Kjaskar  Hetmann
         

Status: Offline Registriert seit: 16.05.2006 Beiträge: 636 Nachricht senden | Erstellt am 13.09.2008 - 20:42 |  |
OK, es beginnt für Euch mittendrin, dennoch könnte es für euch unterhaltsam sein. Ich verrate auch mal nicht, um welches Abenteuer es sich handelt. Das schmälert die Spoilergefahr 

Wir betraten den Hafen von Port Corrad, einer unter Al'Anfanischer Herrschaft stehender, sehr gut abgesicherten Stadt. Überall streiften Söldner umher, die von dem paranoiden Generalpräfekten der Stadt zu seinem Schutz angeheuert wurden. Merkwürdigerweise war der Generalpräfekt selbst nicht in der Stadt, wurde aber in Kürze zurückerwartet. So zumindest berichtete uns das "Ibn", ein Händler der unserem Auftraggeber Hamaro noch einen Gefallen schuldete. Bei Ibn konnten wir auch für eine Weile Unterschlupf finden und wurden dort auch mit allen erdenklichen kulinarischen wie auch körperlichen Spezialitäten verwöhnt.
Wir ersannen den Plan Kapitän Siebenwind aus dem Herrschaftsgebäude zu befreien, indem wir uns als Krieger des Schwarzen Rabens ausgaben. Nunja, fast alle. Aus überzeugung legte Kjaskar diese Verkleidung nicht an, sah er es doch als große Schmähung an, die Kleidung des Erzfeindes seines Volkes anzulegen. So wurde Kjaskar als "Gefangener" verkleidet und auch im Gesicht ein wenig ramponiert. Um Siebenwind aus der Gefangenschaft befreien zu können sollte ein schriftlicher gefälschter Befehl dienen, in dem stand, dass Siebenwind nach Al'Anfa verlegt werden solle. Auch dies machte uns Ibn möglich, doch dafür sollten wir ihm den Abdruck eines Schlüssels anfertigen, der in dem Herrschergebäude versteckt war.
Um die Tarnung glaubwürdiger wirken zu lassen mussten wir mit dem Schiff, welches mit ramschigen alten Gütern beladen wurde, den Hafen verlassen und etwas ausserhalb der Stadt, westlich davon, an Land gehen. Dort brachten uns auch Bedienstete von Ibn die Kleidung der Söldner. Alles war vorbereitet.
Kjaskar wurde gefesselt auf einem seperaten Pferd mitgeführt während Samira seine Waffen in Verwahrung hatte. Der Rest der Gruppe musste sich zugunsten der Tarnung mit Rabenschnäbeln ausstatten.
Wir betraten die Stadt durch das Westtor und nahemn direkten Weg zu dem Herrschergebäude, wo wir auch aufgrund der ausstgestrahlten Autorität sofort eingelassen wurden. Wir wünschten den Generalpräfekt zu sprechen, doch wie wir bereits wussten, war dieser gar nicht anwesend. Da wir vorgaben erschöpft zu sein wurden uns Zimmer zur Verfügung gestellt. Der Thorwaler wurde in einer Kammer eingesperrt.
Es waren mehrere Söldner aus dem Bund des schwarzen Kor in dem Haus stationiert. Unter anderem auch bei den Zugängen zu den oberen Stockwerken.
Der Vertreter des Generalpräfekten konnte uns auch sagen, dass Kapitän Siebenwind aufgrund von Bauarbeiten in den Kerkern überhaupt nicht in den selbigen befand, sondern in im Westturm an der Stadtmauer untergebracht war.
Da wir jedoch den Schlüssel für Ibn benötigten versuchte unser Kapitän (Jens, ich brauche den Namen) an das persönliche Hab und Gut von Siebenwind zu gelangen, was er auch schaffte. Er gab vor eine versteckte Karte zu suchen, die er jedoch in der vorgelegten Ausrüstung nicht finden könne. So verlange er Zugang zu den Privatgemächern des Generalpräfekten. Nach Einschüchterungen gegenüber dem Vertreter des Generalpräfekten wurde ihm dies auch gewährt.
