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...   Erstellt am 08.07.2006 - 21:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was versteht man unter Stoffwechselschlacken?


Schlacke ist das Abfallprodukt, bei der Verbrennung von Kohle und Koks. Hochofen Schlacke ist unreiner Abfall beim Erzschmelzen. Die Schlacke wird abgestochen und verworfen.

Die naturwissenschaftliche Medizin hat viele Begriffe aus unserer erfahrbaren Welt, aus naturhaften und technischen Abläufen, auf biologische Phänomene übertragen - um eben diese biologischen Phänomene bildhafter und begreifbarer zu machen. Wir sprechen tagtäglich von Entzündung, nie hat es in uns einen Zündfunken gegeben. Kohlehydrate und Fette werden in. unserem Körper zu CO2 und H20 .verbrannt; nie hat jemand bei dieser Verbrennung ein Feuer gesehen. So ist auch die Übernahme des Wortes Schlacke in unseren medizinischen Sprachschatz zu verstehen. Man wollte die eliminations- pflichtigen Zwischenprodukte und Endpro dukte des Stoffwechsels summarisch kennzeichnen. In diesem Sinne sind all die Substanzen zu diskutieren, die, beim ständigen Abbau und Umbau in unserem Körper entstehen - beim ständigen „Wechsel der Stoffe“.

Bei der bakteriellen Zersetzung unverdauter Nahrungsstoffe entstehen Phonole, lndole, aromatische und aliphatische Amine, Polyamine wie Kadaverin und Putreszin, Nitrosamine, Formaldehyd aus Methanol, hochmolekulare Alkohole, die sog. Fuselöle, und andere, noch unbekannte Substanzen. Diese Stoffe sind zum großen Teil zytotoxisch, hepatotoxisch, hämatotoxisch, immunotoxisch, neurotoxisch, mutagen, damit carcinogen bzw. cocarcinogen. Sie sind im gesamten Körperraum nachzuweisen und werden nach der Kinetik erster Ordnung (e- Funktion) - etwa wie Medikamente - aus dem Körper eliminiert, die Pharmakologen sagen „ausgewaschen“. Sie werden nicht abgelagert. Sie hinterlassen aber nach Maßgabe ihrer Toxizität lang anhaltende Schäden an zellulären Strukturen und an biochemischen Funktionssystemen. Hier sind die Vokabeln Vergiftung und Entgiftung, Intoxikation und Detoxikation angebracht, nicht die Worte Verschlackung und Entschlackung. Diätetisch-therapeutische Aufgabe ist es, diese Stoffe erst gar nicht entstehen zulassen.

Physiologische Stoffwechsel-Zwischenprodukte werden in zu großer Menge gebildet, können nicht weiter geschleust und abgebaut werden, können nicht aus dem Körper eliminiert werden. Einige Beispiele:

*
a) Bei der Arteriosklerose produzieren die Myocyten der Arterienwand - multipotente Mesenchymzellen - in Muskularis und Intima überreichlich Kollagen, Proteoglykane, saure Mucopolysaccharide. Die Gefäßwand Zellen werden von ihren eigenen Stoffwechsel- Produkten ummauert; die Gefäßwand sintert zu. Perfundierende Lipoproteine und schwerlösliche Calcium- Komplexsalze bleiben hängen. Die Arterienwand „verschlackt“.
*
b) Überreichlich zugeführte Nahrung, insbesondere Nahrungseiweiße tragen dazu bei, daß es zur Einlagerung von Kollagen und Proteoglykanen in die Basalmembran der Kapillaren und in den lnterstitial- Raum kommt. Der Stoff- Austausch auf dieser Transitstrecke zwischen Blut und Zelle - der Zustrom von Nährstoffen wie auch der Abstrom von Stoffwechsel- Endprodukten - wird zunehmend erschwert. Das Interstitium „verschlackt“.
*
c) Der Muskel pumpt Stoffwechsel- Endprodukte - nach Maßgabe eines steilen Druck- Gradienten - durch lange Saftspalten in die Sehnen und Sehnenansätze, in die Bänder-Hülle der Gelenke, damit auch in die innen aufliegende Synovialis und in die Synovia. Von der Qualität der Gelenkflüssigkeit hängt aber die trophische Versorgung des Gelenkknorpels ab. Am Beginn der Arthrose steht - neben der Fehlbelastung des Gelenkes - die „Einschlackung“ in den Weichteil- Mantel, in den Nähr- Mantel des Gelenkes.
*
d) Kohlehydrate und Fette werden zu Kohlensäure und Wasser abgebaut. Kohlensäure wird abgeatmet; Wasser wird über. die Nieren ausgeschieden. Die Endprodukte des Eiweiß- Abbaus dagegen sind toxisch. Die Leber macht die anfallenden Substanzen z. T wasserlöslich und damit Nieren gängig - etwa Ammoniak, das zu Harnstoff verarbeitet wird. Die wichtigsten physiologischen Eiweiß- Abbauprodukte - Stoffe von hoher Toxizität - kennen wir noch gar nicht. Bei Niereninsuffizienz steigt ihr Pegel an, wir sprechen dann von Urämie- Giften. Mit der künstlichen Niere werden sie ausgewaschen. An ihrer Existenz zweifelt niemand. Diskutiert wurden die sog. Mittel- Moleküle mit einem Molekulargewicht von 500 bis 5.000 Dalton. Neuerdings sind andere Stoffgruppen im Gespräch. Jedenfalls handelt es sich um Endprodukte des Eiweiß- Stoffwechsels, die auch von jedem Gesunden laufend ausgeschieden werden müssen, die aber bei hoher Konzentration zur Schädigung sämtlicher Organ- und Zellsysteme führen. Die Nephrologen sprechen von Toxinen, von Schlacken.

