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Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 03.08.2006 - 09:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


also das Selbe wie bei mir

(schon mal ein Reh ausgenommen? Das ist grauenvoll! die haben diesen schrecklichen Bambifaktor!*kennt jetzt einige ihre Grenzen: nimmt nie wieder ein Reh aus, macht auch keine Kuriositätenshow mehr und ißt garantiert kein Kanguruh mehr*)




Catherine ...
Zweig
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...   Erstellt am 03.08.2006 - 16:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ausgenommen habe ich noch kein Reh, aber letztes Jahr in Kommern hatte jemand ein Reh mitgebracht, welches lediglich abgehangen und ausgenommen war. Sonst war noch alles dran -> Fell, Beine, Kopf, eben alles! Da sich keiner ran traute und auch keiner wußte wie es richtig gemacht wird, haben Charlotte es einfach nach gut Dünken probiert und es zerlegt. Ein Fachmann hätte sicherlich beide Hände über dem Kopf geschlagen, aber wir haben es geschaft.
Tja und die Zuschauer war sprachlos, konnten es nicht glauben, wußten teils nicht was dies für ein Tier ist (sah ja nur aus wie ein Reh! grrr) und und und. Geholfen hat dann meist der Verweis auf Bambi, das süsse kleine Disney-Reh. Klar kennt jeder, aber ein echtes Reh, upps das war schon schwierig. Stadtmenschen halt. Das unglaubwürdigste an der Sache war, das uns niemand glauben wollte, das wir das Reh auch tatsächlich essen werden. Uns hat es jedenfals geschmeckt und ich würde es wieder tun!


Auszug aus einem Zuschauer-Dialog mit uns:
Zuschauer: Was ist denn das?
Wir: Wie sieht es denn aus?
Z: Ja, hmmm weiß nicht.
W: Na es hat 4 Beine, 1 kurzen Schwanz, 2 Ohren, Nase, Auge, was wird es denn wohl sein?
Z: hmm keine Ahnung.
W: Das ist ein Reh!
Z: Ein Reh????
W: Ja ein Reh. Bambi!
Z: Bambi? Ooooch wie süss. Was machen Sie denn damit?
W: Zerteilen und kochen.
Z: Und dann?
W: Essen!
Z: WAS Sie essen das? Das geht doch nicht! Nein das glaube ich nicht
W: Doch wir essen das. Was sonst?!

Es war zum gruseln.....





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 03.08.2006 - 16:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na klasse. Aber fest steht, wenn ich jetzt 200, 300 Jahre zurück versetzt würde, müßte ich jämmerlich verhungern, wenn's kein Grünzeug gibt. Zum Schlachten oder Ausnehmen solange da noch ein Kopf dran ist bin ich ungeeignet.

*hält sich dann vielleicht besser an Catherine....*

[Dieser Beitrag wurde am 03.08.2006 - 16:34 von Nanny aktualisiert]




Justine_de_Farinot ...
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...   Erstellt am 03.08.2006 - 17:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hui, das bewegt sich hier ja in etwas unappetitliche Richtungen
Also ich habe auch nicht so viel Erfahrung damit, aber ich glaube, töten und ausweiden könnte ich weder Huhn noch Reh!!!
Aber zerteilen und kochen, ja, das würde ich mir wohl noch zutrauen, wenn meine Lieben und ich Hunger haben, muß es halt sein
Und wenn es eh tot ist, will man das schöne Fleisch ja auch nicht verderben lassen, gell?

Wißt ihr, ich glaube, es ist schon so, wie Nanny meinte, die Rolle, die man sich aussucht, hängt in erster Linie mit den Leuten zusammen, die man um sich hat. Und da ich es ja eh nicht so mit den Standesunterschieden habe, also mehr für Gleichberechtigung bin, passe ich mich an und stelle möglichst etwas Ähnliches dar.
Klar, manchmal finde ich es auch interessant, eine ganz einfache Magd oder Zofe darzustellen, aber dann denke ich immer, ich habe im Alltag schon genug zu arbeiten, in meiner Freizeit möchte ich es so bequem wie nur irgend möglich haben.
Gemütlich picknicken im Grünen, Schönes sehen, Tanz, Musik, sich nett unterhalten
Bin eben wie mein Gatte ein Geniesser, kann man nichts machen
Aber ich finde es trotzdem toll, wie echt z.B. eine Dorfbelebung bei euch aussieht, mich wundern die Fragen der Zuschauer dann eigentlich kaum noch, das ist halt doch eine völlig andere Welt!





