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SySparrow

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 135 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 07:15 |  |
Moin, nun das nächste Problem.
Das Alte ist übrigens immer noch nicht gelöst!
Habe einen gemässigten Langkieler, der zur Hälfte mit Blei ausgegossen ist. Über dem Blei wurde damals igend eine Bitumenmasse gegossen um das Blei gegen den Stahl abzudichten.
Nun ist das Problem, das sich das Bitumen teilweise zersetzt hat.
Ich kann einen Spachtel zwischen Blei und Kiel stecken.
Da ein Gemisch aus Wasser, Öl und Diesel in der Bilge Stand, habe ich nun das Problem das Gemisch aus dem Kiel zu kriegen und es neu zu Versiegeln.
Meine Idee war es von Aussen mit einem Brenner zu erwärmen bis alles verdampft ist.
Aber was passiert mit dem Anstrich??
Wie versiegele ich das Wieder? Bitumen? Beton?
Hat einer noch eine Idee?? 
Hab vergesse zu erwähnen das es sich um ein Stahlboot handelt.
[Dieser Beitrag wurde am 21.05.2007 - 07:21 von SySparrow aktualisiert]
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labelleepoque 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 147 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 09:16 |  |
Hallo SySparrow
Hatten das selbe Problem. In unsrem Stahlschiff waren Eisenbarren mit Beton als Ballast vergossen. Bei der Restauration mussten wir feststellen, dass unter der Betonschicht ein Gemisch von Wasser, Öl und wer weiß noch was stand. Auch wenn es eine ordentliche Arbeit war, wir sahen als einzigen Weg, alles händisch rauszuräumen (und stemmen), den Rumpf (auf dem kein Rost zu finden war, trotz des Wassers) so gut es ging zu reinigen, schleifen und lackieren, die Eisenbarren vergossen wir mit Blei wieder an ihren Platz und schließlich schweißten wir den geamten Bilgebereich über den Ballast mit Stahlplatten dicht zu. So haben wir in Zukunft Ruhe und das gute Gewissen, da unten ist alles in Ordnung.
Auch wenn diene Idee, das Wasser herauszudampfen vielleicht der einfachere Weg ist, wie weißt du, ob es bereits Schäden an der Aussenhaut gibt?
lg
Claudia
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SySparrow

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 135 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 10:20 |  |
Hi, ich habe dsa Problem, daß mein Kiel nicht ganz zugängig ist, da im vorderen bereich der Dieseltank eingeschweisst ist, dann sind ca. 30cm frei.
Nach 30 cm verscwindet der Kiel unter dem Rumpf, der alsMotorölauffangwanne durchgezogen ist.
Ich müßte also den Tank Rausschneiden, den Motor ausbauen und unter dem Motor den Rumpf aufschneiden.
Da erscheint es mir bald Leichter den Kiel abzuschneiden.
Aber genau das will ich ja nicht!!!
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piep

Status: Offline Registriert seit: 03.02.2006 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 22:01 |  |
wenn es dir gelingt, das ganze sicher abzudichten, mußt du dir nicht allzuviel gedanken machen - schlechter kanns nicht werden. wenn du den kiel innen trocken bekommst, könnte heißes fließfett die hohlräume ausfüllen und versiegeln. es gibt auch einen anbieter für wollfett, das auch in der großschiffahrt als korrosionsschutz innen eingesetzt wird. (ich hab den namen vergessen, mußt du googln.
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Frank Moderator
  

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 341 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 22:04 |  |
Wenn ich dich richtig verstanden haben hast du einen bleibalast der auf die stahlsole des kieles gebolzt ist. Das gründlichste wäre dann natürlich den bleibalast zu lösen, dichtung samt schmodder enfernen und mit frischer dichtungsmasse wieder anzusetzen. Dann kannst du dir sicher sein das du in zukunft ruhe hast. Das bedeutet natürlich das du an die bolzen kommen musst und diese gängig machen kannst .
Wenn du eine reperatur von außen bevorzugst solltest du versuche soviel wie möglich der alten dichtungmasse zwischen kiel und bleibalast herauszukratzen. Ich bezweifle aber das man das auch mit hilfe eines brenners wirklich gründlich trocken bekommt. Zum abdichten würde ich dir PU-dichtmasse (z.B. Sika) oder MS-Polymere dichtmasse anraten. Letzteres haben wir auf unserem boot viel benutzt, langzeiterfahrungen stehen aber noch aus da dies dichtmassen noch nicht sehr lange auf dem markt sind (zumindest ist es mir nicht bekannt).
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SySparrow