Unser Kapitän konnte sich in dem Zimmer umsehen und versuchte mehrere Schubladen in dem Zimmer zu öffnen. Tatsächlich gelang es ihm die gesuchte Schatulle zu finden, in der sich der Schlüssel befand, löste jedoch beim Versuch diese zu öffnen einen Paralü aus, der sich auf seinen Körper entlud. Bewegungslos lag er auf dem Boden und musste mit ansehen, wie Wachen aufgrund des Lärms in das Zimmer stürzten, mit gezogenen Waffen. Der Vertreter des Generalpräfekten tat natürlich so, als wüsste er nicht, dass unser Kapitän in dem Zimmer gewesen sei, obwohl er ihm den Zugang verschafft hatte.
Boradin, Samira und Kjaskar bemerkten die Alarmierung der Wachen. Kjaskar brach aus seiner Kammer aus und besorgte sich seine Waffen von Samira. Gemeinsam stürmten sie die Treppe zu den oberen Gemächern hinauf, wurden jedoch von zwei Wachen abgefangen. Nach einem kurzen heftigen Kampf errang die Gruppe den Sieg und man machte sich auf die Suche nach dem Kapitän, der seinerseits in großer Bedrängnis war. Die Gruppe fand ihn, und 5 weitere Personen im Raum, die nicht gerade freundlich wirkten.
Kjaskar stürzte in dem Raum um dem Freund zur Hilfe zu eilen und löste damit ein regelrechtes Gemetzel aus. Alle Helden waren in heftige Kämpfe verwickelt, auch unser Kapitän, der sich wieder regen konnte, war unmittelbar in Kämpfe verwickelt, konnte allerdings kurz zuvor noch die Schatulle mit dem Schlüssel in seine Tasche stecken.
Die Gruppe schlug sich gut, obwohl sie mit ungewohnten Waffen kämpfen mussten. Alle Wachen und auch der Vertreter des Generalpräfekten fielen unter den Hieben der Helden. Der Kampf war vorbei. Jedoch wurden durch den Lärm weitere Wachleute alarmiert, die nun Ihrerseits in die oberen Gemächer kamen. Unser Kapitän schaffte es mittels einer Lüge die Wachen zu beruhigen, indem er Ihnen erzählte, der Thorwaler sei ausgebrochen, aber man habe ihn wieder einfangen können.
Als sei nichts geschehen setzten sich die Helden in Richtung Westturm in Bewegung. Es war den Wachen unten im Hof nicht bewusst, dass mehrere Ihrer Gefährten getötet wurden und in den Gemächern des Generalpräfekten lagen.
Am Turm angekommen wurden dem Wächter die gefälschen Befehle zur Verlagerung des Gefangenen Kapitän Siebenwinds übergeben, der auch an die Helden übergeben wurde. Er wollte jedoch nicht ohne seine beiden Offiziere gehen, die ebenfalls in dem Turm gefangen waren. Da das Schreiben jedoch nur die Verlegung von Siebenwind befahl mussten die Offiziere zurückgelassen werden.
Es gelang uns die Stadt ohne großes Aufsehen zu verlassen und zum Schiff zu gelangen, wo uns die Bediensteten von Ibn erwarteten. Wir übergaben die Schatulle mit dem Schlüssel und machten uns gleich daran die Segel zu setzen um die Küste um Port Corrad schnellstmöglich hinter uns zu lassen.
---------------------------------------------------------------------
Auf See besannen wir uns darauf, dass wir nun den Hafen von Kannemünde ansteuern sollten, der Treffpunkt, den wir mit Stoerrebrandt ausgemacht hatten. Kapitän Siebenwind kam recht schnell wieder zu Kräften und hatte nun auch die Gelegenheit sich optisch wieder herzustellen, so dass man seine charismatische Persönlichkeit nun in voller Pracht bewundern konnte.
Wir informierten Ihn darüber, dass er Teil eines Planes sei, die verschiedenen Freibeuter der Region unter einem Kapitän zusammenzuführen und gegen die Al'Anfanische Flotte Krieg zu führen. Er schien dem Plan nicht abgeneigt zu sein, gab uns allerdings zu bedenken, dass ein fähiger Kapitän, der diese Verantwortung zu tragen hatte, möglichst auch ein eigenes Schiff besitzen sollte. Ansonsten wäre seine Glaubwürdigkeit dahin. Kapitän Siebenwind berichtete uns, dass er vor Monaten ein Schiff namens Jadedame und eine fähige Mannschaft hatte. Als er jedoch von der Besatzung eines Al'Anfanischen Schiffes gefangengenommen wurde drehte die Jadedame ab und ließ ihn im Stich. Er vermutete einen Verräter unter seinen Männern, an deren Loyalität er eingentlich nie zweifelte.
