Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 29.04.2006 - 22:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Omega schrieb
    Ich habe mich gehasst, ich habe Krieg geführt und es hat mich nur dazu geführt, daß ich mein Leben beihnahe beendet hätte.


Omega schrieb
    Da wundert es mich nicht, daß ich erfinderisch war und es vorgezogen habe mit meinem Körper "zu kämpfen", als mich diesen tiefer
    liegenden Ursachen zu stellen
    Damit will ich sagen, dass mich vielleicht dieser Nebenkampfschauplatz lange Zeit "gerettet" hat - sonst wäre ich vielleicht wirklich den anderen, entgültigen Weg gegangen.


Hilf mir mal weiter: oben sagst Du, dass der Kampf gegen Deinen Körper Dich fast in den Selbstmord getrieben hat, unten sagst Du, dass der Kampf gegen Deinen Körper Dich vielleicht davon abgehalten hat

Eine Essstörung ist für mich - das sehe ich genauso wie Du - ein Selbstmord auf Raten.

Niemand meint hier, es wäre gut gegen sich zu arbeiten. Es könnte nur sein, dass man jetzt definieren müßte, was jeder darunter versteht für sich zu arbeiten .

Ich verstehe darunter, mich endlich so ernst zu nehmen, dass ich endlich was für meine Gesundheit tue. Erst wenn man sie so wie ich in vielen Teilen verloren hat weiß man, dass nichts was ist ohne Gesundheit.
Nicht mehr gegen mich arbeiten heißt für mich, dass ich weiß, was zu meiner ES geführt hat. Das ich mir das nicht selber angetan habe sondern indirekt andere.
Soweit so schlecht. Was mir in der Therapie klar wurde ist, dass ich mich nicht hassen muss für das was mit mir passiert ist. Das heißt aber nun nicht, dass ich mich jetzt zurücklehne und sage es ist alles gut so wie es ist.
Was nützt es mir, wenn ich mich mit meinem Körper akzeptiere und dabei gesundheitlich weiter vor die Hunde gehe
Ich werde kämpfen, ja und zwar für mich!!!!
Mir werden im Moment gesundheitlich soviele Steine zwischen die Füße geworfen aber ich gebe nicht auf - ich werde kämpfen für mich, für ein besseres, gesünderes Leben.
Das ich das jetzt kann hat ausschließlich damit zu tun, dass ich mich jetzt so sehr mag, dass ich mich an erste Stelle setze und dann kommt erst alles andere.
Klingt wahrscheinlich nach Egoismus pur, ist mir aber egal, war lange Zeit ganz anders und wohin hat es mich gebracht?
Maggie




Omega ...
bleibt ein Weilchen...
...



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...   Erstellt am 30.04.2006 - 16:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maggi schrieb
    oben sagst Du, dass der Kampf gegen Deinen Körper Dich fast in den Selbstmord getrieben hat, unten sagst Du, dass der Kampf gegen Deinen Körper Dich vielleicht davon abgehalten hat



Hast Recht, so ist das schwer zu verstehen

Ich habe nicht dazugeschrieben, daß zwischen diesen beiden Beispielen Jahre lagen. In der ersten Zeit war der Selbsthass eben so groß, dass das beinahe schief gegangen wäre. Später, wo ich schon "etwas netter" zu mir war, hat mich die körperliche Thematik allgemein davon abgehalten, die Ursache ganz woanders zu vermuten und entdecken. Wenn ich das damals zu dem Zeitpunkt aufgedeckt hätte, wäre mir das wohl auch nicht bekommen.

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht noch mehr verwirrung gestiftet habe?


Wie ist es denn bei euch? Wie seid ihr von der Esstörung losgekommen, gab es einen Knackpunkt?





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Grade weil wir alle in einem Boot sitzen, ist es schön, daß nicht jeder auf meiner Seite steht.

Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 30.04.2006 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Omega
Das ist ja für einen selber schon schwer bis gar nicht zu verstehen wie irrational man zB bei einem FA handelt.

@Maggie
Es ist auch nichts verwerflich daran, egoistisch zu sein, genau dasselbe waren die Leute, die Dir jahrelang die Energie abgezogen haben auch, und das auch ohne schlechtes Gewissen.





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Freier Willen!

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Ulli 
Glühwürmchen vom Dienst :-))
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...   Erstellt am 30.04.2006 - 18:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Omega
Mein Knackpunkt heißt Soli
Nein, im Ernst, ich denke, dass ich an einem Punkt in meiner Therapie angekommen war wo ich für Verhaltensänderungen offen war.
Den Schubs in die richtige Richtung hat mir Soli dann gegeben und mich auch oft gecoacht. Das hilft natürlich - gerade am Anfang.
Mit den ersten Erfolgen hat es sich dann verselbständigt, dann wollte ich immmer mehr und immer weiter.
Bei mir sind es jetzt über 22 kg die ich abgenommen habe und das ist ein ganz anderes Körpergefühl! Ich bin viel beweglicher geworden, fühle mich besser in jeder Hinsicht.
Es gibt Auseinandersetzungen, die jetzt härter sind als früher, weil mich da wahrscheinlich geändert habe und für mein Gegenüber eine härtere Nuss bin als früher (Stichwort für Insider: Schwiegermutter ).
Aber das ist gut so!!

