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MilesM 
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 14:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In der Welt am Sonntag (8. Juli) ist ein Interview mit Quentin tarantino, in dem er über CR, seinen Beitrag hierzu und die Broccolis spricht: http://www.welt.de/wams_print/article10 … hwamm.html

Nicht ganz uninteressant...

[Dieser Beitrag wurde am 09.07.2007 - 14:28 von MilesM aktualisiert]





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Save the darkness, let it never fade away

photographer 
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 14:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ironie-Modus an:

"Die gemeine Welt derer von Brocolli"

Was würde der Psychater dazu sagen:
– Hat Mister Tarantino etwas nicht verkraftet?
– Gehören Babs und Michael für ihn ins Gefängnis?


Quentin Tarantinos Statements in diesem Interview sind ungefähr so (effektiv), als wenn sich Steven Spielberg nach "Moonraker" (!979) aufgeregt hätte, dass er nicht die Regie zu diesem 007-Film bekommen hätte, obwohl das Bondfilm-Abenteuer Anleihen zu "Star Wars" und "Close Encounters of the third kind" aufweist. Gehört unter die Kategorie »... "was wäre gewesen wenn" und "Mama, der böse Onkel (Michael und die böse Tante Babs) geben mir nicht mein Spielzeug"...« – nur scheint Tarentino Wahrnehmungsvermögen hier telekinetischer Art gewesen zu sein.


Heulen über ungelegte Eier – ein privates Sommertheater

Anscheinend muss Quentin Tarantino in seinem Leben noch einige unschöne Realitäten im hartumkämpften Film-Business zur Kenntnis nehmen. Sich als Regisseur für einen Bondfilm ins Gespräch zu bringen bedeutet nicht automatisch, dass man dies auch wird. Er verwechselt wohl den kleinen, aber bedeuteten Tatbestand, dass er mit Pierce Brosnan mal über die Idee einer anstehenden Verfilmung von "Casino Royale" gesprochen und diesem der Konsens gefallen und geschmeichelt hat. Nur Pierce Brosnan gehör(t)en die Bondfilme nicht und ein Hauptdarsteller dieser Erfolgsserie von EON bestimmt nun mal nicht den zu verpflichteten Regisseur sondern dies machen die Produzenten in Abstimmung mit dem jeweiligen Verleih. Ist der Verleih mit dem Regisseur nicht unbedingt wie im Falle John Glen einverstanden, wird für das anstehende Projekt eine enggehaltene Budgetierung angelegt.

Den "gelungenste" Spruch von Quentin Tarantino in diesem Interview ist die Aussage, dass sich doch Bond-Regisseur Martin Campbell noch bei ihm (= Tarantino) am besten dafür bedanken sollte, dass "Casino Royale" überhaupt (ernsthaft neu-) verfilmt wurde, da Tarantino ja erst überhaupt für die Nachfrage hinsichtlich dieses Bondgeschichte gesorgt hätte.
Mr. Tarantino sollte in dieser Hinsicht doch lieber mal ein paar Gerichtsakten wälzen.

Anscheinend ist sein neuer Film nicht das geworden, was er sich erhofft hat. Ansonsten müsste er sich nicht an solch alten Kamellen auslassen und auf Leute rumhacken mit denen er in Leben noch nie ein (persönliches) Gespräch geführt hat.

Um es mit einem abgewandelten Zitat aus »Goldfinger« abzuschliessen:

"Lächerlich. Einfach lächerlich."

[Dieser Beitrag wurde am 09.07.2007 - 15:34 von photographer aktualisiert]





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Ein Bild (be)sagt mehr als tausend Worte

chrimarx ...
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 16:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Welche Drogen hat denn bitte Tarantino vor diesem Interview genommen... der bringt ja alles durcheinander. Mein Gott bin ich froh, dass der jetzt wohl niemals mit einem Bond-Film etwas zu tun haben wird. Und das sag ich als einer, der Pulp Fiction mit für den coolsten Film der 90er-Jahre hält.

[Dieser Beitrag wurde am 09.07.2007 - 16:31 von chrimarx aktualisiert]





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"Darf ich mal meine Freundin hierhersetzen? Sie belästigt sie nicht, sie ist nämlich tot."

stromberg_Zwo 
BKD-Headquarters
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 16:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tatsächlich war ich von der Idee, Tarantino CR machen zu lassen, ursprünglich recht angetan. Das hätte durchaus funktionieren können.Im Nachhinein denke ich aber, daß das vermutlich nur Ärger, vermutlich auch zum Nachteil des Filmes, gegeben hätte.

Die Interview-Überschrift "Mein Gehirn ist wie ein großer Schwamm" zeigt aber, daß er sich ein gewisses Maß an korrekter Selbsteinschätzung durchaus bewahrt hat...