Wir verstanden das Problem und planten Siebenwind wieder Kapitän seines Schiffes zu werden zu lassen. Siebenwind konnte uns sagen, dass er im Selemgrund, ein Versteck hatte, in dem er sein Schiff regelmäßig verstecken konnte. Da der Selemgrund mit dichtem Dschungel bewachsen ist war dies zudem ein sehr sicheres Versteck.
Wir setzten Kurs auf das Versteck, das noch mehrere Tage von unserer jetzigen Position entfernt lag.
Wir fuhren an der Küste entlang, bis uns Siebenwind auf einen Fluß aufmerksam machte, der an einer gut geschützten Stelle in das Meer mündete. Dem Flußlauf folgend würden wir sein Versteck finden.
Langsam fuhren wir den Flußlauf entlang. Vorsichtig immer die Tiefe des Wassers auslotend und mit ruhiger Hand unseres Kapitäns tasteten wir uns Meter für Meter vorwärts.
Unerwartet überfielen uns 4 Ruderboote mit Flußpiraten. Die ärmlich aussehenden Gestalten machten nicht den Eindruck, als würden sie in einem Kampf ernstzunehmende Gegner sein, jedoch waren Sie mit Bögen und brennenden Pfeilen ausgerüstet, was sie zu einer nicht zu unterschätzenden Gefahr für unser Schiff und insbesondere die Segel machte.
Sie forderten unsere Ladung ein, was zu Ihrem erstaunen von unserer gesammten Besatzung mit einem lachen kommtentiert wurde. Bereitwillig wurden die annähernd wertlosen Waren an einer vorbestimmten Stelle abgeladen und tatsächlich durften wir danach unsere Fahrt fortsetzen.
Zwischendurch konnte Boradin im Dschungel für einen kurzen Augenblick den Körper eines geschuppten Wesens erkennen. Jedoch war die Kreatur zu schnell verschwunden um genau erkennen zu können, um was es sich handelte.
Siebenwind machte uns irgendwann darauf aufmerksam, dass das Versteck nun nicht mehr weit sei, und wir den Rest des Weges am besten zu Fuß gehen sollten. Wir stimmten zu. Allerdings gingen nur Siebenwind und die Helden an Land, die restliche Mannschaft blieb an Bord.
Wir setzten mit einem Ruderboot an Land über und gingen zu Fuß weiter durch den dichten Dschungel. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit waren mörderisch. Zum Glück waren die Kreaturen des Dschungels so laut, dass schleichen unnötig war. Allerdings bemerkte unser Kapitän, dass wir beobachtet wurden, und das nicht vom Schiff aus, sondern aus dem Dschungel.
Es dauerte nicht lange, bis wir das Heck von Siebenwind Schiff, der Jadedame, erkennen konnten. Um das Schiff herum waren in den Bäumen kleine Plattformen errichtet worden, auf denen Waren, Beutegut und Lebensmittel gelagert wurden. Auch vereinzelte Besatzungsmitglieder der Jadedame waren zu erkennen.
Zwischen uns und dem Lager konnten wir eine einzelne Person erkennen, die mit glasigem Blick Pfeife rauchend an einen Baum gelehnt dasaß. Mit dem Plan die Person zu überwältigen und so Informationen aus ihm herauszubekommen schlich sich Kjaskar an ihn heran. Bei ihm angekommen wollte Kjaskar ihn mit einem Faustschlag bewusstlos machen, jedoch ging der Schlag daneben und er rammte die Faust mit voller Wucht an den Baum. Einen Schmerzensschrei unterdrückend hielt er sich die verletzte Hand. Der Seefahrer, welcher eben noch in aller Seelenruhe am Baum saß wurde sich langsam der Situation bewusst und stand auf, jedoch noch immer verwirrt. Kjaskar wollte die Verwirrung noch ausnutzen und ihn kräftig treten, verlor jedoch auf dem unebenen Untergrund den Halt und stürzte.
Nun rannt der Seefahrer. Unser Kapitän rannte ihm hinterher, konnte ihn aber auch nicht mehr erreichen.
Der Seefahrer versetzte das Lager in Alarmbereitschaft und wir hielten es für besser uns erst einmal auf unser eigenes Schiff zurückzukehren.
