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Minka
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 11:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Diesen Bild" ist für mich keine Kunst
und es ehrt Dich, wenn es nicht von
Dir ist...lächel


Ingeborg




Cecilia ...



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Beiträge: 428
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...   Erstellt am 08.12.2008 - 11:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist ein fröhliches Farbenspiel,das wenn es von meiner Tochter wäre, die größte Kunst und das kostbarste Kunstwerk aller Zeiten für mich wäre.
So weit von einem Miro oder Kandinsky ist es auch nicht entfernt.

Cecilia






Loreley ...



...

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Registriert seit: 14.04.2007
Beiträge: 291
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...   Erstellt am 08.12.2008 - 13:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo ihr Lieben

Schööön, doch ein paar Antworten erhalten zu haben!

@Ingeborg
Ja, hihiii ..., das hat er wirklich gut gemacht, der olle Heinrich!

Was ihr sonst noch über Kunst schreibt, hört sich für mich sehr schön und stimmig an.

Dann ist Kunst also etwas, das jedem Einzelnen auf seine Weise Lust und Freude bereiten, aber auch die Menschheit voranbringen, ihr neue Impulse und neue Perspektiven geben soll!?

In Minos Forum hat mich vor allem Holly sehr begeistert. Schade, dass sie/er nicht mehr weitergeschrieben hat ...

Herzgrüssli

Brigitta





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besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 13:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich war ein wenig fies, mit mein *abstrakte* gemälde, mea maxima culpa.
aber ich wollte ein paar antworten haben, und jetzt lüfte ich dass geheimnis zu *diesen* bild.


Typisches Fächermuster Congos, Tempera auf Papier

Von Affen lernen schrieb

    In der Person Desmond Morris (*1928) fanden diese drei Zeiterscheinungen genuin zueinander. Der Zoologe, Verhaltensforscher und Künstler wurde 1956 Leiter von Granada TV, der Fernseh- und Filmabteilung der Zoologischen Gesellschaft von London. Für seine wöchentliche Tiersendung adoptierte Morris das Schimpansenmännchen Congo (*1954) als Maskottchen und machte ihn Schritt für Schritt zum Maler- und Medienstar.

    Im Alter zwischen zwei und vier Jahren produzierte Congo fast 400 Zeichnungen und Gemälde. Im Gegensatz zu anderen Experimenten sind Affen zum Malen stets gern bereit. Morris schloss, dass künstlerische Tätigkeit selbstbelohnend wirke, wenn nicht gar einem »starken Trieb« folge. Versuche, Congo durch Belohnung zu besseren Leistungen zu motivieren, führten dazu, dass er nur rasch irgendetwas hinkritzelte um sofort die Hand nach der Banane auszustrecken – die »übelste Form kommerzieller Kunstausübung«, kommentiert Morris. Mit dem Beginn der Pubertät verlor der Schimpanse jegliches Interesse an Bildproduktion. Life is short.

    Über das Fernsehen hatte Morris die Herausforderung ausgesprochen, dass andere Primaten es mit Congo auf dem Feld der Kunst aufnehmen sollten. Tatsächlich liefen in den Zoos von Amsterdam und Zürich ähnliche Experimente mit malenden Affen. 32 Primaten, vornehmlich Schimpansen, produzierten in der ersten Hälfte des 20. Jhds. Zeichnungen und Malereien.

    Betsy aus Baltimore nahm die Herausforderung an. Vor amerikanischen Fernsehkameras widmete sie sich im Rüschenkleidchen der Fingermalerei. Es wurde eine gemeinsame Ausstellung vereinbahrt. Eine Reihe ihrer Gemälde wurde nach London geschickt und 1957 zusammen mit Congos Arbeiten im Institute of Contemporary Arts der Öffentlichkeit vorgestellt.




Fidelis
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 14:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Judith, wenn man Bilder mancher Menschen, die sich durchaus als Künstler verstehen, mit diesem von einem Affen gestalteten Bildnis vergleicht, könnte man wieder auf jene alte Streitfrage kommen: Stammt nun der Mensch doch vom Affen ab.

Ich bin da zwar gegenteiliger Meinung und so ist diese Frage auch eher zynisch gedacht.
Fidelis




besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 15:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Fidelis,

ich hab mir damit einen spass erlaubt, da in meine augen kunst ein sehr dehnbare begriff ist.

was unsere abstammund angeht...da scheiden sich die geister

(wobei einen immer wieder mitmenschen begegnen, wo man dass gefühl hat, man hat der/diejenigen grade mit eine brotkruste aus dem urwald gelockt.
ausgenommen natürlich unsere forum hier)




<Johannes>
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 22:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kunst ist ein Spiegel der Zeit. Künstler sollten deshalb frei schaffen können.

In Diktaturen war und ist das nicht möglich. Da bestimmen und kontrollieren die Machthaber was Kunst ist und wer Künstler sein darf.

Zur Zeit des Nationalsozialismus war die freie Entfaltung der Kunst nicht möglich.

Kunst im 3. Reich wurde als Mittel für die Vermittlung von nationalsozialistischem
Gedankengut verwendet.

Die damalige Kunst, die moderne Kunst, schien meist dazu nicht geeignet zu sein.

Deshalb wurde sie als "entartete Kunst" verleumdet.
Ab 1936 war in Deutschland nur noch die "Deutsche Kunst" zugelassen.

In allen deutschen Museen und Galerien wurde Kunst, die nicht den Idealen des NSRegimes
entsprach entfernt, insgesamt 16 000. Moderne Kunstwerke wurden zerstört,verkauft und in der Öffentlichkeit als „Verfallskunst“ entwertet (1936).

Herausragende internationale Künstlerpersönlichkeiten wurden in den darauf folgenden Jahren verfolgt, erhielten Malverbot und wurden aus Deutschland ausgewiesen oder inhaftiert.

Eine Kampagne gegen die moderne Kunst wurde 1937 mit der Ausstellung "Entartete
Kunst" in München gestartet.

Insgesamt wurden 650 Kunstwerke aus 32 deutschen
Museen konfiszierte von Künstlern wie: Klee, Kandinsky, Otto Dix, Vincent van Gogh,
Paul Gauguin, Pablo Picasso, Emil Nolde, Berthold Brecht und viele andere.

Um den Menschen dazu zu bringen die moderne Kunst als "entartet" zu erkennen wurden die Gemälden bewusst chaotisch aufgehängt und zu den Gemälden Fotos von verkrüppelten Menschen hinzugefügt.

Die Werke wurden also mit Zeichnungen von
geistig Behinderten gleichgesetzt.
Bis April 1941 wanderte die Ausstellung in zwölf
weitere Städte und zog über 3 Mio. Menschen an.

Die neue, nationalsozialistische deutsche Kunst sollte eine Kunst des nordisch- arischen
Volks sein.

Was damals als Kunst gelten durfte und was nicht, entschied der Propagandaminister Goebbels. Denn er gründete unter seinem Vorsitz am 22. September 1933 die „Reichskulturkammer“. Gegliedert in sieben Einzelkammern für Bildende Künste, Schrifttum, Musik, Theater, Film, Rundfunk und Presse diente die Reichskulturkammer einer einheitlichen Kulturförderung. Nur wer arischer
Abstammung und nicht durch "kulturbolschewistische" Arbeiten stigmatisiert war, durfte seinen Beruf weiter ausüben.

Die Künstler wurden gleichgeschaltet und mussten
in die „Reichskulturkammer“ eintreten.

Künstler die aus dem Kammer austreten oder
nicht an die nationalsozialistische Kunstpolitik halten, wurden zensiert und mit Berufsund
Veröffentlichverbot belegt. D

Die freie Kunst wurde zur Staatskunst.

Darstellung des Bauern
Blonde, blauäugige Arier dürften jetzt nur gezeigt werden. Obwohl im Dritte Reich die
Bauern eine Minderheit waren (10,6% und Arbeiter 45,9%; 1930), waren die
Bauernbilder in Fülle vertreten. Doch das änderte sich während der Kriegsjahre, die Bauernbilder verringerten sich. So finden sich in der Bauernmalerei vor allem Portraits wieder. Z.B. von Adolf Wissel „Bäuerin“.

weiter geht es hier
http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=13224




Loreley ...



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...   Erstellt am 08.12.2008 - 23:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Guten Abend

@besucherin
Na also so eine grosse Überraschung war das jetzt nicht. Mein erster Gedanke war, dass es sich bei dem Bild um einen animalischen "Künstler" handeln musste.

Off-Topic: Ich bin der Ansicht, dass Wildtiere nicht in Gefangenschaft gehören und auch nicht für menschliche Unterhaltungszwecke oder Versuche missbraucht werden sollten.

Ich glaube, ich habe einen weiteren Punkt entdeckt - natürlich rein subjektiv betrachtet - was wahre Kunst ausmacht. Wenn mich etwas wirklich tief berührt, an einem Punkt, den ich vielleicht selbst nicht erreichen kann und dann in mir etwas in Bewegung bringt, dann ist es Kunst (für mich ganz persönlich).

Danke Johannes, für deine ausführlichen Worte. Ich fragte aber eigentlich nicht, wie sich die deutsche Kunst entwickelt hat, sondern lediglich: Was ist Kunst?
Mit deinem einen Satz zum Thema: "Kunst ist ein Spiegel der Zeit", gebe ich mich nicht zufrieden.
Was ist Kunst denn für dich persönlich?

Ich wünsche euch eine gute Nacht und viele bunte Träumchen!

Brigitta

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2008 - 23:16 von Loreley aktualisiert]





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Es wird einmal der Tag in deinem Leben kommen, von dem an du nur noch lieben kannst ...

<Johannes>
unregistriert

...   Erstellt am 08.12.2008 - 23:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Brigitta,

das Beispiel der deutschen Geschichte sollte zeigen, das Kunst das ist, was andere bestimmen.

Deine Eingangsfrage war: Was ist Kunst
und nicht, was ist Kunst für Dich.

Aber bitte nun beantworte ich auch Deine nachgereichte Frage.

Kunst ist für mich, wenn es mir gefällt.

Johannes




werner43 ...



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...   Erstellt am 08.12.2008 - 23:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


schrieb


    Kunst ist für mich, wenn es mir gefällt.



Diese Antwort wird wohl manchen Kunstexperten nicht befriedigen, mir gefällt sie.

Und mich stört es auch gar nicht, wenn jemand das, was mir als Kunst gefällt, vielleicht schon mal als Kitsch bezeichnen mag.




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