crazyandy  Waldeidechse
 

Status: Offline Registriert seit: 12.03.2006 Beiträge: 36 Nachricht senden | Erstellt am 14.03.2006 - 14:25 |  |
Physignathus cocincinus, Grüne Wasseragame Herkunft: In Südost-Thailand beheimatet und auch in Kambodscha, Vietnam, Laos und dem südlichen China anzutreffen Größe: 60-80cm wobei die Rumpflänge zwischen 20 und 25cm beträgt. Allgemeine Beschreibung: Die Erscheinung der Wasseragame wird durch den imposanten Nacken- und Rückenkamm dominiert, der aus bis zu 1cm langen Schuppen besteht. Nur das letzte Drittel des Schwanzes besitzt keine Kammschuppen. Der Körper besteht aus feinen Schuppen, die auf der Bauchseite etwas grober sind. Der Unterkiefer weist so genannte Tuberkelschuppen auf, die weiß bis rosa gefärbt sein können. Verhalten: Wildfänge sind in der Regel eher hektisch und springen oft gegen die Terrarienscheibe. Ansonsten sind diese Tiere sehr friedfertig und können nahezu fast Zahm werden. Äußere Merkmale: Wasseragamen sind sehr massig gebaut und erreichen ein Gewicht von 600g (Männchen), bzw. 400g (Weibchen). Die Grundfärbung der Wasseragame ist blattgrün, variiert aber von oliv bis farngrün. Männchen weisen im Brustbereich eine orangefarbene Zone auf, der Unterkieferbereich kann weiß bis rosa gefärbt sein. Adulte Männchen können ein schwarzes Querband von den Augen bis zur Ohröffnung haben. Der Schwanz ist ebenfalls mit dunkelbraunen bis schwarzen Querstreifen versehen. Die hellen, scharf abgegrenzten Querstreifen auf dem Rumpf der Jungtiere verwandeln sich mit zunehmendem Alter zu undeutlichen, teilweise türkisfarbenen Querbändern. Haltung: Wasseragamen erreichen eine beachtliche Größe, dies sollte man beim kauf oder bau eines Terrariums berücksichtigen. In den Mindestanforderungen (BML 1997) wird für ein Pärchen ein Terrarium mit 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 (L x B x H) multipliziert mit der Kopf- Rumpf-Länge der Bewohner empfohlen. Bei einer durchschnittlichen Kopf- Rumpf-Länge Adulte Wasseragamen von etwa 20 cm müsste es also 80 cm x 60 cm x 100 cm oder 100 cm x 60 cm x80 cm messen . Terrarium: Wasseragamen benötigen ein großes Wasserbecken, dass ggf. beheizt werden kann. Sie verstecken sich bei Gefahr unter Wasser und baden generell gern. Gleichzeitig koten sie nahezu ausschließlich in das Wasserbecken. Aus diesem Grund sollte es zur Reinigung entweder problemlos aus dem Terrarium genommen werden können, oder durch entsprechende Filter und Pumpen gereinigt werden. Die Wassertemperatur sollte 20-25° C betragen. Ein Sprühen am Morgen reicht bei geheiztem Wasserbecken um die benötigte Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Temperatur: 25-30° Die normalen Luftfeuchtigkeitswerte liegen bei 70%-90% am Morgen und 50%-70% am Abend Futter: Wasseragamen fressen alle handelsüblichen Insekten, Würmer und Maden. Mäusebabies und junge Mäuse können an Adulte Tiere problemlos verfüttert werden. Auch kleine Fische und Molche, die ggf. im Wasserbecken schwimmen werden gefressen. Eine Anreicherung der Futterinsekten mit der vorgeschriebenen Dosis an Mineralpulver und Vitaminpräparaten sollte erwogen werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Zucht: Wie bei nahezu allen Agamenarten wird die Paarung nach der Winterruhe durchgeführt. Es ist aber auch ohne diese Ruhephase zu Zuchterfolgen gekommen. Zur Einleitung der Winterruhe werden Temperatur und Beleuchtungsdauer schrittweise auf 15-20° C und einer Beleuchtungsdauer von 6-8 Stunden heruntergeregelt. Während der Einleitungsphase sollen die Tiere wenig Nahrung erhalten. Die eigentliche Ruhepause beträgt ca. 6 Wochen. Danach wird wieder schrittweise die Beleuchtungsdauer und Temperatur erhöht. Bei Jungtieren und Tieren mit schlechtem Ernährungszustand, bzw. gerade überstandenen Verletzungen oder Erkrankungen sollte von einer Winterruhe abgesehen werden. Vor der eigentlichen Eiablage sucht das Weibchen durch "Probegrabungen" eine geeignete Eiablagemöglichkeit. Bei geeigneter Lage und Beschaffenheit wird eine Legemulde von ca. 20cm Tiefe gegraben, in die dann durchschnittlich 10 Eier gelegt werden. Inkubation: Die Zeitigungsdauer bei Wasseragameneiern liegt bei 60-100 Tagen und ist abhängig von der Temperatur im Inkubator. Hier sollten konstante Werte von 28°C bei einer Luftfeuchtigkeit von 90-100% gegeben sein. Sonstiges: Mehr und noch ausführlichere Informationen findet Ihr in meinem Buchtipp: Heiko Werning´s Buch "Wasseragamen", erschienen im Heselhaus & Schmidt Verlag unter ISBN 3-9801853-9-7

