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hoopyfrood 



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Beiträge: 2
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...   Erstellt am 01.11.2009 - 09:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo miteinander,

entweder bin ich mit meinem Problem alleine, oder ich habe im Forum falsch geschaut!

Ich habe meinen Zwetschgenwein mit Aktivkohle behandelt, da er einen unangenehmen Beigeschmack erhalten hatte (kein Uhuton, kein Sauerkrautton, kein Geruch von faulen Eiern; irgendwie leicht stechend, einfach schwer zu beschreiben. Der Wein stand nach Gärung bei 20° C etwa 1,5 Wochen auf der Hefe). Ich habe etwa 50g Aktivkohle für 35-40 Liter Wein verwendet. Jetzt habe ich das Problem, dass sich das Zeug einfach nicht komplett absetzt. Der Wein ist dunkel (dafür ist der störende Geschmack wenigstens deutlich zurückgegangen).
Was mache ich denn jetzt damit? Vom bereits gebildeten Bodensatz abziehen und nochmal setzen lassen? Mit einem Gegenmittel schönen? Oder filtern? Ich würde mir eventuell einen Simplexfilter zulegen, wenn ich abschätzen könnte, ob es sich lohnt. Ich habe eine Probe des Weins testweise mal durch einen Kaffeefilter laufen lassen - nahezu keine Verbesserung. Würde ein Simplexfilter da mit Sicherheit ein besseres Ergebnis bringen?

Bin für Hinweise dankbar!

Viele Grüße
hoopyfrood




Fruchtweinkeller ...
Administrator
..............................



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Registriert seit: 29.03.2004
Beiträge: 13411
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...   Erstellt am 01.11.2009 - 11:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo hoopyfrood,

willkommen hier bei uns.

Die Aktivkohlepräparate die ich kenne sind gekörnt, und Aktivkohle schwimmt eigentlich immer, zumindest teilweise. Durch die grobe Körnung kann der Wein nach Behandlung zum Beispiel über einen Trichter mit Siebeinsatz geschüttet werden, wodurch die Bröckchen leicht und rasch abgetrennt werden. Ist deine Aktivkohle feiner?

Wenn sie gar pulverförmig ist könnte sich auch eine Filterschicht des Simplex sehr schnell zusetzen. Schönungsmittel könnten das Problem verschlimmern, wenn überhaupt würde ich da Vorversuche im Glas durchführen.

Generell bin ich kein Freund von Aktivkohlebehandlungen, diese unterscheidet nicht zwischen Freund und Feind: Sie bindet auch gewünschte Aromen. Leicht stechende Noten sind bei Zwetschge, Pflaume und Co. nicht selten und geben sich oft nach Lagerung. Wenn der Geruch andererseits durch eine leichte Form des Gärungsböcksers hervorgerufen wurde, so muss man nicht unbedingt "faule Eier" riechen; manchmal riecht es etwas scharf und erinnert an Maggi- oder zwiebelähnliche Geschmäcker. Hier hilft eine einfache Belüftung, auch das kann man im Glas testen bevor man schweres Geschütz auffährt





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Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

fibroin ...
5000 Liter Wein
..................



Status: Offline
Registriert seit: 25.05.2004
Beiträge: 6084
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...   Erstellt am 01.11.2009 - 11:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo hoopyfrood,
so allein bist du mit einem Pflaumenwein nicht, der einen unangenehmen Beigeschmack hat. Wie Fruchtweinkeller schon schreibt, neigen Pflaume und Mirabelle zu seltsamen Nebengeschmäckern. Dankbarer Weise verschwindet der mit der Lagerung. Je nach Sorte auch bis zu zwei Jahren. Das kenne ich besonders von Mirabellen.

Gleich mit Aktivkohle auffahren ist schon hart. Jetzt siebe die Brocken so gut wie es geht raus und lass den Wein ruhen. Mehr wüsste ich jetzt nicht zu tun.

[Dieser Beitrag wurde am 01.11.2009 - 11:45 von fibroin aktualisiert]





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Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

hoopyfrood 



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Registriert seit: 01.11.2009
Beiträge: 2
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...   Erstellt am 02.11.2009 - 11:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke für die Hinweise!

Den unangenehmen Beigeschmack hatte ich auch schon mal bei einem Met (ging auch nach 2 Jahren Lagerung nicht weg) und einem Erdbeerwein. Jedes mal hat der schon während der Gärung eingesetzt, nach etwa 1 Woche. Ich hatte mal Erdbeerwein nach dem gleichen Rezept gemacht, der bereits nach 1 Woche komplett durchgegoren war, und da trat der Fehler nicht auf. Ich glaube langsam, dass der Wein zu warm steht oder so.

Die Aktivkohleschönung mal etwas krass gewesen sein, aber ich war auch wirklich etwas genervt und frustriert (50 kg Pflaumen per Hand entsteinen und dann feststellen, dass der Wein nicht schmeckt - das trifft einen bis ins Mark). Die Aktivkohle hatte ich aus dem Handel und habe sie nach Packungsanweisung beigefügt: Erst in etwas warmen Wasser auflösen, dann in den Wein rühren. Die Kohle hat sich dabei zu meiner Überraschung sofort komplett aufgelöst! Da sind keine groben Körnchen mehr vorhanden.

Mh, blöde Sache. Vielleicht lege ich mir dann trotzdem mal einen Simplexfilter zu. Den kann man ja immer mal gebrauchen. Und wenn es damit nicht klappt oder sich die Filter zu schnell zusetzen, habe ich eben Pech gehabt. Schade dass ich in Deutschland wohne und es hier mit den Brennrechten so arg bestellt ist - per Destillation könnte man die Kohle sicher wunderbar vom Getränk trennen

Danke aber nochmal für die Tipps! Den Trick mit dem Belüften werde ich bei der nächsten Gelegenheit auch mal probieren.




zapageck ...
50 Liter Wein
......

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Registriert seit: 11.09.2009
Beiträge: 62
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...   Erstellt am 02.11.2009 - 16:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn du diesen unangenehmen Geschmack schon in verschiedenen Weinen hattest, könnte es dann nicht auch an etwas anderem als den Pflaumen liegen? Irgendeine Zutat die falsch zugegeben wurde oder ähnliches?
Was den Simplex Filter betrifft, muß ich persönlich sagen das ich diese Anschaffung nicht bereut habe. Habe gestern meinen ersten Waldhonig-Met damit gefiltert. Aus einer dunklen Brühe die kein Licht durchgelassen hat, wurde ein kristallklarer Wein der mit Hintergrundbeleutung aussieht wie flüssiger Bernstein. Einfach klasse.
Vorher dachte dieser Wein auch nach Wochen im Lagerballon nicht daran klar zu werden.





Signatur
Guter Wein, in Maßen getrunken,
schadet auch nicht in größeren Mengen.


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