CarpeNoctem

Status: Offline Registriert seit: 19.02.2007 Beiträge: 294 Nachricht senden | Erstellt am 07.04.2008 - 21:08 |  |
Die Aufgabe vorangegangener Generationen war immer, den Kindern etwas zu hinterlassen.
Was wirklich wichtig ist, sind nicht nur materielle Güter, sondern auch Informationen, wie sie ihr Leben besser als man selbst meistern können.
Neben der Liebe, die Sicherheit in der Familie, das Vertrauen in sich selbst, Allgemeinbildung, etwas Kunst und Kultur, eine gute Ausbildung und Werte und Ethik.
Auch ich habe mir die Frage gestellt, was werden meine Kinder meinen Enkelkindern und die ihren Kindern mitgeben? Welche Erinnerungen werden sie mit ihnen teilen?
Für die Generation meiner Kinder und Enkelkinder ist der Datenverlust einer Festplatte oder DVD-Sammlung nahezu ein Identitätsverlust.
Bilder der ersten Lebensjahre meines Enkel existieren bis auf wenige Ausnahmen nur durch den Zusammenhalt von Bytes.
Das erste Lebensjahr seiner Mutter ist in unzähligen Fotoalben festgehalten.
Ein Magnet kann diesen Erinnerungen nichts anhaben, wohl aber denen auf der Festplatte eines Computers.
Wirklich wichtig ist, dass wir Spuren und Erinnerungen bei unseren Kindern und Enkelkindern hinterlassen, die anfassbar und Nachahmenswert sind.
Signatur Wozu einer fähig ist, ahnt man spätestens dann, wenn einige nicht vorhandene Fähigkeiten zutage treten.
© Martin Gerhard Reisenberg |
<LiteraTour> unregistriert
| Erstellt am 08.04.2008 - 17:20 |  |
Keine Kunst je so inbrünstig in eine Wissenschaft verwandelt worden wie die Kunst der Erziehung?
Während der letzten Jahrzehnte ist die Zahl der Erziehungsexperten ins Unermessliche gestiegen.
Wer versucht, ihren Rat auch nur gelegentlich zu befolgen, wird alsbald matt gesetzt, denn das konventionelle Erziehungswissen scheint sich fast stündlich zu verändern.
Manchmal sind sich die Experten völlig uneins. Dann wieder scheinen die am häufigsten zitierten Autoritäten einstimmig der Meinung zu sein, dass das alte Wissen falsch war und das neue Wissen, zumindest für eine Weile, unwiderlegbar richtig ist.
So gilt Stillen beispielsweise als der einzige Weg zu einem gesunden, intellektuell überdurchschnittlich entwickelten Baby - sofern Flaschenkost nicht besser ist.
Ein Baby sollte zum Schlafen stets auf den Rücken gelegt werden - bis verordnet wird, dass man es immer auf den Bauch legen sollte.
Verzichte auf Prügel und verwöhne das Kind; gib deinem Kind einen Klaps und geh dafür ins Gefängnis.
Ganz skurril wird es, wenn Erziehungsexperten sich selbst widersprechen oder eine »Säuglings-Management-Strategie« für Mütter und Väter, die hervorragende Eltern werden wollen, präsentieren.
Wenn ich sehe, was junge Eltern machen, um die Karriere ihres Kindes schon im Mutterleib zu fördern – ( in mehreren Sprachen dem Fötus Geschichten vorlesen, Mozart spielen etc.)und schon vor der Geburt umziehen, um in der richtigen KITA einen Platz zu bekommen, frage ich mich, warum aus unseren Kindern etwas geworden ist.
Die Werte, die wir vermittelt haben, ohne Bücher, Psychologen, Familientherapeuten, Karriereplan, KITA, waren Aufrichtigkeit, Frohsinn, Nächstenliebe, Selbstvertrauen, Fleiß,Pünktlichkeit und Familiensinn.
Nun liegt es an unseren Kindern (3), ob sie etwas davon ihren Kindern einmal mitgeben werden. Ich wünsche es mir sehr, denn diese Werte sind wirklich wichtig.
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