Alle protoplasmatischen zellulären Strukturen unseres Körpers werden innerhalb weniger Tage oder Wochen abgebaut, ausgetauscht, erneuert. Ein ständiges Sterben und neu Werden, ein ständiges Altern und Regenerieren. Die Endprodukte dieses Wechsels der Stoffe müssen entgiftet und ausgeschieden werden. Wie zahllose wissenschaftliche Studien und experimentelle Daten gezeigt haben, werden physiologischerweise(!) nur gealterte Proteine, gealterte Zellen, gealterte Individuen diesem Austausch unterzogen - nach Maßgabe der biologischen Halbwertszeit bzw. der mittleren Lebenserwartung.

Dagegen werden kranke Individuen und pathologisch veränderte Zellen und Teilstrukturen schon zu einem früheren Zeitpunkt in diesen Austausch einbezogen. Dieser auslesende Erneuerungsprozeß läuft ununterbrochen in uns ab - in seiner Intensität weitgehend unabhängig von diätetischen Einflußnahmen. Therapeutisch können wir aber die Voraussetzungen für einen qualitativ besseren Neuaufbau schaffen - durch angemessenes Nahrungsangebot und durch optimale Aufschließung im Verdauungstrakt. Im Darm dürfen keine bakteriellen Zersetzungsstoffe gebildet und in den „intermediären Stoffwechsel- Raum“ eingeschleust werden.

Mein Fazit:

Der medikamentöse Therapeut - vorwiegend am Symptom orientiert - schreibt ein Rezept. Eine detaillierte Erörterung der pathogenetischen Hintergründe ist in der Regel nicht notwendig. Anders der Physiotherapeut. Ergibt nur Rat, gibt Empfehlungen. Der Patient ist es, der hier das Richtige zu tun und das Falsche zu lassen hat. Dazu muß er motiviert werden. Der Arzt muß ihm die physiologischen und die pathologischen Zusammenhänge in möglichst schlichter und knapper Form klar machen. Der Patient muß sich ein Bild machen können - von dem, was in ihm vorgeht, was bisher passiert ist und was nun zu tun ist.

Und für diese Aufgabe braucht der Arzt einfache, verständliche Bilder und Vokabeln - aus der Erfahrungswelt des Patienten. So wie es die naturwissenschaftliche Medizin, wie es Kliniker und Theoretiker auch immer gepflegt haben schon der eigenen Verständigung zuliebe. Beispiele gibt es zur Genüge. Mit wissenschaftlichen, meist dann lateinischen Formulierungen, helfen wir dem Patienten nicht; wir verwirren ihn nur und verunsichern ihn.

Wir dürfen und müssen dem Patienten sagen und dabei können wir uns auf handfeste physiologische und pathophysiologische Fakten stützen: Die „Vergiftung vom Darm“ muß abgestellt werden; eine weitere „Verschlackung“ der Geweberäume, der Gefäßwände, des Muskel-, Sehnen- und Band- Apparates muß verhindert werden; die „Entschlackung“, die Ausschleusung von Stoffwechselprodukten aus den Geweberäumen, aus dem Körper, muß gefördert werden.

Für diese Aufgaben steht ein breites diätetisch-therapeutisches und physikalisch- therapeutisches Repertoire zur Verfügung.

Quelle:
www.naturheilverfahren.aerzte-nr … acken.html





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