grüsschen crazyandy
Signatur Ich Liebe das Leben und Hasse Spiesser! Jeder Tag ist ein neuer Anfang und muss crazy sein! Besonders lieb ich diesen Satz: Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere! |
crazyandy  Waldeidechse
 

Status: Offline Registriert seit: 12.03.2006 Beiträge: 36 Nachricht senden | Erstellt am 14.03.2006 - 14:32 |  |
Krankheiten:
Amöben sind Einzeller die im Kot der Tiere sehr schnell festgestellt werden. Sie sind höchst Ansteckend und widerstandsfähig, wenn sie nicht behandelt werden, sie sind sehr gefährlich für das Tier. Die Amöben greifen nach und nach die Organe an bis es für das Tier zu spät sind.
Ich habe durch die Einzeller 2 Tiere verloren, weil ich es nicht gemerkt und nicht gewusst habe das es solche Krankheit überhaupt gibt. Unsere Tiere werden eigentlich von uns sehr gut beobachtet. Als ich merkte das unsere 1. Cleo sehr apathisch auf ihrer Terrasse saß, war es auch schon zu spät. 20 Minuten später war ich beim
Tierarzt, lies Cleo noch Operieren, der Befund war niederschmettert, die Einzeller haben Cleos Leber und den gesamten Bauchraum zerstört.( mit Eiterbläschen übersät). Cäsar 1 lebte genau 2 Wochen länger, bei ihm war der Magen hinüber
Deshalb kann ich nur jeden empfehlen: Ein neu gekauftes Tier sofort in Quarantäne und mit der 1. Kotprobe zum Tierarzt. Viele Wasseragamen, habe ich mitbekommen, haben Amöben und wenn es sofort behandelt wird ist es auch nicht ganz so schlimm.
Die Tiere müssen sofort in Quarantäne und vom Tierarzt behandelt werden. Unsere Tiere bekamen FLAGYL. Einmal gleich beim Arzt und einmal 14 Tage später, 2 weitere Tage später brachte ich die 2. Kotprobe hin und es war alles OK
Wir haben in den 14 Tagen das Terrarium komplett neu gemacht. Die Rückwände und den Terrarienhumus rausgeschmissen und zum Müll, den Rest habe ich im Backofen 20 min. bei 200° erhitzt und anschließend noch überbrüht, da die Amöben bei über 100° abgetötet werden.
ich hoffe das ihr diesen Rat niemals befolgen müsst.
grüsschen
crazyandy
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