witchi  Der Burgherr (Admin) freier Ritter
        

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 3069 Nachricht senden | Erstellt am 24.12.2005 - 11:33 |  |
ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
Eigentlich wird das Weihnachtsfest erst seit 354 gefeiert, als Papst Gregor den 25. Dezember zum Tag Jesu Geburt erklärte. Damit folgte er der frühen Kirchenpolitik, die dazu tendierte, heidnische Riten mit ihren eigenen Festen zu vereinen. Der heidnische Glaube hatte bereits seit jeher die Wintersonnenwende und das Herannahen des nächsten Frühlings zelebriert.
Ein heidnisches Fest, das eng mit dem neuen Fest Weihnachten verknüpft war, war das am 19. Dezember gefeierte römische Fest der Saturnalien zu Ehren des Gottes der Ernte, Saturn. Es wurde sieben Tage lang ausgelassen gefeiert. Zur selben Zeit gab es in Nordeuropa das Yule-Fest, bei dem riesige, mit Grün und Bändern geschmückte Baumstämme zu Ehren der Götter und der Sonne verbrannt wurden, die heller scheinen sollte.
Nachdem sie diese Elemente in ihre eigenen Feste eingebunden hatte, fügte die christliche Kirche im Mittelalter die Krippe von Jesu Geburt und Weihnachtslieder zu den bisherigen Festbräuchen hinzu. Zu dieser Zeit war der Höhepunkt des Festes das ausgelassene Feiern, bei dem es ein riesiges Festmahl mit einem geschmückten Schweinekopf gab, das über acht oder neun Stunden hinweg in einer Zeremonie von Reichen und Armen gemeinsam verspeist wurde.
Weihnachten, wie wir es heute kennen, ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Sinnbild ist der lichtergeschmückte Weihnachtsbaum. Man sang Weihnachtslieder und schrieb auch einige neue, meist nach traditionellen Weisen. Der Brauch des Liedersingens stammt ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Die Figur des heiligen Nikolaus mit Schlitten, Rentieren und Gabensack stammt in dieser Form aus Amerika und tauchte zum erstenmal in Form einer Zeichnung von Thomas Nast im Harper’s Magazine 1868 auf, obwohl die Legende vom Weihnachtsmann viel älter und komplexer ist. In Russland trägt er traditionell ein rosa Ferkel unter dem Arm. In Deutschland kommt er in Begleitung seines Gefährten Knecht Ruprecht.
Heute ist Weihnachten ein ebenso weltliches wie religiöses Fest. Die Vorweihnachtszeit ist von starken kommerziellen Aktivitäten geprägt. An Weihnachten trifft man sich im Kreis der Familie und macht sich gegenseitig Geschenke. In englischsprachigen Ländern wird ein „traditionelles” Weihnachtsmahl eingenommen, das aus Truthahn oder Gans, einem Weihnachtspudding und Pfefferminzkuchen besteht. In Deutschland speist man bevorzugt Gans oder Karpfen. In den Kirchen und Kathedralen wird allerorten die Mitternachtsmesse zelebriert. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, findet das Singen von Weihnachtsliedern um einen kerzengeschmückten Weihnachtsbaum und das Auspacken der Geschenke bereits am 24. Dezember, am Weihnachtsabend oder in der Heiligen Nacht, statt.
in diesem sinne allen ein Frohes Weihnachtsfest 
Signatur Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen. |