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RalfM ...





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...   Erstellt am 19.08.2009 - 20:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ein Hallo in die Runde.
Ich habe einen Navico Corus Autopiloten - etwas betagt und bringt nicht genug Leistung für mein Schiff. (13m, 13to.)
Mit welchen Autopiloten hast du Erfahrung? Welcher funktioniert auch dann wenn man ihn wirklich braucht (sprich bei wirklich schlechtem Wetter und Hacksee) ??
Ein Dankeschön für deine konstruktive Meinung.





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http://www.sy-grace.de Viele Grüße, Ralf

Moskito ...





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...   Erstellt am 19.08.2009 - 23:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


RalfM schrieb

    ein Hallo in die Runde.
    Ich habe einen Navico Corus Autopiloten - etwas betagt und bringt nicht genug Leistung für mein Schiff. (13m, 13to.)


Ist das der Wheelpilot 300 (oder???)
Das ist heute Simrad oder??

RalfM schrieb

    Mit welchen Autopiloten hast du Erfahrung? Welcher funktioniert auch dann wenn man ihn wirklich braucht (sprich bei wirklich schlechtem Wetter und Hacksee) ??
    Ein Dankeschön für deine konstruktive Meinung.


Habe Erfahrung mit Autohelm/Raytheon ST 5000 ( Vorgänger von den ST 6000) und einem Robertson AP (heute auch Simrad) mit einem ähnlich schweren Boot.
den Robertson habe ich heute noch und würde ihn nicht missen wollen.

Allerdings...so lapidar, wie Du fragst ist die Antwort nicht...

--Liegt das Boot unter normalen Bedingungen gut auf dem Ruder?? Sonst kannst Du für ein Segelboot die handelsüblichen Piloten vergessen, dann muss richtig Power installiert werden.

-- Wenn überhaupt bei einem Boot solcher Größe muss der Ruderquadrant direkt, d.h ohne Spiel wie z.B. bei einem Seilzug angesteuert werden.

-- hast Du genug Batteriekapazität installiert, Autopiloten fressen Strom, besonders bei schwerem Wetter

bei all diesen elektrisch/mechanisch Hydraulischen Autopiloten muss man die beiden Einheiten betrachten, die Kompass/Steuereinheit und die Power/Antriebseinheit.

Ich glaube, die Steuereinheiten, d.h. die verarbeitende Elektronik ist heute bei den gängigen Marken gleichwertig, der Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit der Antriebseinheit und da gibt es eben grosse Unterschiede, ob Plastikgetriebe oder simple Hydraulikpumpen oder robuste gegen einfältige Schubstangen, da ist der Qualitätsunterschied.
Und..egal, was der Hersteller sagt, die Steuereinheit, d.h die "knöppchen"-einheit, auf der man herumdrückt, gehört unter Deck, außerhalb von Spritzwasser und Feuchtigkeit.

So sehe zumindest ich das...




Bernd ...





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...   Erstellt am 20.08.2009 - 11:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Moskito schrieb

    ...............

    Und..egal, was der Hersteller sagt, die Steuereinheit, d.h die "knöppchen"-einheit, auf der man herumdrückt, gehört unter Deck, außerhalb von Spritzwasser und Feuchtigkeit.

    .............


Auf abertausenden von Yachten sind die Steuereinheiten in der Steuersäule eingebaut und ich habe noch nie von Problemen gehört.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, erst das Steuerrad loszulassen, um unter Deck zu sprinten und dort den Knopf "Auto" zu drücken. Bis dahin sind die meisten modernen Yachten schon wieder aus dem Ruder gelaufen. Das kann nicht funktionieren. Erst recht nicht, wenn man dann z.B. für ein Ausweichmanöver schon wieder unter Deck stürzen soll, um den Kurs zu verstellen.





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Gruss

Bernd

Moskito ...





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...   Erstellt am 20.08.2009 - 12:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bernd schrieb

    Auf abertausenden von Yachten sind die Steuereinheiten in der Steuersäule eingebaut und ich habe noch nie von Problemen gehört.

Das stimmt...aber von den abertausend liegen auch aberneunhundertneunundneunzig 360 Tage im Jahr in der Marina.
Das Problem von Sonneneinstrahlung Tropenregen und Feuchtigkeit existiert nicht in Europa, das ist richtig, für Fahrtensegler ist aber Europa nur ein Teil der Strecke und...auf einem Törn über den Atlantik oder auf den langen Strecken im Pazifik ohne "eisernen Steuermann"...das wünsche ich keinem.

Bernd schrieb

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, erst das Steuerrad loszulassen, um unter Deck zu sprinten und dort den Knopf "Auto" zu drücken. Bis dahin sind die meisten modernen Yachten schon wieder aus dem Ruder gelaufen. Das kann nicht funktionieren. Erst recht nicht, wenn man dann z.B. für ein Ausweichmanöver schon wieder unter Deck stürzen soll, um den Kurs zu verstellen.


das sollst Du auch nicht....Ein/Aus für den Autopiloten...das hat jeder gute Autopilot extra rausgeführt und das kannst Du ins Cockpit legen, das sind je nach Anlage zwei bis fünf Drähte ohne Elektronik dahinter..
Und für's Verstellen des Kurses haben gute Autopiloten eben auch zwei extra-Knöpfe "links" "Rechts".

Aber mal im Ernst...Ein Ausweichmanöver, wo machst Du das...doch nur in stark befahrenem Gewässer und da läuft man doch wohl selten unter Autopilot.