@ Maggie
Kann ich mich Holly nur anschließen! Egoismus kann etwas sehr Gesundes sein

[Dieser Beitrag wurde am 30.04.2006 - 18:57 von Ulli aktualisiert]




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 04.11.2006 - 13:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


habt ihr das gelesen???





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Ulli 
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...   Erstellt am 04.11.2006 - 16:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke Holly, dass Du das hier eingestellt hast.
Ich habe das jetzt zweimal gelesen und bin beeindruckt und auch sehr angerührt von dieser ehrlichen und bewegenden Schilderung.

Silke hat meinen tiefen und einen Teil der geschilderten Erleichterungen konnte ich so gut nachempfinden (obwohl ich natürlich nicht so schwer und damit nicht nie so beeinträchtigt war).

Besonders beachtenswert finde ich auch die (endlich mal ehrliche!!!) Schilderung der Essensmengen, die ein wirklich dicker Mensch mit so vergrößertem Magen zu sich nimmt.

Endlich mal jemand, der die Wahrheit schreibt und Schluss macht mit diesem:
"Ich esse nur 2 winzige Mahlzeiten am Tag und trinke nur Wasser - aber Abnehmen kann ich nicht Gelabere




Nora ...
fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
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...   Erstellt am 04.11.2006 - 17:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was für ein Weg, aber echt!
Die Ehrlichkeit fand ich schon immer beeindruckend an Silkes Schilderungen

Dieses Bild "gedämpft hinter einer Fettschicht" zu sitzen läßt mich nicht mehr los.
Da knabbere ich ganz schön dran herum.





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Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)

Sunny 
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...   Erstellt am 05.11.2006 - 02:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ulli schrieb

    Besonders beachtenswert finde ich auch die (endlich mal ehrliche!!!) Schilderung der Essensmengen, die ein wirklich dicker Mensch mit so vergrößertem Magen zu sich nimmt.

    Endlich mal jemand, der die Wahrheit schreibt und Schluss macht mit diesem:
    "Ich esse nur 2 winzige Mahlzeiten am Tag und trinke nur Wasser - aber Abnehmen kann ich nicht Gelabere


Das ist mir auch sehr positiv aufgefallen!

Ich finde, dass Ruberta auch eindrucksvoll widerlegt, dass AC-Patienten immer nur welche sind, die die schnelle,passive Lösung suchen. Was die mit diesem Radrennen gepackt hat, ist doch doll




Sunny 
on her way to the sunny side of life...
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...   Erstellt am 05.11.2006 - 03:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nora schrieb


    Dieses Bild "gedämpft hinter einer Fettschicht" zu sitzen läßt mich nicht mehr los.
    Da knabbere ich ganz schön dran herum.


Ich habe das auch ähnlich empfunden, so irgendwie in Watte eingepackt, nicht mehr 100%ig am Leben teilnehmen und mir alle Menschen vom Leib halten.
Ich kann jetzt gar nicht mehr so richtig auseinanderhalten was davon durch meine Beziehung und was davon durch das Gewicht reduzieren besser geworden ist. Durch den Sport habe ich jedenfalls ein völlig anderes, viel positiveres Körpergefühl als vorher. Auch wenn ich ja nun noch nicht da bin wo ich hin möchte fühle ich mich schon so gut, habe eine ganz andere Körperhaltung - und spannung als früher!




Schokolinse ...
bleibt ein Weilchen...
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...   Erstellt am 05.11.2006 - 12:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das ist wirklich ein unvorstellbarer Leidensweg und es ist schön ein "Happy End" zu lesen. Zwar weiß sie noch nicht wie sich der chirurgische Eingriff langfristig auswirkt aber sie hat denke ich sehr gute Voraussetzungen, weil sie die Sache auch so positiv angeht. Ich glaube sehr daran, dass die innere Einstellung eines Menschen sehr viel mit Genesung, Wiederherstellung zu tun hat.

Was Du schreibst Nora, kenne ich so ähnlich auch: meine Speckschicht dämpft die Probleme, hält mir Leute vom Hals, gibt mir ein "Alibi" mich vor diesem und jenen zu drücken, weil ich ja nicht kann und 1000 andere Dinge mehr.
Wenn ich das so schreibe, denke ich gerade, dass ich mein Fett noch ganz gut gebrauchen kann. Kein Wunder, dass ich es nicht hergebe




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