Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Maggie 
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...   Erstellt am 28.04.2006 - 15:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe eben gerade in einem anderen Forum gelesen, dass eine Frau, die noch letztes Jahr fast bewegungsunfähig und nur unter Morphium ihr Leben gefristet hat, jetzt nach einer erheblichen Abnahme + regelmäßig Training im Fitnessstudio demnächst an einem Radrennen teilnehmen will, wo sie über 50 km am Stück fahren muss

Boah, ey - das finde ich sowas von bewundernswert Solche Beispiele machen wirklich Mut, dass es zu schaffen ist - dieses andere Leben.

Ich möchte mich dafür zwar nicht unters Messer legen wie sie es getan hat (ich wiege ja aber auch nicht annähernd soviel wie sie es mal getan hat) aber ich finde solche Beispiele einfach total ermutigend

Ist mir allemal lieber als zum 185tausendsten Mal zu lesen, welche Leidensgeschichte jemand hinter sich hat und weshalb er nicht abnehmen kann und was die Ärzte alles falsch gemacht haben und überhaupt




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 28.04.2006 - 16:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich freu mich auch total für die Frau, auch wenn ich sie nicht näher kenne, so habe ich doch einiges von ihr in verschiedenen Foren mitverfolgt im Verlaufe des vergangenen Jahres. Und ich finde es richtig und wichtig, das ausführlich zu loben, denn was da für ein Kraftakt drinsteckt kann ich mir glaube ich gar nicht wirklich ausmalen.

[Dieser Beitrag wurde am 28.04.2006 - 16:58 von Holly aktualisiert]





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...   Erstellt am 28.04.2006 - 18:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maggi schrieb
    Ich möchte mich dafür zwar nicht unters Messer legen wie sie es getan hat (ich wiege ja aber auch nicht annähernd soviel wie sie es mal getan hat) aber ich finde solche Beispiele einfach total ermutigend

    Ist mir allemal lieber als zum 185tausendsten Mal zu lesen, welche Leidensgeschichte jemand hinter sich hat und weshalb er nicht abnehmen kann und was die Ärzte alles falsch gemacht haben und überhaupt


Meinst Du nicht, dass beides zusammengehört? Auch die Frau hat nach ihren eigenen Angaben eine sehr lange Leidensgeschichte hinter sich, ich denke nicht, dass man das so einfach trennen kann. Ich verfolge diese Geschichte auch schon lange durch einige Foren und ich freue mich für diese Frau, dass es ihr so gut geht und sie persönliche Wünsche und Ziele umsetzt. Ich denke, es wäre auch völlig egal, wenn sie als letzte durch das Ziel käme, alleine die Freude sich diesen Wunsch erfüllt zu haben, ist Erfüllung.
Mut macht sicher die Intention, die dahintersteckt, was den schweren Eingriff angeht, weiss niemand, wie ihr Körper sich entwickeln wird, ich wäre da etwas zurückhaltend.





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...   Erstellt am 28.04.2006 - 20:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



@ Holly
Da gebe ich Dir völlig Recht, es ist wichtig und richtig soviel Kraft und Engagement zu loben.
Absolut bewundernswert mit wieviel Energie sie ihr Schicksal in die Hand genommen hat

@ Omega
Bedenkenträger haben wir genug in unserem Land. Ich bewundere jeden, der sein Leben in die Hand nimmt und mit Engagement und Kraft etwas unternimmt.
Und was Deine Bedenken angeht: Es liegt doch wohl klar auf der Hand, was definitiv mit ihr passiert wäre, wäre sie bei diesem Gewicht geblieben.
Das ist etwas, das mich immer wieder erstaunt, wie sehr von wirklich dicken Menschen das enorme Gesundheitsrisiko, das sie tagtäglich eingehen, ganz offensichtlich verdrängt wird. Dafür haben sie aber alle Risiken parat, die andere Wege bereithalten. Für mich immer wieder ein unbegreifliches Phänomen
Und deshalb habe ich auch mit Foren Probleme, die diese Haltung noch unterstützen nach dem Motto: Mit ein bißchen Selbstakzeptanz wird es schon gehen...oder noch schlimmer: gesundheitliche Probleme bekommt ihr erst wenn ihr abnehmt, denn das belastet das Herz viel mehr oder ähnliches. (Wohl bemerkt gesundes Abnehmen, keine Diäten oder gar Crash-Diäten!)


