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lavarielnandama ...
Stammgast
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 12:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel stand ein paar meter von den
Quellen entfernt auf einem bemoostem
Stein. Die Arme hatte er vor der Brust
verschrenkt. Seine Haltung und sein
Gesicht verrieten die Anapannung, die
auf ihm lastete.
Minuten vergingen, in denen er in den
blauen Himmel starrte, die Wolken be-
trachtete, die über den Ort von Mir-
en-feas Ende hinwegzogen. Alles sah
so ruhig und friedvoll aus. Nichts
lies darauf schliesen, welch furcht-
bares Unglück sich hier abgespielt
haben soll. Lavariel hatte nichts
anderes erwartet. Sein Blick wurde
sogar noch ernster wie er auf die
stillen Wasser hinaus sah ... Dann
wante er sich Nerdanel zu, wie sie
bei dem unruhig plätscherndem Bach
stand.
"Willst du nicht lieber näher zu der
Stelle gehen, an dem sie verschwunden
ist?" Er legte seinen Kopf auf die
seite. " Ich halte es nicht für weiße
die Wasser zu fragen, die gerade
erst dem tiefen, dunklem Stein ent-
sprungen sind. Sie plappern nur. Was
können sie dir sagen? Ihre Stimme
kann dir nichts über Mir-en-feas Ende
sagen. Sie haben nichts davon gesehen.
Und es wird sie nicht kümmern." Er
drehte sich von ihr weg, hin zu den
Wassern. Der kühle Nordwind, der in
diesem Moment angefangen hatte vom
Meer her zu blasen umspielte seine
langen, braunen Haare. "Versuche es
dort." Er zeigte auf den See, in dem
Mir-en-fea an jenem Tag ein Bad
genommen hatte. "Bitte, Nerdanel."
Fühgte er mit erstmals freundlicher,
bittender Stimme hinzu.
"Bitte, Nerdanel."





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"Das Glück kommt zu denen, die lachen."
japanisches Sprichwort, Autor unbekannt.

Nerdanel ...
Waldläufer
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 13:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nerdanel lächelte und nickte. "Sorge dich nicht, mir ist die Eigenschaft der Wasser bekannt. Ich werde gerne danach sehen, was hier geschah."
Sie umrundete vorsichtig den See, bis sie den ausfließenden Bach gefunden hatte (ich hoffe, daß es einen Ausfluß gibt). Sie sprach leise zu ihm: "Alle Wasser sind eines. Es sind die Bewegungen des Wassers, die von den vergangenen und zukünftigen Ereignissen künden. Die Stimme des Wassers dagegen ruht im Jetzt und Hier und singt verheißungsvoll von der Größe des Meeres."
Ganz in der Nähe von Lavariel ließ sie sich auf dem feuchten Boden direkt am Bach nieder.
Hier am Auslauf bildeten sich wieder sichtbar die Stromfäden, Schlieren verfolgt vom Seegras und Wirbel mit tanzenden Bläschen.
Nerdanel zog behutsam einen kleinen Beutel hervor und begann, begleitet von leisem Gesang, die Muscheln um sich herum auszulegen. Wie es der Tradition entsprach, schöpfte sie ein wenig Wasser in einer Schale und zeichnete ihr eigenes Gesicht.
In ihr Lied flocht sich das Lob an das Meer, die Wasser ihrer Heimat, in denen sie sich so fest verankert fühlte, und sie beschritt gedanklich den Weg hinauf vom Meer zurück zu dieser Quelle. Sie paßte ihre Lied der Stimme des Baches an, um mit ihm zu singen und gleichzeitig ihre übrigen Sinne tief in sein Fließen versenken zu können. Ihr Wunsch, Lavariels Wunsch floß in die Worte ein, die sie sang, leise und stetig, auf daß das Wasser ihm entsprach und sie erfahren ließ, was Mîr-en-fea hier zu gestoßen war. Selbst dem Zweifel Lavariels, der sicherlich noch immer den Verdacht gegen Cuthalion hegte und befürchtete, die Geschichte hätte sich wiederholt, verlieh sie einige klagende Wendungen.





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No aear râd lin ar no gwaew govadas lin.

Angus 
Waldläufer
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 13:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Angus schaute sich interessiert um, dann Fixierte er den See und lauschte. So viele Fragen auf der er gerne eine Antwort hätte. Lavariels Worte rissen ihn aus seinen Gedanken. Kurz überlegte er und beschloss dann Nerdanel nicht mit Fragen zu bedrängen und ihre Entscheidung abzuwarten. Als Nerdanel mit dem Ritual begann blieb er in ihrer Nähe, denn er schloss die Möglichkeit nicht aus, dass sich ein Unglück hier wiederholen könnte.




lavarielnandama ...
Stammgast
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 15:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel begibt sich in die
Nähe von Angus und beobachtet
Nerdanels Zauber gespannt.





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"Das Glück kommt zu denen, die lachen."
japanisches Sprichwort, Autor unbekannt.