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Mr. Stromberg is a very busy man. His time is precious.

ollistone 
Status: James Bond
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 17:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tarantino und CR, da stelle ich mir vor:

- Bond am Pokertisch, die Mitspieler sind alle Zombies

- es wird generell mit Samurai-Schwertern gekämpft

- Bond und Vesper "fachsimpeln" minutenlang über Madonna-Songs

- heißer BeeGees-Score





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"Schönes Gewehr für eine Frau." - "Sie verstehen etwas von Waffen, Mr. Bond?" - "Nein, aber von Frauen."

3_blind_mice ...
Status: 00-Agent
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...   Erstellt am 09.07.2007 - 19:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tarantino schrieb
    Aber dann kam die Broccoli-Familie und schnappte sich die Rechte an allem, was Fleming je geschrieben hatte.


Was für ein Unsinn. Er ist doch erst zwei Jahre geboren, nachdem die gesamten Fleming-Roman-Verfilmungsrechte an Saltzman/Broccoli gingen. Und dass als einzigstes Buch CR erst sehr viel später verfilmt werden konnte, hat mit Sony zu tun, nicht mit den Broccolis





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Wen haben wir denn in der Leitung? Einen Kupferdraht. Aber nein, wen haben wir am Apparat? Achso, einen Telefonhörer.

carsten ...
Status: 00-Agent
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...   Erstellt am 10.07.2007 - 17:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Behauptung, die Filmrechte lagen ungenutzt bei den Fleming-Erben ist Unsinn (wurde vom dem Reporter vielleicht aber auch mißverstanden). Fleming verkaufte 1954 die Casino Royale Rechte an Gregory Ratoff, der daraus den TV-Film machte. Dies war weit vor den Broccoli-Saltzman Deal, der 1961 stattgefunden hatte. 1961 hatte sich Kevin McClory die Feuerball-Rechte in einem Urheberprozess erstritten. Daher lagen bis 2002 den Broccolis nur die Rechte aller Bond-Romane außer Feuerball und Casino Royale vor. McClory machte bekanntlich seinen Sag niemals nie. Casino Royale verblieb nach der Parodie von Charles K. Feldman, der die Rechte von Ratoff bekommen hatte, cineastisch ungenutzt. Nach Feldmans Tod fielen die Rechte an Columbia-Tristar. Und mit denen hatte Tarantino tatsächlich verhandelt, dabei sind ihm jedoch die Broccolis irgendwann nach 2002 dazwischen gegangen. Über den Sony Konzern erwarben die Broccolis Casino Royale und erstritten sich ebenfalls Feuerball. Seitdem haben die Broccolis keine Bond-Konkurrenten mehr zu fürchten. Über diesen Schachzug war Tarrantino offensichtlich sehr verärgert und hat dies bis heute scheinbar nicht vergessen.




gargamelZumZweiten ...
Status: MI6 Staff
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...   Erstellt am 11.07.2007 - 12:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ohne das Interview gelesen zu haben, kann ich aus tiefster Überzeugung sagen, dass ich Mr. Tarantino noch nicht mal ansatzweise mag und ihn eigentlich für krank halte.
Obschon von Kritikern für seine Gewalt- und Blutorgien die angeblich ja durch die überspitzte Darstellung als Ironie und dergleichen zu verstehen sind (Aha!), ist er in meinen Augen gestört.
Sehe ich die Reaktionen hier, fühle ich mich gar bestätigt.

Sicher hätte ich mir CR unter seiner Regie wohl auch angetan, aber ich bin fast sicher, dass dies dann endgültig der Letzte gewesen wäre.

Um mal ein abgewandeltes Zitat von James Tiberius Kirk aus Star Trek 6 zu bringen:

"Ich habe Tarantino nie gemocht und werde ihn nie mögen!".

Gruß

Jens





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Ich bin mit meiner kleinen Ratte Gassi gegangen, da ist mir das dumme Ding doch weggelaufen - wo ist sie denn?! James Bond (Sean Connery) in DAF

DoctorMoVe ...
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...   Erstellt am 12.07.2007 - 01:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ollistone schrieb

    Tarantino und CR, da stelle ich mir vor:
    - Bond am Pokertisch, die Mitspieler sind alle Zombies
    - es wird generell mit Samurai-Schwertern gekämpft
    - Bond und Vesper "fachsimpeln" minutenlang über Madonna-Songs


Na, wenn man so plump aufgrund von einzelnen Elementen aus anderen Filmen auf jeden weiteren Film eines Regisseurs schließen kann, dann frage ich mich wo die Gorillas und die Country-Sängerin in TWINE geblieben sind oder die stammesrituellen Maori-Tänze in DAD.
Oder wo blieben die Ausserirdischen in Jurassic Park oder wo blieb die italienische Mafia in Apocalyse Now ?

Komisch das ausgerechnet von Tarantino, einem Regisseur der sich trotz seiner Vorliebe für's Schundkino bisher stets neu definierte, ein einfallsloser, uninspirierter und festgefahrener Bond-Streifen erwartet wird bzw. wurde.