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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
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Catherine ...
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 07:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Justine_de_Farinot schrieb

    Aber zerteilen und kochen, ja, das würde ich mir wohl noch zutrauen, wenn meine Lieben und ich Hunger haben, muß es halt sein
    Und wenn es eh tot ist, will man das schöne Fleisch ja auch nicht verderben lassen, gell?



Genau das war auch der Punkt, um den es uns dabei ging. Wer Hunger hat überwindet seine Hemmschwelle und sucht sich was zu futtern. Wenn also Fleisch daliegt und nur noch zerteilt und zubereitet werden muss, hätte die Leute damals 100%ig nichts anderes getan als eben dies. Diese "Menschlichkeit" den Tieren gegenüber ist eine Sache der jüngeren Neuzeit. Und auch wir haben solche Gedanken nur, so lange es uns gut geht und wir nicht überlegen müssen, wann wir das nächste mal etwas zum essen bekommen.

Ich muss dazu sagen, das ich wärend meiner Ausbildung zur Bürokauffrau mehrfach durch unsere Produktion geschleift wurde (Putenschlachterei und -verarbeitung, Nölke-Gruppe -> Gutfried und Co.). Da musste ich ganz schnell lernen, das dort mein Geld hängt und keine sentimentalen Rührungen. Ein größeres Tier möchte ich trotzdem nicht töten und ausnehmen. Das zerlegen, wenn es gut abgehangen ist geht noch. Aber töten, ausnehmen.....nee das könnte ich nicht, da kommen mir dann auch wieder die Gedanken von dem "armen Tier".





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

Justine_de_Farinot ...
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 10:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Catherine schrieb

    Diese "Menschlichkeit" den Tieren gegenüber ist eine Sache der jüngeren Neuzeit. Und auch wir haben solche Gedanken nur, so lange es uns gut geht und wir nicht überlegen müssen, wann wir das nächste mal etwas zum essen bekommen.


Stimmt, als der Mensch noch auf die Jagd gehen mußte, um Fleisch zu erhalten, sah er das ganz anders, da war eine erfolgreiche Jagd dem Geist des Tiers zu verdanken, welches sich quasi "opferte", damit der Mensch überleben konnte. Aber damals galt es ja auch, harte Winter zu überstehen, man wußte nie, wann man die nächste Gelegenheit hatte, ein Tier zu erlegen, der Tod an sich (und nicht nur der Hungertod) war allgegenwärtig, man mußte egoistisch sein. Für die eigene Familie tötet es sich bestimmt auch leichter, wenn man weiß, die Kinder und die Frau sitzen im Zelt oder in der Höhle und haben Hunger
Dem Tier wurde gedankt, es war ein ebenbürtiger Gegner, nicht das "arme Tier", als das wir es heute ansehen - seltsam wie sich das in der Gesellschaft geändert hat, oder?

Genau, wir leben in einer Überflussgesellschaft, wir sind ja nie selbst darauf angewiesen, ein Tier zu töten und ganz bestimmt wäre ich dann Vegetarier!
Zeitweise haben Thomas und ich aus ethischen Gründen fleischlos gelebt, aber wenn man von Kindheit an Fleisch gegessen hat, finde ich es auch recht schwierig, von heute auf morgen ganz drauf zu verzichten.
Aber wir essen auch heute recht wenig Fleisch
Wenn es um das eigene Überleben geht, handelt man sicher auch eher mal gegen seinen Willen.
In der Wildnis würde ich sicher trotzdem erstmal alles Grünzeug aufessen, das ich finde, bevor ich ein Tier selbst töte, um es zu essen





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(Rousseau)

Isabella ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 16:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich denke es ist alles nur eine Sache der Gewöhnung und Überwindung.