[Dieser Beitrag wurde am 28.04.2006 - 21:00 von Solitude aktualisiert]





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

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...   Erstellt am 29.04.2006 - 15:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Bedenkenträger haben wir genug in unserem Land."

Ich finde, dass das auch gut so ist. Immer alles so hinnehmen, wie ein Anderer es sagt, hat mit unter schlimme Folgen.

"Ich bewundere jeden, der sein Leben in die Hand nimmt und mit Engagement und Kraft etwas unternimmt."

Das bewundere ich auch. Ich wünschte, dass ich das auch schaffen könnte. Wobei ich allerdings auch weiß, wo bei mir der Hase im Pfeffer liegt: Ich WEISS nicht, was ich eigentlich will und wo ich hin möchte. Das führt natürlich dazu, dass es mich umhertreibt, wie ein Blatt im Wind.


"Und was Deine Bedenken angeht: Es liegt doch wohl klar auf der Hand, was definitiv mit ihr passiert wäre, wäre sie bei diesem Gewicht geblieben."

Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, als wäre das eine Option gewesen (?). In dieser Sache spielt wohl meine eigene Ansicht eine große Rolle, da es für mich Selbstverstümmelung ist, wenn man sich an gesunden Organen operieren, bzw. diese entfernen läßt. Für mich sind Magen und vor allem der Darm, das absolute Zentrum für Gesundheit, Imunstärke und wichtigste Zentren zur Nahrungsaufspaltung, Nährwertverteilung und Umsetzung. Die Vorstellung den Magen zu umgehen, die Speiseröhre quarsi direkt mit einem erheblich verkürzten Darm zu verbinden, läßt mich gruseln. Daß der Patient dadurch abnimmt ist ja klar - er nimmt ja so gut wie nichts mehr auf. Ich denke aber, daß dies jetzt Stoff für eine andere Diskussion wäre. Nach wie vor bin ich aber der Meinung, dass jeder erwachsene Mensch selber über sein Leben entscheiden soll. Ich nehme das ja auch für mich in Anspruch.


"Das ist etwas, das mich immer wieder erstaunt, wie sehr von wirklich dicken Menschen das enorme Gesundheitsrisiko, das sie tagtäglich eingehen, ganz offensichtlich verdrängt wird. Dafür haben sie aber alle Risiken parat, die andere Wege bereithalten.
Für mich immer wieder ein unbegreifliches Phänomen
Und deshalb habe ich auch mit Foren Probleme, die diese Haltung noch unterstützen nach dem Motto: Mit ein bißchen Selbstakzeptanz wird es schon gehen...oder noch schlimmer: gesundheitliche Probleme bekommt ihr erst wenn ihr abnehmt, denn das belastet das Herz viel mehr oder ähnliches. (Wohl bemerkt gesundes Abnehmen, keine Diäten oder gar Crash-Diäten!)"

Da kann ich nichts zu sagen, weil ich nicht weiß, worauf Du anspielst. Ich habe da auch eine andere Meinung. Selbstakzeptanz finde ich entscheidend für alles im Leben um weiter zu kommen. Wenn ich mich nicht selber akzeptiere und liebe, komme ich nicht weiter und blockiere mich selber. In meinen Augen spielt es dabei überhaupt keine Rolle, wie ich in dem Moment ausschaue, ob ich dick, oder dünn bin, eine Kakennase habe, oder krumme Füße. Ich bin ein ganzes und das gillt es zu lieben und zu fördern. Erst wenn das gegeben ist, kann ich selbstzerstörerische Tendenzen abwehren und anfangen Gutes für mich zu tun.





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...   Erstellt am 29.04.2006 - 17:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Omega schrieb
    Ich bin ein ganzes und das gillt es zu lieben und zu fördern. Erst wenn das gegeben ist, kann ich selbstzerstörerische Tendenzen abwehren und anfangen Gutes für mich zu tun.