Gwirithien 
Lórinan-Elb
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 19:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@nerdanel: es ist kein see, sondern die bucht eines fjordes, welche von einer art haff eingeschlossen ist. sie es gibt alerdings einen zufließenden süßwasserfluß, sodass das wasser in der bucht nur mäßig salzig ist. am wichtigsten dürfte ein süßlicher duft sein, der überall in der luft liegt und die temperatur des wassers, die etwa bei 35-40 grad liegt, sowie die blasen die überall, vor allem in ufernähe, aufsteigen. im hintergrund ist bei tags rauch zu erkennen, der aus dem nahegelegenen berg aufsteigt.




Nerdanel ...
Waldläufer
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...   Erstellt am 03.05.2007 - 20:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Gwirithien: Ah, danke für die Richtigstellung. Aus Fjordwasser kann Nerdanel sicherlich besser 'lesen', als aus einem Süßwasserteich.





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No aear râd lin ar no gwaew govadas lin.

Benjamin ...
Lórinan-Bewohner
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...   Erstellt am 04.05.2007 - 13:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lange hallte der Gesang der Elbe über den Fjord. Ein Gesang zeitlos und ewig wie das Meer. Legte sich wie die Sonne glitzernd und frei in den Wellen schwebend über die Dinge. Umfloß sie, wendete sie, ordnete und entzweite sie wieder.

In den alten Augen der Elbe schwammen die Eindrücke die ihr Geist ausmaß, wie Nebel der sich am frühen Morgen über den Boden windet. Warmer Sonnenschein spiegelte sich in den Weizenblonden Haaren, doch sie nahm die kitzelnde Berührung der Strahlen nicht wahr, so tief war ihr sie schon in den Wassern versunken. Den Augenschein scheinbar von den Wellen gefangen die sanft über den Fjord brandeten war ihre Aufmerksamkeit von anderen Dingen gefangen. Eindrücken die unter der schillernden verwirrenden Oberfläche des Wassers lagen.

"Dröhnend und stark ist die Stimme... Dicht umringt dich die Schwere und gleichzeitige Gewichtslosigkeit des Wassers. Füllt alles aus, senkt sich auf jede Pore und ertränkt alles unstete mit Beharrlichkeit und Zeitlosigkeit.

Zahllose Stimmen fließen an dir vorüber, der sanfte Schlag und Ton einer wie zufällig über einem Stein des Ufers zerbrechenden Welle. Das Spritzen der Gischt die leichte Schaumkrone die licht über den Wassers glänzt. Das zurückfließen und erneute Sammeln der Welle um seinen beharrlichen Angriff zu erneuern, bis auch der ehernste Fels von der Woge zerrüttet und hinfort gespült ist. Der ferne Ruf einer zornigen Sturmflut die lange schon wieder vergangen ist. Der melodische Klang einer Walfischschule die in der Ferne hinüberzieht und alles übertonend, vereinend und vernichtend der Chor des Meeres. In der soviele Weisen entsprungen wie vergangen sind das sie wie ein Ton erscheint. Eine Stimme wie ein Rausch von Ewigkeiten.

Behende bewegt sich dein Geist durch die Tiefe, die Eindrücke sammelnd die du suchst. Schwer ist sich in diesem Orkan der Möglichkeiten zurecht zu finden. EIn Ereignis wiederzufinden das schon länger zurückliegt und das auf die Mäjestät des Meeres keinerlei Eindruck gemacht hat. Längere Zeit schon suchst du, lauscht den Klängen und verschiedenen Liedern die die Fluten singen, bis dir bewußt wird das es so nicht gehen wird. Ein Wassertropfen im Meer zu finden übersteigt deine Kunst. Eine Verbindung muß her, ein Faden dem man folgen kann. Ein Weg der die Dinge die im Schatten weilen ins helle Licht bringt. Fern spürst du nur das die geistige Anstrengung schon langsam an deinem Körper anbrandet."

Immer noch hallt der Gesang der Elbe über die Weiten des Gewässers. Die Sonne steht schon hoch, nicht einmal mehr mehrere Stunden bis sich der Sonne Bahn senken wird. Vereinzelte Schweißtropfen sind auf der Stirn der Sängerin auszunehmen, die vom salzigen Atem des Meeres getrocknet werden, wie auch eine leichte Röte zeigt sich im Antlitz der Elbe.





Signatur
Lang vergangen, ferner Glanz. Der Schleier senkt sich , Ende naht. Kein zurück und kein Erbarmen. Licht erstirbt in Finsternis.

Einst´ger Glanz nun lang vergangen. Hand in Hand die Unschuld webt. Tief gefroren für Äonen der Same ruht in Dunkelheit.

So fern und nah zu allen Zeiten, Licht und Glanz sich neu belebt. Wandelt hierhin, wandelt dorten. Nährt den Samen, nährt das Leben.

In tiefster Erde neu erblüht, das Blatt nun auf zum Baume fällt. Senkt sich Sonne, senkt sich Nacht. Alter Glanz wird neu entfacht.