Als ich meine erste Forelle ausgenommen habe ... man fängt ja klein an .... habe ich mich auch dazu überwinden müssen.

Später habe ich Hasen, Rehe, Gänse .... ausgenommen, zerlegt und zubereitet.

Doch Wild erlegen, denke ich, ist Männersache.




Adolphe ...
Zweig
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...   Erstellt am 05.08.2006 - 19:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das erinnert mich ein wenig an meine Zeit als Bürger in Uniform im Olivgrünen Rock der Republik.
Wir durften/sollten mittels einer ausgeklügelten,hochtechnisierten Fangvorrichtung (bestehend aus einem sehr biegsamen Ast und einer Drahtschlinge)ein Kaninchen für das Abendessen fangen.Was auch gelang. Das Viech ging in die Falle und brach sich vorschriftsmäßig das Genick. Nun sollte es ans Ausweiden gehen. Dummerweise rammte ein grobmotorischer Mit-Bürger dem Karnickel sein Taschenmesser bis zum Heft in den Bauch und schlitzte denselben auf.
Was wir dann sahen war nicht dazu geeignet uns einen leckeren Kaninchenbraten vorzustellen.
Tja, wir bestatteten das Opfer mit militärischen Ehren und zogen es vor zu Hungern.......
Wir sehen diese ganzen Scheußlichkeiten heute nicht mehr. Das Fleisch kommt abgepackt und ansehnlich (meistens) aus der Kühltruhe.
Aber ich denke mal, wenn der Hunger groß genug ist, setzt man sich über ein gewisses ungutes Gefühl schon hinweg.....





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Der Schein trügt..........

britta 
Ast
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...   Erstellt am 08.08.2006 - 15:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


...da ich von Natur aus sehr gefrässig bin und alles, was in Gärten, auf Feld und Flur wächst, zur Not auch roh esse, wäre das mit dem Verhungern zumindest im Experiment eine etwas länger andauernde Sache. Fleisch ist auch bei mir nicht an der täglichen Reihe, aber es ist ein guter Zink und Vitamin-B -lieferant. Ob ich eine ganze Kuh schlachten könnte, kann ich nicht sagen, da das Vieh bei weitem stärker ist als ich, aber einen Hasen, der sich in meine Fangschlinge verirrt hat oder einen Fisch, der mir vor die Nase gelegt wird, auszunehmen, nun, ich glaube, das könnte ich sogar - immer eingedenk, dass wir Dank Humanismus und Kuscheltier-haltung etwas verwöhnt sind und man sich nur nicht so haben solle.
Ästhetisch gesehen natürlich eine unmögliche Sache, aber vom Überlebensfaktor her, why not?




Suzette ...
Zweig
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...   Erstellt am 09.08.2006 - 09:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aber kochen und braten müßte den Hasen, nachdem Du ihn gehäutet und ausgenommen hast, dann jemand anders, gell Brittalein....
- nee, da sieht man doch mal wieder, dass wir wahrhafte Kinder unserer Zeit sind. Wie Adolphe schon so schön sagt, Fleisch kommt aus abgepackt aus der Tiefkühltruhe. Meine Mutter würde die Diskussion mit einem Schmunzeln verfolgen und ihre Geschichten vom Hühnerschlachten obendrauf packen... noch vor wenigen Jahrzehnten waren Haus-Schlachtungen auf dem Land ganz üblich. Wobei größeres Vieh (ab Schwein aufwärts) vom Spezialisten (Metzger) geschlachtet wurde, alles kleinere (Huhn, Hase, Taube, Ente etc.) vom Halter selbst. Meine Mutter jedenfalls hat es noch gelernt, wie man ein Huhn schlachtet, rupft und ausnimmt. Ebenso wie man mit einem Schwein oder ähnlichem Viehzeug verfährt, wie man es einmacht und was man aus welchen Teilen herstellt - einschließlich der berühmten Blutwurst. Allerdings muß ich gestehen, dass mir als typisches Stadtkind diese Fähigkeiten ebenfalls gänzlich abgehen....




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