Diesen Satz verstehe ich nicht. Erst, wenn Du Dich selber als Ganzes/ Dicke(?) liebst kannst Du damit anfangen, Gutes für Dich zu tun? Was hält Dich davon jetzt ab? Worauf wartest Du? Das Leben wartet nicht auf Dich!
In meiner Lesart steckt da noch viel von dem Denken drin: "ich bin jetzt noch nicht gut/selbstliebend/endgültig von der ES therapiert sprich perfekt genug, als daß ich jetzt schon verdient hätte, liebevoll/nicht selbstzerstörerisch mit mir selber umzugehen".





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...   Erstellt am 29.04.2006 - 19:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Omega
Deine Beiträge ziehen viele Leser an - Du scheinst da irgendwo einen Fanclub zu haben

Mein Statement gegen "Bedenkenträger" implizierte nicht, alles ungefragt übernehmen zu müssen sondern prangert eher diese typisch deutsche Eigenschaft an alles erst mal in Frage zu stellen, negativ zu sehen anstatt auch mal positiv und optimistisch an die Dinge heranzugehen

Du schreibst, dass Du nicht weißt was Du eigentlich willst und Dich deswegen hin- und hergetrieben fühlst.
Das ist sicher eine Aufgabe für therapeutische Sitzungen da Bestandsaufnahme zu machen und zu versuchen, Ziele zu formulieren.

Das Thema Adipositaschirurgie ist ein weites Feld und soll als Thema hier in diesem Forum auch keinen besonderen Raum bekommen, da Du bei mir offene Türen einrennst.
Was ich sagen wollte war lediglich, dass es bei Patienten, die sich auch wenn sie sich nicht operieren lassen ohnehin in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden, verlogen ist nur von den Risiken der AC zu sprechen.
Ein Verharren im Status Quo wäre ja ebenfalls lebensbedrohend.

Zum Thema Selbstakzeptanz:
Selbstakzeptanz im Sinne von sich selbst annehmen, gut für sich sorgen wollen, sich selber wertschätzen ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für jeden Weg aus der Essstörung.
Mancher kann diesen Weg in Eigenhilfe beschreiten, die meisten werden dafür therapeutische Hilfe brauchen, die alten Muster der Kindheit, in denen man/frau gelernt hat, sich nicht zu lieben oder sich für etwas schuldig zu fühlen, was man ihnen angetan hat (das Opfer fühlt sich schuldig, kann die Schuld nicht beim Verursacher sehen...)abzulegen.

Diese Form der Selbstakzeptanz ist nicht nur positiv sondern absolut notwendig.

Wenn aber unter dem Mäntelchen der Selbstakzeptanz die Selbstaufgabe "verkauft" wird...wenn propagiert wird, dass (auch erhebliches) Übergewicht auf Dauer zu händeln kein gesundheitliches sondern nur ein mentales Problem sei...dann könnte es für die, die heute mit 20 oder 30, 35 Jahren noch keine gravierenden Folgen dieser nur vermeintlichen Selbstakzeptanz spüren in älteren Jahren ein böses Erwachen geben.

Es mag zunächst entlastend sein zu lesen, dass man sich nur annehmen müsse und dann würde alles gut.
Ginge es in diesem Bereich nur um die Fragen der Optik hätte ich auch kein Problem damit. Schönheit liegt im Auge des Betrachters...und es lohnt sich sicher nicht, sich um irgendwelche gesellschaftlich anerkannten Schönheitsideale zu scheren...

In dem Moment, wo die Frage der Gesundheit abgetan wird mit dem Argument, die Ärzte würden es den Dicken nur unnötig schwer machen und Übergewicht per se wäre nicht gesundheitsschädlich, fängt für mich die Frage der Fahrlässigkeit an.
(siehe auch Unterforum "Macht Dicksein krank?" )






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...   Erstellt am 29.04.2006 - 20:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Es mag zunächst entlastend sein zu lesen, dass man sich nur annehmen müsse und dann würde alles gut."

Solitude, da glaube ich auch dran! Es nutzt mir überhaupt nichts, wenn ich gegen meinen Körper kämpfe, ihn verachte und mich hasse(was ich leider viele Jahre tat), wenn er doch "nur" der Ausdruck von etwas ist, was durch die Essstörung verdreht an's Tageslicht kommt. Bei mir war/ist es jedenfals so. Ich habe mich gehasst, ich habe Krieg geführt und es hat mich nur dazu geführt, daß ich mein Leben beihnahe beendet hätte.