Am nächsten Tag gingen Siebenwind, Samira, Boradin, Grimmjan und Kjaskar wieder in Richtung der Jadedame und fanden das Schiff noch immer in Alarmbereitschaft vor.
Nach kurzen Überlegungen über die Vorgehensweise entschieden wir uns für ein offensives Vorgehen. Wir wollten offen der Mannschaft der Jadedame gegenübertreten und Siebenwind sollte sich zu erkennen geben.
Wie erwartet wurden wir sogleich umzingelt. Die Schiffsgeschütze wurden auf uns gerichtet und uns wurden die Waffen abgenommen. Als Siebenwind angab der Kapitän des Schiffes zu sein ging ein Raunen durch die Mannschaft und Felicio, der ehemalige Navigator und derzeitige Kapitän des Schiffes, beschuldigte Siebenwind des Verrates. Felicio habe in der Kapitänskajüte Dokumente mit Al'Anfanischem Siegel gefunden, die Siebenwind eindeutig als Verräter entlarvten. Siebenwind bestand darauf, seine Mannschaft niemals verraten zu haben.
Felicio war erstaunt als er hörte, dass Siebenwind vier Monate in Al'Anfanischer Gefangenschaft saß und von uns erst befreit wurde. Felicio wurde über den Hergang und den Ursprung der Dokumente befragt. Dabei kam heraus, dass Felicio's Neffe seinem Onkel einen Hinweis über merkwürdige Dokumente bei den Seefahrtskarten des Kapitäns erhalten hatte. Felicio hatte diesen Hinweis befolgt und die gefälschten Dokumente gefunden, die Siebenwind als Verräter darstellten. Grimmjan wob einen Freundschaftszauber um Felicio's Neffen um so mehr Informationen aus Ihm herauszubekommen. Allerdings rückte er nicht wirklich mit den Tatsachen heraus. Erst als Boradin mit einem Blutschwur die Wahrheit herausfinden wollte, brach Felicio's Neffe zusammen und gestand die Dokumente gefälscht zu haben, damit sein Onkel Kapitän werden könne. Warscheinlich erhoffte er sich daraus einen großen Nutzen.
Siebenwind erhielt nach der Aufklärung sein Schiff und seine Mannschaft zurück. Ein großes Fest war die Folge.
Siebenwind trat in betrunkenem Zustand auf unseren Kapitän zu. Er schlug ihm vor, nun, da man zwei Schiffe zur Verfügung hatte, das Handelsschiff "Smaragd" aufzubringen, das mit wertvoller Ladung unterwegs sei. Unser Kapitän willigte ein und so wurden beide Schiffe zum Auslaufen fertig gemacht. Die Abmachung beinhaltete, dass Siebenwind alle Waffen des Schiffes erhalten würde, und unser Kapitän die restliche Ladung.
Wieder auf See und ein paar Tage später waren die Segel der "Smaragd" am Horizont zu erkennen. Sie hatte ein schwer bewaffnetes Begleitschiff bei sich. Das Begleitschiff wurde durch die Manifestation eines Luftelementars, der von Grimmjan beschworen wurde, vom Kurs abgebracht und auf das offene Meer hinausgetrieben. Nun konnten unser eigenes Schiff und die Jadedame die "Smaragd" unter Beschuss nehmen. Samira wirde dabei von der Kugel einer "Rotze" schwer am Bein verletzt. Nach mehreren Manövern ging man zum Entern über. Im Kampf Mann gegen Mann wurde sehr viel Blut vergossen. Die Mannschaft der "Smaragd" wehrte sich so gut sie konnte. Als jedoch der Kapitän des Schiffes unter heftigen Schlägen fiel gab auch die Besatzung auf.
Die Ladung der "Smaragd" wechselte den Besitzer. Dabei stellte sich heraus, dass ein großer Teil der Ladung mehrere Kisten voller "Kunchomer"-Säbel war, die nach der Abmachung nun an Kapitän Siebenwind übergingen. Unser Kapitän konnte sich das Recht an mehreren Quadern Teppichen und Stoffen sichern.
Die Verwundeten wurden so gut es ging versorgt. Auch Samiras Bein wurde durch die Zauberkünste Grimmjans gerettet, wenn auch nicht vollkommen geheilt.
Nun konnten wir wieder Kurs in Richtung Kannemünde setzen.
[Dieser Beitrag wurde am 04.10.2008 - 02:39 von Kjaskar aktualisiert]
Signatur Nur Helden wissen, was Helden wollen! |