Nerdanel ...
Waldläufer
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...   Erstellt am 07.05.2007 - 13:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Ströme des nahen Meeres locken ihre Gedanken immer wieder in weite Ferne. Nerdanel ist sich kaum dessen bewußt, wohin ihre eigene Sehnsucht ihr Suchen lenkt.
Das Gefühl von Geborgenheit, von Angekommensein stellt sich ebenso ein wie an den Abenden in Erynbar, wenn sie auf den Mauern des Verborgenen Hafens stand und ihr Lied dem Meer sang.
Mit der Gruß- und Dankesformel beendet sie ihren Gesang, während sie das Wasser aus der Schale, die sie in Händen gehalten hatte, langsam zurück in den Fjord gießt. Der letzte Ton verklingt und ihre Gedanken kehren mit Bedauern zurück an diese fremde Küste.

Erstaunt nimmt Nerdanel die fortgeschrittene Stunde zur Kenntnis, ihr Hals ist rauh und sie mißtraut der Kraft ihrer Stimme. Wie lange hat sie so gedankenverloren hier gesessen? Langsam blickt sie sich um und sieht Angus und Lavariel, angespannt, abwartend, erschöpft.
Sie sammelt die ausgelegten Muscheln ein und verpackt sie erneut in ihrem Bett aus Kiefernnadel. Vorsichtig erhebt sie sich, und sie fühlt deutlich ihre Schwäche. Die Elbe schwankt leicht, als sie wie zu einem Gruße den Kopf in Richtung des Meeres neigt.
Dann wendet sie sich zu ihren Begleitern, mit zittrigen Schritten, und läßt sich bei ihnen nieder.
"Hannon le an tirad lin. Habt Dank für euer Wachen." Ihre Stimme klingt etwas belegt. Sie sucht Lavariels Blick und fährt fort: "Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, wonach wir fragten. Die Ströme des Meeres sind auch hier stark zu spüren und sie zogen meine Gedanken immer wieder weit hinaus, fort von diesem Ort, der uns Antwort geben könnte. Mein Herz gibt dem Rufen des Meeres nur zu gerne nach! Verzeih, Lavariel. Meine Erinnerung an Mîr-en-fea ist nicht stark genug, ihre Spur hier in all den ewigen Gewalten zu entdecken. Selbst wenn ich es erneut versuchte, wird es mich wieder hinaus locken. Und so ein Versuch wird bis zum morgigen Tag warten müssen, ich bin erschöpft."

[Dieser Beitrag wurde am 07.05.2007 - 13:09 von Nerdanel aktualisiert]





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lavarielnandama ...
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...   Erstellt am 07.05.2007 - 15:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel ging langsam zu Nerdanel und setzte sich neben sie. Wortlos nahm er das Medalion das an einem dünnem Lederband um seinen Hals hing ab und betrachtete es einen Moment. "Es gehörte Mir-en-fea." Er zog die Augenbrauen zusammen. Sein gesicht verrat an was er in diesem Moment dachte. "Ich habe es ihr geschenkt, als ich mich von ihr verabschiedet habe. Ich sollte sie nie wieder sehen." Er reichte Nerdanel das kleine blaulilane Blatt, das er die Letzten Wochen um den Hals trug. "Gwirithien hat es mir gebracht... es war bei ihrer Kleidung am Ufer geblieben. Vieleicht kann es dir helfen dich und die Wasser des Fjordes auf Mir-en-fea einzustimmen..."

[Dieser Beitrag wurde am 07.05.2007 - 21:14 von lavarielnandama aktualisiert]





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Nerdanel ...
Waldläufer
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...   Erstellt am 08.05.2007 - 13:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vorsichtig nahm Nerdanel das seltsame bunte Blatt entgegen und betrachtete es eingehend.
"Es hat die Farbe ihres Kleides."
Sie blickte Lavariel an: "Weißt du, woher diese Blatt stammt? Ich habe so eines noch nie gesehen."
Ihre Gedanken schweiften weiter: "Laß uns versuchen, ihre Schritte zu wiederholen. Du hast lange mit Gwirithien gesprochen. Woher kamen sie, wo gingen sie an Land, aus welcher Richtung näherten sie sich dieser Bucht? So viele Fragen. Ich würde gerne einen Stück den Wege verfolgen den sie genommen haben und dann selbst hier ins flache Wasser gehen."
Ihr war dieses Wasser etwas unheimlich. Sie wußte zwar, daß an Stellen, wo das heiße Gestein aus dem Inneren der Erde brach oder in geringer Tiefe unter der Wasseroberfläche austrat, heiße Quellen entspringen konnten. Doch der Geruch stimmte nicht: eine solche Quelle wurde meist von beißendem, schwefligen Gestank begleitet. Desweiteren fragte sie sich, wie vertrauenswürdig der Boden hier war. Sie würde die Ebbe abwarten und sich mit dem ufernahen Gelände vertraut machen.
Sie teilte diese Absichten und Bedenken ihren beiden Begleitern mit.





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No aear râd lin ar no gwaew govadas lin.

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