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beifahrer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 21.09.2009 Beiträge: 10 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 12:04 |  |
was bedeutet eigentlich "ende der gärung"?
heisst es, dass wirklich kein "blub" mehr beim gärröhrchen zu sehen ist oder ist die gärung beendet wenn es nurnoch alle fünf minuten "blubt"?
holunderwein soll doch innerhalb einer woche nach ende der gärung von der hefe(portwein) abgezogen werden. nur dafür muss man genau wissen wann die gärung einigermassen vorbei ist!oder?
grüsse
und danke
[Dieser Beitrag wurde am 30.09.2009 - 12:05 von beifahrer aktualisiert]
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6081 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 12:58 |  |
beifahrer schrieb
holunderwein soll doch innerhalb einer woche nach ende der gärung von der hefe(portwein) abgezogen werden |
Wer behauptet das?
Die Gärung ist dann beendet, wenn die Hefen keinen Zucker mehr vergären. Das ist nie und nimmer in einer Woche erledigt.
Oder sollen nach einer Woche die Beeren abgepresst werden, was etwas ganz anderes ist. 
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
beifahrer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 21.09.2009 Beiträge: 10 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 13:19 |  |
nein die gärung läuft schon drei wochen. ich habe auch nicht geschrieben, dass es nach einer woche nach anfang der gärung abgezogen werden soll, sondern nach "ENDE DER GÄRUNG".
aber wann ist denn nun der der zucker restlos aufgebraucht?
bei normaler gärung "blubte" es alle 3 sek. jetzt blubt es alle 1 1/2 min. heisst das ich muss den wein so in einer woche von der hefe abziehen (um den hefegeschmack im holunderwein zu verhindern!) oder muss die gärung(das blubben) wirklich komplett zum erliegen kommen?
[Dieser Beitrag wurde am 30.09.2009 - 13:21 von beifahrer aktualisiert]
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6081 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 13:33 |  |
Du kennst das Kapitel Zucker der HP?
http://www.fruchtwein.de/Wine/zucker.html
Ich denke, da werden deine Fragen beantwortet.
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
JasonOgg  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 13.08.2007 Beiträge: 1940 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 20:45 |  |
Ich glaube Ihr habt ein wenig aneinander vorbeigeredet, mal schauen, ob ich das gerade bekomme:
@beifahrer, solange es noch blubbt entsteht CO2 aus der Gärung. Wenn es gar nicht mehr blubbt, dann ist entweder der Zucker alle und die Hefen verhungert (zu spät zum nachzuckern) oder die Alkoholtoleranzgrenze erreicht, also die Hefen sozusagen totgesoffen.
Erst ab jetzt zählt die (Pi-mal-Daumen) Woche, siehe Homepage. Vorher brauchst Du Dir um den Hefegeschmack keine Sorgen zu machen.
Vor dem Ende der Gärung solltest du den Ballon schütteln, schwenken oder was auch immer, denn:
erstens erleichterst Du die Gärung der letzten Promille und
zweitens weiß ich nicht, was mit den Hefen, die sich schon absetzen passiert, so werden sie wieder aufgewirbelt.
An der Anzahl der Blubbs ist es schwer sich zu orientieren, größere Mengen blubben mehr, da mehr CO2 entsteht. Bei einem Blubb auf zwei Minuten scheint die Gärung bei Dir noch voll im Gange zu sein 
Signatur Was lange gärt wird gut. |
Josef  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 06.02.2005 Beiträge: 2325 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 20:53 |  |
Für einen Anfänger auf dem Gebiet ist es in der Tat nicht einfach das Gärende zu bestimmen.
Auf der einen Seite soll nichts mehr gären und auf der anderen Seite soll der Wein nicht zu lange auf der Hefe stehen bleiben.
Jetzt zur Praxis:
Du schwenkst den Ballon täglich und stellst fest, das dabei noch jede Menge CO2 frei gesetzt wird. Also ist der Wein noch nicht fertig. Erst wenn beim schütteln fast nichts mehr blubbert, ist er fertig. Dann tut sich im Gärröhrchen auch nichts mehr und die Wassersäule geht bei Temperaturschwankungen hin und her.
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13404 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2009 - 22:02 |  |
Und nicht vergessen: Die Restsüße muss deutlich schmeckbar und stabil sein, und das über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen hinweg. Dann wird geschwefelt, dann wird nicht mehr geschüttelt, dann tickt die Uhr zum Abziehen vom Bodensatz.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
Mortifreak  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 24.09.2007 Beiträge: 159 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2009 - 11:02 |  |
Ich orientiere mich inzwischen kaum noch am Gährröhrchen, umd das Gärungsende zu finden. Denn das blubbt z.T. auch ohne Gärung, wenn es z.B. Temperaturschwankungen gibt und Reste des gelösten CO² austreten. Sicheres Indiz ist, dass die Restsüße längere Zeit (eine Woche) stabil bleibt.
Außerdem kommt das Gärungsende oft mit dem Beginn der Selbstklärung daher, weil ja der Auftrieb des CO² fehlt. Wenn ein Wein kleine Schaumnester auf der Oberfläche hat, ist das ein Zeichen dafür, dass sich da doch noch irgendetwas tut - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.
Und ob der Wein jetzt eine oder zwei Wochen auf der Hefe steht macht den Bock auch nicht fett 
[Dieser Beitrag wurde am 01.10.2009 - 11:05 von Mortifreak aktualisiert]
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beifahrer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 21.09.2009 Beiträge: 10 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2009 - 11:53 |  |
vielen dank für eure antworten! das war es was ich wissen wollte.
leider kann ich das mit der restsüsse nicht machen/schmecken, da ich den zucker ganz vergären lasse. ich möchte einen eher "trockenen" wein haben. deshalb werde ich die restsüsse(nur ein paar gramm/liter) erst am ende einstellen und dann die gärung irgendwie stoppen(steril filtern, pasteurisieren oder kaliumsorbat...). ich habe leider portweinhefe genommen und möchte aber nur 13% maximal.
(ich weiss, dass ich dafür besser burgunder hätte nehmen sollen, aber jetzt ists zu spät)
deshalb muss ich das gärungsende irgendwie über das blubben erkennen können. ich werds so probieren wie es josef gesagt hat.
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Hanisch 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 16.06.2008 Beiträge: 217 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2009 - 13:08 |  |
hmm...
da wär ich mal gespannt auf das Ergebnis...
generell würd ich mal schauen, ob mein Verkorker auch etwas dickere Korken verarbeiten kann,
und bei der Abfüllung auf Sektflaschen setzen...
oder Proseccoflaschen - die gíbts glaub ich auch mit kleinerem Durchmesser - und die Flaschen sind sicherheitshalber mal als Druckbehälter ausgelegt...
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