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 135 Nachricht senden | Erstellt am 21.05.2007 - 22:32 |  |
Hi, da bin ich wieder!
An Frank, das hast Du Falsch verstanden.
Da ist nichts angebolzt. Der Kiel ist aus Stahl Geschweißt und dann bis zur Hälfte mit Blei ausgegossen wie ein Kochtopf der halb voll mit Suppe ist. Darauf ist Bitumen gegossen, daß sich im laufe der Jahre durch Öl Diesel etc. aufgelöst hat. Dadurch konnte nun Wasser zwischen der Aussenwand und dem Blei laufen!
Nicht schlimm, aber wie kriege ich das wieder dicht, bzw. das Wasser heraus?
Jetzt hab ich auch noch festgestellt, das sich nach dem ich die Bilge Furz trocken hatte sich immer wieder ca. 60 ml Pfützen bilden in ca 4-5 Std.
Wo kommt das Wasser her? Das Boot steht an Land!
Wenn ich es nicht besser wüsste könnte mann Denken das Blei schwimmt auf dem Wasser und geht langsam unter und verdrängt das Wasser 
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Frank Moderator
  

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 341 Nachricht senden | Erstellt am 22.05.2007 - 17:56 |  |
Bohr an der tiefsten stelle ein loch in den kiel und schau ob da wasser raus kommt. Wenn dem so ist bohrst du noch ein paar löcher auf der länge des kiels die später wieder zugeschweist werden. Das boot sollte dann schon einige wochen so stehen bleiben. In dem fall finde ich die idee nicht schlecht das ganze auch mal aufzukochen . Wenn du dir sicher bist das alles gut getrocknet ist würde ich die löcher wieder zuschweißen und von oben mal so gut und gerne 20ltr. dünnflüssiges epoxy drauflaufen lassen, das läuft garantiert in alle rizen und verschließt sie dauerhaft. Natürlich muss dazu vorher das ganze bitum gründlich entfernt werden.
Da ich mich auch ein wenig schwer tue zu glauben das dein bleikiel aufschwimmt würde ich eher auf eine lekage im wasserystem schließen oder wenn es geregnet hat eine undichte stell an deck. Am besten alle bodenbretter raus und nachsehen ob es irgendwo außerhalb der bilge eine feuchte stelle gibt.
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labelleepoque 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 147 Nachricht senden | Erstellt am 22.05.2007 - 23:01 |  |
Hi
was ist mit Kapilarwirkung? Könnte doch auch der Grund sein, dass dein Kielwasser langsam an die Oberfläche kommt?? (bin aber kein Techniker...)
Würde es in deinem Fall auch mal mit Löcher im Kiel versuchen.
lg
Claudia
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SySparrow

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2005 Beiträge: 135 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2007 - 06:53 |  |
Moin, erstmal danke für die Tipps.
Das wasser war wohl noch nachlaufendes Wasser was unter dem Bitumen aus dem nicht zugänglichen Bereich nachlief, denn gestern ist es dann endlich Trocken geblieben.
Habe unten am Kiel ein Stück aufgeschnitten, um zu sehen, wie es von innen aussieht.
War alles gut 
Dann alles mit dem Brenner vorsichtig erwärmt, bis alles verdampft war, anschliessend habe ich 10 Liter heiße Bitumenklebemasse zum versiegeln reingegossen.
War ein toller Tag!! Heute geht es ans saubermachen und aufräumen. Sparrow sieht aus wie ne Möve in der Ölpest! 
PS: [und von oben mal so gut und gerne 20ltr. dünnflüssiges epoxy drauflaufen lassen, das läuft garantiert in alle rizen und verschließt sie dauerhaft.]
Habe die Erfahrung gemacht, das sich Epoxy und Metall nicht verbinden, platzt wieder ab.
Muss mit G4 Geprimert werden, um Halt zu bekommen.
Dazu muss der Untergrund sauber sein, was in diesem Fall nicht möglich war.
Deswegen hab ich mich für Bitumen entschieden.
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Frank Moderator
  

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 341 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2007 - 19:28 |  |
Hauptsache dicht .
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