In seinen verschiedenen Filmen wurden ganz unterschiedliche Prioritäten gesetzt, die sich stets geradezu radikal dem Sub-Genre unterordneten dem sie sich in jeder einzelnen Szene gerade bedienten. Das hätte auch einem Brosnan-Bondfilm sehr zu gute kommen können. Zu Tarantinos Vorbildern zählen nicht umsonst die Werke von Stanley Kubrick, Brian De Palma, Martin Scorsese, Alfred Hitchcock, Sergio Leone und James Best.

Außerdem wäre der Cast eines solchen Tarantino-Bonds bestimmt hoch interessant geworden, denn er reaktivierte eigentlich stets ältere, eigentlich schon abgeschriebene Schauspieler wie John Travolta und verhalf ihnen zu den besten Performances ihrer Karriere (wie hätte wohl Brosnan unter seiner Regie aggiert ?) oder er setzte gar Ikonen für die Filme, auf die er anspielte als Hauptdarsteller ein.
Das sind z. B. Pam Grier in Jackie Brown oder Sonny Chiba und David Carradine in Kill Bill. Vielen (z. T. ehemaligen) Stars verhalf er so zu einem neuen Popularitätsschub, weil er jede Rolle sehr einprägsam inszenierte. Außerdem hat die Filmmusik in Tarantinos Filmen stets eine hohen, wenn nicht gar den höchsten Stellenwert. Bisher waren sie alle geprägt von klaren Gitarrenklängen.

Ich bin mir sicher, wenn man Tarantino freie Hand gelassen hätte, wäre CR der beste und interessanteste Brosnan-Bond geworden und wir hätten eine Menge kultige Dialogblüten serviert bekommen.

Im nachhinein schließe ich mich zwar der Meinung an, das CR mit dem Renaissance-Gespann Haggis-Campbell-Craig ein wesentlich wichtigerer und gesünderer Film für die Franchise geworden ist. Schließlich steht das Werk nicht umsonst auf Platz 1 meiner Bestenliste.

Aber Tarantino aufgrund seines ausgeprägten und überheblichen Künstleregos jegliches Genretalent abzusprechen ist doch im Umkehrschluß genauso arrogant von vielen Bondfans.

Das blöde und sinnlose Geschwätz über "sein Baby" CR in den Interviews ist natürlich ziemlich Panne von Tarantino. Aber auch andere selbtherrliche Regie-Egozentriker, z.B. Typen vom Schlage eines Oliver Stone haben schon ne Menge überheblichen und fragwürdigen Müll vor der Presse abgelassen. Der Brillianz ihrer Filme tut das keinen Abbruch.
Ich hätte jedenfalls gern mal einen Bondfilm von ihm gesehen. Wenn auch nicht auf Kosten eines solch gelungenen Ärabeginns und Franchise-Meilensteins wie Campbell's CR.
Tarantino's inszenatorischer Einfluß hätte eindeutig besser zu einem Brosnan-Bond gepaßt.
Die 'Zusammenarbeit' von EON und Tarantino stelle ich mir allerdings genau wie Stromberg Zwo extrem problematisch bis unmöglich vor. Wahrscheinlich hätte er selbst nach ein paar Monaten völlig entnervt das Handtuch geworfen und CR hätte als halb abgedrehtes Desaster geendet.


gargamelZumZweiten schrieb

    Um mal ein abgewandeltes Zitat von James Tiberius Kirk aus Star Trek 6 zu bringen:

    "Ich habe Tarantino nie gemocht und werde ihn nie mögen!".


Genau in diesem Stil würde sich auch Herr Tarantino hier zu Wort melden...

[Dieser Beitrag wurde am 12.07.2007 - 02:07 von DoctorMoVe aktualisiert]





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Thunderball ...
Status: Sir Frederick Gray
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...   Erstellt am 12.07.2007 - 07:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tarantino ist ein großer Filmkenner und –liebhaber. Er ist in der Lage, völlig unterschiedliche Filme auf die Leinwand zu bringen und mit großartigen Schauspielern zu besetzen, an die manch anderer vielleicht gar nicht denken würde. Man vergleiche doch nur z.B. den ruhigen Film "Jackie Brown" mit der Comicstrip-Atmosphäre eines "Kill Bill Vol. 1". Vorauszusehen, wie er wohl einen Bond inszeniert hätte, ist somit für meine Begriffe nicht möglich.

Ich denke jedoch, dass ein eigenwilliger Mann wie Tarantino niemals bei Bond Regie führen wird, solange Broccoli/Wilson etwas zu sagen haben, und das sollte auch QT klar sein, falls er nicht völlig an Realitätsverlust leidet. Sich nur aus persönlicher Enttäuschung den fertigen Film nicht anzusehen, ist dann doch ein wenig kindisch.

Ich kann sagen, dass ich mehr als zufrieden mit Martin Campbells Arbeit an CR bin und mir darum auch gar keine Gedanken darüber mache, was gewesen wäre, wenn…
Für mich steht nach CR fest: Bond is back, und das ist so positiv zu verstehen wie schon lange nicht mehr! War zu dieser Feststellung Tarantino nötig? Nein!

[Dieser Beitrag wurde am 12.07.2007 - 07:40 von Thunderball aktualisiert]





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