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Registriert seit: 17.02.2008
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...   Erstellt am 27.11.2008 - 11:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Eine kleine böse Weihnachtsgeschichte…alle Jahre wieder…


Das Fest der Liebe steht vor der Tür und begehrt mit permanenter Boshaftigkeit ganz unchristlich, reichlich unverschämt und lautstark Einlass. Eigentlich stehen schon seit Herbstbeginn oder früher als Weihnachtsmann umgeschmolzen oder verkleidete Osterhasen in den Auslagen und die Kataloge mit angeblich neuen Geschenkideen drohen uns zu erschlagen.

Eine neue Matratze so für die Liebe um Weihnachten, eine attraktive goldene Toilettenbürste oder ein besonders tolles Topfset, auch nicht schlecht, denn die Liebe geht bekanntlich durch den Magen, sagt man, wird wärmstens empfohlen. Also wenn ich mir überlege, dass mir Liebe zu Teil werden soll, die schon durch einen Magen gegangen sein soll, dann wird mir mal kurz ziemlich krass unwohl. Solche Liebe mag ich nicht, auch nicht an Weihnachten. Dann würde ich lieber eine weihnachtliche Matratze, todsicher milbenfeindlich, nehmen, wobei ich bereits eine gute habe. Also bitte von derartigen Gaben absehen. Würde ja auch unheimlich viel Einwickelpapier und Schleifenband draufgehen, was mit Sicherheit teurer als die Matratze sein dürfte. Aber was Eingewickeltes möchte ich schon haben.

Sind wir nicht besessen davon, all das so sorgsam und liebevoll Verpackte wie im Rausch aus dem Papier zu fetzen bis die ganze Stube wie nach einem mittleren Erdbeben aussieht und das bei voller Festbeleuchtung. Das zu Tage geförderte Geschenk halten wir sodann schon etwas erschöpft in unseren Händen und in Anbetracht der erwartungsvollen Augen des Schenkers, ringen wir uns ein müdes Lächeln ab, auch eine fade Bemerkung wie: “Das habe ich mir schon immer so gewünscht“, passt nicht so recht im Tonfall zum vorherigen Auspackrausch.
Der Gabengeber murmelt verlegen, man könne das Ding ja umtauschen und beißt sich die Zähne an einer Pfeffernuss aus.

Manchmal kann man schon im trauten Kreis der Familie erfolgreich Tauschgeschäfte starten, dann kommt doch noch ein wenig Seligkeit auf, die aber beim Weihnachtsschmause wieder vergehen könnte, wenn nämlich irgendwas nicht üppig oder ausgefallen genug, manchmal wieder nicht so wie gewohnt, angeboten wird.Es gibt da vielfältige Möglichkeiten, die Liebe ein wenig schrumpfen zu lassen.Viele Menschen beschließen daher, einfach zu verschwinden. Sie versuchen der weihnachtlichen Liebe zu entrinnen.Hab auch schon drüber nachgedacht.

Man stelle sich vor, die halbe Menschheit ist verschwunden und das Fest der Liebe steht fordernd vor der Tür. Dem Fest würde ja noch mehr die Liebe vergehen, wenn seine Opfer nicht zahlreich genug gequält schreien: „Wir wollen kein Weihnachten, uns ist nicht danach, wir haben kein Geld und zu dick sind wir auch!!“
Das Fest fordert seine Opfer…viele…unheimlich viele. Letztlich ist ihm egal, wenn wir danach dick und ohne Geld sind. Wir können ja nun zehren und müssen das Allerletzte geben, um wieder schlank zu werden. Doch unsere Fettpolster bleiben uns hartnäckig treu. Das wäre wieder eine ganz andere Geschichte!
Aber zum Glück machen sich nicht alle davon (nur die Begnadeten, die sich leisten können, oh, so fröhlich abzufliegen).

Wir anderen ertragen die gnadenbringende Zeit, nehmen alle Gnaden hin, zähneknirschend aber milde lächelnd und geben alles an Liebe, was da ist … und weg muss…wie immer. Ein Mondgenie hält alles aus, macht fast alles mit und mogelt bis die Schwarte kracht.
Bis das Gebimmel wieder für ein Jahr verhallt und wir uns vom Feiern, unsere Wunden leckend, erholen dürfen.




Chrissi ...

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Status: Offline
Registriert seit: 12.02.2007
Beiträge: 826
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...   Erstellt am 27.11.2008 - 17:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Also nee Helga,

Deine Mondmädchenweihnachtsfrau hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Nu schwimmt alles. Lesen kann ich auch nicht mehr.
Wenn dieses Teil bei mir zu Weihnachten erschienen wäre, ich hätte wohl flach auf der Erde gelegen.

Da ja seit 1995 bei mir Geschenke keine Rolle mehr spielen, brauchen wir auch nicht flüchten.
Hab ich aber auch Schwein gehabt, dass Stefan auch die Faxen dicke hatte.
Wir schenken uns zwar auch öfter mal Kleinigkeiten, Stefan hatte sich ja auch mal den Mac Apple geschenkt aber solche Dinge passieren bei uns an irgendeinem x-beliebigen Tag.

Weihnachtsfreie Grüße
Chrissi




Stefan 
Admin


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Status: Offline
Registriert seit: 12.02.2007
Beiträge: 1622
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...   Erstellt am 29.11.2008 - 00:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Helga schrieb
    ...eine attraktive goldene Toilettenbürste...


Au ja, so eine habe ich mir schon immer .... NICHT gewünscht. Dann schon lieber einen Eiersollbruchstellenerzeuger, oder wie immer das Ding heißt.

Helga schrieb
    Manchmal kann man schon im trauten Kreis der Familie erfolgreich Tauschgeschäfte starten...


Alternativ kannst Du auch bei der Radiostation Deines Vertrauens anrufen. Da ist Heiligabend ab 22 Uhr Weihnachtsgeschenketauschabend.

Dein Weihnachtsmondgenie wäre der Renner auf jeder Weihnachtsfeier! Genial das Genie.

Liebe Grüße

Stefan










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