Seit ich mich mir selbst wieder annähere, auch meiner dicken Hülle, begreife, dass alles einen Zusammenhang hat, geht es mir besser. Ich habe gelernt zu erkennen, daß ich nicht nur "die dicke Außenhülle" bin. Ich bin so viel mehr und das habe ich begonnen zu entdecken und zu lieben. Und erst dadurch(!) ist eine Veränderung erst möglich geworden.

Erst nachdem mir diese ersten Schritte gelungen sind, konnte ich mich auf die Suche nach Ursachen für meine ESS machen.

"Selbstakzeptanz im Sinne von sich selbst annehmen, gut für sich sorgen wollen, sich selber wertschätzen ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für jeden Weg aus der Essstörung.
Mancher kann diesen Weg in Eigenhilfe beschreiten, die meisten werden dafür therapeutische Hilfe brauchen, die alten Muster der Kindheit, in denen man/frau gelernt hat, sich nicht zu lieben oder sich für etwas schuldig zu fühlen, was man ihnen angetan hat (das Opfer fühlt sich schuldig, kann die Schuld nicht beim Verursacher sehen...)abzulegen.
Diese Form der Selbstakzeptanz ist nicht nur positiv sondern absolut notwendig."

Ja, genau so meinte ich das




@ Holly: Da habe ich mich vielleicht unglücklich ausgedrückt, so wie Du es aufgefasst hast, hatte ich es nicht gemeint. Ich wollte sagen, dass ich nur etwas an mir und in mir verändern kann, wenn ich mich im Ganzen sehe. Und nicht z.b. meine dicke Hülle ausschließe (und die weiter hasse)





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...   Erstellt am 29.04.2006 - 20:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Omega: Du solltest Solis Sätze nicht aus dem Zusammenhang reißen, wenn es Dir wirklich um Verständnis geht hier
Sie schreibt doch ganz klar, dass es nur um vermeintliche Selbstakzeptanz geht, mit der eigentlich Selbstaufgabe in der Weise gemeint ist, dass man sich nur akzeptieren müsse und schwupps würden die krankmachenden Folgen des Übergewichts keine Geige mehr spielen

Es gibt nur keine gesonderte "dicke" Selbstakzeptanz wie das in anderen Foren gesagt wird.
Für mich bedeutet Selbstakzeptanz, dass ich mich als Gesamtkunstwerk mag und weil ich mich mag bin ich in Therapie gegangen und will ich mich nicht länger durch zuviel Gewicht gefährden.

Nora





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Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)

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...   Erstellt am 29.04.2006 - 21:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nora schrieb
    Für mich bedeutet Selbstakzeptanz, dass ich mich als Gesamtkunstwerk mag und weil ich mich mag bin ich in Therapie gegangen und will ich mich nicht länger durch zuviel Gewicht gefährden.


Ich denke, bei jedem ist es etwas anders, ich habe bei meiner letzten Sitzung herausgefunden, dass ich eher für Selbstmord entscheiden würde(nur um meine "Ruhe" zu haben), als Grenzen zu setzen und mich zu wehren. Das hat mich ziemlich umgehauen. Da wundert es mich nicht, daß ich erfinderisch war und es vorgezogen habe mit meinem Körper "zu kämpfen", als mich diesen tieferliegenden Ursachen zu stellen

Damit will ich sagen, dass mich vielleicht dieser Nebenkapfschauplatz lange Zeit "gerettet" hat - sonst wäre ich vielleicht wirklich den anderen, entgültigen Weg gegangen.

Dass mein hohes Gewicht nicht gesundheitsfördernd ist/war, weiss ich. Eine Zeitlang war es unbewußt wohl auch ein "leiser" Selbstmord. Bei anderen Essstörungen (zb. Magersucht) ist es ja oft ähnlich.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich nur weiterkomme, wenn ich nicht mehr gegen mich arbeite, sondern mit mir.


Ps. Ich wollte nichts aus dem Zusammenhang reißen, lediglich für mich prägnante Bereiche hervorheben und die kommentieren.





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