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Capizzi001

Status: Offline Registriert seit: 28.09.2009 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 13:05 |  |
hallo forum,
ich versuche gerade wein herzustellen und habe gleich mal einige fragen.
ich hoffe das es nicht schon zu spät ist, da ich vorgestern schon damit angefangen habe. dieses forum habe ich leider erst heute gefunden.
am samstag habe ich die trauben zu maische verarbeitet. mit der öchselwaage habe ich 95°OE gemessen. der säuregehalt beträgt 4,2 g/l.
ist der säuregehalt zu gering?
kann ich den korregieren, falls ja wie?
welcher säurewert ist gut?
die trauben kommen aus sizilien.
muss man unbedingt hefe benutzen?
falls ja wieviel und wie genau?
geht das überhaupt noch, oder ist das schon zu spät?
in meinem 120l gärfass sind ca 100l maische/most drin.
vielen dank für eure antworten!
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Professore  500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 19.09.2008 Beiträge: 821 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 13:09 |  |
Hallo Capizzi001,
herzlich Willkommen im Forum.
Eine tolle Internetseite, die alle Deine Fragen erstmal beantworten dürfte findest Du hier.
Viel Spass beim lesen.
Wenn Du dann noch Fragen hast, dann melde Dich.
Gruß
Jochen
Signatur Ein Leben ohne Fruchtweinbereitung ist möglich. Aber sinnlos! |
fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6088 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 13:15 |  |
Mutig, so eine Menge Wein anzusetzten und sich dann um Hintergrundinfos zu kümmern.
Gehen wir der Reihe mal durch.
95 °Oe ist gut kann um die 12 % geben.
4,2 g/l ist wenig, ich würde erst vergären, dann nochmal überprüfen und evt aufbessern auf 5,5-6,5 g/l.
Hefe zu benutzen ist sinnvoll, wenn man nicht sicher ist, ob genügend Hefen von den Trauben eingebracht werden. Ich versuche es nie ohne Hefe. Bei 100 l ca. 20g Trockenweinhefe einrühren.
Falls der Wein schon gärt, lass ihn gären.
Sieh mal hier unter Rezepte den Titel
"Klassische" Traubenweine selbst gemacht
http://www.fruchtwein.de/Wine/default.htm
[Dieser Beitrag wurde am 28.09.2009 - 13:16 von fibroin aktualisiert]
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
Capizzi001

Status: Offline Registriert seit: 28.09.2009 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 15:14 |  |
fibroin schrieb
Mutig, so eine Menge Wein anzusetzten und sich dann um Hintergrundinfos zu kümmern.
Gehen wir der Reihe mal durch.
95 °Oe ist gut kann um die 12 % geben.
4,2 g/l ist wenig, ich würde erst vergären, dann nochmal überprüfen und evt aufbessern auf 5,5-6,5 g/l.
Hefe zu benutzen ist sinnvoll, wenn man nicht sicher ist, ob genügend Hefen von den Trauben eingebracht werden. Ich versuche es nie ohne Hefe. Bei 100 l ca. 20g Trockenweinhefe einrühren.
Falls der Wein schon gärt, lass ihn gären.
Sieh mal hier unter Rezepte den Titel
"Klassische" Traubenweine selbst gemacht
http://www.fruchtwein.de/Wine/default.htm
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wow, das ging schnell!
vielen dank für die antworten,
was heißt jetzt vergären, wenn der wein gepresst wird, oder später wenn die gährung abgeschlossen ist? wie wird aufgebessert auf 5,5-6,5?
ich hab das gefühl, das der wein zu wenig gährt,
kann das sein? kann ich noch vor oder nach dem pressen trockenhefe einrühren?
gruß
capizzi001
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Professore  500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 19.09.2008 Beiträge: 821 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 17:01 |  |
Das hängt von der Farbe der Trauben ab und dem gewünschten Ergebnis ab.
Rot, Maischegärung (nach 7-14 Tagen abpressen)
Rose und Weiß, Saftgärung (sofort pressen)
Zur Hefe wirst Du hier fündig.
Ich hab noch nie eine wilde Gärung durchgeführt, aber wenn Du keinen Starter zugegeben hast, dann ist es normal dass es einige Tage dauert, bis sich die Hefen ausreichend vermehrt haben.
Zu spät die Reinzuchthefe zugeben ist schlecht, da die Hefchen dann mit den wilden konkurrieren müssen.
Um die Säuremenge zu berechnen, musst Du wissen, wie viel Liter Dein Ansatz hat:
z.B. 10 Liter mit 5 g Säure / Liter ergeben insg. 50 g Säure im Ansatz. Für 7,5 g / Liter musst Du dann noch 2,5 g mal 10 Liter zugeben. Genaueres findest Du hier.
Gruß
Jochen
Signatur Ein Leben ohne Fruchtweinbereitung ist möglich. Aber sinnlos! |
Capizzi001

Status: Offline Registriert seit: 28.09.2009 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 17:35 |  |
vielen dank für eure schnellen antworten!
super forum, weiter so!
gruß
capizzi001
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6088 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2009 - 23:38 |  |
Erzähl doch mal, was du für Trauben hast. Weiss oder Rot.
Was hast du für ein Equipment. Immerhin kannst du Säure messen.
Bedenke, wenn die wilden Hefen zu schwach sind, könnten sie die 12 % kaum schaffen. Auch wäre dann eine Hefeernährung gut. Hast du Hefenährsalz zu Hause? Das wäre besser schon drin.
Viele Fragen, die aber eigentlich vorher klar sein sollten.
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Capizzi001

Status: Offline Registriert seit: 28.09.2009 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2009 - 11:59 |  |
hallo forum,
ich habe rote trauben.
eine oechselwaage, acidometer und ein vinometer sind vorhanden.
vor ca. einer woche habe ich den most abgepresst und habe nun ca.75l most.
die gärung war die ersten tage meiner meinung sehr stark, alle paar sekunden blubberte es. nach ca. 5 tagen hat die gärung nachgelassen. wenn überhaupt blubbert es noch jede minute. ist das normal?
mit dem vinometer habe ich 11,5 % alkohol gemessen.
der geschmack ist komisch, ich würde sagen es schmeckt sauer und irgendwie nach garnichts, aber die säure ist mit 4g/l sehr gering, warum schmeckt der säuerlich, weil er noch gärt?
was muss oder kann ich jetzt noch machen?
gruß
capizzi001
p.s.
warum bekomme ich keine e-mail wenn jemand auf mein beitrag antwortet? das häckchen habe ich doch angeklickt?!?
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6088 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2009 - 12:28 |  |
Wenn du wirklich so wenig Säure hast, würde ich den erst einmal auf 6 bis 7 g/l aufsäuern. Ebenso scheint Restzucker zu fehlen. Eine gute Säureeinstellung mit dem nötigen Restzucker gibt geschmacklich schon was her.
Dann ist deine Enstscheidung gefordert, wie du den Wein ausbauen willst. Zur Alkoholerhöhung gehören die üblichen 20 g Zucker pro l und 1 % Alkohol. Wie hoch soll der Alc sein? Wieviel Restzucker soll der Wein haben? Wie soll der stabilisiert werden?
Fragen die es zu beantworten gibt.
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Online Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13434 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2009 - 12:33 |  |
Vor allem kontrollieren ob die Säure permanent abnimmt, das wäre ein Indiz für eine Milchsäuregärung, und das wäre gar nicht gut...
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |