nightlight 


Status: Offline Registriert seit: 11.07.2006 Beiträge: 118 Nachricht senden | Erstellt am 09.08.2006 - 10:57 |  |
Ich weiß nicht, was uns, dich oder doch uns .so verändert hat.
Wir waren Nachbarskinder, spielten zusammen sobald sich der erste Sonnenstrahl zeigte.
Wir, immer zu viert oder zu fünft, waren unterwegs in allen Scheunen, Straßengräben, auf allen Bäumen...........
Auf dem alten Sportplatz standen die riesigen Stümpfe der abgesägten Kastanien. Sie waren unser Herd.
In Öffnungen stopften wir Blätter und Beeren, ein Stock war der Rührlöffel.
Unbeschwerte Spiele.......
Wir trafen uns zum Frösche fangen auf den frühjahrsüberflutetenen Bahndammwiesen, fuhren zu 3 auf einem Fahrrad.....
Im Unterricht saßen wir jahrelang nebeneinander.
In Fächern, in denen ich schwach war, warst du stark und umgekehrt.
Die Kindergeburtstage waren immer ein Gaudi.Nichts war vor uns sicher.
Wir trafen uns in einer Scheune, um dem Köderkaugummi nachzuspringen, es war leichtsinnig, gefährlich, doch geschah uns nichts.
Dann verloren wir uns alle etwas aus den Augen, als wir unsere Lehre begannen. Wir waren verstreut von Thüringen bis Brandenburg.
Danach ward ihr Bengels bei der Fahne. Die ersten Hochzeiten, du warst auf meinem Polterabend, war da noch alles in Ordnung?
Die erste Familiengründungen, auch schon de ersten Scheidungen.
Du warst nie verheiratet, hast keine Familie gegründet.
Nun sind wir 40.Ich bemerkte in den letzten Jahren, bei zufälligen Zusammentreffen, es stimmt nichts mehr.
Keine Chemie, nichts.
Du hast eine eiskalte Abneigung gegen mich entwickelt, und gibst sie am Stammtisch zum Besten.
Ich frage mich, welcher Grund ließ uns so weit auseinanderdriften.
Was geschah, dass ich dir verhasst wurde.
Wir waren Freunde, wie Kinder eben Freunde sind, nicht mehr.
Deine letzten Bemerkungen lassen mich den Mut verlieren nach dem Grund zu fragen.
Es ist witzig, wie das Schicksal doch flechten möchte, ohne unser Zutun.
Meine beste Freundin ist nun mit deinem besten Freund zusammen.WIr kommen prima miteinander aus, wir drei , oder ihr drei. Die Frage machte schon etwas Kopfzerbrechen, wie man uns zu den Feiern einlädt.
Erst ich zum Kaffee, dann du zum Abendessen?
Man macht sich direkt organisatorische Sorgen.
Wenn es so schlimm ist, dann werde ich verzichten, für dich, damit du mit deinen Freunden feiern kannst, denn sehr viele hast du nicht mehr.
Es tut keinen Abbruch meiner Freundschaft zu ihnen.
Ich suche ihn auch nicht mehr, den Grund.
Vielleicht ist es der normale Lauf aller Dinge.
Es macht nur etwas traurig.
Egal.
Du kannst mir so egal sein.
Ich habe Familie, ich bin glücklich und nicht verbittert, ich lache ,ohne mich um die Leute zu scheren, ich bin unbeschwert und geniesse es, doch bin ich ebenso sehr ernst und tiefgründig.
Du bist mir so verdammt egal........
Wenn ich mit deinen Worten antworten könnte, würde ich sagen du bist ein Idiot geworden, doch ich sags nicht.
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