wir stecken mitten drin in diesem Geschehen. Mit dem Tod Jesu Christi, dem Sohn Gottes, hat Satan endgültig seine Maske fallen lassen und gezeigt, was sein Ziel ist – sich an die Stelle Gottes zu setzen. Gott selbst nimmt also die Strafe für die Übertretung seiner Ordnung – den Tod – auf sich, um seine Schöpfung zu retten, die wahren Absichten Satans offen zu legen und die Voraussetzung für die Erneuerung seiner Schöpfung zu legen.

Wir sind nicht nur Zuschauer in diesem faszinierenden Schauspiel. Wir sind voll in das Geschehen integriert. Und die Entscheidung eines jeden Einzelnen trägt weitreichende Folgen. Wir Menschen können zu keinem Zeitpunkt sagen, wir wären übergangen worden bei den grundlegenden Ereignissen der Geschichte der Schöpfung Gottes. Darum kann auch am Ende der Heiligen Schrift mit Fug und Recht gesagt werden, dass niemand eine Entschuldigung haben wird, wenn Gericht gehalten wird.

Mit diesem zugegebenermaßen dramatischen Weg, den Gott geht, wird im gesamten Universum die Motivation und das Ziel der handelnden Personen deutlich. Alle Welt wird erkennen, dass Gott der Herr ist. Und das ist nach meiner Auffassung nicht auf diesen kleinen Erdball beschränkt, sondern umfasst das gesamte Universum. Wenn Gott sein neues Reich aufrichtet, wissen alle, dass er tatsächlich der Gott der Liebe ist. Es wissen alle, dass Gott zu jeder Zeit gerecht ist, gnädig ist. Für alle Zeiten wird ein solcher Zwischenfall nicht mehr geschehen. Weil Liebe fortan das tragende Element allen Handelns und Redens sein wird.


4. Wenn Gott allwissend ist, allmächtig ist, der Ursprung der Liebe ist, die göttliche Gnade ist, warum hatte Gott aus seinem "Vorauswissen" heraus, mit Adam und Eva keine Gnade, denn wer, wenn nicht Er, musste wissen, was Er seiner Schöpfung an Leid, an Grausamkeiten, an Bestialitäten dann aufbürdete. Tut das ein Gott, der in Liebe und Gnade hätte handeln können?

Ein allmächtiger Gott, der ungerührt zuschaut, wie das Böse seine Schöpfung zerstört? Ein allmächtiger Gott dann, der die gesamte Menschheit für einen "Apfelbiss" dann grausam, unnachgiebig und gnadenlos durch die Jahrtausende bestraft?

Ich sehe hier keinen allmächtigen, keinen allwissenden und auch keinen vorausschauenden Gott, einen Gott der Liebe auch nicht, eher einen Gott ohne jede Gnade.

Nun, es war nicht Gott, sondern der Mensch selbst, der sich das Leid, die Grausamkeiten, die Bestialitäten aufgebürdet hatte – trotz der Warnung Gottes. Es war keine Marionette am seidenen Faden, sondern ein Wesen mit der Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Pochen wir nicht auf unser Selbstbestimmungsrecht? Selbst dann, wenn es dazu führt, dass wir im Unrat verkommen? Warum wollen wir dann Gott einen Vorwurf machen?

Stimmt es denn, dass der allmächtige Gott „ungerührt“ zuschaut? Wer die Geschichte der Menschheit zurückverfolgt, wird feststellen, dass Gott immer und immer wieder den Menschen von seinem falschen Weg zurück rufen wollte. Wie sagte Jesus einmal, als er vom Ölberg auf Jerusalem herabschaute?

Ihr habt nicht gewollt!

Für uns mögen die wenigen tausend Jahre eine lange Zeit sein. Im Hinblick auf die Ewigkeit ist es nur ein Augenblick. Selbst was den einzelnen Menschen betrifft, erweist sich die Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Zu Zeiten Noahs teilte er mit, dass er die Lebensspanne der Menschen auf 120 Jahre begrenzen wolle, damit die Zerstörung durch die Gottesferne sich nicht so dramatisch auswirkt. Nur 120 Jahre. Einerseits sind wir stolz auf uns, dass wir durch unsere vorgeblichen Fähigkeiten unsere Lebensspanne auf ca. 80 Jahre erweitert haben, andererseits beklagen wir uns über die Folgen unserer eigenen Handlungsweise.

Da wirkt es doch schon recht grotesk, Gott zum Sündenbock machen zu wollen. Wir verschließen die Augen vor unserer realen menschlichen Wirklichkeit und meinen, statt eines allmächtigen, allwissenden und vorausschauenden Gottes, eines Gottes der Liebe, eher einen Gott ohne jede Gnade erkennen zu können.





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Wenn du über einen Menschen etwas sagen willst, frage dich zuvor: Ist es wahr? - Ist es etwas Gutes? - Ist es nützlich?


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