Und wenn doch...s.o. "Ein/Aus"...




RalfM ...





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...   Erstellt am 21.08.2009 - 20:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich habe den "Auto-Knopf" gleich neben dem Rad, auch wenn der Pilot unter Deck arbeitet. Das dürfte ja selbstverfreilich sein
Das Schiff liegt sehr gut am Ruder, ich habe jederzeit gute Kontrolle. Also daran liegt es mit Sicherheit nicht.
Ich bin der Meinung das bei der alten Kiste der Gyrosensor fehlt und durch die Nicht-Auswertung dieser wertvollen Information eine ordentliche Steuerung nicht gelingt. Dazu kommt wohl die etwas zu kleine Hydraulikpunpe bzw. auch zu wenig Power von der Treibereinheit.





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Moskito ...





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...   Erstellt am 22.08.2009 - 12:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


RalfM schrieb

    Also ich habe den "Auto-Knopf" gleich neben dem Rad, auch wenn der Pilot unter Deck arbeitet. Das dürfte ja selbstverfreilich sein
    Das Schiff liegt sehr gut am Ruder, ich habe jederzeit gute Kontrolle. Also daran liegt es mit Sicherheit nicht.
    Ich bin der Meinung das bei der alten Kiste der Gyrosensor fehlt und durch die Nicht-Auswertung dieser wertvollen Information eine ordentliche Steuerung nicht gelingt. Dazu kommt wohl die etwas zu kleine Hydraulikpunpe bzw. auch zu wenig Power von der Treibereinheit.


Ralf

Also mal der Reihe nach.

Du hast

-eine elektronische Steuereinheit, diese steuert...
-eine Einheit, die ein Relais steuert...welches...
-eine Hydraulikpumpe ein/aus-schaltet.

ist das so richtig???

wenn ja, dann...

-elektronische Steuereinheit hat immer einen Fluxgate Kompass...Gyro-Kompass haben die wohl nur auf grossen (Motor)-booten.
Was der Unterschied zwischen guten und weniger guten Anlagen an dieser Stelle ist: mit/ohne Rückmelder der Ruderlage und mehr oder weniger gut ausgefeilte Software, auch bei den Fluxgate gibt es Qualitätsunterschiede.

...die Treibereinheit schaltet nur ein/aus, da kommt es nur auf den Schaltstrom an, den der Ausgang vertragen kann, ob das jetzt ein/aus,proportional oder PID geschaltet wird.
Persönlich halte ich es auf einem Fahrtenboot immer einfach, also ein/aus für die Power-einheit, dann braucht man keine langwierigen Einstellungen mit Faktoren, die dann bei schlechtem Wetter sowieso nicht mehr stimmen.

...die Hydraulik-Pumpe,........ da kenne ich mich erstens nicht gut aus und zweitens mag ich keine Hydraulik an Bord, ich weiss nur, dass viele, die ein Hydraulik-Ruder haben, immer wieder Schwierigkeiten mit Leckagen,Ölverlust, hängenden Ventilen etc haben.

Wenn Du meinst, dass die Pumpe nicht stark genug ist und wenn die Pumpe bei eingeschaltetem Autopiloten auch das Steuerrad mitdreht, dann kannst Du mit einer Federwaage die Kraft der Pumpe einfach kontrollieren..(Kg mal Hebelarm)




TriniAndy ...



...

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...   Erstellt am 24.08.2009 - 19:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ralf,

wir verkaufen und installieren hier regelmaessig die SIMRAD / Robertson Autopiloten in den verschiedensten Konfigurationen.

Am Anfang steht immer die Berechnung des Antriebes, soweit keiner vorhanden ist oder der vorhandene Probleme macht. Das scheint bei Dir ja der Fall zu sein.
Dazu muessen in erster Linie die Ruderkraefte betrachtet werden. Ein SIMRAD Vertragshaendler sollte in der Lage sein, dies fuer Dich zu tun und den richtigen Antrieb fuer Dein Boot auszuwaehlen.

Daraus ergibt sich dann auch der Typ der sogenannten Junction Unit, die bei den SIMRAD Piloten sowohl den Computer als auch den Leistungsteil beinhaltet. Davon gibt es nur noch zwei Typen, einen bis max. 10 Ampere und einen bis max. 40 Ampere Spitzenlast. Alles andere ist Standard und kann je nach den Beduerfnissen des Benutzers, den Einbaumassen etc. zusammengestellt werden. Fuer das Problem "Control Unit aussen im Nassen" gibt es ausser den althergebrachten AUTO- und STBY Knoepfen eine drahtlose Fernbedienung, mit der ggf. auch andere SIMRAD Komponenten bedient und abgelesen werden koennen, soweit vorhanden und mit dem Autopiloten vernetzt.

Bei schwierigem Verhaltens des Bootes bei grober See und vor allem auf Raumschotskursen empfehle ich anstelle des normalen Fluxgate Kompasses einen sogenannten RATE-Kompass (manchmal auch Mini-Gyro genannt) einzusetzen. Das verbessert das Verhalten meist erheblich, ist allerdings auch wesentlich teuerer.

Viel Erfolg wuenscht

Andy





Signatur
Andreas "Andy" Kretzschmar
Trans Ocean e.V., Trinidad W.I.
ELECTROPICS Marine Services Ltd.
Chaguaramas, Trinidad


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